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Stuhlgang und Kot beim Hund – Was der Hundehaufen aussagt!

Was machen wir Hundebesitzer nicht alles fĂŒr unsere Lieblinge?

Selbst den abgesetzten Kot unseres Fellfreundes zu analysieren, ist dabei keine sonderbare Eigenart. Nein, vielmehr stellt dies ein einfaches Mittel zur ÜberprĂŒfung seines Wohlbefindens und seiner Gesundheit dar.

Durch den Kot kann auch ganz einfach die FutterqualitÀt bewertet werden. Konsistenz, Menge, HÀufigkeit und Farbe sind dabei die wichtigsten Kriterien.

Sind Sie bereits ein Analyst?

TĂ€glich sehen wir den Kot unseres vierbeinigen Lieblings beim Gassi gehen. Vorbildliche Hundebesitzer entfernen ihn vom Gehweg oder der Wiese und entsorgen ihn. Und haben Sie sich den Kot dabei auch schon mal genauer angesehen? Oft wird er aus Ekel so schnell wie möglich entsorgt. Aber schauen Sie doch mal genauer hin! Denn der Kot sagt sehr viel ĂŒber die Gesundheit aus!

Wie sollte gesunder Hundekot denn aussehen?

Konsistenz vom Hundekot

Ein gesunder Kot sollte weder zu weich, noch zu hart und gut geformt sein, so dass man ihn einfach beseitigen kann. Eine sehr trockene und harte Konsistenz erschwert dem Hund das Kotabsetzen und kann zudem zu Schmerzen fĂŒhren. Durchfall oder zu weicher Kot sind oftmals Anzeichen von einer schlechten Verdauung. Dies kann die Folge von zu wenig pfanzlichen Faserstoffen und/oder einem zu hohen Anteil an unverdaulichem Eiweiß oder Kohlenhydrate im Futter sein.

Menge vom Stuhlgang

Je verdaulicher ein Hundefutter, desto weniger die Menge an Kot. Ein grĂ¶ĂŸerer Kothaufen ist bei einem Hundefutter mit hohem Rohfaseranteil, also viel GemĂŒse und Obst, aufgrund der unverdaulichen Ballaststoffe ganz normal.

Farbe vom Hundekot

Meist weist der Kot eine dunkelbraune bis braune FĂ€rbung auf. Je nach Futterzusammenstellung kann er aber auch leicht rötlich bis grĂŒnlich olivfarbenen aussehen. Auch Krankheiten können an der Farbe erkannt werden. Dunkler bis fast schwarzer Hunde Kot kann auf eine Blutung im vorderen Verdauungstrakt hinweisen. Frisches Blut im Kot deutet auf Dickdarmblutungen hin. Eine gestörte Fettverdauung sieht man oft an einer hellerem, pastösen Kotbeschaffenheit.

HĂ€ufigkeit vom Stuhlgang

Wie oft ein Hund Kot absetzt, wird von vielen Faktoren beeinflusst. Neben Haltungsbedingungen und Erziehung spielt hier auch die jeweilige Rasse eine entscheidene Rolle. Aufgrund ihres, vergleichweise geringen Darmgewichts, neigen grĂ¶ĂŸere Hunderassen dazu, hĂ€ufiger Kot abzusetzen.

Auch die Futterzusammensetzung und dessen Verdaulichkeit nimmt Einfluss auf die HÀufigkeit. So kann dies zwischen einmal in 2 Tagen bis hin zu viermal am Tag geschehen. Aber auch verschiedene Krankheiten können die HÀufigkeit des Kotabsatzes beeinflussen.

Schleimiger Hundekot – Woran liegt das?

Ist der Hundekot schleimig, mit Schleim ĂŒberzogen oder in einer schleimigen HĂŒlle, machen sich viele Hundebesitzer zuerst einmal große Sorgen, dass etwas mit Ihrem Liebling etwas nicht stimmt. Es ist ja auch nicht Gang und Gebe, dass der Kot vom Hund so aussieht.

Allerdings kann dieser Schleim viele Ursachen haben. So sollten Sie zuerst einmal schauen, wie der schleimige Hundekot genau aussieht. Ist die Konsistenz eher weich und dĂŒnn, hat der Hund Durchfall oder ist es mehr wie eine Art SchleimhĂŒlle?

Wichtig ist auch die Farbe! Ist der Schleim eher grĂŒn, gelb, orange, schwarz, weiß oder rot? Oder ist sogar Blut im Hundekot?

Blutiger Hundekot ist stets ein Alarmzeichen und hier sollte unbedingt die Ursache geklÀrt werden. Blutiger Durchfall kann auf eine Futtervergiftung hindeuten.

Ist der Hundekot schleimig mit Blut kann es an einer Darmblutung oder EntzĂŒndung im Darm liegen. Aber auch andere schwerwiegende Erkrankungen können dahinter stecken.

Ist der Kot chronisch schleimig und weich, wird ĂŒber eine entstehende Futtermittelallergie spekuliert und Sie sollten auf ein hochwertigeres Hundefutter umsteigen.

FĂŒhlt sich Ihr Hund wohl? Ist der Kot normal und eher von einer Art Schleim umhĂŒllt? Haben Sie vielleicht Ihr Futter umgestellt, kann dies auch durchaus eine ungefĂ€hrliche Entgiftungsreaktion sein und sollte nach ein paar Tagen wieder verschwunden sein.

Hund hat keinen Stuhlgang

Wenn der Hund nicht richtig kotet, kann das viele verschiedene Ursachen haben. Es muss nicht immer eine schlimme Erkrankung dahinter stecken. Sollte dieser Zustand aber lÀnger anhalten, empfiehlt es sich, einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker des Vertrauens aufzusuchen.

Aber vielleicht liegt auch nur eine kurzeitige Verstopfung vor oder Ihr Hund befindet sich gerade mitten in einer ErnĂ€hrungsumstellung? Wichtig ist zunĂ€chst einmal viel Bewegung fĂŒr Ihren Hund, um seinen Darm wieder in Schwung zu bringen.

Sie sollten Ihren Hund also möglichst viel und öfter bewegen, egal ob beim Gassi gehen, in der Wohnung oder bei Spielen. Angebracht sind auch mehrere kleine SpaziergĂ€nge, anstatt einer großen Runde.

Genug FlĂŒssigkeit bei Verstopfung

Auch zu wenig FlĂŒssigkeit im Hundekörper fördert eine Verstopfung. Achten Sie also stets darauf, dass Ihr Liebling genug trinkt, besonders wenn er nur Trockenfutter bekommt. Am Besten Sie geben immer etwas Wasser in das Trockenfutter, so ist es auch viel besser vertrĂ€glich.

Ansonsten können Sie Ihrem Fellfreund in dieser Zeit auch mehr oder nur gesundes Nassfutter geben. Auch die Gabe von Knochen kann zum steinharten, so genannten Knochenkot fĂŒhren. Haben Sie allerdings den Verdacht, dass Ihr Hund Steine oder irgendetwas Hartes verschluckt hat und nun nicht mehr koten kann, dann sollten Sie besser den Tierarzt aufsuchen.

Verdauung beim Hund

Das komplette Verdauungssystem vom Hund muss in Ordnung sein und funktionieren, um gesunden Kot absetzen zu können. Oft weist schlechter Kot auf eine falsche ErnÀhrung oder eine Erkrankung des Verdauungstraktes hin. Um den Kot letztendlich zu verstehen, sollten wir uns also auch der Verdauung beim Hund widmen.

Das Hundefutter wird aufgenommen und je nach Hund im Mund zerkleinert oder gleich ganz runter geschlungen. So wird die Nahrung durch die Speisröhre in den Magen transportiert und hier gelagert.

Indem die MagensĂ€ure auf das Futter einzuwirken beginnt, fĂ€ngt auch der Verdauungsprozess an. Das heißt also, die Verdauung beim Hund beginnt, anders als bei uns Menschen, erst im Magen!

Enzyme im Hundemagen helfen bei der NĂ€hrstoffaufnahme und dem Zerkleinern der Nahrung. Dann wandern die bereits leicht verdauten Reste weiter in den DĂŒnndarm, wo die Verdauung weiter geht.

Die NĂ€hrstoffe ( Mineralstoffe, Proteine, Kohlenhydrate und Fett) werden hier durch die Darmwand aufgenommen.

Je verdaulicher das Futter, desto effektiver die NĂ€hrstoffaufnahme und desto weniger wird als Kot wieder ausgeschieden. Aber es geht noch weiter.

Im Dickdarm werden dem Kot Mineralstoffe und Wasser entzogen. Minderwertiges oder eben sehr schwer verdauliches Futter wird im Darm nicht so gut resorbiert und hinten kommt sehr viel Kot wieder raus.

Bei qualitativ schlechtem Futter kann sich auch Wasser im Darm ansammeln, anstatt aufgenommen zu werden. Dann ist der Kot sehr flĂŒssig bzw. der Hund hat Durchfall. Das kann natĂŒrlich neben der falschen ErnĂ€hrung auch ein Krankheits Alarmsignal sein. Meistens liegt jedoch ein Großteil der Ursache beim Futter.

Hundekot nach Futterumstellung

Der Kot wird nach der Umstellung auf ein hochwertiges Futter in der Regel viel besser.

Wichtig: Bei einer Futterumstellung kann sich die Kotkonsistenz anfangs verschlechtern! Auch Hundekot in einer schleimiger HĂŒlle ist dabei keine Seltenheit. Das Magen Darm System des Hundes braucht eine gewisse Zeit, um sich an die neuen Inhaltsstoffe und verĂ€nderten NĂ€hrstoffgehalte zu gewöhnen.

Daher empfehlen wir eine langsame Futterumstellung. Außerdem sollte eine Übergangsphase von mindestens 5 Tagen auf jeden Fall eingehalten werden.

Desweiteren ist eine gesunde ErnĂ€hrung ein wichtiger Bestandteil der Krankheitsvorsorge. FĂŒr uns Menschen scheint die Vorstellung, jeden Tag das Gleiche zu sich zu nehmen, eher unattraktiv. Dies hat sich aber bei Hunden und Katzen als die beste und vertrĂ€glichste FĂŒtterungsstrategie erwiesen. Außerdem sollten Sie zu viele Leckereien und ungesunde Kalorienbomben vermeiden.