Siberian Husky – Die Rasse mit viel Power und Liebe

Aufgrund seines lebenslustigen und freundlichen Charakters ist der Siberian Husky der perfekte Familienhund. Vor allem, weil diese Hunderasse sehr kinderlieb ist. Allerdings sollte man vor der Anschaffung bedenken, dass junge Huskys manchmal etwas stürmisch sind. Hat man noch kleine Kinder, kann sich daher der Umgang miteinander manchmal etwas schwieriger gestalten.

Ursprünglich stammt der Husky aus dem nördlichsten Teil Sibiriens. Dort ist diese Hunderasse seit mehreren tausenden Jahren für die ansässigen nomadischen Völkergruppen ein wichtiges Nutztier und vor allem ein treuer Begleiter bei der Jagd.

Inhalt

Je nach dem, von welchem russischen Dialekt „Husky“ auf Deutsch übersetzt wird, bedeutet der Name jeweils etwas anderes (stämmig, rauchig oder gar kräftig)

Siberian Husky – die Geschichte

Wie bereits anfangs erwähnt, hat der Husky seinen Ursprung im kalten Sibirien. Der muskulöse und mittelgroße Arbeitshund ist extrem zäh, leistungsfähig und vor allem ausdauernd. Er kann aufgrund seiner speziellen Konstitution lange Strecken innerhalb kürzester Zeit zurücklegen. Selbst hartes Gelände schreckt das Tier nicht.

Der Ursprung des Huskys ist eng mit der Geschichte der in Sibirien ansässigen Nomaden- und Eskimovölker (Korjaken, Jakuten, Jugakiren, Tschutschen) verbunden. Die Hunde waren aufgrund der schon immer in Sibirien herrschenden harten klimatischen Bedingungen ein wichtiges Nutztier der dortigen Ureinwohner. Ohne Huskys wäre es zur damaligen Zeit unmöglich gewesen, sein Leben zu bestreiten.

Der Hundeschlitten war nicht nur Transportmittel, um Handelswaren von Punkt A nach Punkt B zu transportieren, sondern auch ein wichtiges Kommunikationsmittel. Mit dem Schlitten konnten Nachbarstämme besucht werden, die mehrere hundert Kilometer entfernt lebten. Natürlich wurden die Siberian Huskys zur damaligen Zeit auch als Jagdhunde eingesetzt.

Während der kalten Winternächte, schliefen die Hunde meistens bei den Kindern, um diese warmzuhalten und sie vor der bitteren Kälte zu schützen. Lange Zeit waren die Huskys nur in Sibirien beheimatet. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde diese Hunde auch in andere Länder exportiert.

Aufgrund ihres freundlichen Wesens war und ist diese Hunderasse auch heute noch nicht als Wachhund geeignet!

1909: Der Siberian Husky in Alaska

Bei der Verbreitung der Schlittenhunderasse „Siberian Husky“ spielte William Goosak eine entscheidende Rolle. Er war ein russischer Pelzhändler, der sich vom Goldfieber anstecken ließ und von Russland nach Alaska auswanderte. Dabei nahm er zehn Huskys mit, die er bei dem berühmten Schlittenhunderennen „All Alaska Sweepstake“ anmeldete.

Damals wurde er für sein Vorhaben ausgelacht, denn der Husky hat einen wesentlich zierlicheren Körperbau als der einheimische Alaska Malamut. Doch der russische Geschäftsmann ließ sich nicht beirren und überredete einen Seemann mit seinem Hundegespann am Rennen teilzunehmen. Viele Leute wetteten gegen das zur damaligen Zeit als ungewöhnlich geltende Hundegespann. Allem zum Trotz erreichte das Team dennoch den dritten Platz.

Obwohl das Husky-Hundegespann damals nicht den Sieg davontrug, wurde von der Leistung der Hunde in ganz Alaska berichtet. Die Nachfrage nach den robusten und leistungsfähigen Siberian Huskys stieg rasant, wodurch sich der Import dieser Hunderasse nach Alaska, zu einem florierenden Geschäft entwickelte. Ein Jahr später sollten bereits drei Gespanne mit Siberian Huskys am All Alaska Sweepstakes teilnehmen. Dieses Mal gewann eines der Husky-Hundegespanne. Die anderen beiden belegten Platz zwei und vier.

Durch ihre Rennerfolge bekannt geworden, begann sich auch Ronald Ammundsen für die Siberian Huskys zu interessieren. Er kaufte für seine Expedition zum Nordpol einige Hunde, die er gegen Ende des Ersten Weltkriegs allerdings an Seppala weiterverkaufte. Seppala war von dieser Hunderasse regelrecht angetan.

Er wurde zu einem der ersten Siberian Huskys Züchter außerhalb Sibiriens. Neben der Zucht ließ er seine Hunde an mehreren Rennen teilnehmen. Die siegreichen Tiere verkaufte er wiederum mit einem hohen Profit. Durch Seppala entstanden die eigene Husky-Zuchtlinien: Chinook, Cold River, White Water Lake, Foxstand und Monadnock.

Mitte der 50er Jahre gelangten die Siberian Huskys nach Amerika. Von dort eroberten sie ganz Europa. Es sollte jedoch noch einmal siebzehn Jahre dauern, bis der erste Husky in Deutschland registriert wurde.

Balto und Togo – ein Stoff aus dem Legenden sind

Im Winter 1925 erkrankten die meisten Kinder der Stadt Nome an Diphtherie. Da in diesem Jahr ein besonders harter Winter mit extremen Minustemperaturen und ständigen Stürmen herrschte, konnte das Antiserum weder per Flugzeug noch per Schiff nach Nome transportiert werden. Der Medikamententransport per Hundeschlitten war die einzige Alternative, um das Leben der Kinder zu retten. So wurde das Antiserum per Zug nach Nenana gebracht und von dort von dem ersten Hundeschlittenführer abgeholt. Seine Fahrt endete in Shaktoolik. Hier übergab er das Antiserum Ende Januar an ein Seppala Gespann.

Der Leithund des Sepala Hundegespanns, Togo, war damals mit zwölf Jahren schon relativ alt, was der Hund aber durch seinen verbissenen Willen wieder wettmachte. Sein Schlittenhundeführer wollte damals den nächsten Übergabepunkt anfahren, verlor aber aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse sehr schnell die Orientierung. Togo aber nicht! Siberian Huskys sind nun mal bekannt für ihren erstklassigen Orientierungssinn. Der Hund navigierte den Schlitten 134 km zum Ziel, den nächsten Übergabepunkt. Hier wurde die Fracht an Charlie Olsun und seinem Leithund Balto übergeben.

Als Leithund hatte Balto eher schlechte Qualitäten, doch bewies der Hund großen Mut und einen unbeugsamen Willen. Er kämpfte sich durch alle Schneewehen und hielt trotz ständiger Schneestürme nur ein einziges Mal an. Während dieser Pause bewahrte Balto seinen Schlittenführer und sein Gespann vor dem bitteren Ertrinken im Topkok River. Die an Diphtherie erkrankten Kinder wurden durch die Leistung der beiden Siberian Huskys vor dem Tod bewahrt. Beiden Hunden zum Gedenken wurde die Bronze-Statue eines Huskys im Zentrum der Stadt Nome aufgestellt. Walt Disney drehte sogar einen animierten Zeichentrickfilm über die Geschichte von Balto.

Der Körperbau des Siberian Huskys

 RüdeHündin
Schulterhöhe53,5-60 cm50,5-56 cm
Gewicht20,5-28 kg15,5-23 kg
Lebenserwartung11-13 Jahre11-13 Jahre
Unterscheidungsmerkmale Hündin/RüdeRüden wirken sehr maskulin, allerdings ohne grobe ZügeHündinnen wirken weiblicher, unterliegen aber bezüglich Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer ihren männlichen Artgenossen nicht im Geringsten

Was muss man bei der Haltung eines Siberian Huskys beachten?

  • Der Siberian Husky gilt als sehr menschenfreundlich und aufgeschlossen. Er verträgt sich gut mit anderen Haustieren, wie z. B. Katzen. Allerdings nur, wenn er an den Kontakt von klein auf gewöhnt ist, da er in diesem Fall gelernt hat, seinen starken Jagdtrieb zu unterdrücken.
  • Die sibirische Schlittenhunderasse kann in der Wohnung als auch nur draußen im Garten gehalten werden. Dem Husky wird es wahrscheinlich draußen aber wesentlich besser gefallen.

Tipp: Unabhängig, ob Sie Ihren Siberian Husky dauerhaft draußen halten oder nur gelegentlich im Garten laufen lassen wollen, ergreifen Sie entsprechende Maßnahmen, damit Ihr Hund nicht ausbrechen kann. Lassen Sie ihn niemals lange unbeaufsichtigt im Garten laufen.

  • Huskys bleiben ungern lange alleine. Aller spätestens, wenn sich Ihre Nachbarn beschweren, dass Ihr Hund ständig heult oder Ihr Tier eine regelrechte Zerstörungswut zeigt, wird es Zeit, sich über die Anschaffung eines zweiten Vierbeiners Gedanken zu machen. Der Siberian Husky ist nun mal ein Rudeltier und benötigt für sein seelisches Gleichgewicht entsprechend Anspruch und Anschluss an sein Rudel. In dem Fall, Sie und Ihre Familie.
  • Obwohl der sibirischen Hunderasse ein starker Charakter nachgesagt wird, ist der Husky trotzdem erziehbar. Man sollte aber vom sturen Wiederholen verschiedener Übungen und Befehle absehen. Auch Ungeduld und Druck wird Ihnen nicht dabei helfen, Ihrem Hund ein gewisses Grundgehorsam beizubringen. Gestalten Sie für Ihren Siberian Husky ein abwechslungsreiches und interessantes Übungsprogramm! Zeigen Sie dabei möglichst viel Einfühlungsvermögen in Verbindung mit einer liebevollen Konsequenz.
  • Da der Husky sehr bewegungsfreudig ist, braucht der Hund entsprechend regelmäßigen Auslauf. Hier empfehlen sich Fahrradtouren, Spaziergänge oder nehmen Sie Ihren Husky einfach regelmäßig zu Ihrer täglichen Joggingrunde mit. Vielleicht finden Sie auch Spaß dran, mit Ihrem Hund im Zugsport die ersten Erfahrungen zu sammeln. Daneben will auch die Intelligenz des Huskys angesprochen werden. Diese Hunderasse ist so intelligent, dass diese Hunde sogar fähig sind, Türen zu öffnen. Sie können sich sicher vorstellen, was auf Sie zukommen wird. Gleichzeitig zeichnet den Husky seine Eigenständigkeit aus. Sorgen Sie daher dafür, dass dem Hund nicht langweilig wird, denn sonst wird er sich selber eine für ihn interessante Beschäftigung suchen.

Wichtig: Ein warmes und südliches Klima bekommt dem Husky nicht. Er ist nun mal ein Winterhund und wirst erst bei Minustemperaturen so richtig munter. Verlegen Sie anstrengende Aktivitäten bei Temperaturen ab 20 Grad Celsius lieber in die Morgenstunden oder auf die Abendstunden!

Charakter und Wesen des Hundes

  • der Siberian Husky zeigt ein menschenfreundliches Wesen und ist bekannt für seine Fügsamkeit, Aggressionslosigkeit und einem relativ eigenständigen Verhalten gegenüber Menschen. Fremden gegenüber verhält sich der Hund meistens freundlich manchmal auch desinteressiert. Allerdings ist der Jagdtrieb beim Sibirian Husky im Vergleich zu andere Hunderassen sehr stark ausgeprägt. Darum sollte man mit diesem Hund in einer wildreichen Gegend besser nur angeleint spazieren gehen. Vor allem, weil der Husky über eine erstklassige Nase verfügt und Beutetiere sehr schnell wahrnimmt. Sobald Ihr Vierbeiner die Witterung aufgenommen hat, ist seine gute Erziehung schnell einmal vergessen. Gehen Sie daher auf Nummer sicher, in dem Sie Ihren Husky nicht freilaufen lassen!
  • der Orientierungssinn dieser Hunderasse ist erstklassig.
  • Huskys bellen eher selten. Sie heulen ähnlich wie Ihre Brüder in der freien Wildbahn – die Wölfe.
  • der Husky ist eine aufgeschlossene und neugierige Hunderasse. Er interessiert sich für alles, was in seiner Umwelt geschieht. Langeweile bzw. mangelnde Auslastung ist für den Sibirian Husky absolutes Gift. Hat er nicht genügend Anspruch, wird er sich selbst entsprechend Beschäftigung suchen. Dabei zeigt er entsprechende Kreativität, um aus seinem Zwinger auszubrechen. Der Hund wird hier zum regelrechten Ausbrecherkönig
  • Siberian Huskys besitzen sehr viel Energie und sind voller Lebensfreude. Anders als manche andere Hunderasse, ist der Husky aber weder unterwürfig, noch zeigt er absoluten Gehorsam. Eben diese Eigenständigkeit ist genau das, was Husky Halter an Ihren Hunden so lieben.

Wichtig: Aktuell gibt es zwei Arten von Zuchtlinien, eine Show- und eine Arbeitslinie. Siberian Huskys aus der Arbeitslinie sind nicht als Familienhund geeignet.

Der Siberian Husky besitzt ein aufmerksames, sanftmütiges, kontaktfreudiges, intelligentes und freundliches Wesen. Ein Hund dieser Rasse viel Bewegung und Anspruch. Neben der Befriedigung seines Leistungswillen ist es unerlässlich, die Intelligenz des Huskys zufördern.

Die Pflege des Siberian Husky

Welche Pflegemaßnahmen bei der Haltung eines Siberian Husky notwendig werden, hängt von der Haltung ab. Bei einer fast reinen Wohnungshaltung wird Ihr Vierbeiner das ganze Jahr über sein Fell verlieren, da in der Wohnung nun mal ständig konstante Temperaturen herrschen.

Üblicherweise wechselt ein Husky aber nur einmal im Jahr sein Fell. So verliert der Hund im Frühjahr sein Unterfell, das im Herbst wieder nachwächst.

DAS GEBISS

Aufgrund der oft minderwertigen Qualität von Hundefutter, den darin enthaltenen Zucker und chemischen Zusatzstoffen ist die Zahnpflege ein wichtiger Bestandteil der Husky-Pflege. Vernachlässigt man die Zahnhygiene des Hundes kommt es zu Zahnfleischentzündungen, die bis zu Zahnstein oder Karies führen können. Schlimmstenfalls sogar Zahnverlust!

WIE MERKT MAN EINE SCHLECHTE ZAHNHYGIENE BEIM HUND?

Eine mangelhafte Zahnhygiene eines Huskys macht sich sehr schnell bemerkbar. Der Hund riecht unangenehm aus dem Maul und/oder es sind Entzündungen am Zahnfleisch zu sehen. Der Husky reagiert extrem empfindlich auf Berührungen und hat Probleme beim Kauen. Der Schlittenhund wird es vermeidet zu fressen, weil er Schmerzen fürchtet. Genau wie beim Menschen ist daher auch beim Husky Zähneputzen Pflicht! Hierfür gibt es spezielle Zahnpflegesets für Hunde. Die Zahnpasta für Menschen darf nicht verwendet werden, da Sie Ihren Siberian Husky sonst vergiften würden!

Tipp: Um die Zahnhygiene Ihres Huskys zu unterstützen, sollten Sie Ihrem Vierbeiner in regelmäßigen Abständen Rindernasen, Kalbsknochen, getrockneten Rinderschlund oder Ochsenschwanz zu fressen geben. Durch das Abnagen der Knochen erfolgt eine automatische Reinigung der Zähne, die durch zusätzliches Zähneputzen unterstützt werden kann.

DIE OPTIMALE FELLPFLEGE FÜR DEN SIBERIAN HUSKY

Hält man den Husky in der Wohnung, muss man damit leben, dass er ständig Haare verliert. Hier empfiehlt sich den Hund direkt nach dem Gassigehen zu bürsten und zu kämmen. Am besten gleich draußen, bevor man die Wohnung wieder betritt. Da sich das Fell des Huskys selbst reinigt, muss man den Hund nicht Baden. Man sollte es auch nicht, da Hundeshampoo in der Regel fettlöslich ist und die natürliche Fettschicht im Fell des Hundes zerstört. Sollte es trotzdem nötig sein den Husky zu baden, weil er sich z. B. in übelriechenden Flüssigkeiten gewälzt hat, ist es unbedingt notwendig ein ph-neutrales Babyshampoo zu verwenden. Das ph-neutrale Babyshampoo ist so mild, dass die natürliche fetthaltige Schutzschicht im Fell des Hundes keinen Schaden nimmt.

Wichtig: Bis der Husky nach einem Bad komplett getrocknet ist, braucht es entsprechend Zeit. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nach dem Baden keiner Zugluft ausgesetzt wird. Baden Sie den Husky nur, wenn es absolut nicht anders geht. Ansonsten wird das Fell des Hundes nur gebürstet.

Die Fellpflege des Huskys mit der Bürste

  • Für die Fellpflege des Huskys eignet sich am besten eine harte Borstenbürste oder eine Drahtbürste.
  • Während des Jahreszeitenwechsels von Winter auf Frühjahr ist es ratsam, den Husky täglich zu bürsten, um zu verhindern, dass überall im Haus Fellflusen herumfliegen. Außerhalb dieser Zeit ist ein tägliches Bürsten des Hundes nicht notwendig.

Wichtig: Für die Fellpflege Ihres Huskys sollten Sie auf keinen Fall einen Kamm verwenden, da Sie sonst gesundes Fell mit auskämmen würden.

  • Vor allem Welpen, sollten von Anfang an eine regelmäßige Fellpflege gewöhnt werden. Sie sollen begreifen, dass das Bürsten etwas Tolles ist und Sie dabei keinen Schaden nehmen.
Huskys dürfen nicht geschoren werden, da der Hund langfristig darunter leiden wird. Sie würden dem Hund keine Erleichterung verschaffen, da die Unterwolle ja nicht mitgeschoren wird. Sie schneiden praktisch nur die obere Fellschicht ab. Daher wird Ihr Husky trotzdem schwitzen. Zudem wird das Fell des Huskys durch das Scheren struppig und unschön. Also besser Finger weg!

Die Pflege des Huskys im Winter

  • Split und Streusalz, beide schädigen die Pfoten des Huskys. Aus diesem Grund sollten die Pfoten Ihres Hundes nach einem Spaziergang im Winter immer mit warmen Wasser abgewaschen und anschließend mit Vaseline, Hirschtalg oder Melkfett eingeschmiert werden. Alternativ gibt es spezielle Schuhe für den Hund, die seine empfindlichen Ballen vor Salz und Split schützen sollen.
  • Kürzen Sie das Fell Ihres Huskys zwischen den Ballen, damit sich hier kein Eis oder Dreck ansammeln kann. Reinigen Sie diese Stelle regelmäßig, um zu verhindern, dass Ihr Hund sich wundläuft.
  • Hat der Hund entsprechend Bewegung, müssen die Krallen des Huskys nicht geschnitten werden, da sich diese von alleine abnutzen. Ist das nicht der Fall, kann man mithilfe einer Krallenzange die Krallen kürzen. Diese sollten nur schräg abgeschnitten werden!

Wichtig: Bevor Sie Ihrem Husky das erste Mal die Krallen schneiden, sollten Sie sich bei einem Fachmann beraten lassen. Dieser zeigt Ihnen gerne, wie Sie beim Krallenkürzen vorgehen müssen.

Siberian Husky – der Steckbrief

Ursprungsland:Sibirien
Weitere Bezeichnung:keine
Verwendung:Schlittenhund
FCI-Gruppe:5, Sektion 1
Farben:Alle Farben von rein Weiß bis Schwarz, vielfältige Zeichnungen, auffällige Musterungen
Größe:Rüde (53,5-60 cm), Hündin (50,5-56 cm)
Temperament:

  • Sehr verspielt und neugierig

  • Starker Jagdtrieb

  • Lebenslustig

  • Nicht als Wachhund geeignet!

Gewicht:Rüde (20,5-28 kg), Hündin (15,5-23 kg)
Lebenserwartung:11-13 Jahre
Haarkleid:

  • Mittellanges und doppeltes Haarkleid

  • Weiche und dichte Unterwolle


Trotzdem ist die Außenlinie des Hundes gut zu sehen

Siberian Husky – Kurzbeschreibung

Der Siberian Husky ist ein Arbeitshund mittlerer Größe. Die Körperproportionen des Hundes sind äußerst harmonisch gehalten. Die ansprechende Kopfform, die buschige Rute und abstehenden Ohren des Huskys fallen sofort ins Auge. Der Husky verfügt über ein richtiges Haarkleid und zeigt ein gutes Wesen.

Das allgemeine Erscheinungsbild des Huskys

Trotz einem mäßig kompakten Körperbau, zeichnen den Husky elegante und leichtfüßige Bewegungen aus. Zudem ist der Hund für seine Schnelligkeit und vor allem seinen starken Leistungswillen, seine hohe Intelligenz und seine Zähigkeit bekannt. Weitere charakteristische Merkmale des Hundes sind neben seiner dichten Behaarung, aufrechtstehende Ohren und eine buschige Rute. Der Muskelaufbau des Siberian Huskys ist gut entwickelt. Alles in allem stehen seine Proportionen und die Form seines Körpers für ein ausgewogenes Verhältnis von Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft.

Charakter und Wesen

  • aufgeschlossen
  • freundlich
  • Rudeltier
  • kinderfreundlich

  • lebenslustig
  • erziehbar
  • wenig bellen, mehr heulen
  • ungern alleine

  • mag keine Langeweile
  • sehr bewegungsfreudig
  • ausdauernd
  • Nicht als Wachhund geeignet!

Haltung

Der Siberian Husky ist nicht gerne alleine, daher ist entsprechend Anspruch und vor allem Anschluss notwendig. Entweder integrieren Sie den Hund in Ihr Rudel (Ihre Familie) oder machen sich Gedanken über die Anschaffung eines zweiten Tieres.

Mögliche Erbkrankheiten des Huskys

GMI-GANGLIOSIDOSEBei der Erbkrankheit GMI-Gangliosidose fehlt dem Hund ein Stoffwechselenzym, wodurch die Gangliosidosen nicht abgebaut werden können. Die zuckerhaltigen Lipide lagern sich im Gehirn ab, wodurch es zu einer deutlichen Veränderung der Nervenzellenstruktur kommt. Mit der Zeit tritt eine immer deutlichere Funktionsbeeinträchtigung aller Gliedermaßen auf.Die ersten Symptome von GMI-Gangliosidose zeigen sich beim Husky-Welpen im Lebensalter von 6-8 Wochen.
DEGENERATIVE MYELOPATHIEDegenerative Myelopathie ist eine weitere Erbkrankheit von der vor allem ältere Huskys betroffen sein können. Hierbei handelt es sich um eine chronische neurologische Rückenmarkserkrankung, die ständig voranschreitet und bis zum Tod führt. Diese Erbkrankheit ist unheilbar, Sie können es Ihren Hund nur durch die Gabe von Medikamenten erleichtern.
MALIGNE HYPERTHERMIEMaligne Hyperthermie ist eine Stoffwechselstörung, die hauptsächlich die Skelettmuskulatur des Hundes betrifft. Die Ursache für diese Krankheit ist ein Defekt des Ryanodinrezeptor-Gens.

Haarkleid und Pflege vom Husky

Das Fell des Huskys besteht aus Deckhaar und Unterwolle. Das Deckhaar ist extrem robust und wasserabweisend, während die Unterwolle aus weichen feinen Haaren besteht. Zudem sorgt die Unterwolle dafür, dass das Deckhaar entsprechend gestützt wird. Beide Schichten, das Deckhaar als auch die Unterwolle, erfüllen jeweils einen anderen Zweck.

  • Das Deckhaar verhindert, dass der Hund nass wird und friert.
  • Die Unterwolle dient als Isolierung und schützt den Husky ebenfalls vor Nässe und natürlich Kälte.

Alle 2 Jahre verliert der Rüde sein Deckhaar. Die Husky Hündin dagegen öfters, da sie ihre Unterwolle und ihr Deckhaar auch während der Aufzucht und/oder Geburt Ihrer Welpen abwirft.

Beschäftigung von Huskys

Bei dem Husky handelt es sich um einen Arbeitshund. Er benötigt Beschäftigung und eine Aufgabe, damit er zufrieden ist. Da nicht jeder einen Hundeschlitten zu Hause hat, muss man bei der Beschäftigung des Huskys manchmal etwas kreativ sein. Vor allem, weil geistige und körperliche Aktivitäten für den Husky aufgrund seiner Genetik essenziell sind.

  • Der Husky benötigt mehr Bewegung als andere Hunderassen. Er benötigt Bewegung für seine körperliche und geistige Gesundheit. Hat er nicht genügend Bewegung oder Anspruch, wird er depressiv. Er bekommt Übergewicht und entwickelt andere physische und psychische Probleme, denn der Husky ist eine Hunderasse mit extremen Leistungswille.
  • Auch die Psyche Ihres Hundes will angesprochen werden. Hat der Husky nicht den nötigen Anspruch, verkümmert er und es kommt zu psychischen und physischen Entwicklungsstörungen.

Welche Vorteile bringt eine gute Auslastung des Hundes noch mit sich?

  • Besser Bindung zwischen Hund und Mensch: Beschäftigen und arbeiten Sie regelmäßig mit ihrem Husky, stärken Sie die Bindung und das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner.
  • Ist der Hund entsprechend ausgelastet, ist er viel zu schlapp, um Blödsinn zu machen. Das Tier ist zudem wesentlich ruhiger und ausgeglichener.

Tipp: Auch wenn Sie eine enge Verbindung mit Ihrem Tier haben, benötigen der Husky dennoch Kontakt mit anderen Hunden. Um das zu ermöglichen, ist ein regelmäßiger Besuch in der Hundeschule ratsam. Vor allem, da Sie hier unter Aufsicht verschiedene Situationen simulieren und trainieren können, auf die Sie und Ihr Hund im täglichen Leben treffen können. Damit das Training und das Spielen mit Ihrem Hund zuhause nicht zum Fiasko werden, empfiehlt sich vorher entsprechend Spielregeln festzulegen. Spielregeln, die Sie und Ihre Mitbewohner konsequent einhalten müssen, um alle Erziehungsfortschritte Ihres Hundes nicht gleich weiter zunichte zu machen!

Wie kann ich meinen Husky am besten beschäftigen – die Spielregeln

Kein ZwangSie sollen einen Hund immer zur Beschäftigung animieren und ihn nicht nötigen. Zwang wird bei einem Husky sowieso nicht funktionieren, da diese Hunderasse für ihren eigenen Willen bekannt ist. Zwang würde nur das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihrem Tier unnötig belasten. Suchen Sie sich eine Beschäftigung, die Ihnen und Ihrem Hund Spaß macht!
Wann ist Zeit zum Spielen oder zum Trainieren?• Ob für Erziehung oder das Spielen mit Ihrem Husky, es gibt für alles den richtigen Zeitpunkt. Nach dem Ihr Hund gefressen hat, sollten Sie mindestens zwei Stunden warten, dass er in Ruhe verdauen kann. Ansonsten würden Sie nur die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Ihr Hund an einer Magendrehung erkrankt.
Erkennen Sie die Vorliebe Ihres HundesWährend einige Huskys nur einen geringen Spieltrieb zeigen, kriegen andere von Ballspielen nicht genug oder wollen mit ihrer Nase arbeiten. Damit Sie effektiv mit Ihrem Hund arbeiten können, ist es für Sie wichtig, dass Sie die Vorlieben Ihres Huskys erkennen. Was tut Ihr Hund, wenn er sich unbeobachtet fühlt? Spielt er mit seinem Spielzeug, wirft er es weg und holt es wieder? Wenn ja, dann wird Ihrem Tier regelmäßiges Apportieren garantiert gefallen. Schnüffelt der Hund auffällig viel am Boden, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Fährtenarbeit für ihn nicht das Richtige wäre. Weitere Möglichkeiten, um Ihr Tier zu beschäftigen, wäre verschiedene Intelligenzspiele, Agility oder gar Dogtricking.
Kein Druck und keine ÜberforderungWie beim Menschen müssen auch beim Hund die Ausdauer, die Muskeln und der Verstand trainiert werden. Hierfür benötigten Sie entsprechend Zeit, Geduld und vor allem Nerven. Natürlich bedarf es auch eine Vielzahl an Erfolgserlebnissen, damit Ihr Hund an Selbstvertrauen gewinnt und lernt Situationen besser einzuschätzen. Steigern Sie das Trainingslevel Ihres Hundes langsam!
AufsichtNatürlich muss sich Ihr Husky auch alleine beschäftigen können. Trotzdem sollte der Hund nicht dauerhaft ohne Aufsicht bleiben. Vor allem da Unfälle nun mal nicht ausgeschlossen werden können. Der Hund zerbeißt sein Spielzeug, er verschluckt Teile, die er nicht soll usw. Vor allem, wenn Ihr Hund ein neues Spielzeug bekommen hat, sollten Sie ihn auf keinen Fall aus den Augen lassen, um sicherzustellen, dass das Spielzeug wirklich hundesicher ist.

Welche Beschäftigungsspiele gibt es für einen Husky?

ZughundesportDer Zughundesport ist die typische Beschäftigung für den Husky. Melden Sie sich hierfür bei einer entsprechenden Hundeschule oder Verein an. Gerade am Anfang benötigen Sie bei dieser Sportart entsprechend professionelle Unterstützung von Fachkräften.
AgilityHuskys sind zwar nicht von Agility begeistert, dennoch ist es eine gute Möglichkeit Ihren Hund auszulasten. Vor allem, weil Agility eine gute Kombination körperlicher und geistiger Anforderungen darstellt.
KauknochenKauknochen dürfen unter den Spielzeugen Ihres Huskys nicht fehlen. Der Kauknochen hilft dabei die Kaumuskulatur Ihres Hundes zu stärken.
DogdancingDogdancing verlangt etwas mehr Kreativität. Trotzdem ist diese Sportart eine gute Möglichkeit, die psychischen und physischen Eigenschaften Ihres Hundes zu stärken. Vor allem tun Sie hierbei auch etwas für Ihre eigene Fitness!
GrundgehorsamEs ist gar nicht so einfach einem Husky Grundgehorsam beizubringen, da wie bereits anfangs erwähnt, die Hunderasse einen besonders starken Willen hat. Trotzdem ist es nicht unmöglich einen Husky zu erziehen. Der Hund muss die Grundbefehle, wie Sitz, Bleib, Lauf, Platz und bei Fuß, auf jeden Fall schon aus Gründen der Sicherheit kennen und befolgen. Für das Training des Grundgehorsams brauchen Sie entsprechend Geduld und natürlich auch Zeit. Pro Kommando müssen Sie ca. mit 200 Übungen rechnen.
AusdauertrainingDer Leistungswille liegt dem Husky im Blut. Sie können den Hund praktisch überall mit hinnehmen. Ob Fahrradtour, auf die Skipiste, zum Skaten oder gar zum Schlittenfahren. Der Hund wird es lieben, da er von Natur aus einen Leistungswillen in den Genen verankert hat. Aber bedenken Sie, es ist ratsamer kontinuierlich zu trainieren, statt nur einmal die Woche vom Hund Leistung bis zum Maximum zu verlangen.
ApportierenApportieren ist bei allen Hunderassen gleichermaßen beliebt. Trotzdem hängt es von dem Charakter Ihres Huskys ab, ob er Spaß dran hat oder nicht.

Weitere Möglichkeiten Ihren Hund auszulasten, sind:

• Schwimmen
• das Zerren an Seilen, Ringen usw.
• Laufband
• Fußball

• Hindernis laufen
• Hunde angeln
• Dog Disc

Neben der körperlichen Auslastung, ist für den Husky auch eine Ansprache seiner Psyche und Intelligenz notwendig. Spiele und Beschäftigungsmethoden aus diesem Bereich „Intelligenzspiele“ sind auch eine gute Alternative, den Hund zu beschäftigen, wenn er das Haus aufgrund zu heißer Temperaturen nicht verlassen kann. Sie sind krank und nicht in der Lage mit Ihrem Husky rauszugehen, auch hier können Intelligenzspiele Ihren Husky eine Zeitlang bei Laune halten

Welche Intelligenzspiele gibt es für den Husky?

Huskys sind sehr intelligent und wollen ihre Intelligenz auch gefördert wissen. Nachfolgend einige Maßnahmen, wie Sie Ihren Hund mit wenigen Mitteln beschäftigen können.

FUTTER ERARBEITEN LASSENIhr Husky wird begeistert sein, wenn er sein Futter erarbeiten soll. Hierfür gibt es verschiedene Spiele, die Ihren Hund regelrecht in den Bann ziehen werden:
ACHTUNG FÄHRTE LOSFährtensuche können Sie mit Ihrem Husky nicht nur draußen spielen, sondern auch in der Wohnung. Streichen Sie mit einem Leckerlie mehrmals an verschiedenen Stellen über den Boden und verstecken Sie die Leckerei. Anschließend muss Ihr Hund den versteckten Schatz suchen.
GEKAUFTE INTELLIGENZSPIELENatürlich gibt es Intelligenzspiele für den Hund fertig zu kaufen.

Tipp: Natürlich können Sie sich auch selbst einige Intelligenzspiele für Ihren Hund einfallen lassen. Wie bereits erwähnt, ist dem Husky Eintönigkeit nichts mehr als ein Gräuel.

Siberian Husky Erziehung – Auch Welpen

Die Erziehung des Huskys ist kein leichtes Unterfangen, da diese Hunderasse einen starken Jagdtrieb besitzt, sehr viel Temperament hat und äußerst eigenwillig ist. Aus diesem Grund sollte man mit der Erziehung eines Mitgliedes dieser Hunderasse so früh wie möglich beginnen. Dadurch fällt es dem Husky leichter, seinen Jagdtrieb auszublenden und auf die Befehle seines Besitzers zu hören.

Will man sich einen jungen Husky kaufen, sollte einem klar sein, dass man sehr viel Energie, Zeit und vor allem Geduld in seine Erziehung investieren muss. Wer das nicht gewährleisten kann, sollte sich besser für eine andere Hunderasse entscheiden, bzw. sich gar kein Tier anschaffen.

Die drei Grundsäulen der Husky-Erziehung

Der Jagdtrieb des Huskys ist sehr stark und kaum zu bändigen. Hat der Siberian Husky erst einmal die Witterung aufgenommen, können ihn auch Rufe nicht mehr aufhalten. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Hund von klein auf ein systematisches Training absolviert. Und denken Sie immer daran, unabhängig wie gut Ihre Erziehung ist, den stark ausgeprägten Jagdtrieb des Huskys müssen Sie wohl oder übel respektieren.

Alle müssen an einem Strang ziehen! Gerade wenn neben dem Husky mehrere Personen in einem Haushalt leben, ist es wichtig, dass sich diese vorher einig darüber werden, was dem Hund erlaubt wird und was nicht. Die Grunderziehung des Tieres sollte nur von einer Person übernommen werden.

Motivation ist alles: Da Huskys für ihren eigenen Willen bekannt sind, liegt es an Ihnen herauszufinden, wie Sie Ihr Tier zur Arbeit mit Ihnen motivieren können. Während sich manche Hunde durch Leckerlies motivieren lassen, lassen sich andere eher von Streicheleinheiten begeistern oder wollen mit ihrem Lieblingshundespielzeug belohnt werden. Es geht darum, dass Ihr Hund lernt, dass es sich lohnt, wenn er Ihren Befehlen Folge leistet.

Tipp: Zeigt Ihr Hund das gewünschte Verhalten, muss er zeitnah belohnt werden. Nur dann kann der Hund die Belohnung mit seinem Verhalten in Verbindung bringen und wird diese in ähnlichen oder gleichen Situationen erneut zeigen.

Die richtige Motivation für meinen Hund

Viele greifen nach der einfachsten Methode, ihren Hund beim Training oder beim Spielen für erwünschtes Verhalten zu belohnen – den Leckerlies. Doch Leckerlies sind nicht gleich Leckerlies, wer nicht möchte, dass der Hund eher früher als später an Übergewicht erkrankt, sollte bei dieser Motivationsmethode einiges bedenken.

WELCHE HUNDELECKERLIES SIND DIE OPTIMAL, UM DEN HUND ZU BELOHNEN?

Nur kalorienarme Leckerlies sind als Motivationsmittel geeignet. Am besten so etwas wie spezielle Trainingshäppchen, Karotten- oder Trockenfleischstücke. Auch trockenes Hundefutter kann dazu verwendet werden Ihren Husky zu belohnen, sollte aber nicht die Regel sein. Damit die gewählten Motivationsleckerlies für Ihren Husky etwas Besonderes bleiben, muss Ihr Hund diese auch wirklich nur zur Belohnung bekommen.

Tipp: Die Menge an Leckerlies, die Ihr Hund während einer Trainingsphase bekommt, sollte von der regulären Futtermenge abgezogen werden. Variiere Sie die Art Ihrer Belohnungsleckerlies hin und wieder. Achten Sie aber darauf, dass die Leckerlies nicht sehr groß sind und mit wenigen Bissen verschlungen werden können.

Tricks und Tipps für eine erfolgreiche Husky-Erziehung

  • Damit die Erziehung Ihres Huskys wirklich fruchtet und Erfolge zeigt, ist das Wichtigste, die Konsequenz.
  • Sie werden mit Ihrem Hund viel üben und entsprechend Zeit und Geduld aufwenden müssen.
  • Üben, Üben und noch mal üben: Bis der Husky ein Kommando verinnerlicht und ihm auch wirklich folgt, können bis zu zweihundert Übungen notwendig sein. Beginnen Sie mit kurzen Trainingseinheiten, damit Ihr Tier nicht überfordert wird. Trotzdem sollten Sie das Training abwechslungsreich und interessant gestalten. Ein langweiliges und langwieriges Trainingsprogramm wird auch sicher keinen Menschen begeistern.
  • Der Husky ist fähig die Körpersprache seines Halters zu deuten. Er weiß anhand der Lautstärke und des Tonfalls der Stimme seines Halters, dessen Mimik und Bewegungen genau, wie ihm sein Herrchen gesonnen ist. Aus diesem Grund ist es bei der Erziehung wichtig, dass Sie die Kommandos immer im selben Tonfall geben. Lassen Sie sich dabei nicht aus der Ruhe bringen, wenn der Hund nicht sofort reagiert, wie Sie sich das vorstellen. Es braucht etwas Zeit, bis sich die ersten konkreten Trainingserfolge zeigen.

Tipp: Achten Sie beim Training mit Ihrem Hund darauf, welche Signale er durch seine Körpersprache sendet. Knurrt oder bellt das Tier? Wie ist die Stellung der Rute? Sind die Ohren aufgestellt? …

  • Optimales Trainingsumfeld: Suchen Sie ein Trainingsumfeld, dass ihnen ermöglicht geduldig mit Ihrem Husky zu trainieren. Am besten ein Trainingsumfeld, wo Sie alle möglichen Situationen gefahrlos simulieren können, auf die Sie mit ihrem Hund im täglichen Leben wahrscheinlich treffen werden. Alternativ können Sie auch eine Hundeschule besuchen.
  • Da die Sozialisierungsphase des Huskys während seiner achten bis zwölften bzw. vierzehnten Lebenswoche liegt, ist es wichtig, dass Sie möglichst früh mit der Erziehung Ihres Hundes beginnen. Während dieser Zeit lernt das Tier relativ schnell und kann sich positive als auch negative Verhaltensmuster aneignen. Aber bedenken Sie, einmal während dieser Zeit angewöhntes negatives Verhalten lässt sich nur schwer wieder abgewöhnen.

Das Erziehen von Husky-Welpen

Während der Anfangsphase hat der junge Husky-Welpe viel zu verdauen. Er muss die Trennung von seinen Geschwistern und seiner Mutter verkraften und sich gleichzeitig an eine neue Umgebung gewöhnen. Geben Sie Ihrem jungen Husky entsprechend Zeit. Gehen Sie mit dem Hund viel in freier Natur spazieren. Kirmesbesuche und Spaziergänge in Mitten in der Stadt würden Ihr Tier nur stressen und überfordern.

Gewöhnen Sie Ihren Hund von Anfang an den Gebrauch der Leine. Sie bedeutet nicht nur Sicherheit für Sie als Halter, sondern auch Sicherheit für den Hund, da die Leine ihm bei stressigen Situationen einen gewissen Halt gibt. Erst nach dem sich Ihr Hund bei Ihnen eingewöhnt hat, können Sie die Belastungsgrenze langsam erhöhen. Reagiert Ihr Husky dabei ängstlich, reden Sie Ihrem Hund gut zu, aber streicheln Sie ihm nicht! Er könnte das Streicheln in diesem Fall als Drohung auffassen, was sein negatives Verhalten noch verstärken würde.

Wie bekomme ich meinen Husky-Welpen stubenrein?

Welpen müssen üblicherweise nach dem Trinken, Schlafen oder Fressen sofort ihr Geschäft verrichten. Damit der Wohnzimmerteppich nicht beschmutzt wird, empfiehlt es sich mit einem Welpen anfangs alle zwei Stunden Gassi zu gehen.

Tipp: Beginnt sich Ihr Welpe im Kreis zu drehen und schnüffelt verstärkt am Boden, sollte man sofort mit ihm nach Draußen. Sollte doch einmal etwas danebengehen, hat es keinen Sinn den Hund zu bestrafen, da er in diesem Fall sein Fehlverhalten mit der Strafe gar nicht in Verbindung bringen kann. Vor allem, wenn sein Malheur schon einige Zeit zurücklag.

Wie bringt man die Grundbefehle seinem Husky bei?

NEINDer Husky-Welpe muss von Anfang an lernen, was das Kommando „Nein“ bedeutet. Lassen Sie dieses Kommando in die Übungen anderer Befehle mit einfließen.
AUSDas Kommando „Aus“ bedeutet, dass der Hund das, was er im Maul trägt, wieder hergeben muss und ohne zu beißen. Bis der Husky diesen Befehl erlernt, wird einige Zeit vergehen. Hier steht ihm einfach sein extremer Jagdtrieb im Weg. Kein Jagdhund lässt sich gerne seine Beute abnehmen.
BEI FUßDen Befehl „Bei Fuß“ kann man dem Husky mit unkomplizierten Mitteln beibringen. Einfach ein paar Leckerlies mit sich führen, den Hund mit lockerer Leine laufen lassen und ihm Leckerlies verteilt auf der ganzen Wegstrecke geben.
SITZSitz und Lauf, zwei Befehle, die nur in Verbindung beigebracht werden sollten. Halten Sie ein Leckerlie über den Kopf Ihres Huskys, er wird nach oben sehen und sich hinsetzen. Brav gemacht, jetzt geben Sie dem Hund das Leckerlie. Bringen Sie Ihrem Hund von Anfang an bei, dass er erst wieder aufstehen darf, wenn er das Kommando „Lauf“ hört.
PLATZDas Kommando Platz wird dem Hund ähnlich wie Sitz beigebracht. Hat er sich hingelegt, wird er auch hier mit einem Leckerlie belohnt.

Allgemeine Tricks und Tipps zur Ernährung des Huskys

• Grundregel Nr.1 bei der Versorgung Ihres Hundes: Passen Sie die Futtermenge immer an das Aktivitätslevel und den Umsatz Ihres Huskys an.
• Ihr Hund muss in Ruhe fressen dürfen. Sie wollen doch auch nicht Ihr Frühstück oder Mittag essen hastig herunterschlingen müssen oder ständig dabei gestört werden.
• Lassen Sie Ihrem Hund nach dem Fressen mindestens zwei Stunden Zeit, damit er in Ruhe verdauen kann. Dadurch reduzieren Sie das Risiko, dass Ihr Hund an einer Magendrehung erkrankt.
• Sobald Ihr Tier nicht mehr frisst und vom Napf weggeht, wird dieser entfernt. Jetzt bekommt das Tier nur noch Wasser bis zum Abend.
• Versorgen Sie Ihren Husky nur mit hochwertigen Hundefutter das einen hohen Fleischgehalt hat und eine Vielzahl an Nährstoffen liefert.
• Ernähren Sie Ihren Hund abwechslungsreich, damit Ihr Hund die Nährstoffe bekommt, die er benötigt. Zudem verhindern Sie, dass Ihr Tier sich langweilt.
• Husky Welpen benötigen über den Tag verteilt kleinere Mengen Hundefutter. Ab dem sechsten Lebensmonat reicht es aus, wenn Ihr Hund drei bis viermal am Tag gefüttert wird. Erwachsene Schlittenhunde werden dagegen nur morgens und abends gefüttert. Ein Fastentag die Woche ist für den Husky kein Problem, da das seiner natürlichen nordischen Lebensweise entspricht.

Tipp: Haben Sie Ihren Husky Welpen frisch adoptiert, sollten Sie Ihrem Hund eine Zeit lang dieselbe Futtermischung füttern, die er vom Züchter gewohnt ist. Erst wenn der Hund einige Monate bei ihnen gelebt hat, können Sie sein Futter umstellen.

Wie kann man die Qualität von Hundefutter beurteilen?

• Beim Kauf von Hundefutter sollten Sie sich die Inhaltsangabe genau ansehen. In hochwertigen Hundefutter sind weder Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe noch künstliche Vitaminzusätze enthalten. Ist auf dem Hundefutter keine genaue Inhaltsangabe zu finden, entscheiden Sie sich der Gesundheit Ihres Hundes zuliebe, besser für eine andere Futtermarke.
• Achten Sie beim Trockenfutter darauf, dass nur ein geringer Anteil Getreide enthalten ist. Huskys sind von Natur aus reine Fleischfresser. Ihnen fehlen dadurch die nötigen Enzyme Kohlehydrate zu verdauen. Die Folge, ist der Getreideanteil im Hundefutter zu hoch, bekommen Hunde Durchfall.
• Auch wenn auf der Verpackung des Hundefutters Fleisch steht, muss nicht unbedingt Fleisch drin sein. Laut der deutschen Futtermittelverordnung ist es den Herstellern von Hundefuttern erlaubt, verschiedene Arten von Schlachtabfällen zu verarbeiten. Alles, von Tiermehlen, Fetten, Klauen bis hin zu Federn oder Schnäbel, nur kein reines Fleisch. Eben diese schlechte Fleischqualität und/oder der verminderte Fleischanteil wird früher oder später für Ihren Hund zum Problem. Der Husky bekommt nicht die nötige Menge an Proteine, Vitamine und Mineralstoffe, die er für seine Gesundheit braucht. Die ersten Mangelerscheinungen treten auf.
• Der Nährstoffgehalt von Hundefutter ist höher, wenn die Zutaten kalt gepresst verarbeitet wurden. Tipp: Üblicherweise setzen viele mittelständische und kleine Hersteller von Hundefutter auf dieses aufwendigere Verfahren, da es ihre Produkte von den großen Firmen unterscheidet.
• Bevor Sie Hundefutter kaufen, sollten Sie vor dem Kauf daran riechen. Ist der Geruch unangenehm oder eklig, sollten Sie sich besser für Hundefutter einer anderen Marke entscheiden.

Tipp: Wollen Sie Ihren Husky auf eine neue Futtersorte umstellen, können Sie erst nach drei Monaten wirklich beurteilen, ob er das Futter verträgt. Bedenken Sie bei der Wahl des Hundefutters, dass der Siberian Husky Welpe andere Bedürfnisse hat als ein ausgewachsener Schlittenhund.

Wie erkenne ich, ob ich meinen Husky falsch ernähre?

Eine artgerechte Ernährung ist für die Gesundheit des Schlittenhundes essenziell. Zudem hat eine gute Ernährung Einfluss auf seine Lebensspanne. Um sicherzustellen, dass Sie Ihr Tier richtig ernähren, sollten Sie bei Ihrem Hund auf folgendes achten:

  • Wenn das Fell Ihres Huskys weich, gesund und glänzend aussieht, haben Sie alles richtig gemacht. Sobald das Fell stumpf und struppig wirkt und Ihr Tier auch außerhalb des Jahreszeitenübergangs von Winter auf Sommer verstärkt Fell verliert, deutet das, auf eine Mangelerscheinung hin. Der Organismus Ihres Huskys wird nicht mit den nötigen Mineralstoffen, Vitaminen und Proteinen versorgt, die er für ein gesundes Fellwachstum benötigt.
  • Wie ist der Zustand der Zähne? Zeigen sich Entzündungen am Zahnfleisch oder ist alles in Ordnung? Sobald es zu Zahnstein kommt, sollten Sie reagieren. Schuld daran ist der oft hohe Zuckergehalt im Hundefutter. Wechseln Sie das Hundefutter bzw. achten Sie verstärkt auf eine bessere Zahnhygiene.
  • Riecht Ihr Tier unangenehm faulig aus der Schnauze? Ist Ihre Antwort „Ja“, hat Ihr Husky mit dem Futter Probleme, mit dem Sie ihn gerade füttern
  • Sobald sich die Konsistenz und die Farbgebung des Kots Ihres Hundes dauerhaft ändert, muss Ursachenforschung betrieben werden. Leidet Ihr Hund unter einem Parasitenbefall oder einer Magendarmerkrankung? Ist weder das eine noch das andere der Fall, liegt die Ursache meistens an minderwertigem Hundefutter.

Barfen – aber richtig

Wer einmal einen Blick in die deutsche Futtermittelverordnung geworfen hat, wird seinem Hund nie wieder Fertigfutter füttern wollen. So dürfen im Fertigfutter alle erdenklichen Schlachtabfälle enthalten sein. Von Schnäbeln, Schafwolle, Fleischmehlen, Drüsensekreten, Fetten, Hormonen bis hin zu Fetten, wirklich richtiges Fleisch ist nur in den wenigsten deutschen Hundefuttersorten enthalten. Lock-, Farb- und Aromastoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren und chemische Konservierungsstoffe, sollen das Hundefutter für den Vierbeiner geschmacklich attraktiver gestalten. Die gesunde Ernährung eines Vierbeiners sieht aber jedoch anders aus. Die gesunde Alternative zum Fertigfutter – Barfen.

Barfen, ausgeschrieben „biologisch artgerechtes rohes Futter“ oder „biologisch artgerechte Rohfütterung“ ist kein Hexenwerk. Bei dieser Art der Ernährung wird Ihr Husky mit rohen Lebensmitteln unterschiedlicher Form verköstigt. Gekochte wird hier überhaupt nichts bzw. wenn nur maximal gedämpft! Barfen hat den großen Vorteil, dass der Hund auch mit den Inhaltsstoffen versorgt wird, die sonst beim Kochen bzw. der Sterilisation sonst verlorengehen würden. Zudem hat Barfen das große Plus, dass man die Ernährung des Hundes jederzeit auf seine Bedürfnisse und die entsprechende Auslastung anpassen kann.

Barfen: Wie viel muss ich meinem Hund zu fressen geben?

Man sagt beim Barfen, dass die Tagesportion eines Hundes in der Einstiegsphase in etwa zwei Prozent seines Körpergewichts betragen sollte. Hierbei handelt es sich jedoch um einen reinen Rechenwert. Im nächsten Schritt geht es darum herauszufinden, ob die Menge reicht. Beobachten Sie hierfür Ihr Tier. Hält Ihr Hund sein Gewicht, nimmt er zu oder ab? Dementsprechend muss die Futtermenge erhöht oder reduziert werden.

Barfen: Wie viel Fleisch braucht mein Husky?

Es gilt die Faustregel, dass die Tagesportion eines Hundes aus 80% Fleisch und 20% pflanzlicher Lebensmittel bestehen sollte.

Wichtig, auch Fisch, Knochen, Blut, Knorpel und Innereien werden in diesem Fall Fleisch zu geordnet. Jede Fleischart enthält wichtige Vitaminen, Mineralstoffe und Nährstoffe in unterschiedlichem Verhältnis. Eben aus diesem Grund sollte man seinem Hund regelmäßig verschieden Fisch- und Fleischsorten zu fressen geben. Auch eher ungewöhnliche Fleischsorten, wie Känguru, Strauß oder Pferd sind eine gute Idee und sollten auf dem Speiseplan des Hundes nicht fehlen.

Warum ist Muskelfleisch für den Hund so wichtig?

Rohes Fleisch enthält von Natur aus, alle Vitamine, Wasser, Fette und Mineralien, die der Husky benötigt. Doch der Hund ist genauso wie der Mensch auf essentielle Fettsäuren angewiesen. Darum gehört beim Barfen natürlich auch Geflügelfleisch aller Arten in den Futternapf des Hundes. Dabei müssen Sie nicht fürchten, dass Ihr Husky aufgrund ungebratenen Hühnchens an Salmonellen erkrankt, denn der Hund ist von Grund auf gegen diese Art Krankheit immun. Schließlich fliegen dem Wolf in freier Wildbahn auch keine gebratenen Hühner ins Mal.

Wichtig: Auch wenn Barfen heißt, dass der Hund mit rohem Fleisch ernährt wird, rohes Schweinefleisch darf auf keinen Fall verfüttert werden. Rohes Schweinefleisch ist ein aktiver Überträger der sogenannten Aujeszky-Krankheit. Diese Krankheit führt dazu, dass es sich das Gehirn und das Rückenmark Ihres Hundes entzündet. Daraufhin folgt unweigerlich der Tod.

Welche Fleischsorten können beim Barfen verfüttert werden?

  • Rindergulasch
  • Lammfleisch: Lammfleisch ist für Huskys eine gute Wahl, die mit Allergien zu kämpfen haben.
  • Antilopenfleisch: Antilopenfleisch hat nur wenig Fett und ist wie das Lammfleisch ebenfalls perfekt für Hunde, die unter Allergien leiden.
  • Puten- und Truthahnfleisch
  • Kalbfleisch ist hochbekömmlich, extrem mager und sehr zart. Optimal für Einsteiger des Barfens
  • Kängurufleisch ist für Husky-Welpen optimal und Hunde, die Zugsport betreiben, da das Fleisch einen hohen Anteil an Proteine enthält.
  • Pferdefleisch enthält weniger Energie und Proteine als andere Fleischsorten.
  • Rinderherzen dürfen auf dem Speiseplan des Huskys natürlich auch nicht fehlen, da diese extrem viel Proteine enthalten, aber nur einen geringen Anteil an Fett.
  • Rinderzunge ist für den Husky extrem bekömmlich.
  • Rinderschlundfleisch ist für Senioren Huskys und Welpen gleichermaßen geeignet.

Wichtig: Damit der Husky genügend Vitamin A bekommt, sollten Sie dem Hund mindestens einmal die Woche etwas Leber zu Fressen geben. Ein mittelgroßes Stück ist völlig ausreichend! Rinderniere enthält neben Vitamin-A, B-Vitaminen, Kupfer, Eisen und Biotin auch eine Menge Eiweiß. Alles essentielle Mineralstoffe und Vitamine, die der Husky für ein gesundes Fell, ein funktionierendes Immunsystem und einen guten Knochenbau benötigt. Trotzdem sollten Sie dem Hund nicht zu viel Leber geben, da die Gefahr einer Überversorgung mit Vitamin A besteht.

Barfen: Rohe Innereien – ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans

  • Rinderlunge enthält sehr wenig Fett und ist sehr mager
  • Rinderpansen vertragen auch Huskys, die unter Allergien leiden. Da der Pansen viele Vitamine, Mineralstoffe und Proteine enthält, sollte er dem Hund in regelmäßigen Abständen verfüttert werden. Auch wenn es für Sie als Halter wahrscheinlich unangenehm ist, da rohe Pansen nicht wirklich gut riecht.

Welche weiteren Lebensmittel bekommt der gebarfte Hund noch zu fressen?

Fisch

Fisch ist für den Husky wichtig, da er einen hohen Vitamin- und Jodgehalt hat. Daneben liefert roher Fisch eine Vielzahl essenzieller Fettsäuren. Trotz der wichtigen Inhaltsstoffe, sollte Fisch nur einmal die Woche verfüttert werden, da durch die im Fisch enthaltenen Thiaminasen-Enzyme zu einer Spaltung des Vitamin B1 kommt. Wird Fisch zu oft verfüttert, wird ihr Husky früher oder später unter einem Vitamin B1 Mangel leiden. Lachs darf natürlich ebenfalls auf dem Speiseplan des Hundes stehen, da diese Fischart die für den Hund lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren enthält.

Tipp: Sollten Sie Ihrem Hund nicht regelmäßig Fisch verfüttern können, können Sie das normale Futter durch Nachtkerzenöl, Fisch- oder Linolenöle ergänzen.

Rohe Knochen

Rohe Knochen sind aus verschiedenen Gründen für den Husky wichtig. Sie dienen auf der einen Seite zur Unterhaltung, auf der anderen Seite sind Sie sozusagen die Zahnbürste für den Hund. Der Hund wird sich Mühe geben, das restliche Fleisch abzunagen und kommt mit seinen Zähnen an Stellen, die er beim normalen Kauen nicht erreichen würde. Daneben enthalten Knochen aber auch überlebenswichtiges Calcium, verschiedene Enzyme, Fette, Eisen und natürlich Mineralien.

Tipp: Wenn Sie Ihrem Hund Knochen geben, sollten Sie diese niemals kochen, da diese sonst an Substanz verlieren und splittern können. Für Ihren Husky besteht Verletzungsgefahr!

Welche Knochen kann ich meinem Husky geben?

  • Welpen kann man die Rückenknochen des Huhns geben
  • Ist der Hund allergisch, empfehlen sich die Knochen eines Rehs oder eines Hirsches
  • Welpen, werden von den Nackenknochen eines Kalbs begeistert sein
  • Rindermarkknochen werden Ihrem Husky garantiert viel Spaß bereiten
  • Pferdeknochen

Milchprodukte

Bei Milchprodukten streiten sich die Geister, da viele Hunde auf Milchprodukt Verdauungsbeschwerden bekommen. Trotzdem sollten Milchprodukte nicht fehlen, da diese leicht verdauliche Eiweiße und Calcium enthalten.

Eier

Viele Hundebesitzer verfüttern ihren Tieren Eier, doch sollte man dazu wissen, dass das Eiklar nichts im Futternapf verloren hat. Einzig und alleine das Eigelb und die Eierschalen sollte der Hund bekommen. Eigelb und Eierschalten sind ein wichtiger Lieferant von Spurenelementen, essentielle Fettsäuren, Vitamine und Calcium. In der Woche sollte der Husky zwischen zwei und drei Eier bekommen.

Kaltgepresste Öle

Kaltgepresste Öle verschiedener Art gehören auf jeden Fall zu einer ausgewogenen Ernährung Ihres Hundes dazu. So ist der Hundeorganismus auf die externe Zufuhr von alpha-Linolensäure und Linolsäure angewiesen, da er diese nicht selber bilden kann. ALA und LA sind aber wichtige Bausteine für ein gesundes und funktionierendes Sehvermögen und ein wichtiger Baustein des funktionsfähigen Nervensystems. Daneben haben die Linol- und die alpha-Linolensäure Einfluss auf das Immunsystem, die Fruchtbarkeit des Hundes und dessen Immunsystem. Auf der anderen Seite sind die ungesättigten Fettsäuren notwendig, damit der Organismus des Huskys fettlösliche Vitamine verarbeiten kann.

Welche Obst- und Gemüsesorten kann ich an meinen Husky verfüttern?

Beim Barfen besteht der Speiseplan des Hundes zu achtzig Prozent aus Fleisch und zwanzig Prozent aus Obst und Gemüse. Wollen Sie Ihrem Husky Obst und Gemüse füttern, müssen sie wissen, dass Ihrem Hund das für die Spaltung pflanzlicher Zellwände notwendige Enzym fehlt. Aus diesem Grund sollten Sie Ihrem Hund Obst und Gemüse nur im pürierten Zustand verfüttern. Füttern Sie Ihrem Hund nur reifes Obst und Gemüse.

Beispiel für verschiedene Obst und Gemüsemischungen, die Ihrem Husky garantiert schmecken werden:

  • eine Mischung aus Rapsöl pürierten Kartoffeln, Kürbis und Fenchel
  • pürierte Haferflocken, Äpfel und Kartoffeln

Welche Obst- und Gemüsesorten kann ich meinem Hund bedenkenlos füttern?

• Broccoli
• Apfel
• Birne
• Ananas
• Blumenkohl
• Aprikose
• Broccoli

• Chinakohl
• Chicorée
• Feigen
• Erdbeeren
• Fenchel
• Grünkohl
• Ingwer

• Feigen
• Johannisbeeren
• Kartoffeln
• Knollensellerie
• Kirschen
• Rote Beete
• Kohlrabi

• Löwenzahnblätter
• Preiselbeeren
• Mandarine
• Pflaumen
• Süße Mandeln
• Pfirsich
• Melone

Wichtig: Wollen Sie Ihrem Hund Steinobst geben, müssen alle Kerne natürlich entfernt werden!

Welche Obst- und Gemüsesorten haben im Futternapf des Hundes nichts verloren?

  • Menschen können Avocados essen, Hunde dagegen nicht.
  • Der Vierbeiner kann Zwiebeln in kleinen Mengen fressen. Zu viel ist aber nicht gut für den Vierbeiner.
  • Rohe Nachtschattengewächse, wie Tomaten, Paprika und Aubergine dürfen von dem Hund nicht gefressen werden. Kartoffeln gehören auch zu den Nachtschattengewächsen. Achten Sie daher darauf, dass Sie alle grünen Stellen des Gemüses entfernen!
  • Rosinen und Weintrauben
  • Schokolade und Kakao dürfen dem Hund nicht zu fressen gegeben werden.
  • Hülsenfrüchten sind für den Husky gefährlich. Zwar wirken Hülsenfrüchte nicht mehr toxisch, wenn sie vorher eine halbe Stunde gekocht wurden, sie enthalten dennoch Fermenthemmer, die der Hund nur schwer verdauen kann.

Häufige Fragen zum Siberian Husky

Wie teuer sind Huskys?
Die Preise für den Kauf eines Husky-Welpen variieren und bewegen sich in der Regel zwischen 500 und 1300 Euro.

Wie alt werden Huskys?
Huskys können bis zu fünfzehn Jahre alt werden.

Wie lange kann man einen Husky alleine lassen?
Der Husky ist ein Rudeltier und benötigt dementsprechend Anschluss. Wurde mit dem Hund nicht von klein auf das Alleine sein trainiert, wird es kaum möglich sein, das Tier alleine zu Hause zu lassen. Die Alternative – die Anschaffung eines zweiten Hundes.

Wie viel Auslauf braucht ein Husky?
Ja, der Husky ist ein Arbeitstier und benötigt mehr Auslauf als andere Hunde. Wie viel Auslauf aber lässt sich jedoch nicht Stunden oder Kilometer betiteln. Damit der Hund glücklich und zufrieden ist, benötigt der Hund neben der körperlichen Auslastung auch einen Anspruch seiner Intelligenz. Daneben sind Huskys sehr neugierig und interessieren sich für ihre Umwelt. Sie toben nicht die ganze Zeit durch den Garten. Sie lieben es draußen im Schatten zu chillen und ihre Umgebung zu beobachten. Können Sie einmal nicht mit dem Hund laufen, können Sie Ihren Hund mit Intelligenzspielchen in der Wohnung beschäftigen

Wie schnell ist ein Husky?
Auf kurzen Rennstrecken können Siberian Huskys eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 32-40 km/h Stunde erreichen. Bei einem Langstreckenrennen, beträgt die Maximalgeschwindigkeit zwischen 16-23 km/h. Das ist zwar deutlich langsamer als bei einem Kurzstreckenrennen, doch die Huskys sind bekannt für ihre große Ausdauer. So kann ein Schlittenhund in einem Wind bis zu 10 000 km laufen.

Wie oft muss ein Husky gefüttert werden?
Husky Welpen müssen über den Tag mit mehreren kleinen Rationen gefüttert werden. Hat Ihr Husky das sechste Lebensmonat erreicht, reicht es, wenn Sie ihm am Tag 3-4x füttern. Bei ausgewachsenen Huskys, reicht es, wenn Sie ihn früh und abends füttern. Ein Fastentag ist für diese Hunderasse kein Problem, da er dieser ihrer natürlichen Lebensweise entspricht.
Tipp: Wählen Sie abwechslungsreiches Futter, damit der Hund mit allen Nährstoffen versorgt wird, die er benötigt.

Wieso heulen Huskys?
Huskys heulen verstärkt, wenn Sie sich einsam fühlen. Sind Sie berufsbedingt viel unterwegs und ihr Hund heult so stark, dass sich schon ihre Nachbarn beschweren, sollten Sie ein zweites Tier anschaffen.

Warum frieren Huskys nicht?
Hunde frieren nicht, da Ihr Fell speziell auf das eisige Klima Sibiriens angepasst ist. Die Unterwolle ist isolierend und schützt den Hund nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Nässe. Das Deckhaar verhindert, dass der Hund nass wird und friert. Der Grund hierfür ist der natürliche Fettfilm im Fell des Hundes, der sich immer wieder erneuert.