Pankreasinsuffizienz beim Hund

Es ist die Rede von einer Pankreasinsuffizienz beim Hund, wenn seine Bauchspeicheldrüse schwächelt. Denn im Gegensatz zur Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), ist die Pankreasinsuffizienz eine Bauchspeicheldrüsen Unterfunktion. 

Nach der Pankreatitis, stellt die exokrine Pankreasinsuffizienz https://de.m.wikipedia.org/wiki/Exokrine_Pankreasinsuffizienz (EPI) beim Hund die zweithäufigste Bauchspeicheldrüsenerkrankung dar.

Die Funktion der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse wird auch Pankreas genannt. Für die Verdauung der Nährstoffe ist es die wichtigste Drüse.

Das kleine Organ mit der großen Wirkung!

Die Bauchspeicheldrüse übernimmt im Körper zwei Hauptfunktionen: Sie produziert Verdauungsenzyme und Hormone!

Verdauungsenzyme lösen aus dem Darm Nährstoffe (Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate), um sie dann zu zerkleinern. Daraufhin können sie durch die winzigen Pforten an der Darmwand hindurch zu den jeweiligen Organen transportiert werden.

Die hier gebildeten Hormone werden direkt in die Blutbahn geleitet.

Eine gesunde Bauchspeicheldrüse stellt die benötigten Verdauungsenzyme und Hormone im Überfluss her. Erst wenn 90% ausfallen, bemerkt man Symptome. 

Endokrine oder exokrine Pankreasinsuffizienz 

Es gibt dabei zwei Arten einer Pankreasinsuffizienz – die endokrine und die exokrine Pankreasinsuffizienz.

Ist der Teil der Pankreas betroffen, welcher für die Hormonherstellung zuständig ist, spricht man von einer endokrinen Pankreasinsuffizienz. Ist jedoch der Teil betroffen, der die Verdauungsenzyme produziert, ist die Rede von einer exokrinen Pankreasinsuffizienz.

Endokrines Pankreas -> Produktion von Insulin und Glukagon, Hormone, die direkt in die Blutbahn geleitet werden

Exokrines Pankreas -> Produktion von Peptidase, Amylase, Trypsin, Lipase , Verdauungsenzyme die direkt in den Darm geleitet werden

Merke: Wenn die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ihre exokrine oder endokrine Funktion teilweise oder vollständig einstellt, liegt eine Pankreasinsuffizienz vor.

Diagnose: Pankreasinsuffizienz beim Hund

Die Symptome einer Bauchspeicheldrüsenunterfunktion sind meist deutlicher als die einer Pankreatitis. Allerdings sollte immer eine Labordiagnostik durchgeführt werden.

Spezielle Blutuntersuchungen sind also, trotz charakteristischen Symptomen einer Pankreasinsuffizienz, wichtig, um letztendlich eine eindeutige Diagnose zu erhalten.

Dabei kann in besonderen Fällen auch eine Röntgenaufnahme gemacht werden, um andere Darmerkrankungen auszuschließen. Die Ultraschalluntersuchung ist ein weiteres wichtiges Diagnosemittel.

Welche Blutwerte sind wichtig

Die Blutwerte spielen beim Hund, je nach Art der Erkrankung an der Bauchspeicheldrüse, eine wichtige Rolle. Insbesondere sollte bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz noch zusätzlich auf Vitamin B12 und Folsäure im Blut geachtet werden.

Symptome beim Hund mit Pankreasinsuffizienz

Erkrankte Hunde leiden, durch die verringerte Produktion von Verdauungsenzymen, meist an Durchfall. Dies führt zu einer Gewichtsabnahme, da eine Unterversorgung mit Nährstoffen vorliegt. 

Häufiges Kot ausscheiden, in riesigen Mengen, ist ein weiteres Symptom der Pankreasinsuffizienz. Der Kot hat dann in der Regel eine helle und fettige Konsistenz (Fettstuhl), riecht unangenehm faulig und enthält oft unverdaute Stoffe.

Außerdem magern betroffene Hunde im Regelfall immer weiter ab, trotz ausreichender Futteraufnahme. Auch ein stumpfes, schuppendes Fell ist als Folge der gestörten Nährstoffaufnahme oft vorzufinden.

Die Ernährung für Hunde mit Pankreasinsuffizienz

Die richtige Ernährung spielt bei einer Pankreasinsuffizienz eine entscheidende Rolle. So sollte, neben genügend Flüssigkeit, die ausreichende Versorgung mit wesentlichen Fettsäuren und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K oberste Priorität haben.

Am häufigsten wird empfohlen, eine proteinreiche und fettarme Diät einzuhalten. Auf keinen Fall sollte bei einer Pankreasinsuffizienz Trockenfutter gefüttert werden, da die hier enthaltene Stärke und die hohen Kohlenhydrate dem Tier eher schaden, als ihm zu helfen. Ganz egal wie viel Fleischanteil im Trockenfutter vorhanden ist. 

Merke: Trockenfutter enthält extrem viele Kohlenhydrate sowie Stärke und ist demnach bei einer Pankreasinsuffizienz unbedingt zu vermeiden.

Vor allem muss das Futter für Hunde mit Bauchspeicheldrüsenproblemen hochverdaulich sein. Je besser ein Hundefutter verdaulich ist, desto weniger Arbeit hat letztendlich die Bauchspeicheldrüse und desto weniger Enzyme müssen zugefügt werden. Dementsprechend kleiner wird auch der Kothaufen ausfallen.

Wie sollte die Fütterung bei Pankreasinsuffizienz aussehen?

Nur über eine hohe Qualität der verwendeten Zutaten, lässt sich auch eine hohe Verdaulichkeit erreichen. Besonders wichtig sind bei einer Pankreasinsuffizienz hochwertige, tierische Eiweißquellen wie z.B. aus bindegewebsarmen Muskelfleisch, Hüttenkäse oder Ei. Die gefütterten Kohlenhydrate müssen gut aufgeschlossen sein! Das bedeutet, Nudeln, Reis oder Kartoffeln müssen sehr weich gekocht werden. 

Barfen ist für Hunde mit einer Pankreasinsuffizienz eher ungeeignet, da diese Art der Fütterung mehr Arbeit für den Magen-Darm-Trakt bedeutet. Außerdem besteht eine größere Gefahr, dass vorhandene Keime im Futter zu Problemen führen.

Im besten Fall fütterst Du Deinen Hund drei- bis viermal täglich mit kleineren Mahlzeiten. So wird die Bauchspeicheldrüse geschont, da sie nicht zu viel auf einmal zu tun hat. 

Homöopathie und Naturheilkunde bei Pankreasinsuffizienz

Neben einer Ernährungsumstellung ist auch eine klassische homöopathische Behandlung zur ganzheitlichen Stärkung der Lebenskraft sehr zu empfehlen. Durch passende homöopathische Mittel kann eine Gewichtszunahme ermöglicht, die Enzymsubstitution reduziert bzw. ganz auskuriert werden. Außerdem kann der Hund mit Hilfe der Homöopathie stabil bleiben.

Eine Behandlung mittels Radionik oder der Bioresonanz ist darüber hinaus auch sinnvoll.

Fazit zur Pankreasinsuffizienz

Leider ist eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz beim Hund in der Regel nicht wieder heilbar. Bei solch einem erkrankten Hund wird etwas Geduld benötigt, um letztendlich die beste Lösung zu finden. Das gilt nicht nur in Bezug auf das richtige Hundefutter, sondern auch hinsichtlich der Dosierung der Enzyme und/oder Hormone. 

Lass Dich hierbei aber nicht entmutigen! Dein Hund wird es Dir mit einem langen und erfüllten Leben danken!

Häufige Fragen zur Pankreasinsuffizienz

Was ist eine Pankreasinsuffizienz beim Hund?

Eine Pankreasinsuffizienz  ist eine Unterfunktion der Bauchspeicheldrüse. Sie entsteht in den meisten Fällen als Folge einer chronischen oder akuten Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis). Meist tritt sie auch im Zuge einer Schrumpfung der Bauchspeicheldrüse auf.

Wie wird eine Pankreasinsuffizienz beim Hund festgestellt?

Um eine Pankreasinsuffizienz richtig zu diagnostizieren, müssen Blut, Stuhl und Harn des Hundes untersucht werden. Biopsien oder diagnostische Operationen sind eventuell nötig, um vollkommene Sicherheit zu erlangen.

Pankreasinsuffizienz Hund welches Futter?

Bei einer Pankreasinsuffizienz ist fettarmes Hundefutter zu empfehlen! Es sollte aber trotzdem proteinreich und am besten sogar stärkefrei sein. Bitte kein Trockenfutter bei Bauchspeicheldrüsenproblemen füttern!

Weiterhin ist die ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K extrem wichtig.

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