Verhaltensprobleme durch Hundefutter - HundePower.de

Ängstlichkeit, Übernervosität, Aggressivität, Verhaltensauffälligkeiten und dergleichen wird durch eine unausgewogene Ernährung gefördert!

Verhaltensprobleme durch Hundefutter - unausgewogene Ernährung kann aggressiv machen

Verhaltensprobleme durch Hundefutter

Auch wenn viele Tierärzte und die Schulmedizin hier oftmals keinen Zusammenhang sehen, sind sich die Alternativmedizin und viele Hundeexperten einig, dass ein aggressives Verhalten des Hundes durchaus mit einer falschen Ernährung zusammenhängt.

Denn ein zu hoher (falscher) Proteingehalt kann sich nach neuesten Erkenntnissen negativ auf das Hundeverhalten auswirken.

Verhaltensänderung beim Hund durch Futter?

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Hier sei an erster Stelle insbesondere Trockenfutter für Hunde zu nennen. Aufgrund des Herstellungsverfahrens (egal ob extrudiert oder kaltgepresst) und die meist zwangsläufige Zugabe von diversen synthetischen Stoffen und Vitaminen ist Trockenfutter stark konserviert. Dabei ist es egal, ob auf dem Etikett „ohne Zugabe von Konservierungsstoffen“ steht.

Die Hundefutter Hersteller haben hier laut unseren EU-Gesetzen alle Freiheit, um den Endverbraucher in die Irre zu führen.  Es ist nicht immer drin, was drauf steht! Also bitte immer genau die Deklaration auf der Rückseite lesen!

Merke: Füll-, Farb-, Aroma, Konservierungs-, Lock und Zusatzstoffe wie synthetische Vitamine sind in vielen Fällen Gift für den Hundeorganismus. Erfahrungsgemäß können also chemische Stoffe Störungen im Verhalten des Hundes auslösen und zusätzlich die Organe des Tieres stark belasten.

Proteine / Eiweiße im Hundefutter

Da der Hund von Natur aus ein Fleischfresser (Carnivore) ist, ist er demnach auf eine hohe Zufuhr an tierischen Proteinen angewiesen. Der Hund benötigt diese Proteine zum allgemeinen Körperaufbau ( Haut, Knochen, Muskeln, Fell und die Krallen). Proteine sind aber auch genauso wichtig für den Stoffwechsel und den Sauerstofftransport im Blut.

Der genaue Proteinbedarf ist dabei individuell verschieden. So hängt dieser oftmals von der Aktivität und dem Alter ab. Welpen benötigen weitaus mehr Eiweiße, als ein ausgewachsener Hund. Bezogen auf sein Körpergewicht braucht allerdings ein größerer Hund relativ weniger Eiweiß als ein kleinerer.

Insbesondere auch beim Fellwechsel benötigen Hunde mehr Eiweiß für den Haaraufbau. Langhaarige Hunde sollten in diesem Zeitraum sogar bis zu 40 % mehr Eiweiß erhalten als sonst. Auch tragende und säugende Hündinnen benötigen mehr Eiweiß und somit mehr hochwertiges Nassfutter.

Proteinmangel beim Hund Symptome

Hunde, die unter einem Proteinmangel leiden, haben häufig Infektionen, schlechtes stumpfes Fell, Durchfall oder Parasitenbefall. Viele Hunde werden deutlich inaktiver und träge.
Auch ein schlechtes Wachstum, Gewichts- und Appetitverlust sind Symptome von einem Proteinmangel.

Hund aggressiv durch falsches Futter?

Die Nervenzellen vom Gehirn und vom zentralen Nervensystem sind verantwortlich für die Wahrnehmung, Weiterleitung und Verarbeitung von Reizen. Die Informationen werden dabei mittels Botenstoffen, den sogenannten Neurotransmittern, von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergegeben. Somit ist es kein Wunder, dass Störungen vom Neurotransmitterhaushalt auch Auswirkungen auf die Hirnfunktion des Hundes und somit auf sein Verhalten haben.¹

Dem logischen Menschenverstand zufolge, sollte es nun jedem klar sein, dass alles was der Hund zu fressen bekommt, auch beeinflusst was daraus im Körper produziert wird. Bekommt der Vierbeiner also nur “schlechte” Dinge zu fressen, muss der Hundeorganismus diese belastenden Stoffe wieder abbauen.  Denn nur durch sein Futter kann der Hund die dringend benötigten Mineralstoffe, Vitamine, Spurenelemente und Botenstoffe sowie Hormone produzieren.

Mugford Studie zeigt – Futter hat Auswirkung auf das Hundeverhalten

So hat eben auch besonders der Proteingehalt vom Hundefutter einen großen Einfluss auf das tierische Verhalten. Wissenschaftlich wurde dieser Einfluss erstmals von Roger Mugford untersucht. Dabei wies er nach, dass eine Reduzierung des Eiweißgehalts um 15 bis 18 Prozent zu einem weniger aggressivem Verhalten beim Hund führt.

Wiederum beobachten viele Hundehalter eine gesteigerte Aggressivität und Aktivität Ihrer Hunde bei einer Proteinerhöhung. Sicherlich kommt es hier immer auf den Einzelfall und die jeweiligen Proteine sowie extrem wichtig deren Quelle an.

Auch bestätigen die Untersuchungen von Mugford die These, dass durch eine Futterumstellung insbesondere das territoriale Aggressionsverhalten verbessert wird (Mugford 1987).

Vitamine und Spurenelemente

Hund und Mensch verhalten sich bei den Spurenelementen relativ ähnlich, aber bei den Vitaminen gibt es doch frappierende Unterschiede. Vitamine müssen zum größten Teil über die Ernährung zugeführt werden und werden daher als essenziell bezeichnet. Sie werden in wasserlösliche und fettlösliche Vitamine unterschieden und zählen zu den Mikronährstoffen.

Im Unterschied zu wasserlöslichen Vitaminen kann der Körper fettlösliche Vitamine einlagern. Wichtig ist jedoch die natürliche Quelle, denn insbesondere künstliche Zusatzstoffe im Hundefutter stören das psychische Gleichgewicht des Hundes.

Achtung: Ganz speziell synthetische B-Vitamine, Retinol Antioxidatien ( z.B. auch Vitamin E „aus natürlichen Quellen“) aber auch der Zusatz von Kupfer und Zink können zu psychischen Problemen beim Hund führen.

Wasserlösliche Vitamine

Vitamin C und die Gruppe der B-Vitamine gehören zu den wasserlöslichen Vitaminen. Vitamin C kann dabei vom Hund selbst gebildet werden, jedoch ist er nicht in der Lage Vitamin B im Darm herzustellen. Demnach ist er darauf angewiesen die B-Vitamine über die Nahrung aufzunehmen. Bierhefe ist hier wohl die reichste natürliche Quelle an B-Vitaminen, Aminosäuren und Spurenelementen.Bierhefe & Chlorella

Merke: Eine ausreichende Versorgung mit den B-Vitaminen sorgt für Nervenstärke und Gelassenheit beim Hund und kann so aggressives Verhalten mindern.

Fettlösliche Vitamine

Zu den fettlöslichen Vitaminen gehören Vitamin A (Retinol) und Vitamin D3. Im Gegensatz zum Mensch kann der Hund angeblich kein Vitamin D3 über das Sonnenlicht in der Haut bilden. Daher ist unser Liebling auch im Sommer auf die kontinuierliche Aufnahme von Vitamin D3 angewiesen. Besonders Fischprodukte sind eine natürliche Vitamin D Quelle.

Das “Sonnenvitamin” D3 zählt in der Regel beim Hundefutter zu den ernährungsbedingten Zusatzstoffen, da die Deckung am Vitamin D3 Bedarf, ähnlich wie bei uns, nicht so einfach ist und daher oft einer Ergänzung bedarf.

Hunde sind in der Lage das Beta Carotin, was nicht nur in Möhren, sondern auch besonders in grünen Pflanzen und Süßkartoffeln enthalten ist, in Vitamin A umzuwandeln. Das ist wohl auch mit ein Grund, warum Hunde gerne frisches Gras am Wegesrand fressen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Hund nicht an Zinkmangel leidet. Außerdem sind Leber und Niere reich an Vitamin A und sollten den Speiseplan des Hundes bereichern.

Spurenelement Zink

Zink wird nicht nur zur Bildung von Vitamin A vom Hund benötigt, sondern Zink spielt auch eine extrem wichtige Rolle bei der Energieproduktion und sorgt für ein starkes Immunsystem. Weiterhin ist Zink an der Bildung der Sexual- und Schilddrüsenhormone beteiligt. Außerdem fördert Zink den Muskelaufbau, die Wundheilung und beugt Haarausfall vor.
Ein aggressives Verhalten beim Hund kann mitunter auch durch einen Zink Mangel ausgelöst werden.

Serotonin in der Hundenahrung

Was ist Serotonin? Serotonin ist ein Hormon und wird auch als Glücks Botenstoff (Neurotransmitter) bezeichnet. Es wird hauptsächlich im Gehirn gebildet und sendet von hier aus Informationen an die Nervenzellen, welche diese wiederum an andere Zellen im Körper weiterleiten. Unter anderem kommt Serotonin noch im Herz-Kreislaufsystem, im Darmsystem und im Blut vor. Somit zählt es nicht umsonst zu einem der wichtigsten Hormone im Körper.

Merke: Damit unser Hund fröhlich und ausgeglichen ist, benötigt das Gehirn, neben frischer Luft und Sauerstoff, auch genügend Serotonin!

Serotoninmangel Hund Symptome

Ein Serotoninmangel kann die Entstehung von Hyperaktivität, Angst, unsozialem Verhalten, Impulsivität, die Entstehung von Aggressionen und Lernschwierigkeiten begünstigen und mitunter auch auslösen.² und ³

Serotonin ist selber in vielen Nahrungsmitteln zu finden, so beispielsweise in Bananen, Tomaten, Ananas, Avocados uvm. Doch ist dieses Serotonin nicht viel von Nutzen, da es seinen Arbeitsplatz, das Gehirn, nicht erreichen kann. Denn reines Serotonin kann nicht, wie Tryptophan, die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen.

Für seine Arbeit im Gehirn benötigt Serotonin daher also den Eiweißbaustein Tryptophan, welcher über die Nahrung aufgenommen und anschließend im Gehirn umgewandelt wird. Tryptophan ist somit die Vorstufe vom Glückshormon Serotonin.

Mais im Hundefutter

Es scheint durchaus einen Zusammenhang zwischen Mais im Hundefutter und dem Serotoningehalt im Organismus des Hundes zu geben. So heisst es, dass Mais die Serotoninausschüttung im Gehirn vermindert, da er viel mehr Tyrosin als Tryptophan enthält. Somit scheint es zu einer Tryptophan Hemmung zu kommen. Was wiederum zu einem Serotoninmangel im Gehirn führt.

Außerdem ist Mais sehr eiweißarm und insbesondere das Abfallprodukt Maiskleber dient in vielen Hundefuttern als billiger Fleischersatz und Sättigung Stoff. Daher ist Mais grundsätzlich für sensible und ängstliche Hunde nicht geeignet. Vielmehr sollten gerade diese Hunde hochwertiges Eiweiß aus Fisch und Fleisch erhalten.

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Tryptophan und Tyrosin

In eiweißhaltigen Nahrungsmitteln (wie zum Beispiel Schweine- und Rindfleisch, Eier, Kabeljau, Heilbutt, Makrele sowie Brie, Camembert, Nüsse und Haferflocken) ist viel von der Aminosäure Tryptophan enthalten. Der Gegenspieler Tyrosin, ebenfalls eine Aminosäure, hingegen ist in Kohlenhydraten wie Mais, Reis und Co. vorzufinden.

An der Blut-Hirn-Schranke konkurrieren die beiden nun mit weiteren Eiweiß Bausteinen darum, eingelassen zu werden. Wenn nun also zu viel Tyrosin über die Nahrung beispielsweise in Form von Kartoffeln, Mais, Reis und deren Mehle aufgenommen wird und im Gegenzug zu wenig Eiweiß, kann demzufolge weniger Glücks-Serotonin gebildet werden, was den Hund im Regelfall wiederum aggressiv und launisch werden lässt. Eine ausgewogene Ernährung ist demzufolge enorm wichtig!

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Merke: Tryptophan erhöht den Serotonin Spiegel im Gehirn, Tyrosin hingegen senkt ihn!

Was ist Tryptophan und wo ist Tryptophan enthalten?

Tryptophan Formel Hund

Tryptophan ist eine Aminosäure und insbesondere in eiweißhaltigen Nahrungsmitteln enthalten. Dazu zählen ganz besonders Schweine- und Rindfleisch, Fisch, aber auch Eier, Brie, Camembert, diverse Nüsse sowie Haferflocken und Buchweizen. Tryptophan kann die Blut-Hirn-Schranke durchbrechen und im Gehirn das Glückshormon Serotonin bilden. Der Gegenspieler und Serotoninhemmer Tyrosin hingegen ist in Kohlenhydraten enthalten.

Warum ist mein Hund nach der Kastration aggressiv?

Viele Hundebesitzer beobachten nach einer Kastration eine Wesensveränderung bei ihrer Hündin oder ihrem Hund. Kein Wunder, ist es doch ein extremer Eingriff in den kompletten Hormonhaushalt der Vierbeiner.

Nicht verwunderlich also, dass die Hormone nach einer Kastration verrückt spielen und die Hunde reihenweise an Gewicht zunehmen, ihr komplettes Verhalten ändern oder einfach nur leiden.

Daher sollte sich jeder verantwortungsvolle Hundebesitzer die Frage stellen: Ist eine Kastration von meinem Hund oder meiner Hündin rein medizinisch wirklich notwendig oder mache ich diesen schwerwiegenden Eingriff in den Hormonhaushalt nur aus reiner Bequemlichkeit oder weil es eben alle machen?

Wesensveränderung durch falsche Nahrung?

Ursachen für Wesensveränderung beim Hund, Verhaltensprobleme bei Hunden, plötzliche Verhaltensänderung, Verhaltensauffälligkeiten beim Hund und Verhaltensstörungen wie beißen und zuschnappen, lassen sich durchaus mit dem richtigen Hundefutter in den Griff bekommen und letztendlich erfolgreich lösen.

Mein Fazit: Verhalten beim Hund und sein Futter

Wird der Hund plötzlich hyperaktiv oder zeigt andere Verhaltensauffälligkeiten, kann dies an einem Serotoninmangel im Gehirn liegen. Nicht artgerechtes und falsches Futter mit wenig Fleisch und zu vielen Kohlenhydraten kann solch einen Serotoninmangel auslösen.

Gerade schon von Hause aus eher “hyperaktive” Hunde Rassen wie zum Beispiel Border Collies, Australien Shepherds und viele Terrier Rassen sollten demnach unbedingt ein ausgewogenes und artgerechtes Hundefutter erhalten. Aber auch alle anderen Hunderassen werden sich sicherlich durch ein artgerechtes Futter von ihrer besten Seite zeigen.

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Abschließend lässt sich noch sagen, dass eine ausgewogene und artgerechte Ernährung mit natürlichen Bestandteilen reicht, um genügend Tryptophan, sowie Mineralien, Vitamine und andere benötigte Nährstoffe aufzunehmen.

Ein Zuviel wird hier vom Hund einfach ausgeschieden. Wohingegen bei zusätzlicher Gabe, insbesonderer synthetischer Stoffe, auch durchaus eine Überdosierung und eventuelle Nebenwirkungen auftreten können.

Kann Hundefutter meinen Hund aggressiv machen?

Durchaus kann falsches Futter den Hund aggressiv machen! Wichtig ist die richtige und ausreichende Versorgung mit Nähr- und Mineralstoffen aus natürlichen Quellen. Mais und Maisprodukte im Hundefutter sollten gemieden werden, genauso wie künstliche Zusatzstoffe und Aromen. Hundefutter in Lebensmittelqualität finden Sie hier.

 ¹ – Bosch G, Beerda B, Hendriks WH, van der Poel AF, Verstegen MW (2007) . Impact of nutrition on canine behaviour: current status and possible mechanisms. Nutr Res Rev 20:180-94
² – Panksepp, J. & Biven, L. Archaeology of Mind: Neuroevolutionary Origins of Human Emotions, New York: Norton 2012.
³ – Sachs B. D., Ni J. R. & Caron M. G. Brain 5-HT deficiency increases stress vulnerability and impairs antidepressant responses following psychosocial stress. Proc Natl Acad Sci USA 112, 2557–2562, (2015)

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