Uratsteine beim Hund

Uratsteine beim Hund oder auch Ammoniak-Uratsteine bilden sich, wenn der pH-Wert des Urins < 6,0 beträgt, also im sauren Bereich liegt. 

Diese Art von Harnsteinen wird bei einer purinreichen Ernährung, wie zum Beispiel das häufige Füttern von Schlachtabfällen begünstigt.

Die Ursache von Uratsteine

Wie bereits erwähnt, ist die häufigste Ursache zur Bildung von Uratsteinen eine zu purin- und proteinreiche Ernährung. Ebenfalls kann aber auch eine Leber Fehlfunktion zu Uratsteinen führen. Hier findest du Purinarme Ernährung.

Anders als die Struvitsteine, welche am häufigsten bei Hunden im Urinsystem vorkommen, bilden sich die Uratsteine (=Harnsäuresteine) am häufigsten beim Dalmatiner oder anderen Hunderassen mit einem angeboren Defekt des Harnsäurestoffwechsels.

So haben nicht nur Dalmatiner eine höhere Wahrscheinlichkeit diese Steine zu bilden, sondern auch insbesondere Yorkshire Terrier und Zwergschnauzer sind überdurchschnittlich häufig von der Uratsteinbildung betroffen.

Uratsteine beim Dalmatiner

Wie viele andere Hunderassen hat auch der Dalmatiner seine Besonderheiten. Obwohl er allgemein zu den gesunden Rassen zählt. Um aber im Krankheitsfall richtig handeln zu können, ist es für einen Dalmatiner Besitzer also durchaus wichtig, sich über diese Eigenschaften zu informieren und sie zu kennen.

Der Dalmatiner scheidet, anders als andere Hunderassen, zu viel Harnsäure im Urin aus. Dies ist angeblich auch der Grund, warum ein Dalmatiner in unserer Menschennase nicht so sehr nach “Hund” riechen soll. Ob das stimmt, kannst Du ja mal schnüffeln ;).

Aber wieso scheidet der Dalmatiner zu viel Harnsäure aus und was genau passiert dann?        

Dalmatiner verfügen über mehrere genetische Veränderungen, die die Purinverwertung erschweren. Was zur Folge hat, dass mehr Harnsäure mit dem Urin ausgeschieden wird (Hyperurikosurie). Ein genetischer Defekt sorgt dann dafür, dass die Harnsäure beim Dalmatiner nicht richtig in Allantoin umgewandelt wird.

Merke: Allantoin ist ein primäres Endprodukt vom Purinabbau.

Symptome bei Hunden mit Uratsteine

Die Symptome von Uratsteinen sind ähnlich einer Blasenentzündung (Cystitis). Das Ausscheiden des Harnes ist schmerzhaft. In vielen Fällen zeigen die Hunde einen häufigen Drang Urin auszuscheiden, ohne das viel Urin abgesetzt wird.

Blut ist, je nach Schweregrad, auch dabei und gerade bei Hündinnen oft das Leitsymptom. Durch die kurze und dehnbaren Harnröhre der Hündinnen sind akute und heftige Symptome, wie sie im Regelfall beim Rüden vorliegen, nicht sehr häufig.

Die Steine können beim Rüden hingegen die Harnröhre teilweise oder sogar vollständig blockieren. Der gesamte Bauchbereich ist daraufhin sehr schmerz erregend und gespannt und die Blase sehr straff gefüllt.

Behandlung bei Uratsteine

Kleinere Uratsteine können durch eine Ernährungsumstellung auf purinarmes Futter durchaus aufgelöst werden und von allein wieder verschwinden. 

Sind die Uratsteine aber bereits zu groß und/oder verschließen sie die Harnröhre des Hundes, ist eine Operation unumgänglich, da sonst Lebensgefahr für Deinen Fellfreund besteht.

Außerdem ist es extrem wichtig, das der Hund genügend Wasser zu sich nimmt, denn Uratsteine können auch zurückkehren.

Eine einfache Möglichkeit wäre es, das Futter regelmäßig mit etwas Brühe oder Wasser anzureichern. Dies verringert das Risiko, dass sich Harnsteine, egal welcher Art, bilden können, da sie dadurch eher ausgespült werden.

Homöopathie und Naturheilkunde bei Uratsteinen

Die Uratsteine beim Hund auflösen und zwangsläufig den pH Wert im Urin konstant halten, sollte im Vordergrund bei einer homöopathischen Behandlung und Therapie stehen. Neben einer Ernährungsumstellung können auch einige andere Dinge auf natürliche Weise gegen Uratsteine wirken.

So fanden Wissenschaftler beispielsweise heraus, dass sich Uratsteine beim Menschen durch eine einfache Zitronenkur auflösen können. https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43066208.html

Wäre dies vielleicht auch ein möglicher Ansatz Hunde von Uratsteinen zu befreien?!

Ernährung bei Uratsteinen

Die Ernährung bei Uratsteinen beim Hund muss purinarm sein. Stark purinhaltige Speisen sollten also eher gemieden oder nur eingeschränkt gefüttert werden. Eine extrem proteinarme Fütterung hingegen, ist im Regelfall nicht notwendig.

Wenn Du ein wenig Hintergrundwissen besitzt, dann ist eine gute purinarme Ernährung besser zu steuern. Purine sind Bestandteil jeder Zelle und für die Erbsubstanz und den Aufbau neuer Zellen verantwortlich.

Massiv hohe Purinanteile befinden sich jedoch in Innereien inkl. Pansen. Diese sollte man eher meiden. Auch besondere Vorsicht ist gerade bei trockenen Kauartikeln geboten.

Bei Uratsteinen solltest Du also die Einnahme von Purin verringern, welches in vielen tierischen Eiweißquellen aufzufinden ist. Diese Eiweißquellen kannst Du teilweise auch durch pflanzliche Proteine ersetzen. 

Wichtig ist auch hier auf Qualität zu achten!!!

Weiterhin ist Trockenfutter zu füttern, obwohl der Hund schon an Harnsteinen leidet, eine sehr schlechte Idee und Du solltest damit dringend aufhören. 

Eine viel bessere Alternative ist ein Futter mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt. Das kann barfen, selber kochen oder auch ein hochwertiges Dosenfutter sein.

Fragen bei Uratsteine

Was füttern bei Uratsteinen beim Hund?

Bei Uratsteinen beim Hund solltest Du großen Wert auf eine purinarme Ernährung legen.

Was sind Uratsteine?

Uratsteine sind Harnsteine aus Harnsäure. Es sind kristalline Ablagerungen der ableitenden Harnwege, die aus dem Urin gebildet werden.

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