Richtige Ernährung von Welpen

Fütterung – Keep it simple

Der Großteil aller herkömmlichen Hundefutter Anbieter oder Hersteller bieten spezielle Welpennahrung an. Die Auswahl im Welpenfutterbereich ist riesig und als neuer Hundebesitzer ist man oftmals auch sehr schnell überfordert.

Da gibt es Welpenfutter für kleine Rassen, große Rassen, spezielle Hunderassen, Nassfutter, Trockenfutter und so viel mehr zu kaufen.

Doch das ist alles nur geniales Marketing und Augenwischerei! Denn so ein spezielles Welpenfutter für den neuen Mitbewohner hört sich nur anfangs erst einmal gut an…

Besonders wenn es der erste Hund ist, möchten Herrchen und Frauchen auch alles richtig machen und vertrauen in der Regel dem Züchter und/oder Werbung. Das gerade im Hundefutterbereich aber noch viel Aufklärungsbedarf ist, wissen die wenigsten!

Denn das falsche Hundfutter kann am Ende sogar eher schädlich für den kleinen Welpen sein, besonders wenn es sich auch noch um, von den Menschen erfundenes, Trockenfutter handelt.

Grundsatz: Das was man dem Welpen im ersten Lebensjahr GUTES tut, zahlt sich ein Leben lang aus! Ist der Start ins 1. Lebensjahr schlecht, dann äußert sich das oftmals an kranken und allergiegeplagten Hunden.

Die Qualität von Hunde- und Welpenfutter

Die Qualität vieler Hundefutter Marken lässt heutzutage mehr zu wünschen übrig, denn ja. Gerade die ständige Industrialisierung ist schuld daran und hat gute Abnehmer im Tierfutterbereich gefunden! Buchtip: Katzen würden Mäuse kaufen!

Wie hochwertig die Fleischkomponenten sind und ob die Einwaage, dem entspricht, was die Dose enthält, ist auch oft fraglich. Die tierischen Nebenerzeugnisse enthalten oftmals weitgehend alles, was an Schlachtabfällen möglich ist. Ob das Fleisch und die tierischen Nebenerzeugnisse abgekocht sind oder nicht, entzieht sich der Kenntnis des Hundehalters und ist auf der Verpackung nicht ersichtlich.

Hohe Qualität und hochwertige Fleischverarbeitung beim Herstellen vom Hundefutter ist nicht mehr vorauszusetzen. Das Missverhältnis von Kalzium und Phosphor spricht eine deutliche Sprache zur Qualität.

Die Bekanntheit der unterschiedlichen Marken sagt nichts mehr über die Hochwertigkeit der Produkte aus und erschwert die Suche nach einem hochwertigen Produkt zur Aufzucht eines Welpen sehr.

Eine tolle und gesunde Alternative ist hier beispielsweise Hundefutter aus Schweden.

Qualitativ hochwertiges Hundefutter ist ein Futter:

  • mit hochwertigem, hohem Proteingehalt aus Fleisch
  • mit niedrigem pflanzlichen Proteingehalt
  • ohne Zucker
  • ohne Zusatzstoffe
  • ohne Konservierungsstoffe

Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind weitgehend im Fleisch und den pflanzlichen Anteilen enthalten. Ihre gesonderte Aufstellung auf der Dose oder der Tüte weist jedoch ebenfalls auf spezielle Zusätze hin.

Das Welpenwachstum

Aber zurück zur richtigen Ernährung der Welpen. Der heranwachsende Welpe hat natürlich einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf, gerade in den ersten 6 bis 8 Lebensmonaten. Für einen gesunden Start ins Leben bekommen die Kleinen zu Beginn die sehr nahrhafte und gesunde Muttermilch.

Hundebabys saugen in der 1. bis 4. Lebenswoche etwa 8 -12 mal täglich. Erst ab der 6. Woche geht das Saugen auf ca. 5-6 Mal am Tag zurück. In der Regel wird bereits ab der 4. Woche schrittweise mit der Zufütterung durch den Züchter begonnen.

Ab der 8. Woche sollte der Welpe dann vollständig entwöhnt sein und kann eigene feste Nahrung zu sich nehmen. Das ist dann auch oftmals der Zeitpunkt, wo die Kleinen zu ihren neuen Familien ziehen dürfen.

Welpen wie oft füttern

Diese Entwicklung sollte man sich als neuer Hundebesitzer vor Augen führen, um die weitere Fütterung des Welpen richtig anzugehen und verstehen zu können.
Daher sollten die neuen Hundeeltern wenn der Welpe mit 8 – 10 Wochen einzieht, anfangs am Besten 5-6 mal kleine Mahlzeiten täglich füttern.

Ist die Mahlzeit zu groß, kommt nicht genug im kleinen Welpen Organismus an. Mit der Zeit kann die Fütterung dann auf viermal reduziert werden und mit etwa 6 Monaten auf drei Mahlzeiten.

Nach ungefähr einem dreiviertel Jahr sollte sich die Fütterung auf 2 Mahlzeiten am Tag einpegeln. Die Einmalfütterung des Hundes ist für ihn nicht optimal und der Zeitraum von 24 Stunden zu lang.

Wichtig: Bitte immer zimmerwarm füttern!

Hundefutter für Welpen worauf achten

Als erste feste Nahrung füttern viele Züchter Hundefutter ab der 3. 4. Woche zu. Mit diesem Futter lernen die Welpen feste Nahrung anzunehmen und das Abstillen von der Mutter, zu gegebener Zeit, führt zu weniger Problemen. Gut gerüstet kann der kleine Vierbeiner in einem Alter von circa acht Wochen die Reise in sein neues Zuhause antreten.

Während der Übergabe des Welpen an seinen neuen Besitzer bekommt dieser vom Züchter oft das Futter mit, welches er den kleinen Hunden zuletzt gefüttert hat. Dieses Futter sind die Welpen gewohnt und haben es oftmals ab der dritten Woche erhalten ( ob es auch gesund und artgerecht ist, sei hier mal dahingestellt)

Das ist anfangs auch in Ordnung, da dem kleinen Hund so die Umstellung auf die neue Umgebung und die Umstellung auf ein neues Leben leichter fällt.

Der neue Hundebesitzer kann seinen Welpen dann in Ruhe auf ein hochwertiges und natürliches Hundefutter umstellen. Bei dem Futter ist jedoch darauf zu achten, dass es wirklich alles enthält, was der Welpe nun benötigt und das alle Bestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, um späteren Krankheiten vorzubeugen.

Ist der Welpe etwas untergewichtig oder weist andere Probleme auf, die häufig erst einige Tage nach der Übergabe zu Tage treten, dann ist dringend ein schneller Futterwechsel angezeigt.

Welpenfutter umstellen

Die Umstellung des Futters auf eine andere Sorte sollte in der Regel langsam und Stück für Stück erfolgen, nur so lassen sich Durchfälle und Probleme mit dem Magen oder Darm des kleinen Hundes vermeiden.

Der Magen-Darmtrakt eines Welpen ist sehr empfindlich und braucht bei einer Futterumstellung genug Zeit, um sich an das neue Futter und seine Bestandteile zu gewöhnen. Der Darm ändert zum Teil seine Schleimhautzusammensetzung, damit er das Futter besser verarbeiten kann.

Das bisherige Futter wird nach und nach durch die neue Sorte ersetzt. Hierzu werden in den ersten Tagen nur ein wenig des neuen Futters unter das Gewohnte gemischt.

Verträgt der Welpe dieses, so bekommt er am folgenden Tag vom neuen Futter etwas mehr unter das gewohnte Futter und so fort. Ist das Ursprungsfutter ersetzt und es geht dem Hund gut, dann ist die Umstellung vollendet und das neue Futter von da an sein Hauptfutter.

Futterumstellung Welpenfutter

Eine sofortige Welpenfutterumstellung auf eine andere Sorte hat immer dann zu erfolgen wenn:

  • der Welpe zu schnell wächst und nur eine geringe bis keine Gewichtszunahme zu verzeichnen ist
  • der Welpe Unverträglichkeiten anzeigt durch Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen,
  • stumpfes, schuppiges Fell, Hautjucken, Hautentzündungen oder Fellverlust
  • der Welpe nicht wächst und/oder abmagert
  • der Welpe nicht satt wird und ständig nach Futter sucht

Eventuell vorliegende Krankheiten sollten in dem oben genannten Zusammenhang der Futterumstellung durch einen Tierarzt abgeklärt werden.

Falsche Ernährung bei Welpen

Gewichtsabnahmen eines Welpen weisen oft auf ungeeignetes Futter hin. Das Erhöhen der Futtermenge verbessert den Zustand des Welpen nicht, da sich dadurch keine höhere Gewichtszunahme ergibt, sondern das Wachstum noch schneller voran schreitet. Ein böser Kreislauf setzt sich in Gang und der ausgewachsene Hund hat später Probleme mit den Gelenken und den Knochen.

Organschäden und hohe Kosten durch den Tierarzt sind keine Seltenheit. Dazu kommen womöglich Operationen und viel Leid, das der erwachsene Hund ertragen muss.

Ein Welpe soll daher langsam, seiner Rasse entsprechend wachsen und der Rasse entsprechend zunehmen. Dazu gehört ein qualitativ hochwertiges Hundefutter, welches den Bedürfnissen des jungen Hundekörpers entsprechend ausgewogen ist.

Die Ausgewogenheit bezieht sich nicht allein auf einen hohen Fleischanteil, sondern auf alle Inhaltsstoffe. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente bilden dabei keine Ausnahme und verdienen besondere Beachtung.

Zur Kontrolle hat es sich bewährt den Welpen einmal in der Woche zu wiegen und dabei seine Gewichtszunahmen zu protokollieren. Das Wachstum ist ebenfalls zu beobachten und ein Protokollieren der Hundegröße hilfreich. Je nach Rasse kann der Halter des Hundes sich mit seinen Aufzeichnungen schnell ein Bild davon machen, wie gut es dem Welpen geht und ob seine Entwicklung seiner Rasse entspricht.

Das Futter hat übrigens keinen Einfluss auf die Endgröße des Hundes. Die Endgröße ist genetisch fest gelegt und verändert sich nicht dadurch, dass der Hund mehr frisst oder das Futter hochwertiger ist. Das Hundefutter hat so gesehen, nur Einfluss auf die Gewichtszunahme und die Wachstumsgeschwindigkeit des Welpen.

Welpenfutter und Allergien

In den letzten Jahren führen Weizen und Soja im Hundefutter mit zunehmender Tendenz zu Allergien. Da diese Inhaltsstoffe oder Teile dieser Inhaltskombinationen nicht nur im Trockenfutter, sondern auch in vielen Nassfuttersorten Verwendung finden, ist es wichtig, dem besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Auch Zucker, minderwertige Fleischabfälle, Konservierungs- Aroma oder andere Füllstoffe haben in einem gesunden Hundefutter für Welpen nichts zu suchen und führen in der Regel zu späteren Unverträglichkeiten oder Allergien.

Beim Auftreten einer Unverträglichkeit ist das Futter auf seine Inhaltsstoffe zu überprüfen. Spezielles Selektieren der einzelnen Stoffe durch Ausschlussverfahren bringt den möglichen Übeltäter schnell ans Licht und die Suche nach einem Futter ohne diesen speziellen Stoff grenzt die große Auswahl der verschiedenen Futtersorten ein.

In manchen Fällen kann sich das Ausschlussverfahren als langwierig erweisen, hilft aber Allergien und Unverträglichkeiten in den Griff zu bekommen. Ist die geeignete Sorte Hundefutter gefunden, geht es dem kleinen Welpen meist schnell wieder besser und er spielt fröhlich wie zuvor.

Trockenfutter für Welpen?

Das trockene Welpenfutter soll angeblich den Zähnen dienen und Karies / Zahnstein vorbeugen. Allerdings ist das eher ein Märchen! Für die Zahnpflege und die kleinen spitzen Zähnchen eignen sich spezielle Naturkauartikel ohne Zucker viel besser. Außerdem sind die Kleinen beschäftigt und kauen aus Langeweile auf keinen „verbotenen“ Sachen herum.

Denn egal, ob Nass- oder Trockenfutter gefüttert wird, Zahnprobleme und Mundgeruch kommen vom Zucker und zu vielen schlechten Kohlenhydraten, die widerrum zu Zucker umgewandelt werden. Daher ist es umso wichtiger, bereits im Welpenalter auf ein hochwertiges Hundefutter zu setzen.

Wenn es denn unbedingt ein Trockenfutter für den Welpen sein soll, dann aber bitte ein hochwertiges, am besten kaltgepresstes Hundefutter wählen. Auf jeden Fall das trockene Futter schön einweichen und als Art Brei oder Brei mit Brocken füttern. So nimmt der Welpe bereits etwas Feuchtigkeit mit der Nahrung auf und verschluckt sich zudem auch nicht an den trockenen Brocken.

Außerdem ist das Futter dann besser für den kleinen, noch unausgreiften Magen-Darm Trakt verträglich. Übrigens kann der Darm junger Welpen Stärke, wie sie beispielsweise viel in Kartoffeln enthalten ist, noch nicht richtig bzw. garnicht abbauen.

Welpenfutter worauf achten

Das Welpenfutter muss ausgewogen sein in seinen Bestandteilen. Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen dem Alter des Welpen entsprechend hoch und für die rassespezifischen Eigenarten ausreichend sein.

Spezielle Welpenfuttersorten für spezielle Rassen sind eher gezieltes Marketing der Futterindustrie und vollkommen unnötig! Ein Welpenfutter für große Rassen und auch ein Welpenfutter für kleine Rassen sind daher vollkommen uninteressant.

Viel wichtiger ist, dass das Welpenfutter ohne Zucker oder Zuckerersatzstoffe ( zum Großteil alles was mit -ose endet) hergestellt wird. Also unbedingt immer die Deklaration richtig lesen.

Ein ausgewogenes Futter mit hohem Fleischanteil, ohne Zusatzstoffe, ohne Konservierungsstoffe und ohne Zucker ist verträglicher für einen Welpen als ein Welpenfutter, dass mehr Zusätze als wichtige Bestandteile enthält. Das Futter soll den Hund nicht aufblähen und mit leeren Kalorien füllen, sondern gut verträglich sein und ihn gesund aufwachsen lassen.

Dazu soll es satt machen und genug Energie liefern, damit der Kleine seinen Körper stabilisieren kann. Zum Wachsen benötigt ein Welpe viel schnell umsetzbare Energie, aber keine Artikel die ihm schwer im Magen liegen.

Das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor bedarf einer besonderer Beachtung. In vielen Welpenfuttersorten stimmt das Verhältnis nicht und kann zu Problemen führen.

Kalzium Phosphor Verhältnis

Im Idealfall weist das Welpenfutter ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,2-1,5 :1 aus. Das Verhältnis von Kalzium und Phosphor ist leider bei vielen Futtersorten nicht eindeutig angegeben, das führt zu Missverständnissen und Unsicherheit.

Speziell das Wachstum und die Gesundheit großer Rassen erweisen sich, während des Welpenalters, durch das Ungleichgewicht in Kalzium und Phosphor als stark gefährdet. Zu schnelles Wachstum und zu hohe oder niedrige Gewichte der Welpen führen zu erhöhter Belastung der Knochen und Gelenke.

Hüftdysplasien und Ellbogendysplasien sind bei großen Rassen nicht allein rassetypische Erkrankungen, sondern zeugen oft von einem falschen Verhältnis des Kalzium-Phosphor-Gehaltes im Futter, welches sie als Welpe erhielten.

Welpenfutter Fleischanteil

Der Anteil tierischen Eiweißes im Welpenfutter muss hoch und hochwertig sein. Das heißt, ein gutes Welpenfutter enthält hochwertiges Fleisch. Hierbei ist wohl Geflügel das Fleisch, welches das hochwertigste Eiweiß liefert und am leichtesten verdaulich ist.

Fertigfutter, ob nass oder trocken enthält Fleisch und tierische Nebenprodukte. Achten sie unbedingt darauf, dass es sich bei den tierischen Nebenerzeugnissen um lebensmitteltaugliche und für die Ernährung des Hundes notwendige Innereien handelt.

Bei sehr vielen Anbietern sind die tierischen Nebenerzeugnisse minderwertige Schlachtabfälle oder anderer Tiermüll, die für den menschlichen Verzehr nicht zur Verwendung kommen. Oft eingefroren und zersägt gelangen diese Anteile in die Futterverwertung. Welche Fleischsorten und Tier Teile eingewogen sind, ist nicht ersichtlich, denn ein Eisblock mit Fleischanteilen kann sowohl Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel oder Fisch enthalten.

Wildschwein kann ebenfalls eingewogen sein, es ist nicht nachvollziehbar. Noch eckliger wird es, wenn Schnäbel, Krallen und Hufe gleich mitverarbeitet wurden.

Welpenfutter Rohprotein

Roheiweiß oder Rohprotein ist der Inhaltsstoff, der das Gesamteiweiß des Futters bekannt gibt. Hierzu gehören viele Bestandteile des Fleisches und diverse pflanzliche Inhaltsstoffe. Der Gesamtwert des Roheiweißes oder Rohproteins ist somit eine Zusammensetzung von Bestandteilen des Fleisches, der tierischen Nebenerzeugnisse und der eingewogenen Pflanzenteile.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse sind wichtige Energielieferanten und sorgen zudem für den Gewichtsaufbau. Welpen benötigen viel Energie und somit viel hochwertiges Fleisch. Ein Welpe mit seiner fast ständigen Aktivität neigt nur selten zum Übergewicht.

Diese quirligen, kleinen Gesellen, bauen ihre Energien und die aufgenommenen Fette schneller ab, als sie diese zu sich nehmen. Ein ausgewogen ernährter Welpe wird selten fett, magert aber auch nicht zusehends ab. Er entwickelt sich seiner Rasse entsprechend und bleibt gesund.

Ein Welpe benötigt hochwertiges, tierisches Protein (aus Fleisch, Muskeln, Sehnen, Knochen, ebenso wie allen Organen) nicht um schneller zu wachsen, sondern um ordentlich und gleichmäßig zu wachsen. Die Betonung liegt auf der Begrifflichkeit des hochwertigen tierischen Eiweißes (tierisches Protein).

Was den Hund viel zu schnell wachsen lässt, ist ein reiner Energieüberschuss. Ein Energieüberschuss kommt aber nur durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten zustande, wie zu viel Futter, zu viel pflanzliches Eiweiß und zu viele leere Kalorien bewirkt, dazu kommt dann noch das tierische Eiweiß und die zugesetzten Fette.

Die Zusammensetzung des Hundefutters muss so ausgelegt sein, dass der Welpe genug Energie bekommt, die aufgenommene Energie hochwertig und schnell verwertbar ist und keine leeren Kalorien den Körper zu stark belasten. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind natürlich keine leeren Kalorien, sondern notwendige Bestandteile für einen gesunden stabilen Körper.

Welpenfutter pro und contra

Hundefutter für Welpen sollte hochwertige natürliche Inhaltsstoffe, viel Fleisch und ein ausgewogenes Verhältnis an Kalzium und Phosphor haben. Der Welpe muss seinem Alter und seiner Rasse entsprechend zu nehmen. Das Wachstum sollte altersgerecht stattfinden und seiner rassebedingten Endgröße entsprechen.

Erkrankungen im ausgewachsenen Alter finden durch falsches Futter im Welpenalter Begünstigung und ziehen häufig teure Behandlungen nach sich. Lebenslange Probleme der ausgewachsenen Hunde sind oftmals vorprogrammiert, was beim kritischen Auswählen des entsprechenden Futters nicht sein muss.

Viele Hundefuttersorten enthalten zu wenig Fleisch, aber dafür zu hohe Pflanzen und Getreideanteile, die nur den Magen füllen, dem Hund jedoch keine weiteren Vorteile bieten. Dazu begünstigen diese hohen Pflanzenanteile Allergien und Unverträglichkeiten, die einem Welpen schwer zu setzen.

Ausgewachsene Hunde leiden immer öfter unter den Erkrankungen, die schon im Welpenalter, durch ungeeignetes, oder qualitativ unzureichendes Futter begünstigt wurden.

Spezielles Welpenfutter – ja oder nein?

Der Energiebedarf vom Welpen im 1. bis etwa 8. Monat ist etwa 2-4 mal so hoch wie bei einem ausgewachsenen Hund. Dabei handelt es sich nicht nur um die Bewegung, sondern auch um das Wachstum.

Im herkömmlichen Welpenfutter werden die dazu benötigten Nährstoffe zum Großteil extrem hoch zugesetzt, oftmals sind die Vitamine und Mineralien synthetisch. Dadurch kann es später vermehrt zu Stoffwechselerkrankungen kommen.

Auch das zu schnelle Wachsen eines Welpen ist bedenklich. Ein Großteil aller Welpenfuttersorten und auch Futtersorten für erwachsene Hunde führen beim Verfüttern an Welpen zu einem beschleunigten Wachstum. Die Auswahl eines geeigneten Futters für Welpen ist deshalb unerlässlich.

Mittlerweile raten auch immer mehr Züchter zunehmend von speziellem Welpenfutter ab. Besonders die Riesenrassen wie der Irish Wolfshund oder die Deutsche Dogge wachsen durch den hohen Energiegehalt im Welpenfutter viel zu schnell, was später zu Knochenproblemen und anderen Krankheiten führen kann.

Alternative zu Welpenfutter

Daher ist es ratsam, bereits den Welpen mit natürlichem und artgerechten Nassfutter zu füttern.
Denn bei natürlicher Nahrung bedient sich der Körper mit dem was er braucht. Alles was zuviel ist, wird automatisch ausgeschieden. Also reichlich anbieten, damit keine Mängel enstehen.

Bei einem natürlichen und hochwertigen Nassfutter beispielsweise sollten die Welpen bereits die gleiche Portion wie ein ausgewachsener Hund bekommen. Das heißt, benötigt der adulte Hund mit 40 kg laut Fütterungsempfehlung 800 g täglich, dann auch der Welpe.

Beträgt die Tagesbedarfsmenge des ausgewachsenen Hundes an Futter pro Tag also 800 g, so sind diese 800 g durch die Menge der Tagesmahlzeiten zu teilen. Bei 5 Mahlzeiten am Tag benötigt der Welpe pro Mahlzeit 160g. Verringert sich die Menge der Mahlzeiten auf zwei, so sind die 800g durch 2 zu teilen und der Welpe erhält dann 400 g pro Mahlzeit. Feste Fütterungszeiten erleichtern das Einhalten der einzelnen Mahlzeiten.

Merke: Je niedriger die Fütterungsempfehlung, desto hochwertiger das Hundefutter!

Bei selbst hergestelltem Welpenfutter / Barf ist das etwas anders und erfordert einiges an Arbeit zur Berechnung der Futtermenge. Ein wirklich ausgewogenes Welpenfutter selbst zusammen stellen, erweist sich für viele schnell als ein großes Puzzle und wichtige Komponenten sind nicht immer direkt erhältlich.

Spezielle Fachhändler bieten mittlerweile sogenannte Baukastensysteme zum Erstellen von Futtermischungen an. Auch gefriergetrocknetes Easy Barf ist eine tolle Möglichkeit, gerade als Barfbeginner. Das ist eine effektive und praktische Lösung, wenn der Hundehalter über die notwendigen Grundkenntnisse in Sachen Lebensmittel und Hundenahrung verfügt.

Bei einem Feuchtfutter mit sehr hohem Fleischanteil wie z.B. Anifit oder auch beim Barfen, sollten aber unbedingt auch etwas Kohlenhydrate mit dazu gegeben werden, wie beispielsweise spezielle Flocken, Kartoffeln, Reis oder auch gekochte Haferflocken.

Fazit: Der Welpe braucht kein spezielles Welpenfutter! Das Beste Beispiel liefert uns die Natur! Auch kleine Wolfswelpen werden groß und stark, obwohl sie dasselbe fressen wie die erwachsenen Wölfe auch. Und in früheren Jahrhunderten gab es für die Hunde der Menschen auch kein spezielles Welpenfutter.

Welpen brauchen also kein extra Welpenfutter und wir Menschen sollten auch nicht immer aus Allem eine Wissenschaft machen !

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(1) comment

Bernd

Hallo, mein Welpe Benny ist gerade 10 Wochen alt und jetzt schon mein Ein und alles! Darum möchte ich natürlich auch alles richtig machen in Bezug auf die richtige Ernährung von Welpen. Er ist mein erster Hund und ich bin noch viel am lernen 😉 Gerade komme ich vom Tierarzt inklusive Wurmkur + Impfen und hab dort mal gefragt, welches Futter er mir für meinen Welpen empfehlen würde. Er hat mir zu einem „speziellen“ Welpenfutter geraten, was es nur bei ihm gibt. Mich stört allerdings, dass es Trockenfutter ist, da ich Benny gerne Nassfutter geben würde. Das jedenfalls hab ich laut meinem logischen Menschenverstand bereits entschieden! Es gibt ja so viele Informationen rund um die Ernährung für Welpen. Und jeder sagt was anderes?! Ich bin echt überfordert. Fand aber Ihren Artikel über die Ernährung von Welpen sehr interessant und auch nachvollziehbar. Was würden Sie mir raten? Welpenfutter ja oder nein? Was ist mit speziellem Welpen Nassfutter? Sorry für den langen Text, aber dieses Thema interessiert mich brennend. LG

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