Hundefutter richtig lagern und aufbewahren

Wie Hundefutter am besten lagern, um eine lange Haltbarkeit und vor allem Qualität zu gewährleisten? Diese Frage möchte ich heute so gut es geht beantworten. Denn die richtige Lagerung ist nicht nur enorm wichtig für die Gesundheit des Hundes, sondern wirft bei vielen Hundebsitzern auch oft einige Fragen auf.

Die Meinungen zu diesem Thema gehen in der Regel weit auseinander und oftmals sind Sie als Kunde verwirrter als vorher. Auch ich werde oft gefragt, wie man Hundefutter am besten lagert, um es lange frisch zu halten. Egal ob Nassfutter oder Trockenfutter, hier werden Sie eine Antwort auf Ihre Frage bekommen.

Damit das Futter Ihrem Liebling auch bei der nächsten Mahlzeit noch schmeckt und vor allem gut verträglich ist, sollten Sie bei der Hundefutter Aufbewahrung nämlich einige Dinge beachten.

Hitze und Licht vermeiden

Wärme, Licht, Luft und Wasser haben auf die verschiedenen Bestandteile des Hundefutters einen starken Einfluss und damit natürlich auch auf die Qualität.

Aufgrund ihrer chemischen Struktur sind besonders Vitamin K und Vitamin A, sowie die Vorstufe Beta-Karotin sehr empfindlich gegenüber Hitze und Sonnenlicht.

Vitamin A kommt in natürlicher Form in tierischen Nahrungsmitteln vor und zählt zu den fettlöslichen Vitaminen. Es wird daher in der Leber gespeichert. Vitamin A ist beim Hund wichtig für das Sehvermögen, die Fortpflanzung, die Haut und das Immunsystem.

Vitamin K gibt es in drei Formen, wobei nur Vitamin K1 und K2 natürlich vorkommen und wie Vitamin A auch fettlöslich sind. Hingegen hat das rein synthetisch hergestellte Vitamin K3 gerade im Hundefutter einen eher schlechten Ruf und kann mitunter schwere Schäden hervorrufen.

Die Vitamin K Speicherung erfolgt in der Leber, sowie in der Haut und in den Muskeln. Die tägliche Gabe von Vitamin K im Hundefutter ist eigentlich nicht nötig, da durch die Eigensynthese des Hundedarms genug Vitamin K vorhanden sein sollte. Ein Vitamin K Mangel liegt beim Hund grundsätzlich nur vor, wenn die Darmflora durch starke Antibiotikagabe zerstört wurde oder der Hund Rattengift gefressen hat.

Aber auch andere nahrhafte Vitamine können durch zu viel Lichteinstrahlung verloren gehen. Doch damit nicht genug! Weiterhin beeinflussen diese äußeren Faktoren auch wichtige Makronährstoffe. So können zum Beispiel auch Fette im Hundefutter bei falscher Lagerung ranzig werden.

Eine richtige Aufbewahrung erhöht also nicht nur die Lagerzeit, sondern auch die Qualität. Somit können Sie dafür sorgen, dass Ihre Fellnase kein belastetes Futter bekommt. Ihr Vierbeiner wird es Ihnen mit Gesundheit und Vitalität danken.

Kurzfassung:

Aufbewahrung Nassfutter

  • Ungeöffnet im Schrank – kühl und trocken
  • Geöffnet im Kühlschrank max. 2 Tage
  • In Glas Behälter umfüllen oder mit Deckel luftdicht verschließen

Aufbewahrung kaltgepresstes Trockenfutter

  • Ungeöffnet und geöffnet im PE Sack
  • Kühl und trocken, ohne Sonneneinstrahlung
  • Nicht luftdicht lagern und nach max. 8 Wochen verbrauchen

Lagerung von Nassfutter für Hunde

Viel Futter in der Dose kostet meistens weniger, als kleine Hundefutter Dosen. Dennoch ist dies oft ein kleiner Trugschluss. Artgerechtes Hundefutter, welches nicht mit Konservierungsstoffen versehen ist, sollte innerhalb von max. 2 Tagen aufgebraucht sein. Bei unserer individuellen Bedarfsberechnung gehen wir sogar soweit, dass wir Nassfutter ohne Konservierungsstoffe nur für einen Tag aufbewahren würden. Natürlich kommt es immer auf den jeweiligen Hund und dessen Fütterungsempfehlung an.

Aber wie lagern Sie nun das Hunde Nassfutter richtig?

Die verschlossenen Dosen lagern Sie ganz bequem trocken und wenn möglich relativ kühl. Vielleicht haben sie einen Vorratsraum oder Keller, wo Sie die Dosen praktischerweise stapeln können. Aber auch der Küchenschrank ist eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit für noch nicht geöffneten Nassfutter Dosen. Angebrochenes Nassfutter sollten Sie unbedingt im Kühlschrank aufbewahren.

Hundefutter im Kühlschrank lagern & richtig aufbewahren

Hundefutter im Kühlschrank aufbewahren

Sie können das angefangene Hundefutter für einen Tag in der Dose lassen und mit einem passenden Hundefutterdeckel bequem luftdicht verschließen. Allerdings sind Metalldosen zur längeren Aufbewahrung nicht unbedingt geeignet, da schon kurz nach dem Öffnen einer Dose durch den Sauerstoff eine Metalloxidation stattfinden kann. Diese Schadstoffe können dann in die Nahrung übergehen.

Gerade sensible Hunde können so Probleme bekommen und vertragen das Futter aus diesem Grund dann nicht. So könnten Sie beispielsweise mit Durchfall oder Brechreiz reagieren.

Eine Aufbewahrung aus Glas mit fest verschraubbarem Deckel wäre eine bessere Alternative. Auch können Sie das Hundefutter in Dosen oder Aufbewahrungsboxen im Kühlschrank lagern. Bitte auch nicht das Hundefutter im Kühlschrank offen lagern.

Häufig wird aber nicht nur das Nassfutter falsch aufbewahrt, sondern auch oder gerade das Trockenfutter.

Nassfutter richtig füttern

Bitte achten Sie darauf, das Nassfutter nicht direkt aus dem Kühlschrank zu füttern! Das Futter darf nicht zu kalt aber auch nicht zu heiß sein, da es sonst nur den Magen des Hundes unnötig belastet. Zimmertemperatur ist ideal! Gerade bei empfindlichen Hunden stellt zu kaltes Futter für die Verdauung ein großes Problem dar und es kann zu Durchfall kommen.

Wichtig: Bitte auf keinen Fall das Hundefutter aus dem Kühlschrank in der Mikrowelle erwärmen und schon gar nicht die Metalldose in die Mikrowelle stellen. Diese Art des Erhitzens zerstört wichtige Enzyme und Nährstoffe in der Hundenahrung.

Zu den Mahlzeiten Ihres vierbeinigen Freundes, die idealerweise zweimal am Tag stattfinden sollten, geben Sie also einfach nur die benötigte Menge Hundefutter aus dem Kühlschrank in den Napf. Entweder holen Sie das Futter rechtzeitig ca. 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank, so dass es bei Fütterung etwa Raumtemperatur hat oder Sie gießen ganz einfach etwas warmes Wasser darüber und servieren es Ihrem Liebling sofort. So sollte das Hundefutter gut verträglich sein.

Aufbewahrung von Trockenfutter für Hunde

Trockenfutter aufbewahren und abwiegen

Trockenfutter ist eine bequeme Erfindung der Menschen und kommt so in der Natur nicht vor! Daher ist es eigentlich nicht wirklich artgerecht.
Doch wenn es denn unbedingt Trockenfutter für den Liebling sein muß, sind auch bei der Lagerung einige Dinge zu beachten!
Viele Hundehalter füllen einen Teil Ihres Trockenfutters in eine Aufbewahrungsbox um und lagern es dann hier. Sicherlich ist so eine Hundefutter Aufbewahrungsbox schicker und vielleicht auch praktischer, als ein Trockenfutter Beutel, aber das kann mitunter gefährlich für die Gesundheit Ihres Hundes werden.
Allerdings ist bei Hunde Trockenfutter nochmals zwischen kaltgepresst oder extrudiert zu unterscheiden.

Aufbewahrungsbox für Hundefutter

Die Aufbewahrung von extrudiertem Hundefutter¹ kann durchaus in speziellen luftdichten Trockenfutter Boxen erfolgen. Hier ist die Auswahl riesig und für jeden Geschmack sollte es etwas zu kaufen geben.

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Wie und Wo Hundefutter Aufbewahrung

Für die richtige Aufbewahrung von kaltgepressten Trockenfutter, verwenden Sie idealerweise einfach den mitgelieferten Trockenfutterbeutel, aus dem Sie bequem mit einem Messbecher, die benötigte Futtermenge entnehmen können. Dieser spezielle PE Sack sollte atmungsaktiv sein. Nur durch diese Art der Aufbewahrung kann eine gleichbleibend hohe Qualität des Futters gewährleistet werden. Weiterhin sollten Sie das Trockenfutter im Beutel kühl sowie trocken und auf jeden Fall nicht zu lange offen lagern.

Hund mit Hundnapf und Geld

Kaltgepresstes Hundefutter lagern

Da die Feuchtigkeit bei kaltgepressten Trockenfutter aufgrund der Herstellungsmethode höher ist als bei anderen Sorten, fördert eine zu lange luftdichte Aufbewahrung die Entstehung schädlicher Keime (Schimmelpilze, Hefen, Bakterien) und führt so schneller zum mikrobiellen Verderb. Dieser Befall ist mit bloßem Auge erst viel später erkennbar. Mundgeruch, Hautreizungen oder schwerwiegendere Krankheiten können die Folge sein. Außerdem kann das Futter durch zu viel Feuchtigkeit weich werden, verliert den Geschmack und wichtige Vitamine sowie Mineralstoffe.

Weiterhin ist die Gefahr der Käferbildung und/oder der Futtermilben Befall größer. Milben können sogar zu Fellverlust führen. Das Futter muss dann sofort entsorgt werden. Daher bietet sich auch beim Trockenfutterkauf, gerade bei leichten Hunden, eher der kleinere Futtersack an. Natürlich hat nicht jeder den Platz und die Möglichkeit einen 15 kg oder 20 kg Sack in der Küche aufzubewahren. Außerdem darf Wuffi auch nicht an das Futter rankommen.

Dafür können Sie zur Not das benötigte Hundefutter für etwa eine Woche auch in eine Aufbewahrungsbox füllen, die am besten aus Glas besteht. In den Deckel pieksen Sie idealerweise ein paar kleine Löcher oder schließen in nicht richtig. Bitte lagern Sie kaltgepresstes Trockenfutter auf keinen Fall für längere Zeit in luftdichten Boxen.

¹ – https://de.wikipedia.org/wiki/Trockenfutter

5 Gedanken zu „Hundefutter richtig lagern und aufbewahren“

    • Hallo Doris,

      ich rate immer dazu offenes Nassfutter aus der Dose zu nehmen und, wie Sie es schon richtig machen, in eine Tupperschüssel oder andere Plastikbehälter zu lagern. Wichtig ist nur, dass es weiterhin im Kühlschrank gelagert wird. Mit etwas heißem Wasser aufkippen, bevor es der Hund bekommt und gut ist.

      Pfotige Grüße
      Ivo Kultermann

      Antworten
  1. Hallo ich heiße Lina und bin stolze Hundemama von zwei kleinen Wauzis. Sie sind mein Ein und Alles, daher möchte ich auch beim Futter nichts falsch machen! Vielen Dank für den tollen Artikel. Nun weiß ich endlich wie ich offenes Nassfutter aufbewahren soll. Jetzt kann ich auch endlich die preiswerteren großen Hundefutter Dosen kaufen und den Rest einfach im Külschrank lagern. Ich gebe das Hundefutter aus dem Kühlschrank dann direkt in die Näpfe und gieße etwas heißes Wasser mit dem Wasserkocher über. Einfacher geht es nicht. Allerdings habe ich kein spezielles Glas Gefäß für die Aufbewahrung im Kühlschrank und lasse es einfach in der Dose. Ist das okay?

    Liebe Grüße Lina

    Antworten
    • Hallo liebe Lina, vielen dank für deine netten Worte und schön, dass ich Dir helfen konnte. Toll, dass Du bereits Nassfutter fütterst. Allerdings mußt Du das Hundefutter im Kühlschrank nicht unbedingt im Glas Behälter aufbewahren. Wie bereits im Artikel geschrieben, geht es auch für einen Tag, das Hundefutter in der Dose mit einem Deckel aufzubewahren. Nur bei empfindlichen Hunden ist Vorsicht geboten. Hier lieber das Nassfutter in einem verschließbaren Glas Behälter oder in einer schadstofffreien Kunststoff Box aufbewahren.

      Pfotige Grüße
      Ivo

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  2. Das Trockenfutter muss also binnen 8 Wochen aufgebraucht werden. Ach du Schreck. Das hieße, dass man bei einem Hund nicht unbedingt einen großen Sacke kaufen kann, denn bis der weg ist, dauert es ewig! Besser wäre da, die Hersteller würden mitdenken und in den Sack weitere Portionssäcke legen. Es hat ja nicht jeder ein Tierheim.
    Ist mir unverständlich, dass die Hersteller nicht mitdenken. Auch fehlen diese Angaben auf der Packung.
    Viele Säcke haben auch schon beim Kauf Beschädigungen und sind nicht luftdicht somit, gerade die gelieferten und lieblos herumgeworfenen Sendungen.
    Hier kann das Futter ja schon mangelhaft sein, weil schon vor unbekannter Zeit Luft dran gekommen ist! Wenn nicht sogar gesundheitsschädlich. Durch die Löcher kann ja alles mögliche herein gekommen sein.
    Danke für die hilfreichen Infos.

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