Exokrine Pankreasinsuffizienz beim Hund

Die exokrine Pankreasinsuffizienz wird auch kurz EPI genannt. Diese Erkrankung ist ein Syndrom, welches durch eine unzureichende Sekretion und Synthese der Bauchspeicheldrüsen Verdauungsenzyme ausgelöst wird.

Funktion der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse bildet Verdauungsenzyme, die die Nährstoffe aus dem Futter aufspalten und verschiedene wichtige körpereigene Hormone.

Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz liegt dabei eine Störung der Bildung von Verdauungsenzymen vor.

Obwohl sich die Aufgabe der Bauchspeicheldrüse zunächst sehr simpel anhört, ist sie in Wahrheit nicht ungefährlich für das Organ selbst. Denn die Bauchspeicheldrüse schwebt  in ständiger Gefahr, sich selbst zu verdauen.

Damit dies nicht passiert, gibt es eine Reihe von Schutzmechanismen, die dafür sorgen, dass die Enzyme erst im Dünndarm ihre Arbeit beginnen. Versagen diese Schutzmechanismen allerdings, kommt es zwangsläufig zu einer schmerzhaften Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis).

Bauchspeicheldrüsen Enzyme und ihre Aufgaben

  • Peptidasen zur Verdauung von Eiweißen
  • Amylase zur Verdauung von Kohlenhydraten
  • Lipasen  zur Verdauung von Fetten
  • Nukleasen zur Verdauung von DNA und RNA

Ursachen der EPI (Exokrine Pankreasinsuffizienz) beim Hund

In den meisten Fällen verursacht eine Autoimmunerkrankung, welche ab einem Alter von 18 – 24 Monaten ausbrechen kann, die EPI. Von den körpereigenen Abwehrzellen wird dabei das Gewebe der Bauchspeicheldrüse zerstört. 

Leider wurden bisher noch nicht alle Ursachen dieser Autoimmunerkrankung herausgefunden. Bei dem Deutschen Schäferhund und dem Collie wird die Anlage dazu leider oft vererbt. 

Weiterhin kann auch eine akute oder chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) die Ursache für eine exokrine Pankreasinsuffizienz sein. 

Hierbei wird funktionell hochwertiges Drüsengewebe durch minderwertiges Narbengewebe ersetzt. Also verliert die Bauchspeicheldrüse zunehmend an Funktion. 

Eine exokrine Pankreasinsuffizienz kann aber auch als Folge von Hormontherapien oder einer langanhaltenden Behandlung mit Kortison entstehen.

Des Weiteren können falsch zusammengesetzte Futterrationen bzw. ein zu hoher Anteil an minderwertig und schwer verdaulichen Futtermitteln als Ursache einer EPI beim Hund in Frage kommen. Eher seltener lösen Tumore die EPI aus!

Pankreasinsuffizienz beim Hund Symptome

Die Hauptsymptome einer exokrinen Pankreasinsuffizienz sind chronischer Durchfall und eine Abmagerung, trotz extremen Heißhungers.

Aufgrund der Mangelernährung leidet der Hund dann oftmals an starkem Haarausfall, struppigem Fell und Konditionsverlust.

Meist fallen Hunde, die an einer EPI leiden, auch über alles her, was ihnen fressbar erscheint. Dazu zählt auch das Fressen von Kot anderer Tiere.

Kot bei exokrine Pankreasinsuffizienz 

Auch ist die Kotbeschaffenheit bei einer EPI sehr auffällig. In der Regel ist der Kot vom Hund dann eher grau als braun und sehr voluminös. Außerdem glänzt er im Regelfall fettig und riecht säuerlich. Manchmal wirkt der Kot auch schaumig und kann unverdaute Futterbestandteile enthalten.

Exokrine Pankreasinsuffizienz Behandlung

Heilbar ist eine EPI leider nicht! Hunde, welche von einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung geplagt werden, benötigen dabei nicht nur Medikamente. 

Vielmehr ist eine Fütterung, welche perfekt auf sie zugeschnitten wurde, viel wichtiger. Den viele EPI erkrankte Hunde können weiterhin ein gutes Leben führen, indem man sie richtig füttert und gesund ernährt. 

So sollten Hunde, die an einer exokrinen Pankreasinsuffizienz leiden, statt einer großen Portion Fressen lieber über den Tag verteilt kleinere Portionen zu sich nehmen. Ideal wäre eine Fütterung 4-5 mal täglich.

Ernährung bei Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) beim Hund

Zwei Ziele sollten verfolgt werden, wenn ein Hund an einer exokrinen Pankreasinsuffizienz leidet.

  1. ein hochwertiges Futtermittel füttern, welches vom Organismus noch (gut) zu verdauen ist.
  2. fehlenden Enzyme beisetzen.

In den meisten Fällen ist bei einer EPI die Fettverdauung durch die eingeschränkte Lipaseaktivität am stärksten beeinträchtigt. Dadurch dass die Amylasen fehlen, wird auch die Zerlegung von Stärken (Brot, Teigwaren, Reis, Kartoffeln, Getreide) erschwert. 

Merke: Je besser das Futter verdaulich ist, desto weniger muss die Bauchspeicheldrüse arbeiten.

Nicht wirklich beeinträchtigt ist allerdings die Verdauung von Eiweiß und von Disacchariden. (Zweifachzucker, u.a. enthalten in Milchprodukten)

Demnach sollte das Hundefutter zum Großteil aus hochwertigem Eiweiß (zum Beispiel mageres Muskelfleisch, Eigelb oder Hüttenkäse) bestehen und zudem leicht zu verdauen sein. 

Für Hunde mit einer Pankreasinsuffizienz ist es also sehr sinnvoll ein fettarmes, hochwertiges Nassfutter in Kombination mit Enzymen als Nahrungsergänzung zu füttern. Trockenfutter bei exokriner Pankreasinsuffizienz sollte absolut tabu sein.

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Hundefutter Qualität entscheidend bei EPI

Nur über eine hohe Qualität der Zutaten lässt sich eine hohe Verdaulichkeit erreichen. Eventuell gefütterte Kohlenhydrate müssen bei einer EPI gut aufgeschlossen sein. Das heißt Kartoffeln, Reis oder Nudeln müssen sehr weich gekocht sein. Eine Rohfütterung,  also barfen, ist für Hunde mit ausgeprägter EPI weniger empfehlenswert. Da diese Art der Fütterung mehr Arbeit für den Magen-Darm-Trakt bedeutet. Außerdem besteht hier eine erhöhte Gefahr, dass Keime im Futter zu Problemen führen können.

Des Weiteren sollte das Futter für Hunde mit einer exokrinen Pankreasinsuffizienz einen niedrigen Faseranteil besitzen. Dieser beeinträchtigt in der Regel die Verdaulichkeit des Futters. Allerdings ist ein gewisser Faseranteil für die Darmflora wichtig und die Kotkonsistenz verbessert sich. Daher ist ein Faseranteil von weniger als 5% empfehlenswert.

Eine faserreiche Fütterung, wie für Diabetikerhunde empfohlen, ist für Hunde mit EPI jedenfalls problematisch.

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