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Heilerde für Hunde

Heilerde für Hunde

Heilerde für Hunde

Heilerde für Hunde

Ist Heilerde für Hunde eingentlich was? Bereits vor tausenden Jahren haben Menschen erkannt, dass es Heilerde gibt. Mit deren Hilfe ließen und lassen sich noch heute die unterschiedlichsten Gesundheitsbeschwerden bei uns Homo sapiens lindern. Nun stellt sich die Frage, ob diese Heilerde auch unseren vierbeinigen Freunden bei Gesundheitsproblemen helfen kann. Denn was uns Menschen gut tut, hilft mit Sicherheit auch den Hunden, oder?

Was ist Heilerde überhaupt?

Heilerde ist ein Naturprodukt. Der Begriff Heilerde ist sogar im medizinischen Wörterbuch „Pschyrembel“ zu finden. Es ist ein feines Pulver, welches aus Lössablagerungen¹ gewonnen wird. Diese Ablagerungen sind bereits in der Eiszeit entstanden. Das Ursprungsland der Heilerde ist Nordafrika – Marokko. Über die heutigen Abbaugebiete lässt sich jedoch relativ schwer Auskunft gewinnen.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die mineralogische Zusammensetzung der jeweiligen Heilerde vom Abbauort abhängt. So lässt sich auch die unterschiedliche Färbung der verschiedenen Heilerden auf dem Markt erklären.

Für den Endverbraucher wird die Heilerde gereinigt, getrocknet und fein zermahlen. Weiterhin wird sie durch Erhitzen keimfrei gemacht und abschließend verpackt. Dabei gibt es Heilerde als Granulat, Tabletten, Pulver oder Kapseln zu kaufen.

Gibt es spezielle Hunde-Heilerde?

Es gibt keine Heilerde speziell nur für Hunde zu kaufen. Was uns gut tut, hilft auch Bello! Es ist aber wichtig, auf die Qualität und Herkunft der Heilerde zu achten. Heilerde für den Hund ist wohl am einfachsten und sinnvollsten direkt in Pulverform anzuwenden. Dieses reine Naturprodukt kann dann über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden, wenn es trocken gelagert wird.

Viele wichtige Menschen beschäftigten sich schon früh mit der „Heilerde“ Unter anderem auch Emanuel Felke, dem der Ruf des „Lehmpastors“ nachging. Er konnte große Erfolge bei der Anwendung von Heilerde verzeichnen.

Als Kind sah er, wie sich ein schwer verletzter Hund in Lehm wälzte. Zu seinem Erstaunen waren die Wunden des Hundes nach einigen Tagen verheilt. Bis heute ist Erde (Lehm, heilerde, Löss oder auch Fango) für ihre heilende Wirkungsweise bekannt und wird bei den unterschiedlichsten Erkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Wirkungsweise von Heilerde

Heilerde wirkt wie ein Schwamm und bindet giftige Substanzen, sowie verschiedene Verbindungen wie Flüssigkeiten, Gase ect.. Dabei wirkt sie absorbierend, antibakteriell und basisch.
Es handelt sich bei Heilerde allerdings um kein typisches Nahrungsergänzungsmittel. Daher sollte sie auch nur bei Bedarf und nicht prophylaktisch (vorbeugend) eingesetzt werden, da es sonst beim Hund zu Verstopfungen kommen könnte.

Wenn sich die Symptome, trotz Gabe von Heilerde, nach einigen Tagen nicht bessern, sollte auf jeden Fall ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden. Auch eine eventuelle Futterunverträglichkeit bzw. die gesamte Ernährung sollte geprüft werden.

“Lass Deine Nahrung Deine Medizin sein und Deine Medizin Deine Nahrung!” Hippokrates

Die Anwendung von Heilerde beim Hund

Heilerde kann innerlich, sowie äußerlich angewendet werden. Äußerlich wirkt sie schmerzlindernd, antientzündlich, abschwellend, austrocknend, Juckreiz stillend und beruhigend. Sogar Bakterien und Wundsekrete werden von der Heilerde gebunden.

Es entsteht eine Sogwirkung (Schwamm), wenn die Heilerde auf der Haut trocknet. So kann zum Beispiel ein entzündlicher Prozess von innen nach außen abtransportiert werden. Außerdem wird der Stoffwechsel an der betroffenen Stelle angekurbelt. Damit wird der Abtransport von Schlacken, sowie die Sauerstoffversorgung angeregt.

Erfolgt die Gabe innerlich, werden schädliche Stoffe ganz einfach aufgesaugt. Idealerweise werden diese Schadstoffe dann über den Verdauungstrakt abtransportiert und aus dem Körper befördert.

Bestandteile der Heilerde

Heilerde besteht aus wertvollen Mineralien und diversen Spurenelementen.

Mineralien

Silikat
Magnesium
Eisen
Feldspat
Kieselsäure
Calcium
Kalium
Dolomit
Dreischichttonminerale

Spurenelemente

Selen
Kupfer
Mangan
Fluor
Zink

Heilerde für Hunde

Heilerde für Hunde

Heilerde dem Hund wie verabreichen?

Wenn der Hund gebarft oder mit getreidefreien Nassfutter gefüttert wird, dann kann die entsprechende Menge Heilerde direkt über das Futter gestreut werden. Bei der Trockenfütterung ist es am Einfachsten die Heilerde zunächst mit etwas Wasser anzumischen und diese Mischung dann unter das Trockenfutter zu rühren und zu warten bis die Brocken es aufgesaugt haben.

Wieviel Heilerde für den Hund?

HundegrößePulver DosierungKapseln Dosierung
Kleine HundeEtwa 0,5–1 TeelöffelTäglich etwa 1-2 Kapseln
Mittlere HundeEtwa 1 TeelöffelTäglich etwa 2 Kapseln
Große HundeEtwa 1–1,5 TeelöffelTäglich etwa 3 Kapseln
RiesenrassenEtwa 1 EsslöffelTäglich etwa 3-4 Kapseln

Hilft Heilerde gegen Arthrose beim Hund?

Viele Hundebesitzer kennen das leidige Thema Arthrose bei ihrem Hund. Es wird immer wieder gesagt, dass Arthrose nicht heilbar ist und sich mit zunehmendem Alter immer mehr verschlechtet. Aber der Krankheitsverlauf kann durchaus positiv beeinflusst werden, was das Leben eines arthrosegeplagten Hundes erleichtert.

Um Arthrose beim Hund zu lindern, ist es wichtig die Gelenkentzündung in den Griff zu bekommen. Hier hat sich die äußerliche Anwendung von Heilerde sehr bewährt. Dazu wird einfach soviel Heilerde wie benötigt mit kaltem Wasser zu einem dicken Brei angerührt und auf die betroffene Stelle aufgebracht.

Anschließend gut mit einem Tuch abdecken. Wem das zuviel Dreck macht, der gibt den Heilerdebrei in ein Baumwolltuch.Wichtig ist natürlich diese Heilerde Wickel kontinuierlich über einen längeren Zeitraum anzuwenden. Die Arthrose hat sich auch nicht innerhalb einer Woche entwickelt.

Auch bei anderen Entzündungen des Bewegungsapparates z. B. Bei Prellungen, Quetschungen, Sehnenscheidenentzündungen oder rheumatischen Beschwerden sind solche kalten Heilerde Auflagen eine Wohltat und helfen zu heilen.

Wichtig:

Kalte Wickel lindern Entzündungen und entziehen dem Körper Wärme Wenn die kühlende Wirkung nachlässt, abnehmen und erneuern, sonst entwickeln sie Wärme.

Warme oder heiße Wickel führen dem Körper Wärme zu und fördern die Durchblutung. Weiterhin können sie auch krampflösend wirken.

Zur weiteren Unterstützung sollte unbedingt bei Arthrose ein nährstoffgerechtes und natürliches Hundefutter gegeben werden.

Sodbrennen bei Hunden – Kann Heilerde helfen?

Nicht nur wir Menschen leiden unter Sodbrennen, sondern auch einige Hunde werden gelegentlich von diesem Übel heimgesucht. In der Regel ist dieser Zustand an einem häufigen Schmatzen und Leerschlucken zu erkennen. Hunde, die unter Sodbrennen leiden, haben oft exzessive Leckanfälle und schlabbern alles in ihrer Nähe ab. Auch ein suchtartiges Fressen von Gras ( soll tatsächlich helfen) deutet auf Sodbrennen beim Hund hin.

Grund dafür ist zuviel Säure im Magen. Auch hier ist der innerliche Einsatz von Heilerde sehr zu empfehlen. Denn sie hilft Hunden, die an einer Übersäuerung des Magens und auch Sodbrennen leiden, da Heilerde in der Lage ist größere Mengen an überschüssiger Magensäure zu binden.

So wird der natürliche Basen-Säuren Ausgleich wieder hergestellt. Allerdings bindet Heilerde nur überschüssige Säuren. Wichtig zu wissen ist noch, dass sich die Heilerde vor dem Füttern nicht zu stark vollgesaugt hat, weil sie dann logischweise nicht mehr so viel Magensäure aufnehmen kann

Merke: Von Natur aus ist eine Übersäuerung des Magens nicht vorgesehen! Daher hat dies immer einen Grund! So können beispielsweise Stress, Futterunverträglichkeiten, ungeeignetes Futter und/oder Magenerkrankungen dafür in Frage kommen. Die Gabe von Heilerde kann diese Auslöser nicht heilen, sondern nur ihre Folgen lindern.

Ein wirksames Mittel gegen Übersäuerung beim Hund und sinnvolle Alternative zur Heilerde wäre zum Beispiel die Gabe von Basenpulver. Das natürliche Basenpulver von Anifit enthält wichtige Mineralien gegen die Übersäuerung im kompletten Körper und dient zur wirksamen Unterstützung. Im Gegensatz zu Heilerde kann das Basenpulver ständig gegeben werden.

Heilerde für Hunde bei Kotfressen

Sicherlich kennen viele das Problem des Kotfressens. Kaum ist der Hund draußen und hat Freilauf, frisst er schon bei erst bester Gelegenheit die Hinterlassenschaft eines anderen Hundes. Kotfressen ist keine Seltenheit, denn hier befinden sich besondere Enzyme, die erst nach der Verdauung aufgespalten werden. Es kann also sein, dass dem eigenen Hund etwas fehlt!

Genau hier kommt die Heilerde ins Spiel, denn sie ist reich an wichtigen Inhaltstoffen, die dem Vierbeiner eventuell genau das liefern, was er gerade benötigt. Viele Erfahrungen und Berichte bestätigen die Wirkung der Heilerde bei Kotfressen. Mit der innerlichen Gabe von Heilerde wurde diese Problem in den Griff bekommen. Es ist mit Sicherheit einen Versuch wert.

Heilerde für Hunde bei Magen Darm Problemen

Beim Hund kommen Erkrankungen des Verdauungssystems und damit verbundene Magen Darm Probleme sehr häufig vor. Durchfall und Erbrechen sind in den meisten Fällen die Hauptsymptome. Aber auch Magenschleimhautentzündungen, Reizdarm oder Giardien sind nicht selten.

In vielen Fällen kann die Gabe von Heilerde bei Magen Darm Problemen helfen und die Symptome lindern. Die vielen positiven Erfahrungen und Berichte von betroffenen Hundebesitzern sprechen jedenfalls dafür. Auchz muss nicht immer eine schwerwiegende Erkrankung dahinter stecken. Wichtig ist es auf die Symptome zu achten, sie zu beobachten und dann zu handeln!

Leichtere Magen Darm Probleme, die man mit natürlichen Mitteln in den Griff bekommen kann.

Erbrechen
Durchfall
Verstopfung
• Blähungen

Heilerde für Hunde bei Erbrechen

Manche Hunde haben Probleme, wenn der Magen zu leer ist. Dadurch bildet sich hier vermehrt Magensäure, welche dann zu sehr schäumt. Der Hund möchte dies dann loswerden und erbricht. Das kann mitunter nachts oder noch vor dem Frühstück passieren, wenn der Hund am Abend zuvor zu früh gefüttert wurde und der Magen demnach zu leer ist.

Aber auch die Aufnahme von unverdaulichen oder unverträglichen Dingen führt in vielen Fällen zum Erbrechen, um diese wieder loszuwerden. Auch eine Magenschleimhautentzündung beim Hund ( Gastritis ) kann der Auslöser von dessen Brechreizen sein.

Die Gabe von Heilerde kann in diesen Fällen helfen, da sie in der Lage ist, den übersäuerten Magen zu neutralisieren.

Heilerde bei Reizdarm

Eine relativ häufig vorkommende Funktionsstörung des Darms wird als Reizdarmsyndrom oder kurz als Reizdarm bezeichnet. Auch viele Hunde leiden darunter. Eine Heilerde Kur über mehrere Wochen hat sich hier bewährt und Erfahrungen bestätigen die anschließende Verbesserung oder sogar Heilung. Natürlich sollte auch hier der Ursache auf den Grund gegangen werden. Eine eventuelle Futterumstellung wäre ebenfalls zu überlegen.

Heilerde bei Durchfall

Die Gabe von Heilerde ist bei Durchfallerkrankungen durchaus sinnvoll. Das Trinken von Heilerde Wasser stoppt hier den zwangsläufig entstehenden Flüssigkeitsverlust. Außerdem liefert sie wertvolle Mineralien sowie Spurenelemente, bindet die Gifte im Darm und bringt sie zur Ausscheidung. Bei starken, blutigen oder langanhaltenden Durchfall sollte aber auf jeden Fall ein Tierarzt aufgesucht werden

Häufige Ursachen von Durchfallerkrankungen:

Futtermilben
• plötzliche Futterumstellung
• zu fettes oder verdorbenes Futter
• zu kaltes Futter oder zu große Portionen

• Futtermittelallergie
• Aufregung und Stress
• Infekte (Bakterien,Viren)
• Wurmbefall
• Giardien

Heilerde für Hunde bei Giardien

Eine sehr häufig vorkommende Durchfallerkrankung sind Giardien. Ausgewachsene Hunde mit einer stabilen Darmflora können diese Biester selber bekämpfen. Welpen oder Hunde mit einem schwachen Immunsytem hingegen, leiden sehr oft an Giardien. Die Gabe von Heilerde kann hier unterstützend wirken und den Darm wieder aufbauen.

Die beste Alternative im Kampf gegen die Giardien, ist jedoch beim Hundefutter auf Kohlenhydrate und Zucker zu verzichten. Trockenfutter ist die denkbar schlechteste Wahl bei Giardien. Aber auch stärkereiche Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, Brot usw. sollten tabu sein.

Weiterhin wird häufig nicht berücksichtigt, dass Obst und Gemüse teilweise auch große Mengen Zucker (Fruchtzucker) enthalten. Eine vermeintlich kohlenhydratarme, dafür sehr gemüsereiche Fütterung erfreut dann die Giardien. Bei Giardienbefall empfiehlt sich die Gabe von stärkefreiem Hundefutter mit viel leckerem Fleisch.

Heilerde nach Antibiotika

Heilerde wird auch gern als Mittel zur Darmsanierung oder Entgiftung eingesetzt. Dies ist beispielsweise nach einer längeren Medikamentengabe wie Antibiotika sehr sinnvoll. Die Heilerde kann hier den Wiederaufbau der natürlichen Darmflora unterstützen oder auch die natürliche Darmsanierung.

Heilerde gegen Hautprobleme

Hat der Hund Hautprobleme wie Pickel oder Pusteln, kann Heilerde innerlich sowie äußerlich angewendet werden. Als Wickel äußerlich auf die betroffenen Stellen aufgelegt, verschafft die Heilerde der gestressten Haut schnell Linderung.

Heilerde bei Allergie

Mittlerweile leidet jeder fünfte Hund hierzulande an einer Allergie. Eine traurige Statistik! Dabei liegt die Futtermittelallergie als Auslöser erst an dritter Stelle. Davor kommen die atopische Dermatitis² und die Flohallergie.
Bei Allergien kann die Gabe von Heilerde unterstützend wirken und Linderung verschaffen, doch behebt sie letztendlich nicht die Ursache.

Heilerde Nebenwirkungen

Abschließend lässt sich sagen, dass Heilerde ein tolles Allround-Mittel ist, welches auch von Laien gut angewendet werden kann. Es verursacht so gut wie keine Nebenwirkungen. Auch allergische Reaktionen sind bislang nicht bekannt.

Heilerde sollte aber stets nur als Kur eingenommen werden. Vorsicht ist bei der Gabe von anderen Medikamenten geboten, da Heilerde diese Wirkstoffe binden und sie so unwirksam machen kann. Bei Hunden kann die längere Gabe von Heilerde zu Verstopfungen führen.

Heilerde kaufen

Heilerde gibt es im Bioladen, in jeder Apotheke, in Drogeriemärkten und natürlich im Internet zu kaufen. Für den Hund wird die gleiche Heilerde wie auch für Menschen verwendet. Bekannte Marken sind beispielsweise Bullrichs und Luvos.

¹ – https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6ss
² – https://de.wikipedia.org/wiki/Atopische_Dermatitis_des_Hundes

Krebs bei Hunden

Krebs bei Hunden

Die Diagnose Krebs beim geliebten Hund ist zuerst einmal eine schockierende Nachricht. Schließlich möchten wir doch alles mögliche für ein langes und glückliches Leben unserer geliebten Fellnasen tun. Manchmal machen wir sogar mehr für sie, als für unsere eigene Gesundheit.

Darum ist es oftmals noch erschütternder, wenn ein Knoten oder Tumor beim Hund gefunden wird. Jedes Jahr erkranken, von den 70 Mio. in den USA lebenden Hunden, 4 Millionen an Krebs.¹ Auch in Deutschland wird die Zahl der krebskranken Hunde immer größer und macht hier auch keine Rassen Unterschiede.

Im Laufe seines Lebens entwickelt heutzutage einer von vier Hunden einen Tumor. Jeder 2. Hund über 10 Jahre stirbt dann auch daran. Tendenz weiter steigend. Krebs zählt mittlerweile zu der häufigsten Todesursache bei Hunden. Eine traurige Statistik!

Tumor beim Hund

Wenn beim Hund ein Tumor diagnostiziert wird, bedeutet das noch nicht zwangsläufig, das er auch an Krebs leidet. Denn es gibt gutartige und bösartige Tumore. Nur die bösartigen Tumore werden als Krebs bezeichnet, der wiederum viele wichtige Vorgänge im Körper negativ beeinflusst und den Hund in den meisten Fällen schwer leiden lässt.

Aber woran liegt es, dass immer mehr Menschen und nun auch Hunde an Krebs erkranken? Was bedeutet diese Krankheit für den geliebten Vierbeiner und welche Behandlungsmethoden gibt es bei Hunden? All diese und noch mehr Fragen, möchte ich gern in diesem Artikel aufgreifen.

Die Ursachen: Krebs bei Hunden

Weshalb haben wir dieses hässliche Gefühl, dass mittlerweile immer mehr Hunde an Krebs leiden? Noch vor 50-100 Jahren war die Anzahl krebskranker Hunde verschwindend gering im Vergleich zu heute. Doch warum ist das so?

Mit Sicherheit spielt zunächst einmal die moderne Form der Diagnose eine entscheidende Rolle. Die heutige Technik macht es möglich! Kleinste Geschwüre und Tumore können heutzutage mit Hilfe modernster Geräte bereits frühzeitig erkannt werden.

Vor 50 Jahren war dies noch undenkbar! Hunde sind zur damaligen Zeit vielleicht an Krebs gestorben, ohne dass wir Menschen es überhaupt wussten.

Das Risiko der Krebserkrankung beim Hund

Dabei steigt das Risiko einer Tumor Entstehung beim Hund mit zunehmendem Alter an. Wahrscheinlich ist die längere durchschnittliche Lebensdauer unserer Hunde auch mit ein Grund für die Zunahme der Krebserkrankungen. Obwohl gesagt sein muss, dass viele Hunde heute viel zu früh an Krebs erkranken.

Krebsrisiko beim Hund

Krebsrisiko beim Hund

Doch eine noch größere Rolle bei der Krebsentstehung spielen sicherlich die Menschen selber. Ja richtig gelesen! Wir Menschen, die unsere Haustiere so sehr lieben, tragen ebenfalls eine große Teilschuld an all den „Zivilisationskrankheiten“ bei unseren vierbeinigen Lieblingen. Wir erschaffen wunderbare Dinge. Doch viele davon können uns gleichzeitig auch umbringen!

Natürlich spielt auch die Genetik und Zucht der einzelnen Hunde im Kampf gegen den Krebs eine Rolle. Doch viel weitreichender sind wohl die Folgen, die wir Menschen einem Hund in seinem ganzen Leben antun.

Leider konnte die Medizin, trotz intensiver Forschung, bislang die ganz genauen Ursachen für die verschiedenen Krebserkrankungen noch nicht zweifelsfrei klären. Es kommen, wie bereits erwähnt, genetische Veranlagungen in Frage, aber auch Immunstörungen, Umweltgifte, Toxinbelastungen uvm.

Weiterhin spielen auch Übergewicht und die falsche Ernährung der Hunde mit Sicherheit eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Krebs.

Entstehung von Krebs

Jeden Tag werden von einem gesunden Hund mit einem intakten Abwehrsystem rund 400 bis 4000 Krebszellen eliminiert. Jeden Tag auf´s Neue! Ist das Immunsystem nun gestört oder kaum noch vorhanden, können sich die Krebszellen ungehindert verbreiten und es kommt zu den tödlichen Tumoren.

Einige Störquellen des Immunsystems

  • Chemische Mittel: Spot-Ons, Zeckenmittel, Entwurmungen uvm, all das sind chemische Mittel und gefährliche Erfindungen der Menschen. Es sind Nervengifte, die in erster Linie dazu dienen, Insekten und Parasiten zu eliminieren. Aber oft wird dabei vergessen, dass diese chemischen Mittelchen nicht nur für Insekten und Co. eine große Belastung darstellen, sondern auch für das Immunsystem des Hundes
  • Impfen: Jeder Hundebesitzer muss selber entscheiden, was er seinem Hund impft und was nicht. Allerdings ist er sinnvoll, sich vorab über die ganzen „Spezialimpfungen“ zu informieren und diese seinem Hund besser nicht anzutun.
    In vielen Impfungen ist übrigens zusätzlich Antibiotika enthalten, damit prophylaktisch einigen Impfreaktionen entgegengewirkt werden kann, da sich diese Stoffe schädlich auf den Körper auswirken. Auch die Anzahl an Nanopartikeln, die bei den verschiedenen Impfungen als Wirkverstärker eingesetzt werden, wirken sich in der Regel schlecht auf das Immunsystem aus. Genau diese Partikel sind dann auch in den meisten Fällen an eventuell auftretender Müdigkeit, Lähmungserscheinungen oder auch Krampfanfällen nach einer Impfung schuld.

Achtung: Seit April 2008 gilt Deutschland nach den Kriterien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) als tollwutfrei. Zwischen 1977 und 2000 wurden auch gerade einmal hierzulande fünf Fälle von Tollwut registriert , von denen drei ihren Ursprung im Ausland hatten. ² Grundsätzlich gibt es in Deutschland keine Impfpflicht!

  • Umweltbelastungen: Das sind all die negativen Beeinflussungen und Veränderungen der natürlichen Umwelt durch chemische oder physikalische Eingriffe, insbesondere des Menschen. Es wird nicht nur der Boden, die Luft und das Wasser belastet, sondern auch alle Lebewesen (wir und unsere Hunde mit eingeschlossen).
  • Stress: Seelischer oder dauerhafter Stress löst eine Reaktion der Psyche, aber auch des Körpers aus. Permanente Maßregelungen, sowie Über-und Unterforderung des Hundes sind übrigens auch Stress für ihn. Mittlerweile wurde die schädigende Wirkung von Stress direkt in den Zellen des Körpers nachgewiesen. ³
  • Bewegungsmangel: Hunde brauchen Bewegung, um gesund und vital zu bleiben. Durch ausreichende körperliche Aktivität werden vermehrt Abwehrzellen gebildet . Zu wenig Bewegung hingegen schwächt das Immunsystem und der ganze Organismus leidet darunter.
  • falsche Ernährung: Das Immunsystem ist von der Ernährung abhängig! Eine gesunde und artgerechte Ernährung des Hundes stärkt dessen Immunsystem und begünstigt die Gesundheit des ganzen Körpers. Wohingegen eine falsche Ernährung, Konservierungsstoffe, künstliche Zusätze usw. dem Hund auf Dauer schaden und Krankheiten wie Krebs begünstigen können. Mehr dazu unter Verdauung beim Hund

Krebs bei Hunden Ernährung

Tierarzt operiert Hund mit Krebs

Tierarzt operiert Hund mit Krebs

Ist nun der Krebs bereits diagnostiziert wurden, kann man ihn allein mit dem Futter nicht heilen, aber durchaus den Körper im Kampf gegen den Tumor unterstützen. Konservierungsstoffe, chemische Zusätze, Aromastoffe usw. haben grundsätzlich nichts in der Nahrung und schon gar nichts im Hundefutter für krebskranke Hunde zu suchen. Aber auch Dinge wie Pektine, Carragene, Soja, Schälkleie, Autolysate und vieles mehr sollten in einem Hundefutter bei Tumorerkrankungen und überhaupt generell nicht enthalten sein.

Merke: Ein gutes Hundefutter bei Krebserkrankung sollte nur natürliche Inhaltsstoffe enthalten.

Hundefutter für krebskranke Hunde

Wichtig ist jetzt auf eine ausgewogene, und natürliche, aber vor allem zuckerarme und kohlenhydratarme Ernährung mit hohem Fett- und mittleren Proteinanteil zu achten. Krebszellen verbrauchen nämlich vor allem Zucker für ihre eigene Energiegewinnung, um so den Stoffwechsel des Hundes zu verändern. Meine Empfehlung: Anifit Hundefutter – Sie möchten wissen warum? Dann kontaktieren Sie mich!

Fette hingegen verwerten sie nur geringfügig. Im Kampf gegen den Krebs sollte der Hund nun möglichst wenig Zucker und Kohlenhydrate, aber dafür umso mehr Fett zu sich nehmen. So haben es die Krebszellen schwer zu wachsen und sich auszubreiten.

Welche Fette bei Krebs?

Fett ist der wichtigste Energielieferant für Hunde, während Kohlenhydrate im Allgemeinen nicht unbedingt nötig für ihre Ernährung sind. Denn der Hund bezieht seine Energie aus Eiweißen und Fetten.

Daher ist es sehr wichtig, besonders bei einer Krebserkrankung, auf die Aufnahme der richtigen Fette beim Hund zu achten. Mittlerweile ist es wissenschaftlich erwiesen, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren entscheidende Nahrungsbestandteile sind, die im Organismus eine Fülle von wichtigen Aufgaben bei dem Stoffwechselgeschehen übernehmen.

Früher wurde lediglich zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten unterschieden. Doch in den letzten Jahren stellte sich außerdem noch ein Wechselspiel innerhalb dieser ungesättigten Fettsäuren heraus. Dabei stellen die essentiellen Fettsäuren wie die Omega-6-Säure, aber vor allem die Omega-3-Säure, wichtige Stoffe für die Bildung von Hormonen dar.

Sie steuern ihrerseits lebensnotwendige Zellfunktionen und regeln das Zellwachstum. Besonders die Omega 3 Fettsäure sorgt für die Elastizität der Zellwände und vermindert die Entzündungsneigung. Außerdem vermindert sie die Klebrigkeit der Blutplättchen und erweiterrt die Gefäße. Als Folge dessen, wird der gesamte Körper besser durchblutet und mit Sauerstoff versorgt.

Darüber hinaus wird der Omega 3 Fettsäure eine vor Krebs schützende Funktion zugeschrieben.

Lachsöl für Omega 3 + 6 +9

Achtung: In Tierversuchen zeigte sich bereits ein Rückgang des Tumorwachstums nach zusätzlicher Gabe von Omega 3 Säure. Auch die Lebenszeit konnte verlängert werden. Omega 3 Fettsäuren sind vor allem in Fischen wie Lachs, Makrele oder Hering zu finden, aber auch Olivenöl, Lebertran oder Wild sind gute Omega 3 Fettlieferanten.

Nun stellt sich mir eine entscheidende Frage: Würden Hunde, die ihr Leben lang, ein hochwertiges, natürliches Hundefutter bekommen, genug Omega 3 Fette zu sich nehmen und ein ausgeglichenes Leben haben, überhaupt an Krebs erkranken?

Allgemeine Anzeichen für Krebs beim Hund

Auch unsere Haushunde sind, wie wir, für viele unterschiedliche Krebsarten anfällig. Letztendlich kann jeder Hund im Laufe seines Lebens einen Tumor entwickeln. Die Wahrscheinlichkeit steigt jedoch mit zunehmendem Alter. Ältere Hunde bekommen demnach häufiger einen Tumor als jüngere Hunde.

Eine frühe Erkennung und aufschlussreiche Diagnose der jeweiligen Tumorerkrankung sind von besonders großer Bedeutung. Oftmals kann so der Krebs früh genug behandelt und in vielen Fällen sogar geheilt werden. Daher ist es extrem wichtig, seinen Hund genau zu beobachten, um so frühzeitig Veränderung, die Anzeichen einer Krebserkrankung sein könnten, festzustellen.

klassische Tumor Symptome sind:

• plötzliche, drastische Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit
• ODER AUCH: schnelle Gewichtszunahme, trotz gleichem Essverhalten
• Veränderungen im Wesen u.a. Lustlosigkeit, Müdigkeit, Schlappheit
• Veränderungen im Mundraum
• Hautveränderungen, die nicht weggehen oder ständig weiterwachsen
• Verschmutzungen / Verklebungen im Augenbereich
• Durchfall in Kombination mit anderen Anzeichen
• schlecht heilende Wunden
• Häufiges Jaulen und Winseln

Häufige Krebserkrankungen beim Hund

TumorartenErklärungErste Anzeichen / Symptome
Darmkrebs beim HundDarmtumor gilt als einer der schmerzhaftesten und tödlichsten KrebserkrankungenVorderer Darmabschnitt: Gewichtsverlust, häufiges Erbrechen.
hinterer Darmabschnitt: Pressen beim Stuhlgang, blutiger oder schleimiger Kot, Durchfall oder auch Verstopfung
Lungenkrebs beim HundBetrifft überwiegend ältere Hunde zwischen 10 und 11 Jahren, Tumore sind fast immer bösartigAtemnot, längerer chronischer, unproduktiver Husten, Gewichtsverlust, erhöhtes Schlafbedürfnis
Hautkrebs beim Hund20 bis 30 Prozent der Hauttumore sind bösartig, häufigste Diagnose: MastzelltumorHautveränderungen z.B. Verhärtungen, Schwellungen, Rötungen, Juckreiz, Änderung des Allgemeinbefindens
Milchdrüsenkrebs beim Hundbetrifft hauptsächlich unkastrierte, ältere Hündinnen, Milchdrüsentumore sind knotige GewebeneubildungenLahmheit und Kurzatmigkeit, Schmerzen im Gesäugebereich
Anfangs: Millimetergroße kugel- oder ovalförmige Knötchen im Gesäugebereich
Später: mehrere Zentimeter große/r Knoten
Lymphdrüsenkrebs beim HundImmunkrankheit aller Altersklassen, besonders verbreitet das bösartige Lymphomtumore ( 5 Stadien) und LeukämieGeschwollene Lymphknoten, massives Trinken, vermindertes Allgemeinbefinden, Appetitlosigkeit
Maulhöhlenkrebs beim HundTumore im Maul, 50% bösartig, werden häufig sehr spät entdeckt, wegen schlechter EinblickbarkeitAppetitlosigkeit, starkes abmagern, blutiger Speichel
Knochenkrebs beim Hundbesonders große Hunde werden oft vom schmerzhaften Knochentumor (Osteosarkom)befallen, kann in allen Teilen des Skelettes und in allen Regionen des Körpers auftretenLahmheit, Anschwellen der betroffenen Körperregion, Schmerzen in diesem Bereich, Wärme u. Druckempfindlichkeit.
Weichteilkrebs beim HundHierzu zählen Tumore des Gefäßsystems und vom Bindegewebe ausgehende Fibrosarkome, bei Rüden auch Hoden-, Prostata- oder Analbeutelkarzinome möglichfühlbare und schmerzempfindliche Schwellungen , Änderung des Allgemeinbefindens
Hundkrebs beim Hund

Hundkrebs beim Hund – Wird für die Operation vorbereitet.

Tumore bei Hunden alternativ behandeln

Viele Tierbesitzer entscheiden sich bei der Diagnose Tumor für eine Operation. Doch leider treten nach einer OP bei vielen Hunden erneut Rezidive auf, die dann noch schneller wachsen als die vorherigen Geschwüre. Außerdem ist solch eine Operation auch immer ein riskanter Eingriff. Auch eine Chemotherapie bekämpft letzen Endes den Krebs nur, anstatt ihn zu heilen. Es werden hierbei keine Ursachen hinterfragt. ⁴

Darum ist die Naturheilkunde hier sicherlich eine gute Begleitung bzw. sogar Alternative. Sinnvoll ist auf jeden Fall auch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten und der Ernährung des Hundes. Zum Einen um den Tumor bekämpfen zu können und zum Anderen als hilfreiche Vorsorge.

Natürlich Futterzusätze bei der Tumorbehandlung

Viele natürliche (KEINE synthetische, also industriell hergestellten) Nahrungsergänzungsmittel können den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

  • Vitamin A: wirkt zytotoxisch (kann Krebszellen schädigen)
  • Vitamin B17: kann das Krebs Wachstum stoppen und Krebszellen abtöten
  • Vitamin C: unterdrückt freie Radikale, hemmt Krebszellen
  • Vitamin D3: unterdrückt freie Radikale
  • Vitamin E: stärkt das Immunsystem
  • Selen: wirkt Krebs zellschädigend
  • Omega-3-Fettsäuren: siehe oben
  • Aminosäuren: stärken und entgiften die Zellen
  • Ginseng: kräftig den Organismus und verringert Metastasierung
  • Krallendorn: hemmt Tumorzellen
  • CBD-Öl für Hunde

Nährstoffe für den Hund - Bierhefe und Chlorella

Hunde Tumore homöopathisch behandeln

Mittlerweile geht man davon aus, dass die Homöopathie Erleichterung bei Tumorerkrankungen verschaffen kann. In vielen Fällen kann die Alternativmedizin die Selbstheilungskräfte des Hundes aktivieren und typischen Symptomen entgegen wirken. Wichtig ist jedoch, so früh wie möglich mit einer homöopathischen Behandlung anzufangen, gerne auch in Kombination mit einer herkömmlichen Therapie. Denn nur der rechtzeitige homöopathische Behandlungsbeginn garantiert, dass der Hund und sein Organismus noch stark genug sind, um dem Tumor entgegen wirken zu können.

Hier noch ein sehr schöner Bericht zur Homöopathischen Krebsbehandlung bei Tieren.

Misteltherapie bei Hunden mit Krebs

Die Misteltherapie kann durchaus eine sinnvolle Ergänzung bei einem krebskranken Hund sein. In der Humanmedizin wird diese Therapieform schon relativ lang als Ergänzung zur herkömmlichen Tumortherapie eingesetzt. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) beschäftigt sich seit nunmehr über 10 Jahren mit der Misteltherapie bei Tieren und kann auch in diesem Bereich bereits große Erfolge verzeichnen.

Fazit und Zusammenfassung

Krebs ist eine Volksseuche – egal ob bei Menschen, Katzen oder eben bei Hunden!

Abschließend lässt sich aber sagen, dass Krebs bei Hunden tatsächlich heilbar zu sein scheint. Natürlich kommt es immer auf die Schwere und die Art der Krebserkrankung an. Ist der Krebs beim Hund bereits im Endstadium und wichtige Organe haben schon irreparable Schäden, dann kommt vermutlich jede Hilfe zu spät. In diesem Fall sollte man dem Hund sein restliches Leben so schön wie möglich gestalten und die noch verbleibende Zeit zusammen genießen.

Wird die Krebserkrankung jedoch rechtzeitig erkannt, stehen dem Hundebesitzer einige Wege offen , um den Krebs erfolgreich zu behandeln. In diesem Sinne wünsche ich allen betroffenen Fellnasen und deren Besitzern alles Gute auf Ihrem weiteren Weg!

Quellen:
¹ – Spontaneously occurring tumors of companion animals as models for human cancer. Vail DM, MacEwen EG. Cancer Invest. (2000)
² – https://de.wikipedia.org/wiki/Tollwut
³ – https://www.embl.de/aboutus/communication_outreach/media_relations/2011/110204_Heidelberg/index.html
⁴ – http://www.krebs-bei-hunden.de/index.html

Trächtigkeit beim Hund

Trächtigkeit beim Hund

Eine Trächtigkeit beim Hund bzw. bei der Hündin bringt viele Umstellungen und spezielle Anpassungen mit sich. Auch eventuelle Gefahren während der Trächtigkeit können nicht ausgeschlossen werden. Daher ist es für jeden Hundebesitzer, dessen Hündin zukünftiges „Mutterglück“ erfahren soll oder bereits trächtig ist, ein Muss sich entsprechend über die Trächtigkeit zu informieren.

Vor der Trächtigkeit

So sollte die Hündin bereits vor dem Deckakt gesund und in ihrer Bestform sein. Das bedeutet der Hund sollte alt genug sein und die körperliche, sowie geistige Reife erreicht haben. Außerdem sollte der Abstand zur letzen Trächtigkeit und Welpenaufzucht groß genug sein, so dass sich die Hündin bereits von diesen Strapazen erholen konnte. Denn es ist nicht zu vergessen, dass die Mutterschaft auch bei Tieren eine extrem anstrengende Zeit ist, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch!

Weiterhin birgt Übergewicht, genauso wie Untergewicht einige Risiken. Zu dicke Hündinnen könnten in der Trächtigkeit Probleme mit dem Kreislauf und den Gelenken bekommen. Auch bei einem eventuellen Kaiserschnitt erschwert das unnötige Fett die Operation. Zu dünne Hunde hingegen könnten den Anstrengungen einer Schwangerschaft nicht gewachsen sein bzw. über zu wenig Reserven verfügen. Auch zu alte Hündinnen sollten nicht mehr gedeckt werden.

Dauer der Trächtigkeit

Natürlich ist die Trächtigkeit der eigenen Hündin eine spannende und aufgregende Zeit, die nicht nur das Tier selber fordert, sondern auch den Besitzer. In der Regel dauert die Trächtigkeit einer Hündin im Durchschnitt 63 Tage. Natürlich kann diese Zahl von Hund zu Hund abweichen und zwischen 57 bis 65 Tage liegen.

Die Hündin ist trächtig!

Nach einer geglückten Paarung sollten verschiedene Dinge beachtet werden, damit es der zukünftigen Mama und den heranwachsenden Welpen an nichts fehlt. So ist gerade die richtige Ernährung in der Trächtigkeit ein sehr wichtiger Punkt, damit sich die Welpen schon von Anfang an im Mutterleib optimal entwickeln können und die Hündin bestmöglich versorgt ist.

Denn gerade im letzten Schwangerschaftsdrittel haben Hündinnen einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf. Kein Wunder, bildet die Hündin doch durch das Welpenwachstum bis zu ein Siebtel ihres Eigengewichts. Das ist natürlich eine enorme Leistung und bedarf einer ausgesprochen guten Ernährung.

Das bedeutet allerdings nicht, die Hündin während ihrer Trächtigkeit einfach nur mehr als gewöhnlich zu füttern, sondern es kommt auf eine hochwertige und artgerechte Zusammensetzung des Futters an. Der gesteigerte Nährstoffbedarf liegt bei rund ein Drittel mehr, denn die Hündin muss nicht nur die wachsenden Welpen ernähren, sondern auch die Gebärmutter, das Gesäuge und die Plazenta brauchen eine ausreichende Energie- und Nährstoffzufuhr.

Wird also nur die Menge eines mittelmäßigen Hundefutters dem Bedarf angepasst, so erhöht sich die Futtermenge in der Trächtigkeit deutlich, was aber mit ständig weniger werdendem Platzangebot (u.a. Gebärmutterwachstum, Einengung der Verdauungswege) immer schwieriger wird. Außerdem kann schnell eine Über- oder Unterversorgung auftreten.

Daher ist es um so wichtiger ein energiereiches, natürliches und qualitativ hochwertiges Hundefutter, am besten Nassfutter, zu füttern und stets frisches Wasser zur Verfügung zu stellen.

Denn Qualität ist wichtiger als Quantität!

Ernährung in der Trächtigkeit

Viele Hundebesitzer möchten Ihrem Liebling besonders in dieser außergewöhnlichen Zeit viel Gutes tun. Denn eine gesunde und gut versorgte Hundemama bietet auch Ihren Welpen die besten Startbedingungen. Doch gerade bei der optimalen Ernährung in der Trächtigkeit sind einige Dinge zu beachten.

Ist die Verpaarung geplant, sollte der Tierbesitzer bereits vor dem Belegen für eine gesunde und nährstoffreiche Fütterung der Hündin sorgen. Eine Futterumstellung sollte dabei langsam durchgeführt werden und bereits einige Wochen vor dem geplanten Deckakt stattfinden.

Das Futter während der Trächtigkeit umzustellen, ist nur eine zusätzliche Belastung für die werdende Mama, ihr Immunsystem und für die Welpen.

Wie sollte das Futter in der Trächtigkeit sein?

In den ersten vier Wochen kann futtertechnisch erst einmal alles beim Alten bleiben, wenn bereits ein hochwertiges Hundefutter gegeben wird. Mit fortlaufender Schwangerschaft stellt sich der Stoffwechsel und der Hormonhaushalt dann aber immer mehr auf die veränderten Ansprüche ein. So kann sich beipielsweise auch das Verhalten der Hündin verändern, Brechreiz auftreten, ein vermehrtes Schlafbedürfnis vorliegen oder auch Fressunlust bzw. Fressattacken vorkommen. Die Hormone spielen halt ( wie bei uns Menschen ja auch ) verrückt 😉

Ab etwa Ende der vierten Woche braucht die Hündin dann mehr Protein und Energie. In dieser Zeit sollten mindestens 20 % der Energie im Futter aus Kohlenhydraten ( Reis, Kartoffeln usw.) stammen. Hinzu kommt ein erhöhter Nährstoffbedarf ( Eisen, Jod, Calcium, Phospor usw. )

Nährstoff- und Vitaminmangel Beispiele

• Eisenmangel: Blutarmut bei der Trächtigen Hündin erhöhte Infektionsanfälligkeit der Welpen
• Jod- u. Selenmangel: Kropfbildung oder Muskelschwäche bei den Neugeborenen
• Calciummangel: Milchfieber, Eklampsie
• Eiweißmangel: zu geringe Geburtsgewichte

Die trächtige Hündin frisst jetzt im Vergleich zu sonst die 1,5fache Menge und sollte am Ende der Trächtigkeit bei 120-125 % ihres Normalgewichts liegen. Weiterhin sollten ihr jetzt mehrere Mahlzeiten angeboten werden.

Allerdings sollte die Hündin auch nicht überfüttert werden und zuviel Gewicht zulegen, denn dies kann nicht nur zu Gelenkbeschwerden, sondern auch zu Komplikationen bei der Geburt und zu einem Milchmangel führen.

Ein hochwertiges und natürliches Hundefutter ohne Zucker, sowie ohne Zusatz- und Konservierungsstoffe liefert genau die Nährstoffe, welche eine trächtige Hündin benötigt.

Der Körper bedient sich hier selber von dem, was er braucht. Von synthetischen Vitamin-Mineralstoff-Ergänzungen ist abzuraten, denn solche Präparate können schnell zu einem Überangebot führen, was z. B. wiederum Missbildungen (zuviel Vitamin A) und andere Mängel (Zinkmangel bei zu viel Calcium) hervorrufen kann.

Man liest auch immer wieder, dass tragende Hündinnen, aufgrund ihres erhöhten Energiebedarfs, nun Welpenfutter bekommen sollen, was allerdings bei einem hochwertigen, natürlichen Hundefutter nicht nötig sein sollte.

Merke: Nicht nur spezielle Zuchthündinnen sollten täglich hochwertiges, natürliches, leicht verdauliches und ausgewogenes Hundefutter erhalten, sondern alle Hunde.

Hündin trächtig oder scheinträchtig?

Ist meine Hündin scheinträchtig oder wirklich schwanger? Diese Frage stellen sich oftmals viele Hundebesitzer, wenn es bereits zu einem Deckungsakt gekommen ist.
Dabei ist übrigens eine Scheinträchtigkeit auch ohne, dass die Hündin gedeckt wurde, durchaus normal und kein krankhafter Zustand.

Bis ca. 9 Wochen nach ihrer Läufigkeit haben trächtige und scheinträchtige Hündinnen in etwa den gleich hohen Progesteronspiegel im Blut. Daher fühlen sich nicht tragende Hündinnen so als ob sie schwanger wären. Auch nach der ersten Läufigkeit kann eine Scheinträchtigkeit vorkommen und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Das ist kein Grund zur Besorgnis. Nehmen die Symptome einer Scheinträchtigkeit jedoch überhand, dann sollte eventuell über eine Kastration der Hündin nachgedacht werden.

Hündin scheinträchtig Symptome

  • Fiepen und Jammern
  • Anhänglichkeit, Verschmusheit, will nicht allein sein
  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • reduzierte Bewegungsfreudigkeit
  • Agressionen gegenübere anderen Hunden
  • vermehrter Appetit und Gewichtszunahme oder auch
  • schlechter Appetit mit Gewichtsabnahme
  • Verhalten ruhiger bis hin zur Lethargie
  • verminderter Spietrieb
  • Nestbau und „Adoptieren“ von Spielzeug als Welpenersatz
  • Anschwellen des Gesäuges und Milchbildung

Schwangerschaftsverlauf beim Hund

Trächtigkeit bei Hunden Kalender

Wenn der Decktermin bekannt ist, kann man sich mit diesem praktischen Tragzeit Hunde Rechner alle relevanten Daten und Termine anzeigen lassen.

Hier geht´s zum Trächtigkeit Kalender: https://www.welpen.de/traechtig/

Wie merkt man dass eine Hündin trächtig ist? Das ist in den ersten vier Wochen garnicht so einfach zu erkennen! Denn sichtbare Anzeichen einer Trächtigkeit machen sich erst nach etwa einem Monat nach einer erfolgreichen Befruchtung bemerkbar.

Aber es können bereits 1-2 Wochen nach dem Deckakt einige sichtbare Anzeichen auf eine eventuelle Trächtigkeit hinweisen, was natürlich von Hund zu Hund unterschiedlich stark ausgeprägt ist.

• vermehrtes Schlafbedürfnis
• Sonnenbäder
• Verschmustheit
• gesteigerter Appetit
• Brechreiz
• Futtermäkelei

Allerdings sind dies auch alles Anzeichen einer Schein-Schwangerschaft. Frühestens ab dem 18. – 21. Tag könnte Gewissheit herrschen, wenn ein zäher, glasiger, klarer Ausfluss bzw. Schleim (Trächtigkeitsausfluss) bei der Hündin bemerkbar ist. Aber auch der Gang zum Tierarzt und/oder ein Ultraschall kann schnell Aufschluss über eine bestehende Trächtigkeit geben.
Trächtigkeit beim Hund Ultraschall

Frühestens zwischen dem 22. und 28. Tag kann der Tierarzt oder ein erfahrener Züchter durch Abtasten der Gebärmutter feststellen, ob die Hündin trächtig ist. Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, bietet sich auch eine Ultraschalluntersuchung (Trächtigkeitsultraschall) an.

Allerdings sollte man Hunden, die extreme Angst vor dem Tierarzt haben, diesen Streß ersparen und auf eine Ultraschalluntersuchung verzichten

Trächtigkeit beim Hund weiterer Verlauf

Rund 30 Tage nach der Befruchtung macht sich in der Regel dann ein zäher durchsichtiger bis milchiger Schleim/Ausfluss an der Scheide bemerkbar. Ab der 5. Woche fängt dann das Gesäuge mit den Milchdrüsen und Zitzen an anzuschwellen und der Bauch wird immer runder.

Im letzten Drittel der Trächtigkeit wachsen die Föten jetzt sehr schnell und die Hündin wird noch dicker und hungriger, denn 3/4 des Fötenwachstums fällt in diese Zeit. Auch die Haare am Bauch fallen jetzt langsam aus, was nichts mit krankhaften Haarausfall zu tun hat.

Ende der Trächtigkeit bei Hunden

Erst am Ende der Trächtigkeit hat die zukünftige Mama weniger Hunger, was letztendlich durch den enormen Platzmangel im Bauch verursacht wird. Auch die Zitzen schwellen noch weiter an und es kann durchaus schon zur ersten Milchproduktion kommen. Außerdem verbringt die Hündin nun sehr viel mehr Zeit mit der eigenen Körperpflege.

Kurz vor der Geburt, also um den 60. Tag herum, wird die Hündin merklich unruhig und beginnt ein Nestbauverhalten zu zeigen, indem sie Höhlen gräbt, und überall scharrt, um so einen geeigneten Platz zum Werfen zu finden. Oftmals geschieht die Geburt der Welpen dann auch nicht, wie vom Besitzer am liebsten gewünscht, in der Wurfbox Werbelink.

Hier gibt es nochmal den Trächtigkeitsverlauf in Bildern und genau zum Nachlesen:
http://www.saupacker-vom-erzgebirgsblick.de/html/trachtigkeit.html
https://www.yellowstoneaussies.de/entwicklung-eines-welpen-im-mutterleib/

Die Geburt der kleinen neuen Lebewesen ist dann der grönende Abschluss einer spannenden und aufregenden Zeit!

Juckreiz beim Hund

Ständiger Juckreiz beim Hund kommt leider ziemlich häufig vor. Viele Hundebesitzer denken nicht gleich unmittelbar an eine Erkrankung.

Doch sollte ständiger Juckreiz nicht verharmlost werden. Denn durch das anhaltende Kratzen wird auch die Haut zwangsläufig in Mitleidenschaft gezogen.

So wird dann verschiedenen Krankheitserregern der Weg geöffnet und Infektionen können entstehen. Die Haut verschlechtert sich, der Juckreiz wird noch stärker – ein Teufelskreis beginnt!

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Zahnstein bei Hunden

Zahnstein bei Hunden

Zahnstein bei Hunden

Nicht nur bei uns Menschen ist die Zahnpflege extrem wichtig, auch unsere Hunde bleiben vor Zahnstein und Co., oftmals nicht verschont. Mittlerweile haben immer mehr Haushunde Probleme mit den Zähnen. Dabei leiden 4 von 5 Hunden über 3 Jahren an Zahnfleischproblemen aufgrund von Zahnbelag oder Zahnstein.

Dies kann mitunter schreckliche Schmerzen verursachen. Auch Mundgeruch, Parodontose und dunkle, sowie schmerzende Zähne sind mögliche Folgen. Wenn dann irgendwann jeder Biss zur Qual wird, ist es kein Wunder, dass der Fellfreund auch immer schlechter frisst.

Daher sind die richtige Zahn- und Mundpflege, sowie eine gesunde Ernährung die wichtigsten Punkte, um Zahnstein und Co. effektiv vorzubeugen.

Was ist Zahnstein eigentlich?

Wir wissen es von uns selber, dass ein wenig Zahnstein bei Hunden prinzipiell nicht schlimm ist. Es handelt sich lediglich um unschöne Zahnverfärbungen und in manchen Fällen auch um eine etwas rauere Zahnschicht. Zahnstein allein verursacht in der Regel keine Schmerzen. Trotzdem sollte er irgendwann entfernt werden, denn es können daraus sehr schnell Zahnfleischentzündungen und Folgekrankheiten entstehen.

Was verursacht Zahnstein beim Hund?

Zahnstein bei Hunden und Welpen

Reste vom Futter in Kombination mit dem Speichel und Mineralien bleiben an der Zahnoberfläche des Hundes kleben und es

kann zu Zahnsteinbildung kommen. Denn diese Futterreste bilden einen idealen Nährboden für Bakterien, die sich dann rasend schnell vermehren. So kommt es zu Plaque (Beläge an den Zähnen), woran die Nahrungsreste noch besser haften bleiben und der Zahnstein breitet sich weiter aus.

Dieser übermäßige Zahnstein kann dann nicht nur zu Mundgeruch und Verfärbungen führen, sondern auch zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen bis hin zur Parodontose, bei der sich dann das Zahnfleisch zurückbildet und die Zahnhälse frei liegen.

Bleibt diese Parodontose unendeckt, kann sie in den schlimmsten Fällen so weit fortschreiten, dass selbst die Zahnwurzel offen liegt oder aber sogar der Kieferknochen angegriffen wird und der Zahn oftmals nicht mehr zu retten ist.

Zahnstein kann im Prinzip jeder Hund bekommen, wenn die entsprechende Zahpflege ausbleibt. Jedoch ist die Neigung zu Zahnstein auch genetisch bedingt. Kleine Hunderassen neigen dabei häufiger zur Zahnsteinbildung aufgrund ihrer kleinen Kopf- bzw. Kieferform und/oder den eng angereihten Zähnen, in denen sich schneller Futterreste ansammeln können

Aber in der Regel gilt folgendes: Je schlechter die Zahnpflege ist und umso älter die Hunde werden, desto größer ist das Risiko von Zahnstein! Darum gilt es den Hund so früh wie möglich an die entsprechende Zahnpflege zu gewöhnen und bei Bedarf rechtzeitig dagegen vorzugehen.

Hunde Trockenfutter gegen Zahnstein?

Mythos: Trockenfutter bei ZahnsteinEs ist übrigens ein weit verbreitetes Märchen (wahrscheinlich von der Futterindustrie selber) dass Trockenfutter die Zähne reinigt und Zahnstein bei Hunden vorbeugt. Es gibt hier keine verwertbare Studie, die die prophylaktische Wirkung von Trockenfutter gegen Zahnstein belegt. Desweiteren ist auch die Besserung von bereits vorhandenem Zahnstein durch die Gabe von Trockenfutter wissenschaftlich nicht erwiesen.

Zum Einen ist der Hund ein Schlingfresser und zum Anderen können allenfalls die Zahnspitzen des Hundes beim eventuellen Zerbeissen mit der Krokette in Kontakt kommen,. Doch Zahnstein sitzt ganz woanders, nämlich in der Regel nahe am Zahnfleisch. Um mehr Einblick in dieses interessante Thema zu bekommen, sollten Sie auch die Verdauung beim Hund verstehen lernen.
Die Gabe von Trockenfutter ist also keine effektive Art der gesunden Zahnreinigung beim Hund!

Die wirksame Zahnsteinvorbeugung kann nur mit Sachen stattfinden, die dementsprechend hart sind, damit der Hund ausreichend darauf herumkauen muss. So sind natürliche Kauartikel ohne Zucker aus 100% Fleisch für den Hund und die regelmäßige Zahnsteinbekämpfung ideal. Auch unbehandelte Hunde Knochen sind ideale Ergänzungen im Kampf gegen den Zahnstein und zudem noch eine sinnvolle Beschäftigung für den Hund.

Nassfutter und Zahnstein

Im Vergleich zur Trockenfütterung kann der Hund nach der Nassfütterung durchaus schon mal aus dem Maul riechen. Doch dieser Geruch verfliegt in der Regel recht schnell wieder. Es ist nicht nachgewiesen, dass Hunde, die nur Nassfutter bekommen, grundsätzlich mehr aus dem Maul riechen.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass Nassfutter Zahnstein beim Hund begünstigt. Es gibt keinerlei Studie, die belegen könnte, dass Hunde die Nassfutter bekommen mehr an Zahnstein leiden, als diese, die mit Trockenfutter gefüttert werden. Wichtig sind allein die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung des Hundefutters!

Weiterhin ist hochwertiges Nassfutter oder selber barfen grundsätzlich die artgerechtere Fütterung unserer vierbeinigen Lieblinge und begünstigt in den seltesten Fällen mehr Mundgeruch.

Aber egal ob Trocken- oder Nassfutter: Zucker, Zuckerersatzstoffe und Kohlenhydrate, die zu Zucker umgewandelt werden (Getreide) haben allein schon deshalb nichts in einem gesunden Hundefutter zu suchen, da sie nicht nur Zahnstein, sondern auch Karies fördern.

Merke: Ist ein ständiger unangenehmer Mundgeruch feststellbar, egal ob Nassfutter oder Trockenfutter, liegen in der Regel andere Ursachen vor.

Zahnstein beim Hund richtig erkennen

Eine regelmäßige Kontrolle des Hundegebiss ist enorm wichtig, um Zahnstein bei Hunden rechtzeitig zu erkennen. Bereits im Welpenalter sollte das Anschauen der Zähne trainiert werden, damit es später nicht zu Reibereien kommt. Anfangs ist Zahnstein als eine gelb-graue Verfärbung oberhalb des Zahnes (am Zahnfleischansatz) zu erkennen. Schreitet der Zahnstein weiter fort, dann bildet sich eine eher feste, bräunliche Schicht auf den Zähnen.

Weitere Anzeichen für Zahnstein:

• Vermehrte Speichelbildung
• Starker Mundgeruch
• Zahnfleischblutungen
• extrem rotes Zahnfleisch
• Appetitlosigkeit
• Einseitiges Kauen
• Zurückbildung vom Zahnfleisch

Was tun bei Zahnstein beim Hund?

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Ist der Zahnstein noch nicht so weit fortgeschritten, lässt er sich oftmals auch zuhause selber entfernen. Ist der Zahnstein beim Hund allerdings massiv und liegen bereits andere Beschwerden vor, sollte er operativ von einem Tierarzt entfernt werden. In der Regel geschieht das dann unter Vollnarkose, die natürlich weitere Risiken mit sich bringt und das Immunsytem des Hundes zusätzlich schwächt.

Daher ist es ratsam schon frühzeitig gegen den Zahnstein vorzugehen. Nicht nur das richtige Hundefutter spielt dabei eine große Rolle, sondern auch die entsprechende Pflege der Beißerchen.

Zahnsteinentfernung beim Hund Tierarzt

Viele Hundebesitzer, die einen stark zahnsteingeplagten Hund besitzen, suchen zur Zahnsteinentfernung den Tierarzt auf. Das ist aber in der Regel nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern stellt auch einen extremen Stress für den Hund dar. Oftmals ist der Zahnstein schon so weit fortgeschritten, dass der Hund sogar eine Narkose benötigt.
damit es erst garnicht so weit kommt, sollte bereits im Vorfeld gegen den Zahnstein vorgegangen werden. Erste Anzeichen vom Zahnstein, Zahnbelag und Verfärbungen können dabei durchaus selber entfernt werden.

Zahnstein beim Hund selbst entfernen

Wie entfernt man Zahnstein bei Hunden selber? Diese Frage haben sich sicherlich schon viele Hundebesitzer gestellt. Die Kosten beim Tierarzt sind oftmals immens hoch und wie gesagt, ist eine Narkose normalerweise immer notwendig.

Wer es sich zutraut, kann leichten Zahnstein bei seinem Hund zuhause selber entfernen. Mit dem richtigen Equipment (Amazon Werbelink) ist dies garnicht so schwer. Natürlich ist es wichtig, den Hund langsam daran zu gewöhnen.

Zahnstein selbst entfernen ohne Narkose

Zahnsteinentfernung beim Hund mit Ultraschall

Als Hundebesitzer kann man den Zahnstein in der Tierarztpraxis mit Ultraschall entfernen lassen. Aber mittlerweile gibt es auch eine spezielle Utraschall Zahnbürste für Hunde zu kaufen. Die Emmi-Pet Ultraschallzahnbürste ist speziell für die Zahnpflege von Tieren entwickelt wurden.

Elektrische Zahnbürsten für Hunde oder auch herkömmliche Handzahnbürsten sind eher nicht zu empfehlen, da sie oftmals den Hund durch das Brummern erschrecken und/oder viel zu hart für das empfindliche Zahnfleisch sind.

Ultraschallzahnbürste Emmi Pet für Hunde

Zahnstein bei Hunden entfernen mit der Emmi-Pet Ultraschallzahnbürste

Zahnstein effektiv vorbeugen

Sicherlich spielt die genetische Veranlagung bei der Zahnsteinbildung eine Rolle, aber auch die Pflege und die richtige Ernährung sind wirksame Mittel im Kampf gegen den Zahnstein. Den Zahnstein beim Hund natürlich entfernen, ist dabei eine sanfte Möglichkeit.

Dazu wird ein natürlicher Zahnsteinentferner und ein natürlicher Zahnsteinlöser gebraucht. Die Alge „Ascophyllum Nodosum“ (auch bekannt als Seealgenmehl) ist zum Beispiel solch ein natürlicher Zahnsteinlöser, was sogar wissenschaftlich bewiesen ist. Als natürliche Zahnsteinentferner eignen sich dann beispielsweise Knochen oder Kaustangen ohne Zucker und Getreide gegen Zahnstein.

Info: Der Wolf reinigt seine Zähne durch das Reißen und Fressen seiner Beutetiere. Daher bieten sich unbehandelte Knochen, Kaustangen oder Kauartikel besten zur natürlichen Zahnpflege beim Hund an.

Herkömmliche, industriell hergestellte Zahnpflegeartikel verschlimmern oftmals noch das Problem, als zu helfen. Denn zum Großteil ist hier Zucker und/oder Getreide enthalten, was die Bildung von bakteriellem Zahnbelag und daraus folgendem Zahnbelag noch verstärkt.

Ein weiteres wirksames und vorallem natürliches Mittel gegen Zahnstein bei Hunden sind Enzyme, die währrend der Futteraufnahme für den Abbau von Zahnstein und Zahnbelag sorgen und einer Neubildung entgegen wirken können. Denn die Zusammensetzung des Speichels hat eine wesentliche Auswirkung auf die Zahnsteinanfälligkeit.

Anifit PRO Dentax mit Enzymen ist ein Naturprodukt, was effektiv gegen Zahnstein und Zahnbelag hilft, speziell für Hunde, die aufgrund erblicher Veranlagung oder unregelmässiger Zahnstellungen eher zu Zahnstein neigen.

Richtige Ernährung von Welpen

Richtige Ernährung von Welpen

Richtige Ernährung von Welpen

Fütterung – Keep it simple

Der Großteil aller herkömmlichen Hundefutter Anbieter oder Hersteller bieten spezielle Welpennahrung an. Die Auswahl im Welpenfutterbereich ist riesig und als neuer Hundebesitzer ist man oftmals auch sehr schnell überfordert.

Da gibt es Welpenfutter für kleine Rassen, große Rassen, spezielle Hunderassen, Nassfutter, Trockenfutter und so viel mehr zu kaufen.

Doch das ist alles nur geniales Marketing und Augenwischerei! Denn so ein spezielles Welpenfutter für den neuen Mitbewohner hört sich nur anfangs erst einmal gut an…

Besonders wenn es der erste Hund ist, möchten Herrchen und Frauchen auch alles richtig machen und vertrauen in der Regel dem Züchter und/oder Werbung. Das gerade im Hundefutterbereich aber noch viel Aufklärungsbedarf ist, wissen die wenigsten!

Denn das falsche Hundfutter kann am Ende sogar eher schädlich für den kleinen Welpen sein, besonders wenn es sich auch noch um, von den Menschen erfundenes, Trockenfutter handelt.

Grundsatz: Das was man dem Welpen im ersten Lebensjahr GUTES tut, zahlt sich ein Leben lang aus! Ist der Start ins 1. Lebensjahr schlecht, dann äußert sich das oftmals an kranken und allergiegeplagten Hunden.

Die Qualität von Hunde- und Welpenfutter

Die Qualität vieler Hundefutter Marken lässt heutzutage mehr zu wünschen übrig, denn ja. Gerade die ständige Industrialisierung ist schuld daran und hat gute Abnehmer im Tierfutterbereich gefunden! Buchtip: Katzen würden Mäuse kaufen!

Wie hochwertig die Fleischkomponenten sind und ob die Einwaage, dem entspricht, was die Dose enthält, ist auch oft fraglich. Die tierischen Nebenerzeugnisse enthalten oftmals weitgehend alles, was an Schlachtabfällen möglich ist. Ob das Fleisch und die tierischen Nebenerzeugnisse abgekocht sind oder nicht, entzieht sich der Kenntnis des Hundehalters und ist auf der Verpackung nicht ersichtlich.

Hohe Qualität und hochwertige Fleischverarbeitung beim Herstellen vom Hundefutter ist nicht mehr vorauszusetzen. Das Missverhältnis von Kalzium und Phosphor spricht eine deutliche Sprache zur Qualität.

Die Bekanntheit der unterschiedlichen Marken sagt nichts mehr über die Hochwertigkeit der Produkte aus und erschwert die Suche nach einem hochwertigen Produkt zur Aufzucht eines Welpen sehr.

Eine tolle und gesunde Alternative ist hier beispielsweise Hundefutter aus Schweden.

Qualitativ hochwertiges Hundefutter ist ein Futter:

  • mit hochwertigem, hohem Proteingehalt aus Fleisch
  • mit niedrigem pflanzlichen Proteingehalt
  • Zuckerfrei
  • Frei von Zusatzstoffen
  • Keine Zugaben von Konservierungsstoffen

Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind weitgehend im Fleisch und den pflanzlichen Anteilen enthalten. Ihre gesonderte Aufstellung auf der Dose oder der Tüte weist jedoch ebenfalls auf spezielle Zusätze hin.

Das Welpenwachstum

Aber zurück zur richtigen Ernährung der Welpen. Der heranwachsende Welpe hat natürlich einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf, gerade in den ersten 6 bis 8 Lebensmonaten. Für einen gesunden Start ins Leben bekommen die Kleinen zu Beginn die sehr nahrhafte und gesunde Muttermilch.

Hundebabys saugen in der 1. bis 4. Lebenswoche etwa 8 -12 mal täglich. Erst ab der 6. Woche geht das Saugen auf rund 5-6 Mal am Tag zurück. In der Regel wird bereits ab der 4. Woche schrittweise mit der Zufütterung durch den Züchter begonnen.

Ab der 8. Woche sollte der Welpe dann vollständig entwöhnt sein und kann eigene feste Nahrung zu sich nehmen. Das ist dann auch oftmals der Zeitpunkt, wo die Kleinen zu ihren neuen Familien ziehen dürfen.

Welpen wie oft füttern

Diese Entwicklung sollte man sich als neuer Hundebesitzer vor Augen führen, um die weitere Fütterung des Welpen richtig anzugehen und verstehen zu können.
Daher sollten die neuen Hundeeltern wenn der Welpe mit 8 – 10 Wochen einzieht, anfangs am Besten 5-6 mal kleine Mahlzeiten täglich füttern.

Ist die Mahlzeit zu groß, kommt nicht genug im kleinen Welpen Organismus an. Mit der Zeit kann die Fütterung dann auf viermal reduziert werden und mit etwa 6 Monaten auf drei Mahlzeiten.

Nach ungefähr einem dreiviertel Jahr sollte sich die Fütterung auf 2 Mahlzeiten am Tag einpegeln. Die Einmalfütterung des Hundes ist für ihn nicht optimal und der Zeitraum von 24 Stunden zu lang.

Wichtig: Bitte immer zimmerwarm füttern!

Hundefutter für Welpen worauf achten

Als erste feste Nahrung füttern viele Züchter Hundefutter ab der 3. 4. Woche zu. Mit diesem Futter lernen die Welpen feste Nahrung anzunehmen und das Abstillen von der Mutter, zu gegebener Zeit, führt zu weniger Problemen. Gut gerüstet kann der kleine Vierbeiner in einem Alter von circa acht Wochen die Reise in sein neues Zuhause antreten.

Während der Übergabe des Welpen an seinen neuen Besitzer bekommt dieser vom Züchter oft das Futter mit, welches er den kleinen Hunden zuletzt gefüttert hat. Dieses Futter sind die Welpen gewohnt und haben es oftmals ab der dritten Woche erhalten ( ob es auch gesund und artgerecht ist, sei hier mal dahingestellt)

Das ist anfangs auch in Ordnung, da dem kleinen Hund so die Umstellung auf die neue Umgebung und die Umstellung auf ein neues Leben leichter fällt.

Der neue Hundebesitzer kann seinen Welpen dann in Ruhe auf ein hochwertiges und natürliches Hundefutter umstellen. Bei dem Futter ist jedoch darauf zu achten, dass es wirklich alles enthält, was der Welpe nun benötigt und das alle Bestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, um späteren Krankheiten vorzubeugen.

Ist der Welpe etwas untergewichtig oder weist andere Probleme auf, die häufig erst einige Tage nach der Übergabe zu Tage treten, dann ist dringend ein schneller Futterwechsel angezeigt.

Welpenfutter umstellen

Die Umstellung des Futters auf eine andere Sorte sollte in der Regel langsam und Stück für Stück erfolgen, nur so lassen sich Durchfälle und Probleme mit dem Magen oder Darm des kleinen Hundes vermeiden.

Der Magen-Darmtrakt eines Welpen ist sehr empfindlich und braucht bei einer Futterumstellung genug Zeit, um sich an das neue Futter und seine Bestandteile zu gewöhnen. Der Darm ändert zum Teil seine Schleimhautzusammensetzung, damit er das Futter besser verarbeiten kann.

Das bisherige Futter wird nach und nach durch die neue Sorte ersetzt. Hierzu werden in den ersten Tagen nur ein wenig des neuen Futters unter das Gewohnte gemischt.

Verträgt der Welpe dieses, so bekommt er am folgenden Tag vom neuen Futter etwas mehr unter das gewohnte Futter und so fort. Ist das Ursprungsfutter ersetzt und es geht dem Hund gut, dann ist die Umstellung vollendet und das neue Futter von da an sein Hauptfutter.

Futterumstellung Welpenfutter

Eine sofortige Welpenfutterumstellung auf eine andere Sorte hat immer dann zu erfolgen wenn:

  • der Welpe zu schnell wächst und nur eine geringe bis keine Gewichtszunahme zu verzeichnen ist
  • der Welpe Unverträglichkeiten anzeigt durch Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen,
  • stumpfes, schuppiges Fell, Hautjucken, Hautentzündungen oder Fellverlust
  • der Welpe nicht wächst und/oder abmagert
  • der Welpe nicht satt wird und ständig nach Futter sucht

Eventuell vorliegende Krankheiten sollten in dem oben genannten Zusammenhang der Futterumstellung durch einen Tierarzt abgeklärt werden.

Falsche Ernährung bei Welpen

Gewichtsabnahmen eines Welpen weisen oft auf ungeeignetes Futter hin. Das Erhöhen der Futtermenge verbessert den Zustand des Welpen nicht, da sich dadurch keine höhere Gewichtszunahme ergibt, sondern das Wachstum noch schneller voran schreitet. Ein böser Kreislauf setzt sich in Gang und der ausgewachsene Hund hat später Probleme mit den Gelenken und den Knochen.

Organschäden und hohe Kosten durch den Tierarzt sind keine Seltenheit. Dazu kommen womöglich Operationen und viel Leid, das der erwachsene Hund ertragen muss.

Ein Welpe soll daher langsam, seiner Rasse entsprechend wachsen und der Rasse entsprechend zunehmen. Dazu gehört ein qualitativ hochwertiges Hundefutter, welches den Bedürfnissen des jungen Hundekörpers entsprechend ausgewogen ist.

Die Ausgewogenheit bezieht sich nicht allein auf einen hohen Fleischanteil, sondern auf alle Inhaltsstoffe. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente bilden dabei keine Ausnahme und verdienen besondere Beachtung.

Zur Kontrolle hat es sich bewährt den Welpen einmal in der Woche zu wiegen und dabei seine Gewichtszunahmen zu protokollieren. Das Wachstum ist ebenfalls zu beobachten und ein Protokollieren der Hundegröße hilfreich. Je nach Rasse kann der Halter des Hundes sich mit seinen Aufzeichnungen schnell ein Bild davon machen, wie gut es dem Welpen geht und ob seine Entwicklung seiner Rasse entspricht.

Das Futter hat übrigens keinen Einfluss auf die Endgröße des Hundes. Die Endgröße ist genetisch fest gelegt und verändert sich nicht dadurch, dass der Hund mehr frisst oder das Futter hochwertiger ist. Das Hundefutter hat so gesehen, nur Einfluss auf die Gewichtszunahme und die Wachstumsgeschwindigkeit des Welpen.

Welpenfutter und Allergien

In den letzten Jahren führen Weizen und Soja im Hundefutter mit zunehmender Tendenz zu Allergien. Da diese Inhaltsstoffe oder Teile dieser Inhaltskombinationen nicht nur im Trockenfutter, sondern auch in vielen Nassfuttersorten Verwendung finden, ist es wichtig, dem besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Auch Zucker, minderwertige Fleischabfälle, Konservierungs- Aroma oder andere Füllstoffe haben in einem gesunden Hundefutter für Welpen nichts zu suchen und führen in der Regel zu späteren Unverträglichkeiten oder Allergien.

Beim Auftreten einer Unverträglichkeit ist das Futter auf seine Inhaltsstoffe zu überprüfen. Spezielles Selektieren der einzelnen Stoffe durch Ausschlussverfahren bringt den möglichen Übeltäter schnell ans Licht und die Suche nach einem Futter ohne diesen speziellen Stoff grenzt die große Auswahl der verschiedenen Futtersorten ein.

In manchen Fällen kann sich das Ausschlussverfahren als langwierig erweisen, hilft aber Allergien und Unverträglichkeiten in den Griff zu bekommen. Ist die geeignete Sorte Hundefutter gefunden, geht es dem kleinen Welpen meist schnell wieder besser und er spielt fröhlich wie zuvor.

Trockenfutter für Welpen?

Das trockene Welpenfutter soll angeblich den Zähnen dienen und Karies / Zahnstein vorbeugen. Allerdings ist das eher ein Märchen! Für die Zahnpflege und die kleinen spitzen Zähnchen eignen sich spezielle zuckerfreie Naturkauartikel viel besser. Außerdem sind die Kleinen beschäftigt und kauen aus Langeweile auf keinen „verbotenen“ Sachen herum.

Denn egal, ob Nass- oder Trockenfutter gefüttert wird, Zahnprobleme und Mundgeruch kommen vom Zucker und zu vielen schlechten Kohlenhydraten, die widerrum zu Zucker umgewandelt werden. Daher ist es umso wichtiger, bereits im Welpenalter auf ein hochwertiges Hundefutter zu setzen.

Wenn es denn unbedingt ein Trockenfutter für den Welpen sein soll, dann aber bitte ein hochwertiges, am besten kaltgepresstes Hundefutter wählen. Auf jeden Fall das trockene Futter schön einweichen und als Art Brei oder Brei mit Brocken füttern. So nimmt der Welpe bereits etwas Feuchtigkeit mit der Nahrung auf und verschluckt sich zudem auch nicht an den trockenen Brocken.

Außerdem ist das Futter dann besser für den kleinen, noch unausgreiften Magen-Darm Trakt verträglich. Übrigens kann der Darm junger Welpen Stärke, wie sie beispielsweise viel in Kartoffeln enthalten ist, noch nicht richtig bzw. garnicht abbauen.

Welpenfutter worauf achten

Das Welpenfutter muss ausgewogen sein in seinen Bestandteilen. Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen dem Alter des Welpen entsprechend hoch und für die rassespezifischen Eigenarten ausreichend sein.

Spezielle Welpenfuttersorten für spezielle Rassen sind eher gezieltes Marketing der Futterindustrie und vollkommen unnötig! Ein Welpenfutter für große Rassen und auch ein Welpenfutter für kleine Rassen sind daher vollkommen uninteressant.

Viel wichtiger ist, dass das Welpenfutter frei von Zucker oder Zuckerersatzstoffe ( zum Großteil alles was mit -ose endet) hergestellt wird. Also unbedingt immer die Deklaration richtig lesen.

Ein ausgewogenes Futter mit hohem Fleischanteil, ohne Zusatzstoffe, kein Konservierungsstoffe und null Zucker ist verträglicher für einen Welpen als ein Welpenfutter, dass mehr Zusätze als wichtige Bestandteile enthält. Das Futter soll den Hund nicht aufblähen und mit leeren Kalorien füllen, sondern gut verträglich sein und ihn gesund aufwachsen lassen.

Dazu soll es satt machen und genug Energie liefern, damit der Kleine seinen Körper stabilisieren kann. Zum Wachsen benötigt ein Welpe viel schnell umsetzbare Energie, aber keine Artikel die ihm schwer im Magen liegen.

Das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor bedarf einer besonderer Beachtung. In vielen Welpenfuttersorten stimmt das Verhältnis nicht und kann zu Problemen führen.

Kalzium Phosphor Verhältnis

Im Idealfall weist das Welpenfutter ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,2-1,5 :1 aus. Das Verhältnis von Kalzium und Phosphor ist leider bei vielen Futtersorten nicht eindeutig angegeben, das führt zu Missverständnissen und Unsicherheit.

Speziell das Wachstum und die Gesundheit großer Rassen erweisen sich, während des Welpenalters, durch das Ungleichgewicht in Kalzium und Phosphor als stark gefährdet. Zu schnelles Wachstum und zu hohe oder niedrige Gewichte der Welpen führen zu erhöhter Belastung der Knochen und Gelenke.

Hüftdysplasien und Ellbogendysplasien sind bei großen Rassen nicht allein rassetypische Erkrankungen, sondern zeugen oft von einem falschen Verhältnis des Kalzium-Phosphor-Gehaltes im Futter, welches sie als Welpe erhielten.

Welpenfutter Fleischanteil

Der Anteil tierischen Eiweißes im Welpenfutter muss hoch und hochwertig sein. Das heißt, ein gutes Welpenfutter enthält hochwertiges Fleisch. Hierbei ist wohl Geflügel das Fleisch, welches das hochwertigste Eiweiß liefert und am leichtesten verdaulich ist.

Fertigfutter, ob nass oder trocken enthält Fleisch und tierische Nebenprodukte. Achten sie unbedingt darauf, dass es sich bei den tierischen Nebenerzeugnissen um lebensmitteltaugliche und für die Ernährung des Hundes notwendige Innereien handelt.

Bei sehr vielen Anbietern sind die tierischen Nebenerzeugnisse minderwertige Schlachtabfälle oder anderer Tiermüll, die für den menschlichen Verzehr nicht zur Verwendung kommen. Oft eingefroren und zersägt gelangen diese Anteile in die Futterverwertung. Welche Fleischsorten und Tier Teile eingewogen sind, ist nicht ersichtlich, denn ein Eisblock mit Fleischanteilen kann sowohl Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel oder Fisch enthalten.

Wildschwein kann ebenfalls eingewogen sein, es ist nicht nachvollziehbar. Noch eckliger wird es, wenn Schnäbel, Krallen und Hufe gleich mitverarbeitet wurden.

Welpenfutter Rohprotein

Roheiweiß oder Rohprotein ist der Inhaltsstoff, der das Gesamteiweiß des Futters bekannt gibt. Hierzu gehören viele Bestandteile des Fleisches und diverse pflanzliche Inhaltsstoffe. Der Gesamtwert des Roheiweißes oder Rohproteins ist somit eine Zusammensetzung von Bestandteilen des Fleisches, der tierischen Nebenerzeugnisse und der eingewogenen Pflanzenteile.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse sind wichtige Energielieferanten und sorgen zudem für den Gewichtsaufbau. Welpen benötigen viel Energie und somit viel hochwertiges Fleisch. Ein Welpe mit seiner fast ständigen Aktivität neigt nur selten zum Übergewicht.

Diese quirligen, kleinen Gesellen, bauen ihre Energien und die aufgenommenen Fette schneller ab, als sie diese zu sich nehmen. Ein ausgewogen ernährter Welpe wird selten fett, magert aber auch nicht zusehends ab. Er entwickelt sich seiner Rasse entsprechend und bleibt gesund.

Ein Welpe benötigt hochwertiges, tierisches Protein (aus Fleisch, Muskeln, Sehnen, Knochen, ebenso wie allen Organen) nicht um schneller zu wachsen, sondern um ordentlich und gleichmäßig zu wachsen. Die Betonung liegt auf der Begrifflichkeit des hochwertigen tierischen Eiweißes (tierisches Protein).

Was den Hund viel zu schnell wachsen lässt, ist ein reiner Energieüberschuss. Ein Energieüberschuss kommt aber nur durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten zustande, wie zu viel Futter, zu viel pflanzliches Eiweiß und zu viele leere Kalorien bewirkt, dazu kommt dann noch das tierische Eiweiß und die zugesetzten Fette.

Die Zusammensetzung des Hundefutters muss so ausgelegt sein, dass der Welpe genug Energie bekommt, die aufgenommene Energie hochwertig und schnell verwertbar ist und keine leeren Kalorien den Körper zu stark belasten. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind natürlich keine leeren Kalorien, sondern notwendige Bestandteile für einen gesunden stabilen Körper.

Welpenfutter pro und contra

Hundefutter für Welpen sollte hochwertige natürliche Inhaltsstoffe, viel Fleisch und ein ausgewogenes Verhältnis an Kalzium und Phosphor haben. Der Welpe muss seinem Alter und seiner Rasse entsprechend zu nehmen. Das Wachstum sollte altersgerecht stattfinden und seiner rassebedingten Endgröße entsprechen.

Erkrankungen im ausgewachsenen Alter finden durch falsches Futter im Welpenalter Begünstigung und ziehen häufig teure Behandlungen nach sich. Lebenslange Probleme der ausgewachsenen Hunde sind oftmals vorprogrammiert, was beim kritischen Auswählen des entsprechenden Futters nicht sein muss.

Viele Hundefuttersorten enthalten zu wenig Fleisch, aber dafür zu hohe Pflanzen und Getreideanteile, die nur den Magen füllen, dem Hund jedoch keine weiteren Vorteile bieten. Dazu begünstigen diese hohen Pflanzenanteile Allergien und Unverträglichkeiten, die einem Welpen schwer zu setzen.

Ausgewachsene Hunde leiden immer öfter unter den Erkrankungen, die schon im Welpenalter, durch ungeeignetes, oder qualitativ unzureichendes Futter begünstigt wurden.

Spezielles Welpenfutter – ja oder nein?

Der Energiebedarf vom Welpen im 1. bis etwa 8. Monat ist etwa 2-4 mal so hoch wie bei einem ausgewachsenen Hund. Dabei handelt es sich nicht nur um die Bewegung, sondern auch um das Wachstum.

Im herkömmlichen Welpenfutter werden die dazu benötigten Nährstoffe zum Großteil extrem hoch zugesetzt, oftmals sind die Vitamine und Mineralien synthetisch. Dadurch kann es später vermehrt zu Stoffwechselerkrankungen kommen.

Auch das zu schnelle Wachsen eines Welpen ist bedenklich. Ein Großteil aller Welpenfuttersorten und auch Futtersorten für erwachsene Hunde führen beim Verfüttern an Welpen zu einem beschleunigten Wachstum. Die Auswahl eines geeigneten Futters für Welpen ist deshalb unerlässlich.

Mittlerweile raten auch immer mehr Züchter zunehmend von speziellem Welpenfutter ab. Besonders die Riesenrassen wie der Irish Wolfshund oder die Deutsche Dogge wachsen durch den hohen Energiegehalt im Welpenfutter viel zu schnell, was später zu Knochenproblemen und anderen Krankheiten führen kann.

Alternative zu Welpenfutter

Daher ist es ratsam, bereits den Welpen mit natürlichem und artgerechten Nassfutter zu füttern.
Denn bei natürlicher Nahrung bedient sich der Körper mit dem was er braucht. Alles was zuviel ist, wird automatisch ausgeschieden. Also reichlich anbieten, damit keine Mängel enstehen.

Bei einem natürlichen und hochwertigen Nassfutter beispielsweise sollten die Welpen bereits die gleiche Portion wie ein ausgewachsener Hund bekommen. Das heißt, benötigt der adulte Hund mit 40 kg laut Fütterungsempfehlung 800 g täglich, dann auch der Welpe.

Beträgt die Tagesbedarfsmenge des ausgewachsenen Hundes an Futter pro Tag also 800 g, so sind diese 800 g durch die Menge der Tagesmahlzeiten zu teilen. Bei 5 Mahlzeiten am Tag benötigt der Welpe pro Mahlzeit 160g. Verringert sich die Menge der Mahlzeiten auf zwei, so sind die 800g durch 2 zu teilen und der Welpe erhält dann 400 g pro Mahlzeit. Feste Fütterungszeiten erleichtern das Einhalten der einzelnen Mahlzeiten.

Merke: Je niedriger die Fütterungsempfehlung, desto hochwertiger das Hundefutter!

Bei selbst hergestelltem Welpenfutter / Barf ist das etwas anders und erfordert einiges an Arbeit zur Berechnung der Futtermenge. Ein wirklich ausgewogenes Welpenfutter selbst zusammen stellen, erweist sich für viele schnell als ein großes Puzzle und wichtige Komponenten sind nicht immer direkt erhältlich.

Spezielle Fachhändler bieten mittlerweile sogenannte Baukastensysteme zum Erstellen von Futtermischungen an. Auch gefriergetrocknetes Easy Barf ist eine tolle Möglichkeit, gerade als Barfbeginner. Das ist eine effektive und praktische Lösung, wenn der Hundehalter über die notwendigen Grundkenntnisse in Sachen Lebensmittel und Hundenahrung verfügt.

Bei einem Feuchtfutter mit sehr hohem Fleischanteil wie z.B. Anifit oder auch beim Barfen, sollten aber unbedingt auch etwas Kohlenhydrate mit dazu gegeben werden, wie beispielsweise spezielle Flocken, Kartoffeln, Reis oder auch gekochte Haferflocken.

Fazit: Der Welpe braucht kein spezielles Welpenfutter! Das Beste Beispiel liefert uns die Natur! Auch kleine Wolfswelpen werden groß und stark, obwohl sie dasselbe fressen wie die erwachsenen Wölfe auch. Und in früheren Jahrhunderten gab es für die Hunde der Menschen auch kein spezielles Welpenfutter.

Welpen brauchen also kein extra Welpenfutter und wir Menschen sollten auch nicht immer aus Allem eine Wissenschaft machen !

Zecken beim Hund

Zecken beim Hund

Zecken beim Hund – Eine Plage mit vielen Krankheiten

Zecken beim Hund sind ein sehr leidiges und ständiges Thema für viele Hundebesitzer. Diese Quälgeister sind nicht nur für unsere geliebten Fellnasen gefährlich, sondern auch für uns Menschen. Zecken können viele verschiedene Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen, sind extrem lästig und äußerst widerstandsfähig.

Zeckenbiss beim Hund

Viele Hundebesitzer kennen es aus eigener Erfahrung. Hunde begeben sich aufgrund ihres natürlichen Bewegungsdrangs und ihrer Neugier fast täglich ins gefährliche Zeckenterrain. Es gibt ja hier auch sehr viel zu entdecken und zu erschnüffeln, da sind befestigte Wege eher langweilig.

Im hohen Gras, am Wald -und Wegesrand, auf Lichtungen, an Flussufern oder auch in Büschen fühlen sich diese Plagen am wohlsten! Nicht nur auf dem Land, sondern auch in die Stadt sind Zecken mittlerweile zuhause. Eigentlich überall dort, wo Tierbesitzer Gassi gehen, lauert die Zeckengefahr! Aktuell gibt es eine neue Bedrohung: Die Hirschlausfliege – Zecke mit Flügeln

Ab etwa 7 Grad kommen die Quälgeister jedes Jahr aufs Neue aus ihren Verstecken und infizieren jährlich tausende Hunde, Katzen und Menschen mit gefährlichen Krankheiten. Besonders feuchtes Wetter mögen Zecken am liebsten!

Jeder Ausflug und jeder Spaziergang birgt also das Risiko von einer Zecke gestochen zu werden. Wer hier nicht rechtzeitig vorsorgt, hat oft das Nachsehen! Das bedeutet also, frühzeitig mit dem Zeckenschutz zu beginnen, um die Hunde und auch sich selber ausreichend zu schützen.

Aber warum sind einige Hunde von Zeckenbissen garnicht oder kaum betroffen und andere hingegen wirken wie Magnete auf die unliebsamen Gesellen und werden ständig gestochen?

Warum stechen Zecken Hunde?

Oft wird in Verbindung mit einer Zecke von einem Zeckenbiss geredet. Wenn sich so lange an einem Wirt festgesaugt wird, liegt es nahe von einem Biss auszugehen. Doch Zecken beißen nicht, sie stechen! Also heißt es richtig eigentlich Zeckenstich. Doch ganz abgesehen davon, übertragen diese kleinen Blutsauger gefährliche Krankheiten für Mensch und Tier.

Warum werden aber einige Hunde ständig von Zecken geplagt und andere widerrum kaum bis garnicht? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegt es nicht an den herkömmlichen chemischen Zeckenmitteln, wie zum Beispiel die diversen im Handel erhältlichen Spot On Präparate.

Diese Mittel schaden den Hund wohl eher, als das sie nutzen. Außerdem sind viele Zecken mittlerweile sogar immun gegen die chemischen Wirkstoffe. Aber dazu später noch mehr…

Die Zecke sucht sich ihren Wirt ganz genau aus! Dafür besitzt sie das so genannte Hallersche Organ (Haller-Organ wurde benannt nach dem deutschen Apotheker G. Haller, 1853-86). Diese Art Riechorgan befindet sich an den Vorderbeinen der Zecke und dient dazu, chemische Verbindungen wahrzunehmen, um so festzustellen, dass sich ein potenzieller Wirt eingefunden hat.

Dabei reagiert die Zecke besonders auf Milchsäure, Buttersäure, Kohlendioxid und Ammoniak, welches alles Stoffe sind, die der Organismus produziert. Die jeweilige Höhe und Ausschüttung hängt dabei von vielen Dingen ab. Festgestellt wurde jedoch, dass alle diese Stoffe vermehrt erhöht entstehen, wenn der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert bzw. die Lebensweise nicht optimal
ist.¹

  • Zuviel Ammoniak entsteht, durch eine Entgiftungsstörung der Leber.
  • Wenn der Organismus durch falsche Ernährung und Schadstoffe, Gifte ect. übersäuert ist, wird vermehrt Kohlendioxid gebildet.
  • Milchsäure ist ein Abfallprodukt der Übersäuerung
  • Auch die Höhe der Buttersäureproduktion hängt davon ab, ob ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt vorhanden ist. Buttersäure ist übrigens ein Bestandteil des Körperschweisses.

Säure Basen Haushalt beim Hund

In sehr hohem Maß hängt der Säure Basen Haushalt vom Hund von der jeweiligen Ernährung und den gefütterten Zusatzmitteln ab. Ein gesunder tierischer Säure Basen Haushalt liegt in einem basischen Bereich von 7,35 – 7,45. Festgestellt wurde bereits, dass Krankheiten in solch einem basischen Milieu normalerweise nicht entstehen können.

Krankheitserreger wie zum Beispiel Pilze, Bakterien, Viren, Keime oder Parasiten nur in einem sauren Milieu perfekte Lebensbedingungen finden und sich ausbreiten können.

Folglich dürfte ein gesunder Hund mit einem optimalen Säure Basenhaushalt und einem gesunden Immunsystem selbst bei einem Zeckenstich mit einer infizierten Zecke nicht erkranken. Gesetz dem Fall, er würde überhaupt von jener Zecke gestochen werden, da dieser Hund theoretisch (wie wir bereits erfahren haben) keinerlei Anziehung auf den Blutsauger ausüben sollte.

Im Gegenzug wird nun auch deutlich, dass der Einsatz chemischer Zeckenmittel nach hinten losgehen kann. Denn durch den Einsatz dieser chemischen Behandlungen sorgt man eigentlich dafür, den Hund für die Zecke noch attraktiver zu machen.

Zum Einen schwächen chemische Zeckenmittel die körpereigene Immunabwehr und der Organismus wird durch wiederholte Anwendungen langfristig geschädigt. Es werden immer mehr der zeckenbeliebten Stoffe gebildet und der Teufelskreis beginnt.

Weiterhin sind viele Zecken gegen diese „Chemiekeulen“ bereits immun geworden und außerdem wehren diese die Zecken nicht wirklich ab, sondern elimieren sie erst, wenn sie zubeißen. Trotzdem kann der Hund noch als Zeckenverteiler fungieren, da er für das Hallersches Organ und somit die Zecke extrem anziehend wirkt und sich diese dann in einer Vielzahl auf seinem Fell tümmeln.

Regelmäßiger Einsatz chemischer Zeckenmittel und mögliche Symptome

  • Verdauungsprobleme z.B. Durchfall
  • Häufiges Pfotenlecken
  • Starker Haarausfall
  • Mundgeruch bzw. schlechter Körpergeruch
  • Schmutzige und/oder entzündete Ohren
  • verstärkte Verhaltensprobleme
  • Augenausfluss
  • Juckreiz
  • Allergien

Ein natürlicher Zeckenschutz ist von Vorteil und kann täglich eingesetzt werden.

Natürliche Mittel gegen Zecken bei Hunden

Um den Hund für die Zecke so unatraktiv wie möglich zu machen, ist eine gesunde Lebensweise sowie die richtige nährstoffgerechte Ernährung und ein optimaler Säure-Basen Haushalt das Wichtigste, übrigens auch bei uns Menschen empfehlenswert!

Die zusätzliche Gabe von Bierhefe ( Vitamin-B-Komplex ) kann dabei einen ausgeglichenen Säure Basen Haushalt und ein gesundes Hautmilieu unterstützen und dient so gewissermaßen innerlich als Zecken Hunde Schutz.

Giftstoffe wie Medikamente, Impfungen, Wurmkuren usw. sollten weitestgehend vermieden und genauestens auf ihre Notwendigkeit geprüft werden.

Zur Zeckenabwehr und Unterstützung das ganze Jahr hindurch empfehlen sich folgende natürliche Zeckenmittel ohne Chemie:

  • Natürliche Fertigpräparatkombinationen aus ätherischen Ölen, die Zecken garnicht mögen und praktisch in der Handhabung sind, wie zum Beispiel Ani-Zeck von Anifit in der praktischen Sprühflasche, sind er ideale natürliche Zeckenschutz. Außerdem helfen diese ätherischen Öle auch oft gegen Flöhe, Milben beim Hund und Co.
  • Zecken Hund Schutz mit Kokosöl. Es enthält Laurinsäure, das die Zecken nicht mögen. In Kombination mit einem gesunden Organismus bildet es eine gute Schutzfunktion gegen Zecken. Dafür einfach das Fell vor jedem Spaziergang mit etwas Kokosöl einreiben. Besonders die Bauch und Achselregion und den Kopfbereich beachten und auf jeden Fall ein gutes, natives Kokosöl benutzen. Kein raffiniertes!
  • Teebaumöl gegen Zecken beim Hund. Dieses ätherische Naturheilmittel stammt aus Australien und hat einen sehr intensiven Eigengeruch, der Parasiten wie Zecken fernhalten kann. Außerdem hat Teebaumöl eine antibakterielle und antiseptische Wirkung bei bereits vorhandenen Bisswunden. Aber bitte bei Hunden nur in kleinen Mengen einsetzen!
  • Neemöl als natürlicher Zeckenschutz, soll aber auch gegen Flöhe und Milben helfen.
  • Zistrose ( Cistus Incanus) bei Zecken. Die Zistrose soll ein hervorragendes Mittel zur Zeckenabwehr darstellen und hilft anscheinend sogar gegen Mücken bei Hund und Mensch.
  • Entgiftungskur als wirkungsvolle prophylaktische Maßnahme. Aber bitte bereits vor der Zeckenzeit durchführen.
  • Innerlich kann die Gabe von etwas Knoblauch oder Schwarzkümmelöl zur Zeckenabwehr helfen. Allerdings ist dies wegen der eventuell toxischen Wirkung umstritten.

Ungeachtet dessen sollte der Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abgesucht werden. Auch wenn sie sich nicht bei ihm festbeißen, kann er die Zecken trotzdem in seinem Fell haben und sie so in die Wohnung bringen, wo sie andere Tiere oder Menschen mit gefährlichen Krankheiten anstecken können.

Übertragbare Zecken Krankheiten

In den meisten Fällen ist die Zecke an sich garnicht gefährlich, sondern die von ihr übertragenen Krankheiten. Die kleinen Zecken beherbergen dabei viele verschiedene Krankheitserreger, die beim Blut saugen übertragen werden können. So können der geliebte Hund, aber auch wir Menschen mitunter schwer erkranken an:

  • Borreliose
  • Babesiose
  • FSME

  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • uvm.

In Deutschland kommt am häufigsten die heimtückische Borreliose vor. Jährlich werden mehrere Tausend Ansteckungsfälle bei Menschen und Tieren gemeldet. Ein Großteil davon bleibt sogar unerkannt!

Kein Wunder, denn Experten schätzen, dass etwa jede 3. Zecke den Borreliose-Erreger in sich trägt. Untersuchungen zufolge haben, je nach Region, 5 bis 20 % der Hunde Abwehrstoffe gegen Borrelien im Blut. Das ist bei uns Menschen leider nicht so und umso gefährlicher, wenn die Zecken ins Haus gelangen. Viele Hundebesitzer greifen dann gerne zu chemischen Mitteln, die widerrum mehr schaden als nutzen!

Außerdem hat eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien² gezeigt, dass der übliche Zeckenschutz beim Hund oftmals nicht ausreicht. Daher ist es umso wichtiger, die Ursache zu bekämpfen und das Immunsystem des Hundes zu stärken, so dass Krankheiten erst keine Chance haben.

Was ist aber zu tun, wenn der Hund von einer Zecke gestochen wird?

Zeckenabwehr – Entfernen und Symptome

Oftmals sind Zecken beim Hund am Kopf, im Nacken, im Schulterbereich oder auf der Brust zu finden. Trotzdem sollte man sich selber und den Hund nach jedem Spaziergang gründlich überall absuchen. Je schneller dann die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Übertragungsrisiko einer gefährlichen Krankheit. Manche Erreger brauchen etwa 16-24 Stunden um von der Zecke auf den Wirt übertragen zu werden.

Zecke beim Hund entfernen

Zecken beim Hund entfernenMit einer speziellen Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder auch einer Pinzette lässt sich die festgesogene Zecke entfernen. Wichtig ist darauf zu achten, sehr nah an der Haut und dem Zeckenkopf anzusetzen, um die Zecke nach Möglichkeit vollständig herauszulösen.

Bleibt der Kopf in der Haut des Hundes, können Entzündungen entstehen. Aber noch wichtiger ist es, den Körper der Zecke nicht zu zerquetschen, da sich hier die Erreger befinden. Die Zecke könnte sich übergeben und die Krankheitserreger so trotzdem in die Blutbahn des Hundes oder sogar in die eigene gelangen. Also die Zecke realtiv schnell, sorgsam und effektiv entfernen!

Wer sich das selber nicht zutraut oder bereits eine sehr große gerötete oder geschwollene Körperstelle sichtbar ist, sollte zum Tierarzt gehen.

Weiterhin sollte die herausgelöste Zecke nicht mit bloßen Händen zerdrückt werden, da auch hier eine gewisse Ansteckungsgefahr besteht. Besser ist die Zecke mit einem Stein zu zerdrücken oder auf einem Tuch mit einer Nadel zu zerstechen. Auch verbrennen oder in kochendes Wasser werfen, sind effektive Methoden Zecken zu töten. Zecken ins Klo werfen und runterspülen ist nicht zu empfehlen!³

Zeckenbiss Hund Symptome

Oftmals entsteht nach einem Zeckenbiss eine Rötung oder Schwellung, nachdem die Zecke beim Hund nicht ganz entfernt wurde, also der Kopf drin geblieben ist. Diese Rötung oder Schwellung kann natürlich auch auftreten, wenn die Zecke vollständig entfernt wurde, da jeder Hund und jedes Immunsystem auf einen Zeckenbiss anders reagiert. Ist der Zeckenbiss stark entzündet, empfiehlt sich auf jeden Fall, ein Tierarztbesuch.

Weitere typische Symptome beim Hund nach einem Zeckenbiss können auch Juckreiz, Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Müdigkeit u.v.m. sein.

Abschließend lässt sich folgendes feststellen:

Zecken sind eine ernsthafte Bedrohung für Mensch und Tier. Sie sind extrem widerstandsfähige und zähe Plagegeister. Weltweit gibt es ca. 800 verschiedene Arten, von denen etwa 19 in Deutschland zu finden sind.

Am Bekanntesten sind hier wohl der Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke. Tägliches Absuchen nach Zecken bzw. schnelles Entfernen, eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung und natürliche Zeckenschutzmittel sind die idealen Maßnahmen im Kampf gegen diese Parasiten!

¹http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/oppmannh_2001.pdf
²https://www.thieme.de/de/tiermedizin/wann-und-wo-zecken-hunde-stechen-39872.htm
³https://www.prosieben.de/tv/taff/video/deshalb-solltest-du-zecken-nicht-im-klo-runterspuelen-und-weitere-irrtuemer-ueber-die-blutsauger-clip

Mundgeruch beim Hund

Mundgeruch beim Hund

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Mundgeruch beim Hund – Warum? Was hilft?

Im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund kann starker Mundgeruch durchaus eine große Belastung darstellen. Wenn die ganze Wohnung oder auch das Auto unerträglich nach schlechtem Hunde Atem riecht, wird es unbedingt Zeit etwas gegen den Mundgeruch beim Hund zu tun. In vielen Fällen liegt die Ursache im Maul!

Hier können Zähne, Zahnbelag oder auch Nahrungsreste schuld am ekligen Mundgeruch sein.  Mundgeruch bei Hunden kann zudem auch vom Futter ausgelöst werden. Allerdings kann Mundgeruch auch ein Hinweis auf Erkrankungen sein, denn auch wenn der Hund krank ist, kann er unangenehm aus dem Maul riechen. Sollte sich der Mundgeruch beim Hund nicht bessern, ist ein Tierarztbesuch auf jeden Fall zu empfehlen.

Welche Krankheiten und andere Ursachen zu Mundgeruch führen können und warum sich schlechter Atem vom Futter entwickeln kann, wird im folgenden Text erklärt. Außerdem sind Tipps zu erhalten, wie gegen Mundgeruch beim Hund vorgegangen werden kann.

Welche Krankheiten können für Mundgeruch sorgen?

Manche Krankheiten haben Mundgeruch als Begleitsymptom. Häufig machen sich Zahnerkrankungen durch Mundgeruch bemerkbar. So riecht der Atem des Hundes faulig oder eitrig, wenn der Vierbeiner unter Karies, Parodontose, Gingivitis oder Zahnstein leidet. Bei Krankheiten an Zähnen oder Zahnfleisch treten neben dem Mundgeruch häufig weitere Anzeichen auf. Je nach Schweregrad kann der Hund nicht mehr richtig kauen oder verweigert sogar komplett die Futteraufnahme.

Mundgeruch beim Hund loswerden so klappt´s

Kommt der Mundgeruch von den Zähnen oder von Zahnfleischerkrankungen, dann kann bereits mit etwas Mundhygiene vieles verbessert werden. Zahnstein, Paradontose usw. lassen sich beispielsweise perfekt mit der speziell entwickelten Emmi Pet Ultraschall Zahnbürste für Hunde schonend und ohne Narkose entfernen. Auch für die tägliche, prophylaktische Mund -und Zahnpflege ist diese Zahnbürste bestens geeignet.

Mundgeruch durch Krankheiten
Doch auch andere Krankheiten kommen als Ursache für den Mundgeruch in Frage:

  • Bei einer Gastritis riecht der Atem des Hundes bitter. Diese Magenschleimhautentzündung ist häufig von Erbrechen begleitet
  • Ebenso kann Mundgeruch bei anderen Magenproblemen wie bei einer Magen-Darm-Infektion auftreten
  • Bei verstopften Analdrüsen lecken Hunde oftmals an diesen Drüsen. Nehmen sie dabei das Sekret auf, stinken sie aus dem Maul
  • Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann Mundgeruch auftreten
  • Eine Allergie kann Mundgeruch auslösen • Ekzeme an der Lefze führen zu Maulgeruch, denn die Hautfalten entzünden sich und dadurch siedeln sich Pilze und Bakterien an
  • Nach Urin riechender Atem weist auf Probleme mit der Niere hin
  • Erkrankungen der Leber können von üblem Atem begleitet sein
  • Ebenso kann die Ursache in einer Krebserkrankung oder in Tumoren im Bereich der Maulhöhle liegen

Was steckt hinter dem Mundgeruch?

Manchmal kommt es zum Verwesungsgeruch, wenn sich ein Fremdkörper im Hundemaul befindet. Zum Beispiel kann beim Spielen mit einem Stock ein Stück Holz im Zahnzwischenraum hängen bleiben. Daran haften sich Reste vom Futter, die allmählich verwesen.

Hat der Vierbeiner Aas, Müll oder ähnliches gefressen, wirkt sich das mit unangenehm riechendem Atem aus. In dem Fall ist der Mundgeruch nur kurzzeitig vorhanden. Riecht der Hund über längere Zeit unangenehm aus dem Maul, sollte tierärztlich abgeklärt werden, ob eine Krankheit Ursache dieses Symptomes ist.

Wie riecht der Hund aus dem Mund?

Art des MundgeruchsMögliche Ursachen
Süßlicher – süßer MundgeruchEin süßlich riechender Geruch kann auf einen Pilzbefall oder auf Diabetes hinweisen
Säuerlicher – saurer MundgeruchSaurer Mundgeruch hat meistens mit einem Überschuss an Magensäure zu tun. Dies kann stressbedingt sein, mit dem Futter zusammenhängen oder durch Sodbrennen verursacht werden.
Fischiger – nach Fisch riechendFischiger Mundgeruch kommt in der Regel von der Fütterung mit Fisch oder von Futter mit Fischmehl.
Nach Stuhl und Kot riechendEin nach Kot riechender Geruch ist meistens die Folge vom Kotfressen.
Blutiger –Blut – Metallisch - EisenKommt häufig bei Junghunden während des Zahnwechsels vor: Der blutig oder metallisch riechende Atem rührt von den Blutungen her, nachdem ein Zahn ausgefallen ist.
Eitriger – EiterEin eitriger, fauliger Geruch weist in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches oder der Zähne hin.
Aceton – chemischDer Mundgeruch eines Hundes, der an Diabetes erkrankt ist, hat einen chemischen Geruch, der an Aceton erinnert. Bei einigen Hunderassen tritt Diabetes gehäuft auf. Diese Krankheit zeigt sich neben Mundgeruch auch an einem erhöhten Trinkbedürfnis.
Urin - AmmoniakEin nach Ammoniak riechender Geruch ist ein Anzeichen für Erkrankungen der Nieren.

Falsches Hundefutter kann Mundgeruch fördern

Falsches Futter kann zu Mundgeruch führenMundgeruch zeigt sich oftmals durch falsches Hundefutter. Manches – meist sehr günstige – Trockenfutter riecht bereits beim Öffnen der Verpackung schlecht. In billigem Hundefutter befinden sich dann auch oftmals  Schlachtabfälle und in einigen Fällen auch Zutaten, die nicht in den Hundemagen gehören. Hunde, die solche Futtersorten regelmäßig fressen, haben meistens einen übelriechenden Mundgeruch.

Zucker im Hundefutter?

Ebenso führt zuckerhaltiges Hundefutter zu schlechtem Atem, zumal Zucker für Karies, Zahnstein und andere Erkrankungen mitverantwortlich ist und diese wiederum Mundgeruch verursachen können. Hochwertiges Hundefutter enthält weder Zucker noch andere ungesunde Bestandteile. Somit kann durch das richtige Hundefutter auch kein Zahnstein entstehen. Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob Trockenfutter oder Nassfutter gefüttert wird. Wichtig ist, dass kein Zucker oder Zuckersatzstoffe enthalten sind.

Hingegen der weit verbreiteten Meinung, dass Trockenfutter die Zähne reinigt, ist die Gabe von Nassfutter oder B.A.R.F. zu bevorzugen, da dies der natürlichen Ernährung des Hundes einfach am nächsten kommt und gerade von sensiblen Hundemägen besser vertragen wird.

Kommt es bei einer Futterumstellung zu Mundgeruch, sollte abgeklärt werden, ob der Hund Bestandteile des neuen Futters nicht verträgt. Dies gilt auch bei Mundgeruch trotz Nassfutter oder BARF. Generell kann es bei Futterunverträglichkeiten zu Maulgeruch kommen.

Außerdem wirken sich stark riechende Nahrungsmittel wie Pansen oder Knoblauch auf den Atem aus. In dem Fall kann mit Kräutern – beispielsweise mit Petersilie – gegen den Mundgeruch vorgegangen werden.

Zahnwechsel beim Hund und Mundgeruch

Mundgeruch durch ZahnwechselBeim Zahnwechsel kann sich durch die leichten Blutungen, die durch den Zahnausfall bedingt sind, ein metallischer Mundgeruch einstellen. Dieser Geruch hält aber nur kurz an. Manchmal entzündet sich jedoch das Zahnfleisch an bereits lockeren Zähnen: Futterreste bleiben zwischen lockerem Zahn und Zahnfleisch hängen und es bilden sich Fäulnisbakterien. Dies führt zu einem übel riechenden Atem.

Beim Zahnen kann es zur Eiterbildung kommen, wenn ein Milchzahn abbricht. Bei manchen Junghunden wächst bereits der neue Zahn, obwohl der Milchzahn noch nicht ausgefallen ist. Auch dann kann sich Eiter bilden, der letztlich Mundgeruch verursacht.

Mundgeruch Hund Homöopathie

Homöopathische Mittel und Schüssler Salze können gut gegen Mundgeruch helfen. Natürlich ist das Mittel der Wahl immer von Hund zu Hund und deren Symptome unterschiedlich. Folgende homöopathische Mittel könnten bei Mundgeruch vom Hund in Frage kommen:

Homöopathisches Mittel gegen MundgeruchWirkung
Acidum hydrochloricumWird hauptsächlich bei Ekzemen, Verdauungsproblemen und Gastritis angewendet.
BovistaBietet sich bei Mundgeruch durch Blutungen bei Zahnwechsel an.
Carbo animalisBei Mundgeruch aufgrund Verdauungsproblemen, Sodbrennen oder Gastritis.
Mercurius bijodatusWenn Mundgeruch durch Entzündungen oder Vereiterungen der Mandeln oder durch Halsschmerzen ausgelöst wird.
Mercurius cyanatusMaulgeruch wegen Entzündungen im Rachen oder des Zahnfleisches.
Mercurius dulcisWenn Lebererkrankungen Grund für den Mundgeruch sind.
Natrium chloratumBei schlechtem Atem aufgrund einer Zahnfleischentzündung oder Erkältung.
Auch Schüssler Salze können gut bei schlechtem Atem angewendet werden. Hier eignen sich Schüssler Salz Nr. 2 (Calcium Phosphoricum) oder Schüssler Salz Nr. 5 (Kalium Phosphoricum). Daneben stehen noch Hausmittel und Kräuter zur Verfügung, die ebenfalls als Gegenmittel bei Mundgeruch eingesetzt werden können.

Mundgeruch Hausmittel

  • Petersilie, Basilikum oder Pfefferminze kleinhacken und ins Futter geben
  • Ingwer, Thymian oder Zimt unters Futter mischen
  • Kräuter Hundekekse backen
  • Frisches Obst füttern, beispielsweise Apfelschnitze
  • Eine ganze, rohe Mohrrübe/ Karotte zum Zerkauen geben
  • Bierhefetabletten
  • Knochen oder natürliche Kauartikel
  • Zähne putzen

11 Tipps, um Mundgeruch beim Hund loszuwerden

Mundgeruch beim Hund durch Leckerli

Wie oben beschrieben kann Mundgeruch mittels Homöopathie oder Schüssler Salzen zum Verschwinden gebracht werden. Folgend weitere Tipps, um den unangenehmen Maulgeruch zu behandeln:

  1. Da Mundgeruch beim Hund häufig mit Problemen an Zähnen oder Zahnfleisch zusammenhängt, sollte dem Vierbeiner so früh wie möglich angewöhnt werden, dass er sich von seinen Menschen die Zähne putzen lässt. Dazu stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, beispielsweise eine Fingerzahnbürste.
  2. Auch mit Kauknochen, frischen rohen Knochen oder hochwertigem Trockenfutter sorgt man wie nebenbei für geputzte Zähne. Bekommt der Hund regelmäßige diese Möglichkeit zur Zahnpflege, entsteht eher selten Zahnstein.
  3. Sind bereits Zähne oder Zahnfleisch erkrankt, sollte dies umgehend vom Tierarzt behandelt werden.
  4. Der Rachenraum sollte kontrolliert werden, ob sich eventuell ein Fremdkörper oder Futterreste in den Lefzen oder in Zahnzwischenräumen befinden.
  5. Liegt die Ursache für den Mundgeruch in einer Überproduktion von Magensäure, sollte der Hund seine tägliche Ration an Futter auf kleinere Portionen verteilt bekommen. Ebenso könnte Stress hinter dem Magenproblem stecken, sodass im ersten Schritt die Stressfaktoren erkannt werden müssen.
  6. Als wirksames Hausmittel gegen Mundgeruch empfiehlt sich Petersilie, die möglichst frisch unter das Futter gemischt werden kann.
  7. Auch Minze hilft dabei, den unangenehmen Atem loszuwerden.
  8. Auf zuckerhaltige Futtersorten sollte ganz verzichtet werden und dies durch hochwertiges und gesundes Hundefutter ersetzt werden.
  9. Auch getreidefreies Futter wirkt sich häufig positiv auf den Atem aus.
  10. Falls der Hund gerne Gemüse frisst, kann man ihn rohe Möhren oder auch Äpfel knabbern lassen. Diese Hausmittel wirken besonders gut, wenn der Vierbeiner sich an Aas, Kot oder ähnlich übelriechenden Dingen gelabt hat.
  11. Natron und Heilerde sind weitere Hausmittel gegen Hunde Mundgeruch.

Wenn nichts hilft, ab zum Tierarzt

Falls der Mundgeruch beim Hund schon über längere Zeit anhält und scheinbar nicht vom Futter oder von Zahnproblemen verursacht wurde, sollte tierärztlich nach dem Grund des Maulgeruchs gesucht werden. Steckt eine ernsthafte Krankheit hinter dem Mundgeruch, ist dies in der Regel am Allgemeinbefinden des Vierbeiners zu erkennen.

Die häufigsten Fragen zu Mundgeruch beim Hund

Oftmals lässt sich sporadischer Mundgeruch schlicht und einfach auf Reste des vorher verspeisten Hundefutters zurückführen. Besonders nach dem Genuß von Fisch oder Pansen riecht der Hund anders aus dem Maul, als nach einem Hundefutter mit Huhn oder Rind.

Wichtig ist ganz einfach auf eine hochwertige Ernährung zu achten und damit dem Hund alle Nährstoffe, die er für ein gesundes Leben braucht, zukommen zu lassen. Hochwertiges Hundefutter enthält keinen Zucker, keine künstlich hergestellten Süßstoffe oder Zuckerersatzstoffe. Das ist in der Regel alles, was mit der Endung -ose aufhört z.B.

  • Saccharose (Zucker)
  • synthetische Fructose
  • Glucose aus Kartoffel-, Weizen- oder Maisstärke
  • künstliche hergestellte Maltose
  • Saccharin (E 954)
  • Melasse
  • Aspartam

Fehlen diese Inhaltststoffe kann auch kein bis kaum Karies, Zahnbelag oder Zahnstein entstehen, was oftmals der Auslöser für Mundgeruch ist. Zur weiteren Zahnpflege bieten sich Knochen oder natürliche Kauartikel, auf jeden Fall OHNE Zucker an.

Wenn der Mundgeruch eher aus dem Magenbereich kommt, kann dies auf eine Erkrankung der inneren Organe hinweisen. So kann Mundgeruch beispielsweise von einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung), einem Magengeschwür oder einem Magen-Darm Infekt kommen, aber auch auf Nierenkrankheiten, Diabetes oder Lebererkrankungen hinweisen.

Falls der Verdacht auf eine ernsthafte Krankheit vorliegt, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Mundgeruch auf ein Magensäure Problem beim Hund hinweist. Um dies in den Griff zu bekommen, sollten die Futterrationen auf mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag aufgeteilt werden. Auch eine Futterumstellung auf hochwertiges Hundefutter könnte gegen Mundgeruch aus dem Magen helfen.

Dass der junge Hund beim Zahnwechsel starken Mundgeruch bekommen kann, ist keine Seltenheit. Dieser Mundgeruch entsteht in der Regel dadurch, dass sich das Zahnfleisch an den lockeren, aber noch nicht ausgefallenen Milchzähnen entzündet.

So können Blutungen entstehen, Nahrungsreste und Fäulnisbakterien in den Zwischenräumen hängenbleiben oder der betroffene Zahn faulig riechen. Dieser unangenahme Welpenmundgeruch sollte spätestens nach dem Zahnwechsel wieder verschwunden sein.

Auch Kiefererkrankungen und darunter liegender Eiter könnte eine Ursache des Mundgeruchs sein. Desweiteren spielt natürlich auch die richtige Ernährung eine entscheidene Rolle. Sollte der Mundgeruch aber länger anhalten, empfiehlt sich der Gang zum Tierarzt, um ernsthafte Krankheiten auszuschließen.


Hilfe bei Mundgeruch beim Hund






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Haarausfall beim Hund

Der Haarausfall beim Hund, kann verschiedene Ursachen haben. Diese probieren wir hier zu klären. Das flächenmäßig größte Organ vom Hund ist seine Haut, die zusammen mit den Haaren als Fell bezeichnet wird. Der Gesundheitszustand des Hundes spiegelt sich genau hier auch wider. Hat der Hund ein schönes, glänzendes Fell, dann ist das ein Zeichen für seine gute Gesundheit. Es gibt aber auch Hunderassen, welche nicht haaren und für Allergiker sehr geeignet sind.

Juckt sich der geliebte Vierbeiner aber ständig? Hat die Fellnase stumpfes und/oder schuppiges Fell, büschelweise Haarausfall oder sogar bereits kahle Stellen? Das alles sind Warmsignale des Körpers und sollten unbedingt hinterfragt werden.

Natürlich muss zuerst zwischen dem natürlichen Fellwechsel, der ungefähr zweimal im Jahr stattfindet und einer eventuell ernst zu nehmenden Krankheit unterschieden werden. Auch eine falsche Fütterung und die fehlenden Nährstoffe führen zu Haarausfall und Fellverlust beim Hund.

Typische krankhafte Haarausfall Symptome

Vom Haarausfall sind besonders gern langhaarige Hunderassen mit viel Unterwolle betroffen. Um einen eventuell krankheitsbedingten Fellausfall rechtzeitig zu erkennen, sollten auf diese Symptome geachtet werden:

  • starke Schuppenbildung
  • ungewöhnliche Hautrötungen
  • kahle Stellen

Natürlicher Fellwechsel im Frühjahr & Herbst

Sicherlich müssen hinter starkem Fellausfall nicht immer gleich Hundekrankheiten oder Fütterungsfehler stecken. Wenn der Haarausfall beim Hund ohne Juckreiz auftritt, ist es in vielen Fällen schlicht und einfach der natürliche Fellwechsel des Hundes.

In der Regel findet er bei fast jedem Hund zweimal im Jahr statt. Angesichts steigender oder sinkender Temperaturen und einem längeren oder kürzeren Tageslicht entstehen spezielle Hormone, die den Fellwechsel beim Hund anregen. Besonders im Frühjahr ist der Fellverlust extrem hoch, wenn der Hund sein dickes Winterfell verliert.

Aufgrund von klimatischen Einflüssen (kalter Frühling, warmer Herbst) kann der Hund aber auch irritiert werden, so dass sich der Fellwechsel verkürzt oder auch verlängert. Um den geliebten Vierbeiner beim Fellwechsel zu unterstützen, können Herrchen oder Frauchen mithelfen, indem der Hund regelmäßig gebürstet wird. Allerdings sollte unbedingt darauf geachtet werden, in Fellwuchsrichtung zu bürsten.

Tipp: Allerdings unterliegen nichthaarende Hunderassen wie zum Beispiel der Malteser, der Pudel oder der Bolonka Zwetna nicht dem saisonalen Fellwechsel. Sollten diese Rassen haaren, ist stets Achtung geboten.

Krankhafter Haarausfall bei Hunden Ursachen

Würmer – Haarausfall beim Hund durch parasitäre Würmer ist keine Seltenheit! Die Spul- und Bandwürmer sind dabei die häufigsten Vertreter ihrer Art. Meistens verliert der Hund dann büschelweise Haare oder hat kahle Stellen. Auch Trägheit, Durchfall, Blutarmut und Verdauungsstörungen können auftreten.

Das Ansteckungsrisiko mit Würmern ist extrem hoch, denn der Hund muss nur an befallenen, Hinterlassenschaften infizierter Vierbeiner riechen und lecken, schon kann er sich mit Wurmeiern anstecken. Auch Mücken sind übrigens Wurmüberträger. Die Wurmeier wandern dann in den Darm und wachsen hier heran.

Ein gesundes Immunsystem und eine intakte Darmflora sollten mit einem Wurmbefall alleine klarkommen, zumal Würmer (Endoparasiten) auch zu den wichtigsten Parasiten im Körper aller Säugetiere zählen und durchaus ihre Daseinsberechtigung haben.

Allerdings sollte ein akuter Befall mit Würmern unbedingt behandelt werden. Zur Unterstützung und Vorbeugung bietet sich eine natürliche Wurmkur und/oder eine natürliche Darmreinigung an.

Eine regelmäßige chemische Wurmkur ist eher nicht sinnvoll, da solch eine „Chemiekeule“ das Immunsystem eher angreift und nicht vorbeugend wirkt, sondern nur bei einem akuten Befall Abhilfe schafft.

Zecken – Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten und können sehr viele Krankheiten auf den Hund und den Menschen übertragen. Dabei steht die, vielen bekannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gar nicht an erster Stelle, sondern die heimtückische Borreliose ist hier viel gefährlicher.

Außerdem können Zecken auch die gefährliche Babesiose¹ und Anaplasmose² auf den Hund übertragen. Oftmals entsteht dann ein kreisrunder Haarausfall nach einem Zeckenbiss beim Hund.

Pilze – Pilzbefall ist eine weitere erwähnenswerte Ursache für starken Haarausfall bei Hunden und ist hoch ansteckend. Der geliebte Vierbeiner ist besonders anfällig für Pilzbefall, wenn sein Immunsystem geschwächt ist.

Gerade Welpen (Auch die Ernährung bei Welpen spielt eine wichtige Rolle.) und schwache bzw. ältere Hunde sind hier gefährdet. Das Immunsystem kann aber auch beispielsweise durch Krankheiten, Medikamentengabe oder eine nicht bedarfsgerechte Ernährung geschwächt werden.

Welpen leiden häufiger an Pilzbefall

Die häufigste vorkommende Form beim Hund ist der Hautpilz (Dermatophytose³). Charakteristisch für einen Hautpilz ist ein kreisrunder Haarausfall, der scharf vom restlichen Fell abgegrenzt ist. Auch Hautentzündungen, allergische Reaktionen und/oder Krustenbildungen sind mögliche Symptome einer Pilzinfektion.

Die Ohren, das Gesicht, der Schwanz und die Gliedmaßen sind beim Hund meistens betroffen. Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Aber auch asymptomatische Tiere, die keinerlei sichtbare Anzeichen haben, können Pilzüberträger sein.

Weiterhin kann sich der Hund indirekt über die infizierte Umgebung anstecken, wenn zum Beispiel die gleichen Bürsten oder Betten benutzt werden. Auch Menschen sind gefährdet, da Pilze ein sehr hohes Ansteckungsrisiko haben. Die Ausbreitung der Pilze wird dann durch ein feuchtwarmes Klima noch begünstigt.

Stress – Hunde sind auch Lebewesen ;-), die bei stressigen Situationen und/oder Veränderungen ebenfalls mit Fellverlust reagieren können. Dabei ist insbesondere ein Umzug, eine Futterumstellung oder auch die Anschaffung eines neuen Haustieres für sensible Hunde sehr nervenaufreibend. Durch Lecken und Kratzen können sie dann ihren Stress abbauen, was wiederum zu Haarausfall führen kann.

Wichtig ist in solch einer speziellen Stresssituation besonders auf den Hund einzugehen und sonst auch viel Aufregung zu vermeiden.

Hormone (Trächtigkeit, Pubertät, Kastration) – Der Hormonhaushalt vom Hund wird nach einer Kastration, in der Trächtigkeit, während des Säugens und in der Flegelphase gehörig auf den Kopf gestellt. Kein Wunder, dass es bedingt durch diese Hormonumstellungen zu Haarausfall und Veränderungen des Fells kommen kann.

Gerade Rüden neigen zu hohem Fellverlust in ihrer pubertären Phase. Haarausfall bei alten Hunden, aufgrund des steigenden Östrogenmangels, ist ebenfalls keine Seltenheit. Viel Liebe und regelmäßiges Bürsten helfen beim Fellverlust von hormongeplagten Hunden.

Milben – Milben sind kleine Spinnentieren, die allerdings selber keine Krankheiten übertragen, sondern durch sie können bei einem geschwächten Immunsystem und Fehlernährung Folgekrankheiten entstehen. Zum Artikel: Milben beim Hund

Diese mikrokleinen Tierchen kommen fast überall vor, man findet sie beispielsweise nicht nur im Gras, in der Wohnung oder im Bett, sondern sogar mitunter im Hunde Trockenfutter und natürlich auch beim Hund selber. In warmen und feuchten Stellen und Körperregionen fühlen sich Milben am wohlsten.

Eine perfekte Stelle beim Hund sind daher seine Ohren. Hier ist es schön warm, feucht und eher schlecht belüftet. Die so genannten Ohrmilben lösen dann einen starken Juckreiz aus und so kann es beim Kratzen mit den Hundekrallen zu schlimmen Entzündungen oder Trommelfellschädigungen kommen.

Aber auch Demodikose, Räude oder Raubmilbenbefall sind typische Erkrankungen, die durch Milben hervorgerufen werden können. Symptome sind mitunter schuppige haarlose Hautstellen, Haarausfall, Mitesser, Pusteln, Furunkel, Rötungen, Faltenbildung, Hautverdickungen oder Verhornungen.

Flöhe – Flöhe lösen nicht nur starken Juckreiz aus, sondern können allergische Reaktionen und Fellverlust hervorrufen. Die Flohallergiedermatitis (FAD) ist dabei die meist verbreitete Hundeerkrankung, bei der die Floh-Speichelproteine eine allergische Hautreaktion auslösen.

Außerdem sind diese kleinen Nervensägen auch auf uns Menschen übertragbar und nicht so einfach loszuwerden. Erkennen kann man einen Flohbefall indem, mit einem sehr feinen Kamm, durch das Fell gebürstet wird. Sind 1-4 mm große schwarze Punkte erkennbar, dann handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Flöhe, gegen die sofort etwas unternommen werden sollte.

Läuse – Läuse sind ebenfalls Parasiten, die Fellverlust, Juckreiz oder Allergien bei Hunden auslösen können. Dabei saugen sie das Blut des befallenen Hundes, was eben an der betroffenen Stelle zu diesen Symptomen führen kann. Läuse kommen zwar beim Hund nicht so oft vor wie Flöhe, sind aber ebensolche Quälgeister. Sie sind hoch ansteckend und hüpfen von Tier zu Tier oder auch auf uns Menschen. Erkennbar sind die schwarzen, hüpfenden Läuse bei der Fellpflege.

Allergien (z.B. Futtermittelallergie) – Stumpfes, glanzloses Fell, Haarausfall, trockene Haut, Juckreiz und/oder Schuppen beim Hund können auf eine Allergie hindeuten. Dabei kann der Hund auf Stoffe in der Umgebung allergisch reagieren oder auch auf Inhaltsstoffe in seinem Futter.

Eine Futtermittelallergie kommt in der heutigen industriellen Zeit leider immer häufiger vor. Um festzustellen, ob der Hund an einer Allergie leidet, eignet sich ein entsprechender Allergietest beim Tierarzt.

Als Alternative bieten sich noch die Bioresonanz oder die Dunkelfeldmikroskopie an. Jedoch sind diese Tests nicht zu hundert Prozent sicher. Wer es ganz genau wissen möchte, der macht, bei dem Verdacht auf eine Futtermittelallergie, eine Ausschlussdiät.

Nährstoffmangel – Auch ein bestehender Nährstoffmangel kann eine Ursache für starken Haarausfall und stumpfes Fell oder andere, schwere Folgekrankheiten darstellen. Nicht nur minderwertiges Hundefutter, sondern auch eine unausgewogene Fütterung, beispielsweise beim Barfen (B.A.R.F. = biologisch artgerechte Rohfütterung) kann Schuld daran sein.

Viele Hundebesitzer möchten Ihren Vierbeinern etwas Gutes tun und das Hundefutter selber zubereiten. Die Gefahr besteht hier darin, dass B.A.R.F Rationen oder selbst gekochte Menüs oft nicht ausgewogen genug sind und nicht alle benötigten Nährstoffe für den Hund enthalten. Hinzu kommt, dass oftmals auch Fleisch aus dem Discounter verwendet wird, was an sich kaum noch Nährstoffe besitzt und Antibiotika oder andere chemische Mittel enthalten kann.

Um den Hund vollwertig zu ernähren, braucht es schon ernährungswissenschaftliche Kenntnisse auf diesem Gebiet.

Futterumstellung – Der Hund haart nach einer Futterumstellung? Das ist nicht ungewöhnlich, denn der Körper und der gesamte Stoffwechsel müssen sich erst einmal an das neue Futter gewöhnen. Wichtig ist ein hochwertiges Hundefutter mit hohem Fleischanteil und ohne künstliche Zusatzstoffe zu füttern.

Gerade, wenn der Hund vor der Futterumstellung minderwertiges Hundefutter bekommen hat, kann extremer Haarausfall, neben Verdauungsproblemen, auch eine Entgiftungsreaktion des Körpers sein. Bei manchen Hunden erneuert sich auch das komplette Fell und eventuell überflüssige Unterwolle wird auf diesem Weg gleich mit entfernt. Dadurch verliert der Hund extrem viele Haare.

Wichtig ist bei der Futterumstellung auf das Allgemeinbefinden zu achten. Ist der Hund nicht müde und schlapp, sondern fit und aktiv, tut ihm das neue Futter gut. Solange er keine kahlen Stellen, starken Juckreiz, Verkrustungen oder ähnliches bekommt, ist der Haarausfall kein Grund zur Sorge. Auch hier hilft viel bürsten und abwarten. Eine Futterumstellung kann bis zu 8 Wochen dauern.

Raumklima – Ist der Hund fit, hat insgesamt dichtes und glänzendes Fell? Verliert er aber trotzdem viele Haare und neigt zu Schuppen? Liegen keine Krankheiten vor und gab es keine Futterumstellung? Dann kann der Fellverlust mitunter auch am Raumklima liegen.

Besonders im Winter macht die trockene Heizungsluft auch unseren Vierbeinern zu schaffen. Die Folge kann trockene Haut mit Schuppenbildung und/oder Fellausfall sein. Abhilfe schafft hier oftmals ein Raumluftbefeuchter und regelmäßiges Lüften, um das Raumklima zu verbessern.

Sollte der Hund trotzdem weiter zu Fellverlust und Schuppenbildung neigen, sollte ein Parasitenbefall oder eine Stoffwechselkrankheit ausgeschlossen werden. Um das Fell und die Haut des Hundes zu stärken empfiehlt es sich ihn viel zu bürsten und ein natürliches Shampoo (z.B. Neemöl, Teebaumöl) gegen Haarausfall bei Hunden anzuwenden.

Hausmittel gegen Haarausfall beim Hund

Was dem Hund bei Haarausfall helfen und unterstützen kann, sind altbewährte Hausmittel. So ist die Gabe von Bierhefe gegen Haarausfall bei Hunden durchaus eine Möglichkeit den Fellverlust wieder in den Griff zu bekommen. Auch verschiedene Öle können zur Unterstützung dienen und dem Hund zu mehr Gesundheit verhelfen.

Welches Öl bei Haarausfall vom Hund

Die Gabe von Öl zum Hundefutter ist gerade bei Haarausfall sehr zu empfehlen. Die wertvollen Omega 3 Fettsäuren unterstützen das komplette Immunsytem vom Hund und somit auch seine Haut und das Fell. So können Hautprobleme, Schuppen oder Fellverlust auf natürliche Weise behoben werden. Wer seinem Hund bei starken Juckreiz oder extremen Fellausfall etwas Gutes tun möchte, der kann durchaus auf dieses altbewährte Hausmittel zurückgreifen, aber am Besten in BIO Qualität. In der Regel sind die verschiedenen Öle auch gut verträglich. Besonders bewährt gegen Haarausfall beim Hund haben sich diverse Fischöle wie z.B. Lachsöl. Aber auch Distelöl oder Leinöl sind eine gute und gesunde Ergänzung zum täglichen Hundefutter.
Natürlich sollte bei schweren Fällen und langanhaltendem extremen Fellverlust ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden.

Haarausfall Hund Homöopathie

Auch die Veabreichung von homöopathischen Globuli und/oder Schüssler Salze kann gegen Haarausfall beim Hund helfen, besonders wenn der Mineralstoffhaushalt gestört ist.

Haarausfall Hund Schüssler Salze

Es gibt verschiedene Schüssler Salze für verschiedene Beschwerden. Es sind Mineralsalze, die den Mineralstoffhaushalt des Hundes wieder ankurbeln und so auf natürliche Weise eine Heilung oder zumindest Linderung schaffen können.

  • Nr.6 Kalium sulfuricum: gegen Haarausfall, insbesondere büschelweise
  • Nr.8 Natrium chloratum: bei stumpfen und trockenem Fell
  • Nr.11 Silicea: bei Haarausfall und struppigem, sprödem Fell

Was tun gegen Haarausfall beim Hund

UrsachenMögliche SymptomeMaßnahmen
Natürlicher
saisonaler Fellwechsel
Hund verliert zeitweise Haareregelmäßig bürsten und abwarten
WürmerBüschelweiser Haarausfall, kahle Stellen
Außerdem: Trägheit, blutiger Durchfall, Gewichtsverlust, Erbrechen
Immunsystem stärken, Darmreinigung, Entwurmen, Ernährung anpassen
ZeckenKreisrunder Haarausfall
Außerdem: Juckreiz, Trägheit, Fieber
Zecke schnellstmöglich entfernen, natürliche Zeckenschutzmittel z.B. Bierhefe, Knoblauch, Kokosöl
HautpilzKreisrunder Haarausfall mit scharfer Abgrenzung
Außerdem: Entzündungen, Juckreiz, Verkrustungen
Tierarzt aufsuchen, Desinfektion der Umgebung
StressZeitweiser HaarausfallKeine Überforderung, Ruhephasen einplanen, Liebe und Verständnis zeigen
Hormonbedingter HaarausfallFellausfall- und veränderungenAbwarten, bürsten, hochwertiges Futter
MilbenSchuppige, haarlose Hautstellen, starker Haarausfall
Außerdem: ständiges Jucken und Kratzen, Hautprobleme
Tierarzt aufsuchen, Immunsystem stärken, Ernährung anpassen
FlöheFellverlust
Außerdem: Juckreiz
Floh Test, Flohpräparate, gründlich putzen und desinfizieren
LäuseFellverlust
Außerdem: Juckreiz, Allergien
Läusemittel z.B. Neemöl, Neem Shampoo, Kokosöl
Umgebung desinfizieren
AllergieStumpfes & glanzloses Fell, Haarausfall
Außerdem: trockene Haut, Juckreiz und/oder Schuppen
Allergietest, Ausschlussdiät
NährstoffmangelGlanzloses, stumpfes Fell und Haarverlust
Außerdem: Folgekrankheiten (oft erst viel später)
Hochwertiges Alleinfuttermittel z.B. Trockenfutter, Öl
FutterumstellungHaarausfall
Außerdem: Verdauungsprobleme
RaumklimaFellausfall
Außerdem: Trockene Haut, Schuppen
Lüften, Luftbefeuchter, bürsten, Öl

¹https://de.wikipedia.org/wiki/Babesiose_des_Hundes
² – https://www.thieme.de/de/tiermedizin/anaplasmose-hund-90347.htm
³ – https://hauttierarzt.de/dermatophytose/
⁴ – http://www.parasitenfrei.de/de/erkrankungen/erkrankungen-des-hundes/floehe/
⁵ – http://www.heilpraktiker.org/bioresonanzdiagnostik

⁶ – https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelfeldmikroskopie


Hilfe bei Haarausfall beim Hund






Natürliche Darmsanierung beim Hund

Natürliche Darmsanierung beim Hund

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Natürliche Darmsanierung beim Hund

Heute geht es um die natürliche Darmsanierung beim Hund. Nachdem wir über die Verdauung bei Hunden, sowie die über die richtige Entgiftung geschrieben haben, kommt nur der letzte Beitrag dazu.

Zwischen Körper und Außenwelt des Hundes ist der Darm die größte Fläche. Die vielfältige Keimbesiedling der Darmschleimhaut wird unter den Begriff Darmflora zusammengefasst. Dies ist ein mikro-ökologisches System, das einer ganzen Reihe von Aufgaben nachkommen muss.

So zählt nicht nur die Resorption von Nährstoffen und auch Schadstoffen, die Stimulation des Darm-Immunsystems und die Anregung der Darmbewegungen dazu, sondern sogar die Produktion von Substanzen, die Krankheitserreger beseitigen können.

Dabei spielen die milchsäurebildenden Bakterien, die für das schwach saure Darm-Milieu verantwortlich sind, eine entscheidende Rolle. In einem gesunden Darmmilieu können sich krankhgeitserregende Fäulniskeime nicht übermäßig vermehren.

Die Darmschleimhaut hat jedoch ständig Kontakt mit Schadstoffen aus Nahrungsmitteln und der Umwelt oder Antigenen wie Pilze, Bakterien, Viren, Parasiten uvm. Genau aus diesem Grund hat sich im Darm, zusammen mit der Darmflora, das größte Immunsystem des Körpers entwickelt.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ein gestörter Darm immer ein geschwächtes Immunsystem nach sich zieht und in den meisten Fällen die unterschiedlichsten Krankheiten und Folgekrankheiten entstehen.

Auch Futtermittelunverträglichkeiten und die ständig steigenden Futtermittelallergien können ihren Ursprung im Darm haben.

Wann ist eine Darmsanierung sinnvoll?

Wenn die Darmflora vom Hund gestört ist, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Darmreinigung zu machen. Eine natürliche Darmsanierung ist besonders nach Giardien, Impfungen, Antibiotika oder Cortison Gabe oder auch einer chemischen Wurmkur sehr sinnvoll und sollte auch unbedingt durchgeführt werden.

Nur so kann sich die Darmflora des Hundes auf natürlichem Weg wieder aufbauen und gesund bleiben. Aber nicht nur Krankheiten oder chemische Mittel verlangen vom Darm und der Darmflora Höchstleistungen ab.

Nach einer herkömmlichen chemischen Wurmkur zum Beispiel braucht der Darm 5 -7 Monate um sich wieder vollständig zu regenerieren. Umso schlimmer ist, es wenn solch eine chemische Wurmkur, wie von vielen Tierärzten empfohlen wird, alle 3 Monate gemacht wird.

Zum Einen kann sich der Darm nie richtig erholen und zum Anderen wirkt diese Chemiekeule auch nicht wie eine Impfung als Schutz für die Zukunft. Solch eine Wurmkur hat also keine vorbeugende Wirkung und kann bei akutem Befall immernoch jederzeit gegeben werden.

Außerdem kommt ein gesundes Immunsystem mit Würmern, die übrigens jeder Hund in sich hat, auch allein klar. Wenn jedoch Kleinkinder oder ältere Menschen Kontakt mit dem Hund haben, empfiehlt sich, zum Schutz vor eventueller Ansteckung, als Alternative ein natürliches Wurmmittel für Hunde zu geben. Bewährt haben sich hier spezielle Kräutermischungen!

Frage: Nehmen Sie täglich eine Kopfschmerztablette, obwohl Sie keine Kopfschmerzen haben?

Regelmäßige Darmreinigung beim Hund

Wie wir bereits wissen, schädigen Umweltgifte, Stress, Schadstoffbelastungen und ungesundes Industriefutter täglich den Darm und das komplette Immunsystem des Hundes. Daher ist es ratsam eine Darmreinigung regelmäßig durchzuführen, um den Hund und seinen Stoffwechsel zu stärken. So haben Krankheiten erst gar keine Chance!

Wie Hippokrates schon sagte: „Der Tod sitzt im Darm“

Generell empfiehlt es sich, erst einmal den Körper mit einer Darmreinigung „sauber“ zu machen, um so eine solide Grundlage für eine eventuell bevorstehende Entgiftung zu schaffen. Eine Darmsanierung und eine Entgiftung sollte generell immer getrennt werden, denn viel hilft nicht immer viel.

Doch bevor überhaupt eine Darmsanierung Sinn macht, sollte zuerst einmal die Ernährung vom Hund optmiert werden. Eine sehr gute Alternative wäre hier schwedisches Hundefutter, da die Qualitätsansprüche in Schweden viel höher sind als hier zu Lande. Doch wie mache ich eine Darmsanierung beim Hund? 

Natürliche Darmreinigung zuhause

Eine natürliche Darmreinigung und die anschließende Darmsanierung beim Hund kann ganz einfach zu Hause gemacht werden. Dafür sind grundsätzlich keine speziellen Kenntnisse nötig. Wichtig ist daruf zu achten, dass die Darmreinigung und der Darmaufbau konsequent und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Gesunde Darmflora aufbauen mit Hausmittel oder Homöopathie

Für eine sehr sanfte und schonende Darmreinigung bieten sich diverse Hausmittel an. Sie besitzen eine darmreinigende Eigenschaft und können auch täglich angewendet werden, um Einschränkungen und Problemen im Darmbereich vorzubeugen. Auch in der Homöopathie finden sich einige Dinge für eine sanfte und natürliche Darmsanierung, sowie zur Unterstützung des gesamten Immunsystems.

Allerdings ist auch nicht jedes Hausmittel oder homöopathisches Mittel für jeden Hund geeignet. Gerade bei sehr empfindlichen Hunden ist Obacht zu geben, was sie letztendlich gut vertragen und was dem Körper gut tut. Auch sollte dem Organismus genug Zeit für eine langsame Gewöhnung und Umstellung gegeben werden.

Hausmittel zur Darmreinigung

Ballaststoffe (z.B. Leinsamen , Chiasamen, in Gemüse und Obst)

Strikt genommen sind Ballaststoffe keine Darmreinigungshausmittel, sondern selber Darmreiniger. Zum Größtenteil sind Ballaststoffe unverdaulich für den Hund, haben aber viele gesunde Eigenschaften! Sie quellen im Magen-Darm auf und der Verdauungsbrei wird voluminöser sowie weicher. So regulieren sie auf schonende Arte und Weise die Verdauung und regen die Peristaltik an. Außerdem setzt schneller ein Sättigungsgefühl ein. Ballaststoffe können weiterhin Verstopfungen vorbeugen, die Blutfettwerte senken und den Blutzucker stabil halten.

Aloe Vera

Besonders aus der Hautpflege kennen sicherlich viele die Aloe Vera Pflanze. Aber Aloe Vera ist auch ein vielseitiges Hausmittel und kann zur schonenden Darmreinigung eingesetzt werden. Das innere Gel dieser Pflanze wirkt entgiftend. Gleichzeitig pflegt und befeuchtet es die Darmschleimhäute und unterstützt so bei der Reinigung. Außerdem stärkt Aloe Vera das Immunsystem von Innen, nicht nur bei Darmerkrankungen, sondern auch bei Atemwegs- und Hauterkrankungen.

Heilerde

Ein altbewährtes Hausmittel bei vielen Beschwerden ist Heilerde. Nicht nur Ausschlag, Insektenstiche, Gastritis oder Juckreiz bei Hunden lassen damit gut behandeln, auch zur sanften und natürlichen Darmreinigung kann die Heilerde ebenso eingesetzt werden. Unter das Hundefutter gemischt, kann die Heilerde dann Schadstoffe binden, die am Ende einfach ausgeschieden werden.

Bitterpflanzen zur Darmreinigung ( z.B. Brennessel, Löwenzahn, Artischocke )

Wunderbare Hausmittel zur Darmreinigung sind Bitterpflanzen oder auch Bitterstoffe. Sie wirken der Ansiedlung schädlicher Keime, der Ablagerung von Rückständen und Verdauungsstörungen entgegen und unterstützen so die Darmflora.

Flohsamen für die Darmreinigung

Flohsamen zählen zu den Quellstoffen und bilden bei Flüssigkeitszugabe Schleime aus, die reinigend und heilsam wirken. Daher sind Flohsamen ein ideales und sanftes Hausmittel zur Darmreinigung.

Darmsanierung Hund Homöopathie

Um das normale Gleichgewicht des Darmmilieus wieder herzustellen, empfiehlt sich zur Unterstützung die Gabe von Globuli, Schüssler Salzen oder auch Bachblüten. Das ist besonders nach der Gabe von Antibiotika, Cortison oder anderen chemischen Mitteln wichtig, damit die Darmflora wieder ausgeglichen wird und das Immunsystem richtig funktionieren kann.
Hier können homöopathische Mittel gute Dienste leisten.

Natürlich ist die Auswahl auch in diesem Bereich groß. Wer sich bei der Wahl der homöopatischen Mittel nicht sicher ist, sollte einen speziellen Tierhomöopath oder Tier Heilpraktiker zu Rate ziehen. Hier eine kleine Auswahl von homöopatischen Mitteln, die sich zur Unterstützung und zum Darmaufbau bewährt haben.

  • Schüssler Salze Nr. 4, Nr. 9 und Nr.10
  • Globuli Chamomilla, Natrium sulfuricum, Nux vomica, Okoubaka
  • Bachblüten Nr. 10 Crab Apple, Nr. 22 Oak, Nr. 23 Olive

Darmsanierung Kur für Hunde

Für eine größere, effektivere und zeitlich begrenzte Darmreinigung empfehlen sich allerdings spezielle, im Handel erhältliche, natürliche Produkte zur Darmsanierung. Besonders nach starkem Durchfall, einer Operation wie Zahn OP, Kastration ect, Medikamentengabe wie Antibiotika oder Cortison sollte solch eine Darmreinigung erfolgen.

Natürlich ist auch hier die Auswahl der Produkte, die es zu kaufen gibt, groß. Wichtig ist wie immer auf Qualität und Natürlichkeit der Darmreinigungsmittel zu achten. Außerdem sollte das gewählte Darmsanierungs Produkt die Vermehrung von den „guten“ Darmbakterien (Bifidobakterien, Lactobacillen) unterstützen, um so die gesamte Darmflora zu stärken und gleichzeitig die überschüssigen, schädlichen Bakterien binden, so dass der Hund sie mit dem Kot ausscheiden kann.

Bewährt haben sich hier Mittel, die Fructo Oligosaccharide¹/² zur Stärkung und gleichzeitig Mannan Oligosaccharide zur Schadstoffbindung enthalten.

Eine Umschichtung der Darmflora dauert in der Regel etwa 10 bis 14 Tage. In dieser Zeit können erhöhte Flatulenzen (Blähungen) und vermehrte Darmaktivität auftreten. Die komplette Darmsanierung und Gabe sollte über einen Zeitraum von 4 Wochen erfolgen.

Eine ganz genaue Dauer und Anleitung für die natürliche Darmreinigung gibt es jedoch nicht. Dies ist von Hund zu Hund verschieden und sollte ganz individuell entschieden werden.

ABER:
Ohne Zweifel ist die wichtigste Maßnahme für eine dauerhaft gesund bleibende Darmflora die tägliche artgemäße natürliche Ernährung vom Hund. Entscheidend ist immer auch die Herkunft der Zutaten, sowie eine richtige Futterumstellung. Außerdem sollte nicht bei jeder Bagatellerkrankung gleich zu Antibiotika, Cortison und Co. gegriffen werden.

¹https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/Fachgruppen/Lebensmittelchemiker/Arbeitsgruppen/fde/fde_inulin.pdf
² – Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20050948


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