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Zahnstein bei Hunden

Zahnstein bei Hunden

Zahnstein bei Hunden

Nicht nur bei uns Menschen ist die Zahnpflege extrem wichtig, auch unsere Hunde bleiben vor Zahnstein und Co., oftmals nicht verschont. Mittlerweile haben immer mehr Haushunde Probleme mit den Zähnen. Dabei leiden 4 von 5 Hunden über 3 Jahren an Zahnfleischproblemen aufgrund von Zahnbelag oder Zahnstein.

Dies kann mitunter schreckliche Schmerzen verursachen. Auch Mundgeruch, Parodontose und dunkle, sowie schmerzende Zähne sind mögliche Folgen. Wenn dann irgendwann jeder Biss zur Qual wird, ist es kein Wunder, dass der Fellfreund auch immer schlechter frisst.

Daher sind die richtige Zahn- und Mundpflege, sowie eine gesunde Ernährung die wichtigsten Punkte, um Zahnstein und Co. effektiv vorzubeugen.

Was ist Zahnstein eigentlich?

Wir wissen es von uns selber, dass ein wenig Zahnstein bei Hunden prinzipiell nicht schlimm ist. Es handelt sich lediglich um unschöne Zahnverfärbungen und in manchen Fällen auch um eine etwas rauere Zahnschicht. Zahnstein allein verursacht in der Regel keine Schmerzen. Trotzdem sollte er irgendwann entfernt werden, denn es können daraus sehr schnell Zahnfleischentzündungen und Folgekrankheiten entstehen.

Was verursacht Zahnstein beim Hund?

Zahnstein bei Hunden und Welpen

Reste vom Futter in Kombination mit dem Speichel und Mineralien bleiben an der Zahnoberfläche des Hundes kleben und es

kann zu Zahnsteinbildung kommen. Denn diese Futterreste bilden einen idealen Nährboden für Bakterien, die sich dann rasend schnell vermehren. So kommt es zu Plaque (Beläge an den Zähnen), woran die Nahrungsreste noch besser haften bleiben und der Zahnstein breitet sich weiter aus.

Dieser übermäßige Zahnstein kann dann nicht nur zu Mundgeruch und Verfärbungen führen, sondern auch zu schmerzhaften Zahnfleischentzündungen bis hin zur Parodontose, bei der sich dann das Zahnfleisch zurückbildet und die Zahnhälse frei liegen.

Bleibt diese Parodontose unendeckt, kann sie in den schlimmsten Fällen so weit fortschreiten, dass selbst die Zahnwurzel offen liegt oder aber sogar der Kieferknochen angegriffen wird und der Zahn oftmals nicht mehr zu retten ist.

Zahnstein kann im Prinzip jeder Hund bekommen, wenn die entsprechende Zahpflege ausbleibt. Jedoch ist die Neigung zu Zahnstein auch genetisch bedingt. Kleine Hunderassen neigen dabei häufiger zur Zahnsteinbildung aufgrund ihrer kleinen Kopf- bzw. Kieferform und/oder den eng angereihten Zähnen, in denen sich schneller Futterreste ansammeln können

Aber in der Regel gilt folgendes: Je schlechter die Zahnpflege ist und umso älter die Hunde werden, desto größer ist das Risiko von Zahnstein! Darum gilt es den Hund so früh wie möglich an die entsprechende Zahnpflege zu gewöhnen und bei Bedarf rechtzeitig dagegen vorzugehen.

Hunde Trockenfutter gegen Zahnstein?

Mythos: Trockenfutter bei ZahnsteinEs ist übrigens ein weit verbreitetes Märchen (wahrscheinlich von der Futterindustrie selber) dass Trockenfutter die Zähne reinigt und Zahnstein bei Hunden vorbeugt. Es gibt hier keine verwertbare Studie, die die prophylaktische Wirkung von Trockenfutter gegen Zahnstein belegt. Desweiteren ist auch die Besserung von bereits vorhandenem Zahnstein durch die Gabe von Trockenfutter wissenschaftlich nicht erwiesen.

Zum Einen ist der Hund ein Schlingfresser und zum Anderen können allenfalls die Zahnspitzen des Hundes beim eventuellen Zerbeissen mit der Krokette in Kontakt kommen,. Doch Zahnstein sitzt ganz woanders, nämlich in der Regel nahe am Zahnfleisch. Um mehr Einblick in dieses interessante Thema zu bekommen, sollten Sie auch die Verdauung beim Hund verstehen lernen.
Die Gabe von Trockenfutter ist also keine effektive Art der gesunden Zahnreinigung beim Hund!

Die wirksame Zahnsteinvorbeugung kann nur mit Sachen stattfinden, die dementsprechend hart sind, damit der Hund ausreichend darauf herumkauen muss. So sind natürliche Kauartikel ohne Zucker aus 100% Fleisch für den Hund und die regelmäßige Zahnsteinbekämpfung ideal. Auch unbehandelte Hunde Knochen sind ideale Ergänzungen im Kampf gegen den Zahnstein und zudem noch eine sinnvolle Beschäftigung für den Hund.

Nassfutter und Zahnstein

Im Vergleich zur Trockenfütterung kann der Hund nach der Nassfütterung durchaus schon mal aus dem Maul riechen. Doch dieser Geruch verfliegt in der Regel recht schnell wieder. Es ist nicht nachgewiesen, dass Hunde, die nur Nassfutter bekommen, grundsätzlich mehr aus dem Maul riechen.

Ein weiterer Irrglaube ist, dass Nassfutter Zahnstein beim Hund begünstigt. Es gibt keinerlei Studie, die belegen könnte, dass Hunde die Nassfutter bekommen mehr an Zahnstein leiden, als diese, die mit Trockenfutter gefüttert werden. Wichtig sind allein die Inhaltsstoffe und die Zusammensetzung des Hundefutters!

Weiterhin ist hochwertiges Nassfutter oder selber barfen grundsätzlich die artgerechtere Fütterung unserer vierbeinigen Lieblinge und begünstigt in den seltesten Fällen mehr Mundgeruch.

Aber egal ob Trocken- oder Nassfutter: Zucker, Zuckerersatzstoffe und Kohlenhydrate, die zu Zucker umgewandelt werden (Getreide) haben allein schon deshalb nichts in einem gesunden Hundefutter zu suchen, da sie nicht nur Zahnstein, sondern auch Karies fördern.

Merke: Ist ein ständiger unangenehmer Mundgeruch feststellbar, egal ob Nassfutter oder Trockenfutter, liegen in der Regel andere Ursachen vor.

Zahnstein beim Hund richtig erkennen

Eine regelmäßige Kontrolle des Hundegebiss ist enorm wichtig, um Zahnstein bei Hunden rechtzeitig zu erkennen. Bereits im Welpenalter sollte das Anschauen der Zähne trainiert werden, damit es später nicht zu Reibereien kommt. Anfangs ist Zahnstein als eine gelb-graue Verfärbung oberhalb des Zahnes (am Zahnfleischansatz) zu erkennen. Schreitet der Zahnstein weiter fort, dann bildet sich eine eher feste, bräunliche Schicht auf den Zähnen.

Weitere Anzeichen für Zahnstein:

• Vermehrte Speichelbildung
• Starker Mundgeruch
• Zahnfleischblutungen
• extrem rotes Zahnfleisch
• Appetitlosigkeit
• Einseitiges Kauen
• Zurückbildung vom Zahnfleisch

Was tun bei Zahnstein beim Hund?

Vorsorge ist besser als Nachsorge! Ist der Zahnstein noch nicht so weit fortgeschritten, lässt er sich oftmals auch zuhause selber entfernen. Ist der Zahnstein beim Hund allerdings massiv und liegen bereits andere Beschwerden vor, sollte er operativ von einem Tierarzt entfernt werden. In der Regel geschieht das dann unter Vollnarkose, die natürlich weitere Risiken mit sich bringt und das Immunsytem des Hundes zusätzlich schwächt.

Daher ist es ratsam schon frühzeitig gegen den Zahnstein vorzugehen. Nicht nur das richtige Hundefutter spielt dabei eine große Rolle, sondern auch die entsprechende Pflege der Beißerchen.

Zahnsteinentfernung beim Hund Tierarzt

Viele Hundebesitzer, die einen stark zahnsteingeplagten Hund besitzen, suchen zur Zahnsteinentfernung den Tierarzt auf. Das ist aber in der Regel nicht nur mit hohen Kosten verbunden, sondern stellt auch einen extremen Stress für den Hund dar. Oftmals ist der Zahnstein schon so weit fortgeschritten, dass der Hund sogar eine Narkose benötigt.
damit es erst garnicht so weit kommt, sollte bereits im Vorfeld gegen den Zahnstein vorgegangen werden. Erste Anzeichen vom Zahnstein, Zahnbelag und Verfärbungen können dabei durchaus selber entfernt werden.

Zahnstein beim Hund selbst entfernen

Wie entfernt man Zahnstein bei Hunden selber? Diese Frage haben sich sicherlich schon viele Hundebesitzer gestellt. Die Kosten beim Tierarzt sind oftmals immens hoch und wie gesagt, ist eine Narkose normalerweise immer notwendig.

Wer es sich zutraut, kann leichten Zahnstein bei seinem Hund zuhause selber entfernen. Mit dem richtigen Equipment (Amazon Werbelink) ist dies garnicht so schwer. Natürlich ist es wichtig, den Hund langsam daran zu gewöhnen.

Zahnstein selbst entfernen ohne Narkose

Zahnsteinentfernung beim Hund mit Ultraschall

Als Hundebesitzer kann man den Zahnstein in der Tierarztpraxis mit Ultraschall entfernen lassen. Aber mittlerweile gibt es auch eine spezielle Utraschall Zahnbürste für Hunde zu kaufen. Die Emmi-Pet Ultraschallzahnbürste ist speziell für die Zahnpflege von Tieren entwickelt wurden.

Elektrische Zahnbürsten für Hunde oder auch herkömmliche Handzahnbürsten sind eher nicht zu empfehlen, da sie oftmals den Hund durch das Brummern erschrecken und/oder viel zu hart für das empfindliche Zahnfleisch sind.

Ultraschallzahnbürste Emmi Pet für Hunde

Zahnstein bei Hunden entfernen mit der Emmi-Pet Ultraschallzahnbürste

Zahnstein effektiv vorbeugen

Sicherlich spielt die genetische Veranlagung bei der Zahnsteinbildung eine Rolle, aber auch die Pflege und die richtige Ernährung sind wirksame Mittel im Kampf gegen den Zahnstein. Den Zahnstein beim Hund natürlich entfernen, ist dabei eine sanfte Möglichkeit.

Dazu wird ein natürlicher Zahnsteinentferner und ein natürlicher Zahnsteinlöser gebraucht. Die Alge „Ascophyllum Nodosum“ (Amazon Werbelink) (auch bekannt als Seealgenmehl) ist zum Beispiel solch ein natürlicher Zahnsteinlöser, was sogar wissenschaftlich bewiesen ist. Als natürliche Zahnsteinentferner eignen sich dann beispielsweise Knochen oder Kaustangen ohne Zucker und Getreide gegen Zahnstein.

Info: Der Wolf reinigt seine Zähne durch das Reißen und Fressen seiner Beutetiere. Daher bieten sich unbehandelte Knochen, Kaustangen oder Kauartikel besten zur natürlichen Zahnpflege beim Hund an.

Herkömmliche, industriell hergestellte Zahnpflegeartikel verschlimmern oftmals noch das Problem, als zu helfen. Denn zum Großteil ist hier Zucker und/oder Getreide enthalten, was die Bildung von bakteriellem Zahnbelag und daraus folgendem Zahnbelag noch verstärkt.

Ein weiteres wirksames und vorallem natürliches Mittel gegen Zahnstein bei Hunden sind Enzyme, die währrend der Futteraufnahme für den Abbau von Zahnstein und Zahnbelag sorgen und einer Neubildung entgegen wirken können. Denn die Zusammensetzung des Speichels hat eine wesentliche Auswirkung auf die Zahnsteinanfälligkeit.

Anifit PRO Dentax mit Enzymen ist ein Naturprodukt, was effektiv gegen Zahnstein und Zahnbelag hilft, speziell für Hunde, die aufgrund erblicher Veranlagung oder unregelmässiger Zahnstellungen eher zu Zahnstein neigen.

Richtige Ernährung von Welpen

Richtige Ernährung von Welpen

Richtige Ernährung von Welpen

Fütterung – Keep it simple

Der Großteil aller herkömmlichen Hundefutter Anbieter oder Hersteller bieten spezielle Welpennahrung an. Die Auswahl im Welpenfutterbereich ist riesig und als neuer Hundebesitzer ist man oftmals auch sehr schnell überfordert.

Da gibt es Welpenfutter für kleine Rassen, große Rassen, spezielle Hunderassen, Nassfutter, Trockenfutter und so viel mehr zu kaufen.

Doch das ist alles nur geniales Marketing und Augenwischerei! Denn so ein spezielles Welpenfutter für den neuen Mitbewohner hört sich nur anfangs erst einmal gut an…

Besonders wenn es der erste Hund ist, möchten Herrchen und Frauchen auch alles richtig machen und vertrauen in der Regel dem Züchter und/oder Werbung. Das gerade im Hundefutterbereich aber noch viel Aufklärungsbedarf ist, wissen die wenigsten!

Denn das falsche Hundfutter kann am Ende sogar eher schädlich für den kleinen Welpen sein, besonders wenn es sich auch noch um, von den Menschen erfundenes, Trockenfutter handelt.

Grundsatz: Das was man dem Welpen im ersten Lebensjahr GUTES tut, zahlt sich ein Leben lang aus! Ist der Start ins 1. Lebensjahr schlecht, dann äußert sich das oftmals an kranken und allergiegeplagten Hunden.

Die Qualität von Hunde- und Welpenfutter

Die Qualität vieler Hundefutter Marken lässt heutzutage mehr zu wünschen übrig, denn ja. Gerade die ständige Industrialisierung ist schuld daran und hat gute Abnehmer im Tierfutterbereich gefunden! Buchtip: Katzen würden Mäuse kaufen!

Wie hochwertig die Fleischkomponenten sind und ob die Einwaage, dem entspricht, was die Dose enthält, ist auch oft fraglich. Die tierischen Nebenerzeugnisse enthalten oftmals weitgehend alles, was an Schlachtabfällen möglich ist. Ob das Fleisch und die tierischen Nebenerzeugnisse abgekocht sind oder nicht, entzieht sich der Kenntnis des Hundehalters und ist auf der Verpackung nicht ersichtlich.

Hohe Qualität und hochwertige Fleischverarbeitung beim Herstellen vom Hundefutter ist nicht mehr vorauszusetzen. Das Missverhältnis von Kalzium und Phosphor spricht eine deutliche Sprache zur Qualität.

Die Bekanntheit der unterschiedlichen Marken sagt nichts mehr über die Hochwertigkeit der Produkte aus und erschwert die Suche nach einem hochwertigen Produkt zur Aufzucht eines Welpen sehr.

Eine tolle und gesunde Alternative ist hier beispielsweise Hundefutter aus Schweden.

Qualitativ hochwertiges Hundefutter ist ein Futter:

  • mit hochwertigem, hohem Proteingehalt aus Fleisch
  • mit niedrigem pflanzlichen Proteingehalt
  • Zuckerfrei
  • Frei von Zusatzstoffen
  • Keine Zugaben von Konservierungsstoffen

Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind weitgehend im Fleisch und den pflanzlichen Anteilen enthalten. Ihre gesonderte Aufstellung auf der Dose oder der Tüte weist jedoch ebenfalls auf spezielle Zusätze hin.

Das Welpenwachstum

Aber zurück zur richtigen Ernährung der Welpen. Der heranwachsende Welpe hat natürlich einen erhöhten Nährstoff- und Energiebedarf, gerade in den ersten 6 bis 8 Lebensmonaten. Für einen gesunden Start ins Leben bekommen die Kleinen zu Beginn die sehr nahrhafte und gesunde Muttermilch.

Hundebabys saugen in der 1. bis 4. Lebenswoche etwa 8 -12 mal täglich. Erst ab der 6. Woche geht das Saugen auf rund 5-6 Mal am Tag zurück. In der Regel wird bereits ab der 4. Woche schrittweise mit der Zufütterung durch den Züchter begonnen.

Ab der 8. Woche sollte der Welpe dann vollständig entwöhnt sein und kann eigene feste Nahrung zu sich nehmen. Das ist dann auch oftmals der Zeitpunkt, wo die Kleinen zu ihren neuen Familien ziehen dürfen.

Welpen wie oft füttern

Diese Entwicklung sollte man sich als neuer Hundebesitzer vor Augen führen, um die weitere Fütterung des Welpen richtig anzugehen und verstehen zu können.
Daher sollten die neuen Hundeeltern wenn der Welpe mit 8 – 10 Wochen einzieht, anfangs am Besten 5-6 mal kleine Mahlzeiten täglich füttern.

Ist die Mahlzeit zu groß, kommt nicht genug im kleinen Welpen Organismus an. Mit der Zeit kann die Fütterung dann auf viermal reduziert werden und mit etwa 6 Monaten auf drei Mahlzeiten.

Nach ungefähr einem dreiviertel Jahr sollte sich die Fütterung auf 2 Mahlzeiten am Tag einpegeln. Die Einmalfütterung des Hundes ist für ihn nicht optimal und der Zeitraum von 24 Stunden zu lang.

Wichtig: Bitte immer zimmerwarm füttern!

Hundefutter für Welpen worauf achten

Als erste feste Nahrung füttern viele Züchter Hundefutter ab der 3. 4. Woche zu. Mit diesem Futter lernen die Welpen feste Nahrung anzunehmen und das Abstillen von der Mutter, zu gegebener Zeit, führt zu weniger Problemen. Gut gerüstet kann der kleine Vierbeiner in einem Alter von circa acht Wochen die Reise in sein neues Zuhause antreten.

Während der Übergabe des Welpen an seinen neuen Besitzer bekommt dieser vom Züchter oft das Futter mit, welches er den kleinen Hunden zuletzt gefüttert hat. Dieses Futter sind die Welpen gewohnt und haben es oftmals ab der dritten Woche erhalten ( ob es auch gesund und artgerecht ist, sei hier mal dahingestellt)

Das ist anfangs auch in Ordnung, da dem kleinen Hund so die Umstellung auf die neue Umgebung und die Umstellung auf ein neues Leben leichter fällt.

Der neue Hundebesitzer kann seinen Welpen dann in Ruhe auf ein hochwertiges und natürliches Hundefutter umstellen. Bei dem Futter ist jedoch darauf zu achten, dass es wirklich alles enthält, was der Welpe nun benötigt und das alle Bestandteile in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen, um späteren Krankheiten vorzubeugen.

Ist der Welpe etwas untergewichtig oder weist andere Probleme auf, die häufig erst einige Tage nach der Übergabe zu Tage treten, dann ist dringend ein schneller Futterwechsel angezeigt.

Welpenfutter umstellen

Die Umstellung des Futters auf eine andere Sorte sollte in der Regel langsam und Stück für Stück erfolgen, nur so lassen sich Durchfälle und Probleme mit dem Magen oder Darm des kleinen Hundes vermeiden.

Der Magen-Darmtrakt eines Welpen ist sehr empfindlich und braucht bei einer Futterumstellung genug Zeit, um sich an das neue Futter und seine Bestandteile zu gewöhnen. Der Darm ändert zum Teil seine Schleimhautzusammensetzung, damit er das Futter besser verarbeiten kann.

Das bisherige Futter wird nach und nach durch die neue Sorte ersetzt. Hierzu werden in den ersten Tagen nur ein wenig des neuen Futters unter das Gewohnte gemischt.

Verträgt der Welpe dieses, so bekommt er am folgenden Tag vom neuen Futter etwas mehr unter das gewohnte Futter und so fort. Ist das Ursprungsfutter ersetzt und es geht dem Hund gut, dann ist die Umstellung vollendet und das neue Futter von da an sein Hauptfutter.

Futterumstellung Welpenfutter

Eine sofortige Welpenfutterumstellung auf eine andere Sorte hat immer dann zu erfolgen wenn:

  • der Welpe zu schnell wächst und nur eine geringe bis keine Gewichtszunahme zu verzeichnen ist
  • der Welpe Unverträglichkeiten anzeigt durch Durchfall, Erbrechen, Verstopfung, Blähungen,
  • stumpfes, schuppiges Fell, Hautjucken, Hautentzündungen oder Fellverlust
  • der Welpe nicht wächst und/oder abmagert
  • der Welpe nicht satt wird und ständig nach Futter sucht

Eventuell vorliegende Krankheiten sollten in dem oben genannten Zusammenhang der Futterumstellung durch einen Tierarzt abgeklärt werden.

Falsche Ernährung bei Welpen

Gewichtsabnahmen eines Welpen weisen oft auf ungeeignetes Futter hin. Das Erhöhen der Futtermenge verbessert den Zustand des Welpen nicht, da sich dadurch keine höhere Gewichtszunahme ergibt, sondern das Wachstum noch schneller voran schreitet. Ein böser Kreislauf setzt sich in Gang und der ausgewachsene Hund hat später Probleme mit den Gelenken und den Knochen.

Organschäden und hohe Kosten durch den Tierarzt sind keine Seltenheit. Dazu kommen womöglich Operationen und viel Leid, das der erwachsene Hund ertragen muss.

Ein Welpe soll daher langsam, seiner Rasse entsprechend wachsen und der Rasse entsprechend zunehmen. Dazu gehört ein qualitativ hochwertiges Hundefutter, welches den Bedürfnissen des jungen Hundekörpers entsprechend ausgewogen ist.

Die Ausgewogenheit bezieht sich nicht allein auf einen hohen Fleischanteil, sondern auf alle Inhaltsstoffe. Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente bilden dabei keine Ausnahme und verdienen besondere Beachtung.

Zur Kontrolle hat es sich bewährt den Welpen einmal in der Woche zu wiegen und dabei seine Gewichtszunahmen zu protokollieren. Das Wachstum ist ebenfalls zu beobachten und ein Protokollieren der Hundegröße hilfreich. Je nach Rasse kann der Halter des Hundes sich mit seinen Aufzeichnungen schnell ein Bild davon machen, wie gut es dem Welpen geht und ob seine Entwicklung seiner Rasse entspricht.

Das Futter hat übrigens keinen Einfluss auf die Endgröße des Hundes. Die Endgröße ist genetisch fest gelegt und verändert sich nicht dadurch, dass der Hund mehr frisst oder das Futter hochwertiger ist. Das Hundefutter hat so gesehen, nur Einfluss auf die Gewichtszunahme und die Wachstumsgeschwindigkeit des Welpen.

Welpenfutter und Allergien

In den letzten Jahren führen Weizen und Soja im Hundefutter mit zunehmender Tendenz zu Allergien. Da diese Inhaltsstoffe oder Teile dieser Inhaltskombinationen nicht nur im Trockenfutter, sondern auch in vielen Nassfuttersorten Verwendung finden, ist es wichtig, dem besondere Aufmerksamkeit zu widmen.

Auch Zucker, minderwertige Fleischabfälle, Konservierungs- Aroma oder andere Füllstoffe haben in einem gesunden Hundefutter für Welpen nichts zu suchen und führen in der Regel zu späteren Unverträglichkeiten oder Allergien.

Beim Auftreten einer Unverträglichkeit ist das Futter auf seine Inhaltsstoffe zu überprüfen. Spezielles Selektieren der einzelnen Stoffe durch Ausschlussverfahren bringt den möglichen Übeltäter schnell ans Licht und die Suche nach einem Futter ohne diesen speziellen Stoff grenzt die große Auswahl der verschiedenen Futtersorten ein.

In manchen Fällen kann sich das Ausschlussverfahren als langwierig erweisen, hilft aber Allergien und Unverträglichkeiten in den Griff zu bekommen. Ist die geeignete Sorte Hundefutter gefunden, geht es dem kleinen Welpen meist schnell wieder besser und er spielt fröhlich wie zuvor.

Trockenfutter für Welpen?

Das trockene Welpenfutter soll angeblich den Zähnen dienen und Karies / Zahnstein vorbeugen. Allerdings ist das eher ein Märchen! Für die Zahnpflege und die kleinen spitzen Zähnchen eignen sich spezielle zuckerfreie Naturkauartikel viel besser. Außerdem sind die Kleinen beschäftigt und kauen aus Langeweile auf keinen „verbotenen“ Sachen herum.

Denn egal, ob Nass- oder Trockenfutter gefüttert wird, Zahnprobleme und Mundgeruch kommen vom Zucker und zu vielen schlechten Kohlenhydraten, die widerrum zu Zucker umgewandelt werden. Daher ist es umso wichtiger, bereits im Welpenalter auf ein hochwertiges Hundefutter zu setzen.

Wenn es denn unbedingt ein Trockenfutter für den Welpen sein soll, dann aber bitte ein hochwertiges, am besten kaltgepresstes Hundefutter wählen. Auf jeden Fall das trockene Futter schön einweichen und als Art Brei oder Brei mit Brocken füttern. So nimmt der Welpe bereits etwas Feuchtigkeit mit der Nahrung auf und verschluckt sich zudem auch nicht an den trockenen Brocken.

Außerdem ist das Futter dann besser für den kleinen, noch unausgreiften Magen-Darm Trakt verträglich. Übrigens kann der Darm junger Welpen Stärke, wie sie beispielsweise viel in Kartoffeln enthalten ist, noch nicht richtig bzw. garnicht abbauen.

Welpenfutter worauf achten

Das Welpenfutter muss ausgewogen sein in seinen Bestandteilen. Die Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente müssen dem Alter des Welpen entsprechend hoch und für die rassespezifischen Eigenarten ausreichend sein.

Spezielle Welpenfuttersorten für spezielle Rassen sind eher gezieltes Marketing der Futterindustrie und vollkommen unnötig! Ein Welpenfutter für große Rassen und auch ein Welpenfutter für kleine Rassen sind daher vollkommen uninteressant.

Viel wichtiger ist, dass das Welpenfutter frei von Zucker oder Zuckerersatzstoffe ( zum Großteil alles was mit -ose endet) hergestellt wird. Also unbedingt immer die Deklaration richtig lesen.

Ein ausgewogenes Futter mit hohem Fleischanteil, ohne Zusatzstoffe, kein Konservierungsstoffe und null Zucker ist verträglicher für einen Welpen als ein Welpenfutter, dass mehr Zusätze als wichtige Bestandteile enthält. Das Futter soll den Hund nicht aufblähen und mit leeren Kalorien füllen, sondern gut verträglich sein und ihn gesund aufwachsen lassen.

Dazu soll es satt machen und genug Energie liefern, damit der Kleine seinen Körper stabilisieren kann. Zum Wachsen benötigt ein Welpe viel schnell umsetzbare Energie, aber keine Artikel die ihm schwer im Magen liegen.

Das Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor bedarf einer besonderer Beachtung. In vielen Welpenfuttersorten stimmt das Verhältnis nicht und kann zu Problemen führen.

Kalzium Phosphor Verhältnis

Im Idealfall weist das Welpenfutter ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,2-1,5 :1 aus. Das Verhältnis von Kalzium und Phosphor ist leider bei vielen Futtersorten nicht eindeutig angegeben, das führt zu Missverständnissen und Unsicherheit.

Speziell das Wachstum und die Gesundheit großer Rassen erweisen sich, während des Welpenalters, durch das Ungleichgewicht in Kalzium und Phosphor als stark gefährdet. Zu schnelles Wachstum und zu hohe oder niedrige Gewichte der Welpen führen zu erhöhter Belastung der Knochen und Gelenke.

Hüftdysplasien und Ellbogendysplasien sind bei großen Rassen nicht allein rassetypische Erkrankungen, sondern zeugen oft von einem falschen Verhältnis des Kalzium-Phosphor-Gehaltes im Futter, welches sie als Welpe erhielten.

Welpenfutter Fleischanteil

Der Anteil tierischen Eiweißes im Welpenfutter muss hoch und hochwertig sein. Das heißt, ein gutes Welpenfutter enthält hochwertiges Fleisch. Hierbei ist wohl Geflügel das Fleisch, welches das hochwertigste Eiweiß liefert und am leichtesten verdaulich ist.

Fertigfutter, ob nass oder trocken enthält Fleisch und tierische Nebenprodukte. Achten sie unbedingt darauf, dass es sich bei den tierischen Nebenerzeugnissen um lebensmitteltaugliche und für die Ernährung des Hundes notwendige Innereien handelt.

Bei sehr vielen Anbietern sind die tierischen Nebenerzeugnisse minderwertige Schlachtabfälle oder anderer Tiermüll, die für den menschlichen Verzehr nicht zur Verwendung kommen. Oft eingefroren und zersägt gelangen diese Anteile in die Futterverwertung. Welche Fleischsorten und Tier Teile eingewogen sind, ist nicht ersichtlich, denn ein Eisblock mit Fleischanteilen kann sowohl Schweinefleisch, Rindfleisch, Geflügel oder Fisch enthalten.

Wildschwein kann ebenfalls eingewogen sein, es ist nicht nachvollziehbar. Noch eckliger wird es, wenn Schnäbel, Krallen und Hufe gleich mitverarbeitet wurden.

Welpenfutter Rohprotein

Roheiweiß oder Rohprotein ist der Inhaltsstoff, der das Gesamteiweiß des Futters bekannt gibt. Hierzu gehören viele Bestandteile des Fleisches und diverse pflanzliche Inhaltsstoffe. Der Gesamtwert des Roheiweißes oder Rohproteins ist somit eine Zusammensetzung von Bestandteilen des Fleisches, der tierischen Nebenerzeugnisse und der eingewogenen Pflanzenteile.

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse sind wichtige Energielieferanten und sorgen zudem für den Gewichtsaufbau. Welpen benötigen viel Energie und somit viel hochwertiges Fleisch. Ein Welpe mit seiner fast ständigen Aktivität neigt nur selten zum Übergewicht.

Diese quirligen, kleinen Gesellen, bauen ihre Energien und die aufgenommenen Fette schneller ab, als sie diese zu sich nehmen. Ein ausgewogen ernährter Welpe wird selten fett, magert aber auch nicht zusehends ab. Er entwickelt sich seiner Rasse entsprechend und bleibt gesund.

Ein Welpe benötigt hochwertiges, tierisches Protein (aus Fleisch, Muskeln, Sehnen, Knochen, ebenso wie allen Organen) nicht um schneller zu wachsen, sondern um ordentlich und gleichmäßig zu wachsen. Die Betonung liegt auf der Begrifflichkeit des hochwertigen tierischen Eiweißes (tierisches Protein).

Was den Hund viel zu schnell wachsen lässt, ist ein reiner Energieüberschuss. Ein Energieüberschuss kommt aber nur durch das Zusammenspiel mehrerer Komponenten zustande, wie zu viel Futter, zu viel pflanzliches Eiweiß und zu viele leere Kalorien bewirkt, dazu kommt dann noch das tierische Eiweiß und die zugesetzten Fette.

Die Zusammensetzung des Hundefutters muss so ausgelegt sein, dass der Welpe genug Energie bekommt, die aufgenommene Energie hochwertig und schnell verwertbar ist und keine leeren Kalorien den Körper zu stark belasten. Vitamine, Spurenelemente und Mineralien sind natürlich keine leeren Kalorien, sondern notwendige Bestandteile für einen gesunden stabilen Körper.

Welpenfutter pro und contra

Hundefutter für Welpen sollte hochwertige natürliche Inhaltsstoffe, viel Fleisch und ein ausgewogenes Verhältnis an Kalzium und Phosphor haben. Der Welpe muss seinem Alter und seiner Rasse entsprechend zu nehmen. Das Wachstum sollte altersgerecht stattfinden und seiner rassebedingten Endgröße entsprechen.

Erkrankungen im ausgewachsenen Alter finden durch falsches Futter im Welpenalter Begünstigung und ziehen häufig teure Behandlungen nach sich. Lebenslange Probleme der ausgewachsenen Hunde sind oftmals vorprogrammiert, was beim kritischen Auswählen des entsprechenden Futters nicht sein muss.

Viele Hundefuttersorten enthalten zu wenig Fleisch, aber dafür zu hohe Pflanzen und Getreideanteile, die nur den Magen füllen, dem Hund jedoch keine weiteren Vorteile bieten. Dazu begünstigen diese hohen Pflanzenanteile Allergien und Unverträglichkeiten, die einem Welpen schwer zu setzen.

Ausgewachsene Hunde leiden immer öfter unter den Erkrankungen, die schon im Welpenalter, durch ungeeignetes, oder qualitativ unzureichendes Futter begünstigt wurden.

Spezielles Welpenfutter – ja oder nein?

Der Energiebedarf vom Welpen im 1. bis etwa 8. Monat ist etwa 2-4 mal so hoch wie bei einem ausgewachsenen Hund. Dabei handelt es sich nicht nur um die Bewegung, sondern auch um das Wachstum.

Im herkömmlichen Welpenfutter werden die dazu benötigten Nährstoffe zum Großteil extrem hoch zugesetzt, oftmals sind die Vitamine und Mineralien synthetisch. Dadurch kann es später vermehrt zu Stoffwechselerkrankungen kommen.

Auch das zu schnelle Wachsen eines Welpen ist bedenklich. Ein Großteil aller Welpenfuttersorten und auch Futtersorten für erwachsene Hunde führen beim Verfüttern an Welpen zu einem beschleunigten Wachstum. Die Auswahl eines geeigneten Futters für Welpen ist deshalb unerlässlich.

Mittlerweile raten auch immer mehr Züchter zunehmend von speziellem Welpenfutter ab. Besonders die Riesenrassen wie der Irish Wolfshund oder die Deutsche Dogge wachsen durch den hohen Energiegehalt im Welpenfutter viel zu schnell, was später zu Knochenproblemen und anderen Krankheiten führen kann.

Alternative zu Welpenfutter

Daher ist es ratsam, bereits den Welpen mit natürlichem und artgerechten Nassfutter zu füttern.
Denn bei natürlicher Nahrung bedient sich der Körper mit dem was er braucht. Alles was zuviel ist, wird automatisch ausgeschieden. Also reichlich anbieten, damit keine Mängel enstehen.

Bei einem natürlichen und hochwertigen Nassfutter beispielsweise sollten die Welpen bereits die gleiche Portion wie ein ausgewachsener Hund bekommen. Das heißt, benötigt der adulte Hund mit 40 kg laut Fütterungsempfehlung 800 g täglich, dann auch der Welpe.

Beträgt die Tagesbedarfsmenge des ausgewachsenen Hundes an Futter pro Tag also 800 g, so sind diese 800 g durch die Menge der Tagesmahlzeiten zu teilen. Bei 5 Mahlzeiten am Tag benötigt der Welpe pro Mahlzeit 160g. Verringert sich die Menge der Mahlzeiten auf zwei, so sind die 800g durch 2 zu teilen und der Welpe erhält dann 400 g pro Mahlzeit. Feste Fütterungszeiten erleichtern das Einhalten der einzelnen Mahlzeiten.

Merke: Je niedriger die Fütterungsempfehlung, desto hochwertiger das Hundefutter!

Bei selbst hergestelltem Welpenfutter / Barf ist das etwas anders und erfordert einiges an Arbeit zur Berechnung der Futtermenge. Ein wirklich ausgewogenes Welpenfutter selbst zusammen stellen, erweist sich für viele schnell als ein großes Puzzle und wichtige Komponenten sind nicht immer direkt erhältlich.

Spezielle Fachhändler bieten mittlerweile sogenannte Baukastensysteme zum Erstellen von Futtermischungen an. Auch gefriergetrocknetes Easy Barf ist eine tolle Möglichkeit, gerade als Barfbeginner. Das ist eine effektive und praktische Lösung, wenn der Hundehalter über die notwendigen Grundkenntnisse in Sachen Lebensmittel und Hundenahrung verfügt.

Bei einem Feuchtfutter mit sehr hohem Fleischanteil wie z.B. Anifit oder auch beim Barfen, sollten aber unbedingt auch etwas Kohlenhydrate mit dazu gegeben werden, wie beispielsweise spezielle Flocken, Kartoffeln, Reis oder auch gekochte Haferflocken.

Fazit: Der Welpe braucht kein spezielles Welpenfutter! Das Beste Beispiel liefert uns die Natur! Auch kleine Wolfswelpen werden groß und stark, obwohl sie dasselbe fressen wie die erwachsenen Wölfe auch. Und in früheren Jahrhunderten gab es für die Hunde der Menschen auch kein spezielles Welpenfutter.

Welpen brauchen also kein extra Welpenfutter und wir Menschen sollten auch nicht immer aus Allem eine Wissenschaft machen !

Zecken beim Hund

Zecken beim Hund

Zecken beim Hund – Eine Plage mit vielen Krankheiten

Zecken beim Hund sind ein sehr leidiges und ständiges Thema für viele Hundebesitzer. Diese Quälgeister sind nicht nur für unsere geliebten Fellnasen gefährlich, sondern auch für uns Menschen. Zecken können viele verschiedene Krankheiten auf Mensch und Tier übertragen, sind extrem lästig und äußerst widerstandsfähig.

Zeckenbiss beim Hund

Viele Hundebesitzer kennen es aus eigener Erfahrung. Hunde begeben sich aufgrund ihres natürlichen Bewegungsdrangs und ihrer Neugier fast täglich ins gefährliche Zeckenterrain. Es gibt ja hier auch sehr viel zu entdecken und zu erschnüffeln, da sind befestigte Wege eher langweilig.

Im hohen Gras, am Wald -und Wegesrand, auf Lichtungen, an Flussufern oder auch in Büschen fühlen sich diese Plagen am wohlsten! Nicht nur auf dem Land, sondern auch in die Stadt sind Zecken mittlerweile zuhause. Eigentlich überall dort, wo Tierbesitzer Gassi gehen, lauert die Zeckengefahr!

Ab etwa 7 Grad kommen die Quälgeister jedes Jahr aufs Neue aus ihren Verstecken und infizieren jährlich tausende Hunde, Katzen und Menschen mit gefährlichen Krankheiten. Besonders feuchtes Wetter mögen Zecken am liebsten!

Jeder Ausflug und jeder Spaziergang birgt also das Risiko von einer Zecke gestochen zu werden. Wer hier nicht rechtzeitig vorsorgt, hat oft das Nachsehen! Das bedeutet also, frühzeitig mit dem Zeckenschutz zu beginnen, um die Hunde und auch sich selber ausreichend zu schützen.

Aber warum sind einige Hunde von Zeckenbissen garnicht oder kaum betroffen und andere hingegen wirken wie Magnete auf die unliebsamen Gesellen und werden ständig gestochen?

Warum stechen Zecken Hunde?

Oft wird in Verbindung mit einer Zecke von einem Zeckenbiss geredet. Wenn sich so lange an einem Wirt festgesaugt wird, liegt es nahe von einem Biss auszugehen. Doch Zecken beißen nicht, sie stechen! Also heißt es richtig eigentlich Zeckenstich. Doch ganz abgesehen davon, übertragen diese kleinen Blutsauger gefährliche Krankheiten für Mensch und Tier.

Warum werden aber einige Hunde ständig von Zecken geplagt und andere widerrum kaum bis garnicht? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegt es nicht an den herkömmlichen chemischen Zeckenmitteln, wie zum Beispiel die diversen im Handel erhältlichen Spot On Präparate.

Diese Mittel schaden den Hund wohl eher, als das sie nutzen. Außerdem sind viele Zecken mittlerweile sogar immun gegen die chemischen Wirkstoffe. Aber dazu später noch mehr…

Die Zecke sucht sich ihren Wirt ganz genau aus! Dafür besitzt sie das so genannte Hallersche Organ (Haller-Organ wurde benannt nach dem deutschen Apotheker G. Haller, 1853-86). Diese Art Riechorgan befindet sich an den Vorderbeinen der Zecke und dient dazu, chemische Verbindungen wahrzunehmen, um so festzustellen, dass sich ein potenzieller Wirt eingefunden hat.

Dabei reagiert die Zecke besonders auf Milchsäure, Buttersäure, Kohlendioxid und Ammoniak, welches alles Stoffe sind, die der Organismus produziert. Die jeweilige Höhe und Ausschüttung hängt dabei von vielen Dingen ab. Festgestellt wurde jedoch, dass alle diese Stoffe vermehrt erhöht entstehen, wenn der Stoffwechsel nicht richtig funktioniert bzw. die Lebensweise nicht optimal
ist.¹

  • Zuviel Ammoniak entsteht, durch eine Entgiftungsstörung der Leber.
  • Wenn der Organismus durch falsche Ernährung und Schadstoffe, Gifte ect. übersäuert ist, wird vermehrt Kohlendioxid gebildet.
  • Milchsäure ist ein Abfallprodukt der Übersäuerung
  • Auch die Höhe der Buttersäureproduktion hängt davon ab, ob ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt vorhanden ist. Buttersäure ist übrigens ein Bestandteil des Körperschweisses.

Säure Basen Haushalt beim Hund

In sehr hohem Maß hängt der Säure Basen Haushalt vom Hund von der jeweiligen Ernährung und den gefütterten Zusatzmitteln ab. Ein gesunder tierischer Säure Basen Haushalt liegt in einem basischen Bereich von 7,35 – 7,45. Festgestellt wurde bereits, dass Krankheiten in solch einem basischen Milieu normalerweise nicht entstehen können.

Krankheitserreger wie zum Beispiel Pilze, Bakterien, Viren, Keime oder Parasiten nur in einem sauren Milieu perfekte Lebensbedingungen finden und sich ausbreiten können.

Folglich dürfte ein gesunder Hund mit einem optimalen Säure Basenhaushalt und einem gesunden Immunsystem selbst bei einem Zeckenstich mit einer infizierten Zecke nicht erkranken. Gesetz dem Fall, er würde überhaupt von jener Zecke gestochen werden, da dieser Hund theoretisch (wie wir bereits erfahren haben) keinerlei Anziehung auf den Blutsauger ausüben sollte.

Im Gegenzug wird nun auch deutlich, dass der Einsatz chemischer Zeckenmittel nach hinten losgehen kann. Denn durch den Einsatz dieser chemischen Behandlungen sorgt man eigentlich dafür, den Hund für die Zecke noch attraktiver zu machen.

Zum Einen schwächen chemische Zeckenmittel die körpereigene Immunabwehr und der Organismus wird durch wiederholte Anwendungen langfristig geschädigt. Es werden immer mehr der zeckenbeliebten Stoffe gebildet und der Teufelskreis beginnt.

Weiterhin sind viele Zecken gegen diese „Chemiekeulen“ bereits immun geworden und außerdem wehren diese die Zecken nicht wirklich ab, sondern elimieren sie erst, wenn sie zubeißen. Trotzdem kann der Hund noch als Zeckenverteiler fungieren, da er für das Hallersches Organ und somit die Zecke extrem anziehend wirkt und sich diese dann in einer Vielzahl auf seinem Fell tümmeln.

Regelmäßiger Einsatz chemischer Zeckenmittel und mögliche Symptome

  • Verdauungsprobleme z.B. Durchfall
  • Häufiges Pfotenlecken
  • Starker Haarausfall
  • Mundgeruch bzw. schlechter Körpergeruch
  • Schmutzige und/oder entzündete Ohren
  • verstärkte Verhaltensprobleme
  • Augenausfluss
  • Juckreiz
  • Allergien

Ein natürlicher Zeckenschutz ist von Vorteil und kann täglich eingesetzt werden.

Natürliche Mittel gegen Zecken bei Hunden

Um den Hund für die Zecke so unatraktiv wie möglich zu machen, ist eine gesunde Lebensweise sowie die richtige nährstoffgerechte Ernährung und ein optimaler Säure-Basen Haushalt das Wichtigste, übrigens auch bei uns Menschen empfehlenswert!

Die zusätzliche Gabe von Bierhefe ( Vitamin-B-Komplex ) kann dabei einen ausgeglichenen Säure Basen Haushalt und ein gesundes Hautmilieu unterstützen und dient so gewissermaßen innerlich als Zecken Hunde Schutz.

Giftstoffe wie Medikamente, Impfungen, Wurmkuren usw. sollten weitestgehend vermieden und genauestens auf ihre Notwendigkeit geprüft werden.

Zur Zeckenabwehr und Unterstützung das ganze Jahr hindurch empfehlen sich folgende natürliche Zeckenmittel ohne Chemie:

  • Natürliche Fertigpräparatkombinationen aus ätherischen Ölen, die Zecken garnicht mögen und praktisch in der Handhabung sind, wie zum Beispiel Ani-Zeck von Anifit in der praktischen Sprühflasche, sind er ideale natürliche Zeckenschutz. Außerdem helfen diese ätherischen Öle auch oft gegen Flöhe, Milben beim Hund und Co.
  • Zecken Hund Schutz mit Kokosöl. Es enthält Laurinsäure, das die Zecken nicht mögen. In Kombination mit einem gesunden Organismus bildet es eine gute Schutzfunktion gegen Zecken. Dafür einfach das Fell vor jedem Spaziergang mit etwas Kokosöl einreiben. Besonders die Bauch und Achselregion und den Kopfbereich beachten und auf jeden Fall ein gutes, natives Kokosöl benutzen. Kein raffiniertes!
  • Teebaumöl gegen Zecken beim Hund. Dieses ätherische Naturheilmittel stammt aus Australien und hat einen sehr intensiven Eigengeruch, der Parasiten wie Zecken fernhalten kann. Außerdem hat Teebaumöl eine antibakterielle und antiseptische Wirkung bei bereits vorhandenen Bisswunden. Aber bitte bei Hunden nur in kleinen Mengen einsetzen!
  • Neemöl als natürlicher Zeckenschutz, soll aber auch gegen Flöhe und Milben helfen.
  • Zistrose ( Cistus Incanus) bei Zecken. Die Zistrose soll ein hervorragendes Mittel zur Zeckenabwehr darstellen und hilft anscheinend sogar gegen Mücken bei Hund und Mensch.
  • Entgiftungskur als wirkungsvolle prophylaktische Maßnahme. Aber bitte bereits vor der Zeckenzeit durchführen.
  • Innerlich kann die Gabe von etwas Knoblauch oder Schwarzkümmelöl zur Zeckenabwehr helfen. Allerdings ist dies wegen der eventuell toxischen Wirkung umstritten.

Ungeachtet dessen sollte der Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken abgesucht werden. Auch wenn sie sich nicht bei ihm festbeißen, kann er die Zecken trotzdem in seinem Fell haben und sie so in die Wohnung bringen, wo sie andere Tiere oder Menschen mit gefährlichen Krankheiten anstecken können.

Übertragbare Zecken Krankheiten

In den meisten Fällen ist die Zecke an sich garnicht gefährlich, sondern die von ihr übertragenen Krankheiten. Die kleinen Zecken beherbergen dabei viele verschiedene Krankheitserreger, die beim Blut saugen übertragen werden können. So können der geliebte Hund, aber auch wir Menschen mitunter schwer erkranken an:

  • Borreliose
  • Babesiose
  • FSME

  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose
  • uvm.

In Deutschland kommt am häufigsten die heimtückische Borreliose vor. Jährlich werden mehrere Tausend Ansteckungsfälle bei Menschen und Tieren gemeldet. Ein Großteil davon bleibt sogar unerkannt!

Kein Wunder, denn Experten schätzen, dass etwa jede 3. Zecke den Borreliose-Erreger in sich trägt. Untersuchungen zufolge haben, je nach Region, 5 bis 20 % der Hunde Abwehrstoffe gegen Borrelien im Blut. Das ist bei uns Menschen leider nicht so und umso gefährlicher, wenn die Zecken ins Haus gelangen. Viele Hundebesitzer greifen dann gerne zu chemischen Mitteln, die widerrum mehr schaden als nutzen!

Außerdem hat eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien² gezeigt, dass der übliche Zeckenschutz beim Hund oftmals nicht ausreicht. Daher ist es umso wichtiger, die Ursache zu bekämpfen und das Immunsystem des Hundes zu stärken, so dass Krankheiten erst keine Chance haben.

Was ist aber zu tun, wenn der Hund von einer Zecke gestochen wird?

Zeckenabwehr – Entfernen und Symptome

Oftmals sind Zecken beim Hund am Kopf, im Nacken, im Schulterbereich oder auf der Brust zu finden. Trotzdem sollte man sich selber und den Hund nach jedem Spaziergang gründlich überall absuchen. Je schneller dann die Zecke entfernt wird, desto geringer ist das Übertragungsrisiko einer gefährlichen Krankheit. Manche Erreger brauchen etwa 16-24 Stunden um von der Zecke auf den Wirt übertragen zu werden.

Zecke beim Hund entfernen

Zecken beim Hund entfernenMit einer speziellen Zeckenzange, einem Zeckenhaken oder auch einer Pinzette lässt sich die festgesogene Zecke entfernen. Wichtig ist darauf zu achten, sehr nah an der Haut und dem Zeckenkopf anzusetzen, um die Zecke nach Möglichkeit vollständig herauszulösen.

Bleibt der Kopf in der Haut des Hundes, können Entzündungen entstehen. Aber noch wichtiger ist es, den Körper der Zecke nicht zu zerquetschen, da sich hier die Erreger befinden. Die Zecke könnte sich übergeben und die Krankheitserreger so trotzdem in die Blutbahn des Hundes oder sogar in die eigene gelangen. Also die Zecke realtiv schnell, sorgsam und effektiv entfernen!

Wer sich das selber nicht zutraut oder bereits eine sehr große gerötete oder geschwollene Körperstelle sichtbar ist, sollte zum Tierarzt gehen.

Weiterhin sollte die herausgelöste Zecke nicht mit bloßen Händen zerdrückt werden, da auch hier eine gewisse Ansteckungsgefahr besteht. Besser ist die Zecke mit einem Stein zu zerdrücken oder auf einem Tuch mit einer Nadel zu zerstechen. Auch verbrennen oder in kochendes Wasser werfen, sind effektive Methoden Zecken zu töten. Zecken ins Klo werfen und runterspülen ist nicht zu empfehlen!³

Zeckenbiss Hund Symptome

Oftmals entsteht nach einem Zeckenbiss eine Rötung oder Schwellung, nachdem die Zecke beim Hund nicht ganz entfernt wurde, also der Kopf drin geblieben ist. Diese Rötung oder Schwellung kann natürlich auch auftreten, wenn die Zecke vollständig entfernt wurde, da jeder Hund und jedes Immunsystem auf einen Zeckenbiss anders reagiert. Ist der Zeckenbiss stark entzündet, empfiehlt sich auf jeden Fall, ein Tierarztbesuch.

Weitere typische Symptome beim Hund nach einem Zeckenbiss können auch Juckreiz, Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Müdigkeit u.v.m. sein.

Abschließend lässt sich folgendes feststellen:

Zecken sind eine ernsthafte Bedrohung für Mensch und Tier. Sie sind extrem widerstandsfähige und zähe Plagegeister. Weltweit gibt es ca. 800 verschiedene Arten, von denen etwa 19 in Deutschland zu finden sind.

Am Bekanntesten sind hier wohl der Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke. Tägliches Absuchen nach Zecken bzw. schnelles Entfernen, eine gesunde und nährstoffreiche Ernährung und natürliche Zeckenschutzmittel sind die idealen Maßnahmen im Kampf gegen diese Parasiten!

¹http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/oppmannh_2001.pdf
²https://www.thieme.de/de/tiermedizin/wann-und-wo-zecken-hunde-stechen-39872.htm
³https://www.prosieben.de/tv/taff/video/deshalb-solltest-du-zecken-nicht-im-klo-runterspuelen-und-weitere-irrtuemer-ueber-die-blutsauger-clip

Mundgeruch beim Hund

Mundgeruch beim Hund

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Mundgeruch beim Hund – Warum? Was hilft?

Im Zusammenleben zwischen Mensch und Hund kann starker Mundgeruch durchaus eine große Belastung darstellen. Wenn die ganze Wohnung oder auch das Auto unerträglich nach schlechtem Hunde Atem riecht, wird es unbedingt Zeit etwas gegen den Mundgeruch beim Hund zu tun. In vielen Fällen liegt die Ursache im Maul!

Hier können Zähne, Zahnbelag oder auch Nahrungsreste schuld am ekligen Mundgeruch sein.  Mundgeruch bei Hunden kann zudem auch vom Futter ausgelöst werden. Allerdings kann Mundgeruch auch ein Hinweis auf Erkrankungen sein, denn auch wenn der Hund krank ist, kann er unangenehm aus dem Maul riechen. Sollte sich der Mundgeruch beim Hund nicht bessern, ist ein Tierarztbesuch auf jeden Fall zu empfehlen.

Welche Krankheiten und andere Ursachen zu Mundgeruch führen können und warum sich schlechter Atem vom Futter entwickeln kann, wird im folgenden Text erklärt. Außerdem sind Tipps zu erhalten, wie gegen Mundgeruch beim Hund vorgegangen werden kann.

Welche Krankheiten können für Mundgeruch sorgen?

Manche Krankheiten haben Mundgeruch als Begleitsymptom. Häufig machen sich Zahnerkrankungen durch Mundgeruch bemerkbar. So riecht der Atem des Hundes faulig oder eitrig, wenn der Vierbeiner unter Karies, Parodontose, Gingivitis oder Zahnstein leidet. Bei Krankheiten an Zähnen oder Zahnfleisch treten neben dem Mundgeruch häufig weitere Anzeichen auf. Je nach Schweregrad kann der Hund nicht mehr richtig kauen oder verweigert sogar komplett die Futteraufnahme.

Mundgeruch beim Hund loswerden so klappt´s

Kommt der Mundgeruch von den Zähnen oder von Zahnfleischerkrankungen, dann kann bereits mit etwas Mundhygiene vieles verbessert werden. Zahnstein, Paradontose usw. lassen sich beispielsweise perfekt mit der speziell entwickelten Emmi Pet Ultraschall Zahnbürste für Hunde schonend und ohne Narkose entfernen. Auch für die tägliche, prophylaktische Mund -und Zahnpflege ist diese Zahnbürste bestens geeignet.

Mundgeruch durch Krankheiten
Doch auch andere Krankheiten kommen als Ursache für den Mundgeruch in Frage:

  • Bei einer Gastritis riecht der Atem des Hundes bitter. Diese Magenschleimhautentzündung ist häufig von Erbrechen begleitet
  • Ebenso kann Mundgeruch bei anderen Magenproblemen wie bei einer Magen-Darm-Infektion auftreten
  • Bei verstopften Analdrüsen lecken Hunde oftmals an diesen Drüsen. Nehmen sie dabei das Sekret auf, stinken sie aus dem Maul
  • Bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse kann Mundgeruch auftreten
  • Eine Allergie kann Mundgeruch auslösen • Ekzeme an der Lefze führen zu Maulgeruch, denn die Hautfalten entzünden sich und dadurch siedeln sich Pilze und Bakterien an
  • Nach Urin riechender Atem weist auf Probleme mit der Niere hin
  • Erkrankungen der Leber können von üblem Atem begleitet sein
  • Ebenso kann die Ursache in einer Krebserkrankung oder in Tumoren im Bereich der Maulhöhle liegen

Was steckt hinter dem Mundgeruch?

Manchmal kommt es zum Verwesungsgeruch, wenn sich ein Fremdkörper im Hundemaul befindet. Zum Beispiel kann beim Spielen mit einem Stock ein Stück Holz im Zahnzwischenraum hängen bleiben. Daran haften sich Reste vom Futter, die allmählich verwesen.

Hat der Vierbeiner Aas, Müll oder ähnliches gefressen, wirkt sich das mit unangenehm riechendem Atem aus. In dem Fall ist der Mundgeruch nur kurzzeitig vorhanden. Riecht der Hund über längere Zeit unangenehm aus dem Maul, sollte tierärztlich abgeklärt werden, ob eine Krankheit Ursache dieses Symptomes ist.

Wie riecht der Hund aus dem Mund?

Art des MundgeruchsMögliche Ursachen
Süßlicher – süßer MundgeruchEin süßlich riechender Geruch kann auf einen Pilzbefall oder auf Diabetes hinweisen
Säuerlicher – saurer MundgeruchSaurer Mundgeruch hat meistens mit einem Überschuss an Magensäure zu tun. Dies kann stressbedingt sein, mit dem Futter zusammenhängen oder durch Sodbrennen verursacht werden.
Fischiger – nach Fisch riechendFischiger Mundgeruch kommt in der Regel von der Fütterung mit Fisch oder von Futter mit Fischmehl.
Nach Stuhl und Kot riechendEin nach Kot riechender Geruch ist meistens die Folge vom Kotfressen.
Blutiger –Blut – Metallisch - EisenKommt häufig bei Junghunden während des Zahnwechsels vor: Der blutig oder metallisch riechende Atem rührt von den Blutungen her, nachdem ein Zahn ausgefallen ist.
Eitriger – EiterEin eitriger, fauliger Geruch weist in der Regel auf Entzündungen des Zahnfleisches oder der Zähne hin.
Aceton – chemischDer Mundgeruch eines Hundes, der an Diabetes erkrankt ist, hat einen chemischen Geruch, der an Aceton erinnert. Bei einigen Hunderassen tritt Diabetes gehäuft auf. Diese Krankheit zeigt sich neben Mundgeruch auch an einem erhöhten Trinkbedürfnis.
Urin - AmmoniakEin nach Ammoniak riechender Geruch ist ein Anzeichen für Erkrankungen der Nieren.

Falsches Hundefutter kann Mundgeruch fördern

Falsches Futter kann zu Mundgeruch führenMundgeruch zeigt sich oftmals durch falsches Hundefutter. Manches – meist sehr günstige – Trockenfutter riecht bereits beim Öffnen der Verpackung schlecht. In billigem Hundefutter befinden sich dann auch oftmals  Schlachtabfälle und in einigen Fällen auch Zutaten, die nicht in den Hundemagen gehören. Hunde, die solche Futtersorten regelmäßig fressen, haben meistens einen übelriechenden Mundgeruch.

Zucker im Hundefutter?

Ebenso führt zuckerhaltiges Hundefutter zu schlechtem Atem, zumal Zucker für Karies, Zahnstein und andere Erkrankungen mitverantwortlich ist und diese wiederum Mundgeruch verursachen können. Hochwertiges Hundefutter enthält weder Zucker noch andere ungesunde Bestandteile. Somit kann durch das richtige Hundefutter auch kein Zahnstein entstehen. Dabei macht es auch keinen Unterschied, ob Trockenfutter oder Nassfutter gefüttert wird. Wichtig ist, dass kein Zucker oder Zuckersatzstoffe enthalten sind.

Hingegen der weit verbreiteten Meinung, dass Trockenfutter die Zähne reinigt, ist die Gabe von Nassfutter oder B.A.R.F. zu bevorzugen, da dies der natürlichen Ernährung des Hundes einfach am nächsten kommt und gerade von sensiblen Hundemägen besser vertragen wird.

Kommt es bei einer Futterumstellung zu Mundgeruch, sollte abgeklärt werden, ob der Hund Bestandteile des neuen Futters nicht verträgt. Dies gilt auch bei Mundgeruch trotz Nassfutter oder BARF. Generell kann es bei Futterunverträglichkeiten zu Maulgeruch kommen.

Außerdem wirken sich stark riechende Nahrungsmittel wie Pansen oder Knoblauch auf den Atem aus. In dem Fall kann mit Kräutern – beispielsweise mit Petersilie – gegen den Mundgeruch vorgegangen werden.

Zahnwechsel beim Hund und Mundgeruch

Mundgeruch durch ZahnwechselBeim Zahnwechsel kann sich durch die leichten Blutungen, die durch den Zahnausfall bedingt sind, ein metallischer Mundgeruch einstellen. Dieser Geruch hält aber nur kurz an. Manchmal entzündet sich jedoch das Zahnfleisch an bereits lockeren Zähnen: Futterreste bleiben zwischen lockerem Zahn und Zahnfleisch hängen und es bilden sich Fäulnisbakterien. Dies führt zu einem übel riechenden Atem.

Beim Zahnen kann es zur Eiterbildung kommen, wenn ein Milchzahn abbricht. Bei manchen Junghunden wächst bereits der neue Zahn, obwohl der Milchzahn noch nicht ausgefallen ist. Auch dann kann sich Eiter bilden, der letztlich Mundgeruch verursacht.

Mundgeruch Hund Homöopathie

Homöopathische Mittel und Schüssler Salze können gut gegen Mundgeruch helfen. Natürlich ist das Mittel der Wahl immer von Hund zu Hund und deren Symptome unterschiedlich. Folgende homöopathische Mittel könnten bei Mundgeruch vom Hund in Frage kommen:

Homöopathisches Mittel gegen MundgeruchWirkung
Acidum hydrochloricumWird hauptsächlich bei Ekzemen, Verdauungsproblemen und Gastritis angewendet.
BovistaBietet sich bei Mundgeruch durch Blutungen bei Zahnwechsel an.
Carbo animalisBei Mundgeruch aufgrund Verdauungsproblemen, Sodbrennen oder Gastritis.
Mercurius bijodatusWenn Mundgeruch durch Entzündungen oder Vereiterungen der Mandeln oder durch Halsschmerzen ausgelöst wird.
Mercurius cyanatusMaulgeruch wegen Entzündungen im Rachen oder des Zahnfleisches.
Mercurius dulcisWenn Lebererkrankungen Grund für den Mundgeruch sind.
Natrium chloratumBei schlechtem Atem aufgrund einer Zahnfleischentzündung oder Erkältung.
Auch Schüssler Salze können gut bei schlechtem Atem angewendet werden. Hier eignen sich Schüssler Salz Nr. 2 (Calcium Phosphoricum) oder Schüssler Salz Nr. 5 (Kalium Phosphoricum). Daneben stehen noch Hausmittel und Kräuter zur Verfügung, die ebenfalls als Gegenmittel bei Mundgeruch eingesetzt werden können.

Mundgeruch Hausmittel

  • Petersilie, Basilikum oder Pfefferminze kleinhacken und ins Futter geben
  • Ingwer, Thymian oder Zimt unters Futter mischen
  • Kräuter Hundekekse backen
  • Frisches Obst füttern, beispielsweise Apfelschnitze
  • Eine ganze, rohe Mohrrübe/ Karotte zum Zerkauen geben
  • Bierhefetabletten
  • Knochen oder natürliche Kauartikel
  • Zähne putzen

11 Tipps, um Mundgeruch beim Hund loszuwerden

Mundgeruch beim Hund durch Leckerli

Wie oben beschrieben kann Mundgeruch mittels Homöopathie oder Schüssler Salzen zum Verschwinden gebracht werden. Folgend weitere Tipps, um den unangenehmen Maulgeruch zu behandeln:

  1. Da Mundgeruch beim Hund häufig mit Problemen an Zähnen oder Zahnfleisch zusammenhängt, sollte dem Vierbeiner so früh wie möglich angewöhnt werden, dass er sich von seinen Menschen die Zähne putzen lässt. Dazu stehen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung, beispielsweise eine Fingerzahnbürste.
  2. Auch mit Kauknochen, frischen rohen Knochen oder hochwertigem Trockenfutter sorgt man wie nebenbei für geputzte Zähne. Bekommt der Hund regelmäßige diese Möglichkeit zur Zahnpflege, entsteht eher selten Zahnstein.
  3. Sind bereits Zähne oder Zahnfleisch erkrankt, sollte dies umgehend vom Tierarzt behandelt werden.
  4. Der Rachenraum sollte kontrolliert werden, ob sich eventuell ein Fremdkörper oder Futterreste in den Lefzen oder in Zahnzwischenräumen befinden.
  5. Liegt die Ursache für den Mundgeruch in einer Überproduktion von Magensäure, sollte der Hund seine tägliche Ration an Futter auf kleinere Portionen verteilt bekommen. Ebenso könnte Stress hinter dem Magenproblem stecken, sodass im ersten Schritt die Stressfaktoren erkannt werden müssen.
  6. Als wirksames Hausmittel gegen Mundgeruch empfiehlt sich Petersilie, die möglichst frisch unter das Futter gemischt werden kann.
  7. Auch Minze hilft dabei, den unangenehmen Atem loszuwerden.
  8. Auf zuckerhaltige Futtersorten sollte ganz verzichtet werden und dies durch hochwertiges und gesundes Hundefutter ersetzt werden.
  9. Auch getreidefreies Futter wirkt sich häufig positiv auf den Atem aus.
  10. Falls der Hund gerne Gemüse frisst, kann man ihn rohe Möhren oder auch Äpfel knabbern lassen. Diese Hausmittel wirken besonders gut, wenn der Vierbeiner sich an Aas, Kot oder ähnlich übelriechenden Dingen gelabt hat.
  11. Natron und Heilerde sind weitere Hausmittel gegen Hunde Mundgeruch.

Wenn nichts hilft, ab zum Tierarzt

Falls der Mundgeruch beim Hund schon über längere Zeit anhält und scheinbar nicht vom Futter oder von Zahnproblemen verursacht wurde, sollte tierärztlich nach dem Grund des Maulgeruchs gesucht werden. Steckt eine ernsthafte Krankheit hinter dem Mundgeruch, ist dies in der Regel am Allgemeinbefinden des Vierbeiners zu erkennen.

Die häufigsten Fragen zu Mundgeruch beim Hund

Oftmals lässt sich sporadischer Mundgeruch schlicht und einfach auf Reste des vorher verspeisten Hundefutters zurückführen. Besonders nach dem Genuß von Fisch oder Pansen riecht der Hund anders aus dem Maul, als nach einem Hundefutter mit Huhn oder Rind.

Wichtig ist ganz einfach auf eine hochwertige Ernährung zu achten und damit dem Hund alle Nährstoffe, die er für ein gesundes Leben braucht, zukommen zu lassen. Hochwertiges Hundefutter enthält keinen Zucker, keine künstlich hergestellten Süßstoffe oder Zuckerersatzstoffe. Das ist in der Regel alles, was mit der Endung -ose aufhört z.B.

  • Saccharose (Zucker)
  • synthetische Fructose
  • Glucose aus Kartoffel-, Weizen- oder Maisstärke
  • künstliche hergestellte Maltose
  • Saccharin (E 954)
  • Melasse
  • Aspartam

Fehlen diese Inhaltststoffe kann auch kein bis kaum Karies, Zahnbelag oder Zahnstein entstehen, was oftmals der Auslöser für Mundgeruch ist. Zur weiteren Zahnpflege bieten sich Knochen oder natürliche Kauartikel, auf jeden Fall OHNE Zucker an.

Wenn der Mundgeruch eher aus dem Magenbereich kommt, kann dies auf eine Erkrankung der inneren Organe hinweisen. So kann Mundgeruch beispielsweise von einer Gastritis (Magenschleimhautentzündung), einem Magengeschwür oder einem Magen-Darm Infekt kommen, aber auch auf Nierenkrankheiten, Diabetes oder Lebererkrankungen hinweisen.

Falls der Verdacht auf eine ernsthafte Krankheit vorliegt, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Mundgeruch auf ein Magensäure Problem beim Hund hinweist. Um dies in den Griff zu bekommen, sollten die Futterrationen auf mehrere kleinere Mahlzeiten am Tag aufgeteilt werden. Auch eine Futterumstellung auf hochwertiges Hundefutter könnte gegen Mundgeruch aus dem Magen helfen.

Dass der junge Hund beim Zahnwechsel starken Mundgeruch bekommen kann, ist keine Seltenheit. Dieser Mundgeruch entsteht in der Regel dadurch, dass sich das Zahnfleisch an den lockeren, aber noch nicht ausgefallenen Milchzähnen entzündet.

So können Blutungen entstehen, Nahrungsreste und Fäulnisbakterien in den Zwischenräumen hängenbleiben oder der betroffene Zahn faulig riechen. Dieser unangenahme Welpenmundgeruch sollte spätestens nach dem Zahnwechsel wieder verschwunden sein.

Auch Kiefererkrankungen und darunter liegender Eiter könnte eine Ursache des Mundgeruchs sein. Desweiteren spielt natürlich auch die richtige Ernährung eine entscheidene Rolle. Sollte der Mundgeruch aber länger anhalten, empfiehlt sich der Gang zum Tierarzt, um ernsthafte Krankheiten auszuschließen.


Hilfe bei Mundgeruch beim Hund






Haarausfall beim Hund

Haarausfall beim Hund

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Haarausfall beim Hund

Der Haarausfall beim Hund, kann verschiedene Ursachen haben. Diese probieren wir hier zu klären. Das flächenmäßig größte Organ vom Hund ist seine Haut, die zusammen mit den Haaren als Fell bezeichnet wird. Der Gesundheitszustand des Hundes spiegelt sich genau hier auch wider. Hat der Hund ein schönes, glänzendes Fell, dann ist das ein Zeichen für seine gute Gesundheit. Es gibt aber auch Hunderassen, welche nicht haaren und für Allergiker sehr geeignet sind.

Juckt sich der geliebte Vierbeiner aber ständig? Hat die Fellnase stumpfes und/oder schuppiges Fell, büschelweise Haarausfall oder sogar bereits kahle Stellen? Das alles sind Warmsignale des Körpers und sollten unbedingt hinterfragt werden.

Natürlich muss zuerst zwischen dem natürlichen Fellwechsel, der ungefähr zweimal im Jahr stattfindet und einer eventuell ernst zu nehmenden Krankheit unterschieden werden. Auch eine falsche Fütterung und die fehlenden Nährstoffe führen zu Haarausfall und Fellverlust beim Hund.

Typische krankhafte Haarausfall Symptome

Vom Haarausfall sind besonders gern langhaarige Hunderassen mit viel Unterwolle betroffen. Um einen eventuell krankheitsbedingten Fellausfall rechtzeitig zu erkennen, sollten auf diese Symptome geachtet werden:

  • starke Schuppenbildung
  • ungewöhnliche Hautrötungen
  • kahle Stellen

Natürlicher Fellwechsel im Frühjahr & Herbst

Sicherlich müssen hinter starkem Fellausfall nicht immer gleich Hundekrankheiten oder Fütterungsfehler stecken. Wenn der Haarausfall beim Hund ohne Juckreiz auftritt, ist es in vielen Fällen schlicht und einfach der natürliche Fellwechsel des Hundes.

In der Regel findet er bei fast jedem Hund zweimal im Jahr statt. Angesichts steigender oder sinkender Temperaturen und einem längeren oder kürzeren Tageslicht entstehen spezielle Hormone, die den Fellwechsel beim Hund anregen. Besonders im Frühjahr ist der Fellverlust extrem hoch, wenn der Hund sein dickes Winterfell verliert.

Aufgrund von klimatischen Einflüssen (kalter Frühling, warmer Herbst) kann der Hund aber auch irritiert werden, so dass sich der Fellwechsel verkürzt oder auch verlängert. Um den geliebten Vierbeiner beim Fellwechsel zu unterstützen, können Herrchen oder Frauchen mithelfen, indem der Hund regelmäßig gebürstet wird. Allerdings sollte unbedingt darauf geachtet werden, in Fellwuchsrichtung zu bürsten.

Tipp: Allerdings unterliegen nichthaarende Hunderassen wie zum Beispiel der Malteser, der Pudel oder der Bolonka Zwetna nicht dem saisonalen Fellwechsel. Sollten diese Rassen haaren, ist stets Achtung geboten.

Krankhafter Haarausfall bei Hunden Ursachen

Würmer – Haarausfall beim Hund durch parasitäre Würmer ist keine Seltenheit! Die Spul- und Bandwürmer sind dabei die häufigsten Vertreter ihrer Art. Meistens verliert der Hund dann büschelweise Haare oder hat kahle Stellen. Auch Trägheit, Durchfall, Blutarmut und Verdauungsstörungen können auftreten.

Das Ansteckungsrisiko mit Würmern ist extrem hoch, denn der Hund muss nur an befallenen, Hinterlassenschaften infizierter Vierbeiner riechen und lecken, schon kann er sich mit Wurmeiern anstecken. Auch Mücken sind übrigens Wurmüberträger. Die Wurmeier wandern dann in den Darm und wachsen hier heran.

Ein gesundes Immunsystem und eine intakte Darmflora sollten mit einem Wurmbefall alleine klarkommen, zumal Würmer (Endoparasiten) auch zu den wichtigsten Parasiten im Körper aller Säugetiere zählen und durchaus ihre Daseinsberechtigung haben.

Allerdings sollte ein akuter Befall mit Würmern unbedingt behandelt werden. Zur Unterstützung und Vorbeugung bietet sich eine natürliche Wurmkur und/oder eine natürliche Darmreinigung an.

Eine regelmäßige chemische Wurmkur ist eher nicht sinnvoll, da solch eine „Chemiekeule“ das Immunsystem eher angreift und nicht vorbeugend wirkt, sondern nur bei einem akuten Befall Abhilfe schafft.

Zecken – Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten und können sehr viele Krankheiten auf den Hund und den Menschen übertragen. Dabei steht die, vielen bekannte Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gar nicht an erster Stelle, sondern die heimtückische Borreliose ist hier viel gefährlicher.

Außerdem können Zecken auch die gefährliche Babesiose¹ und Anaplasmose² auf den Hund übertragen. Oftmals entsteht dann ein kreisrunder Haarausfall nach einem Zeckenbiss beim Hund.

Pilze – Pilzbefall ist eine weitere erwähnenswerte Ursache für starken Haarausfall bei Hunden und ist hoch ansteckend. Der geliebte Vierbeiner ist besonders anfällig für Pilzbefall, wenn sein Immunsystem geschwächt ist.

Gerade Welpen (Auch die Ernährung bei Welpen spielt eine wichtige Rolle.) und schwache bzw. ältere Hunde sind hier gefährdet. Das Immunsystem kann aber auch beispielsweise durch Krankheiten, Medikamentengabe oder eine nicht bedarfsgerechte Ernährung geschwächt werden.

Welpen leiden häufiger an Pilzbefall

Die häufigste vorkommende Form beim Hund ist der Hautpilz (Dermatophytose³). Charakteristisch für einen Hautpilz ist ein kreisrunder Haarausfall, der scharf vom restlichen Fell abgegrenzt ist. Auch Hautentzündungen, allergische Reaktionen und/oder Krustenbildungen sind mögliche Symptome einer Pilzinfektion.

Die Ohren, das Gesicht, der Schwanz und die Gliedmaßen sind beim Hund meistens betroffen. Die Ansteckung erfolgt über direkten Kontakt mit infizierten Tieren. Aber auch asymptomatische Tiere, die keinerlei sichtbare Anzeichen haben, können Pilzüberträger sein.

Weiterhin kann sich der Hund indirekt über die infizierte Umgebung anstecken, wenn zum Beispiel die gleichen Bürsten oder Betten benutzt werden. Auch Menschen sind gefährdet, da Pilze ein sehr hohes Ansteckungsrisiko haben. Die Ausbreitung der Pilze wird dann durch ein feuchtwarmes Klima noch begünstigt.

Stress – Hunde sind auch Lebewesen ;-), die bei stressigen Situationen und/oder Veränderungen ebenfalls mit Fellverlust reagieren können. Dabei ist insbesondere ein Umzug, eine Futterumstellung oder auch die Anschaffung eines neuen Haustieres für sensible Hunde sehr nervenaufreibend. Durch Lecken und Kratzen können sie dann ihren Stress abbauen, was wiederum zu Haarausfall führen kann.

Wichtig ist in solch einer speziellen Stresssituation besonders auf den Hund einzugehen und sonst auch viel Aufregung zu vermeiden.

Hormone (Trächtigkeit, Pubertät, Kastration) – Der Hormonhaushalt vom Hund wird nach einer Kastration, in der Trächtigkeit, während des Säugens und in der Flegelphase gehörig auf den Kopf gestellt. Kein Wunder, dass es bedingt durch diese Hormonumstellungen zu Haarausfall und Veränderungen des Fells kommen kann.

Gerade Rüden neigen zu hohem Fellverlust in ihrer pubertären Phase. Haarausfall bei alten Hunden, aufgrund des steigenden Östrogenmangels, ist ebenfalls keine Seltenheit. Viel Liebe und regelmäßiges Bürsten helfen beim Fellverlust von hormongeplagten Hunden.

Milben – Milben sind kleine Spinnentieren, die allerdings selber keine Krankheiten übertragen, sondern durch sie können bei einem geschwächten Immunsystem und Fehlernährung Folgekrankheiten entstehen. Zum Artikel: Milben beim Hund

Diese mikrokleinen Tierchen kommen fast überall vor, man findet sie beispielsweise nicht nur im Gras, in der Wohnung oder im Bett, sondern sogar mitunter im Hunde Trockenfutter und natürlich auch beim Hund selber. In warmen und feuchten Stellen und Körperregionen fühlen sich Milben am wohlsten.

Eine perfekte Stelle beim Hund sind daher seine Ohren. Hier ist es schön warm, feucht und eher schlecht belüftet. Die so genannten Ohrmilben lösen dann einen starken Juckreiz aus und so kann es beim Kratzen mit den Hundekrallen zu schlimmen Entzündungen oder Trommelfellschädigungen kommen.

Aber auch Demodikose, Räude oder Raubmilbenbefall sind typische Erkrankungen, die durch Milben hervorgerufen werden können. Symptome sind mitunter schuppige haarlose Hautstellen, Haarausfall, Mitesser, Pusteln, Furunkel, Rötungen, Faltenbildung, Hautverdickungen oder Verhornungen.

Flöhe – Flöhe lösen nicht nur starken Juckreiz aus, sondern können allergische Reaktionen und Fellverlust hervorrufen. Die Flohallergiedermatitis (FAD) ist dabei die meist verbreitete Hundeerkrankung, bei der die Floh-Speichelproteine eine allergische Hautreaktion auslösen.

Außerdem sind diese kleinen Nervensägen auch auf uns Menschen übertragbar und nicht so einfach loszuwerden. Erkennen kann man einen Flohbefall indem, mit einem sehr feinen Kamm, durch das Fell gebürstet wird. Sind 1-4 mm große schwarze Punkte erkennbar, dann handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um Flöhe, gegen die sofort etwas unternommen werden sollte.

Läuse – Läuse sind ebenfalls Parasiten, die Fellverlust, Juckreiz oder Allergien bei Hunden auslösen können. Dabei saugen sie das Blut des befallenen Hundes, was eben an der betroffenen Stelle zu diesen Symptomen führen kann. Läuse kommen zwar beim Hund nicht so oft vor wie Flöhe, sind aber ebensolche Quälgeister. Sie sind hoch ansteckend und hüpfen von Tier zu Tier oder auch auf uns Menschen. Erkennbar sind die schwarzen, hüpfenden Läuse bei der Fellpflege.

Allergien (z.B. Futtermittelallergie) – Stumpfes, glanzloses Fell, Haarausfall, trockene Haut, Juckreiz und/oder Schuppen beim Hund können auf eine Allergie hindeuten. Dabei kann der Hund auf Stoffe in der Umgebung allergisch reagieren oder auch auf Inhaltsstoffe in seinem Futter.

Eine Futtermittelallergie kommt in der heutigen industriellen Zeit leider immer häufiger vor. Um festzustellen, ob der Hund an einer Allergie leidet, eignet sich ein entsprechender Allergietest beim Tierarzt.

Als Alternative bieten sich noch die Bioresonanz oder die Dunkelfeldmikroskopie an. Jedoch sind diese Tests nicht zu hundert Prozent sicher. Wer es ganz genau wissen möchte, der macht, bei dem Verdacht auf eine Futtermittelallergie, eine Ausschlussdiät.

Nährstoffmangel – Auch ein bestehender Nährstoffmangel kann eine Ursache für starken Haarausfall und stumpfes Fell oder andere, schwere Folgekrankheiten darstellen. Nicht nur minderwertiges Hundefutter, sondern auch eine unausgewogene Fütterung, beispielsweise beim Barfen (B.A.R.F. = biologisch artgerechte Rohfütterung) kann Schuld daran sein.

Viele Hundebesitzer möchten Ihren Vierbeinern etwas Gutes tun und das Hundefutter selber zubereiten. Die Gefahr besteht hier darin, dass B.A.R.F Rationen oder selbst gekochte Menüs oft nicht ausgewogen genug sind und nicht alle benötigten Nährstoffe für den Hund enthalten. Hinzu kommt, dass oftmals auch Fleisch aus dem Discounter verwendet wird, was an sich kaum noch Nährstoffe besitzt und Antibiotika oder andere chemische Mittel enthalten kann.

Um den Hund vollwertig zu ernähren, braucht es schon ernährungswissenschaftliche Kenntnisse auf diesem Gebiet.

Futterumstellung – Der Hund haart nach einer Futterumstellung? Das ist nicht ungewöhnlich, denn der Körper und der gesamte Stoffwechsel müssen sich erst einmal an das neue Futter gewöhnen. Wichtig ist ein hochwertiges Hundefutter mit hohem Fleischanteil und ohne künstliche Zusatzstoffe zu füttern.

Gerade, wenn der Hund vor der Futterumstellung minderwertiges Hundefutter bekommen hat, kann extremer Haarausfall, neben Verdauungsproblemen, auch eine Entgiftungsreaktion des Körpers sein. Bei manchen Hunden erneuert sich auch das komplette Fell und eventuell überflüssige Unterwolle wird auf diesem Weg gleich mit entfernt. Dadurch verliert der Hund extrem viele Haare.

Wichtig ist bei der Futterumstellung auf das Allgemeinbefinden zu achten. Ist der Hund nicht müde und schlapp, sondern fit und aktiv, tut ihm das neue Futter gut. Solange er keine kahlen Stellen, starken Juckreiz, Verkrustungen oder ähnliches bekommt, ist der Haarausfall kein Grund zur Sorge. Auch hier hilft viel bürsten und abwarten. Eine Futterumstellung kann bis zu 8 Wochen dauern.

Raumklima – Ist der Hund fit, hat insgesamt dichtes und glänzendes Fell? Verliert er aber trotzdem viele Haare und neigt zu Schuppen? Liegen keine Krankheiten vor und gab es keine Futterumstellung? Dann kann der Fellverlust mitunter auch am Raumklima liegen.

Besonders im Winter macht die trockene Heizungsluft auch unseren Vierbeinern zu schaffen. Die Folge kann trockene Haut mit Schuppenbildung und/oder Fellausfall sein. Abhilfe schafft hier oftmals ein Raumluftbefeuchter und regelmäßiges Lüften, um das Raumklima zu verbessern.

Sollte der Hund trotzdem weiter zu Fellverlust und Schuppenbildung neigen, sollte ein Parasitenbefall oder eine Stoffwechselkrankheit ausgeschlossen werden. Um das Fell und die Haut des Hundes zu stärken empfiehlt es sich ihn viel zu bürsten und ein natürliches Shampoo (z.B. Neemöl, Teebaumöl) gegen Haarausfall bei Hunden anzuwenden.

Hausmittel gegen Haarausfall beim Hund

Was dem Hund bei Haarausfall helfen und unterstützen kann, sind altbewährte Hausmittel. So ist die Gabe von Bierhefe gegen Haarausfall bei Hunden durchaus eine Möglichkeit den Fellverlust wieder in den Griff zu bekommen. Auch verschiedene Öle können zur Unterstützung dienen und dem Hund zu mehr Gesundheit verhelfen.

Welches Öl bei Haarausfall vom Hund

Die Gabe von Öl zum Hundefutter ist gerade bei Haarausfall sehr zu empfehlen. Die wertvollen Omega 3 Fettsäuren unterstützen das komplette Immunsytem vom Hund und somit auch seine Haut und das Fell. So können Hautprobleme, Schuppen oder Fellverlust auf natürliche Weise behoben werden. Wer seinem Hund bei starken Juckreiz oder extremen Fellausfall etwas Gutes tun möchte, der kann durchaus auf dieses altbewährte Hausmittel zurückgreifen, aber am Besten in BIO Qualität. In der Regel sind die verschiedenen Öle auch gut verträglich. Besonders bewährt gegen Haarausfall beim Hund haben sich diverse Fischöle wie z.B. Lachsöl. Aber auch Distelöl oder Leinöl sind eine gute und gesunde Ergänzung zum täglichen Hundefutter.
Natürlich sollte bei schweren Fällen und langanhaltendem extremen Fellverlust ein Tierarzt oder Tierheilpraktiker aufgesucht werden.

Haarausfall Hund Homöopathie

Auch die Veabreichung von homöopathischen Globuli und/oder Schüssler Salze kann gegen Haarausfall beim Hund helfen, besonders wenn der Mineralstoffhaushalt gestört ist.

Haarausfall Hund Schüssler Salze

Es gibt verschiedene Schüssler Salze für verschiedene Beschwerden. Es sind Mineralsalze, die den Mineralstoffhaushalt des Hundes wieder ankurbeln und so auf natürliche Weise eine Heilung oder zumindest Linderung schaffen können.

  • Nr.6 Kalium sulfuricum: gegen Haarausfall, insbesondere büschelweise
  • Nr.8 Natrium chloratum: bei stumpfen und trockenem Fell
  • Nr.11 Silicea: bei Haarausfall und struppigem, sprödem Fell

Was tun gegen Haarausfall beim Hund

UrsachenMögliche SymptomeMaßnahmen
Natürlicher
saisonaler Fellwechsel
Hund verliert zeitweise Haareregelmäßig bürsten und abwarten
WürmerBüschelweiser Haarausfall, kahle Stellen
Außerdem: Trägheit, blutiger Durchfall, Gewichtsverlust, Erbrechen
Immunsystem stärken, Darmreinigung, Entwurmen, Ernährung anpassen
ZeckenKreisrunder Haarausfall
Außerdem: Juckreiz, Trägheit, Fieber
Zecke schnellstmöglich entfernen, natürliche Zeckenschutzmittel z.B. Bierhefe, Knoblauch, Kokosöl
HautpilzKreisrunder Haarausfall mit scharfer Abgrenzung
Außerdem: Entzündungen, Juckreiz, Verkrustungen
Tierarzt aufsuchen, Desinfektion der Umgebung
StressZeitweiser HaarausfallKeine Überforderung, Ruhephasen einplanen, Liebe und Verständnis zeigen
Hormonbedingter HaarausfallFellausfall- und veränderungenAbwarten, bürsten, hochwertiges Futter
MilbenSchuppige, haarlose Hautstellen, starker Haarausfall
Außerdem: ständiges Jucken und Kratzen, Hautprobleme
Tierarzt aufsuchen, Immunsystem stärken, Ernährung anpassen
FlöheFellverlust
Außerdem: Juckreiz
Floh Test, Flohpräparate, gründlich putzen und desinfizieren
LäuseFellverlust
Außerdem: Juckreiz, Allergien
Läusemittel z.B. Neemöl, Neem Shampoo, Kokosöl
Umgebung desinfizieren
AllergieStumpfes & glanzloses Fell, Haarausfall
Außerdem: trockene Haut, Juckreiz und/oder Schuppen
Allergietest, Ausschlussdiät
NährstoffmangelGlanzloses, stumpfes Fell und Haarverlust
Außerdem: Folgekrankheiten (oft erst viel später)
Hochwertiges Alleinfuttermittel z.B. Trockenfutter, Öl
FutterumstellungHaarausfall
Außerdem: Verdauungsprobleme
RaumklimaFellausfall
Außerdem: Trockene Haut, Schuppen
Lüften, Luftbefeuchter, bürsten, Öl

¹https://de.wikipedia.org/wiki/Babesiose_des_Hundes
² – https://www.thieme.de/de/tiermedizin/anaplasmose-hund-90347.htm
³ – https://hauttierarzt.de/dermatophytose/
⁴ – http://www.parasitenfrei.de/de/erkrankungen/erkrankungen-des-hundes/floehe/
⁵ – http://www.heilpraktiker.org/bioresonanzdiagnostik

⁶ – https://de.wikipedia.org/wiki/Dunkelfeldmikroskopie


Hilfe bei Haarausfall beim Hund






Natürliche Darmsanierung beim Hund

Natürliche Darmsanierung beim Hund

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Natürliche Darmsanierung beim Hund

Heute geht es um die natürliche Darmsanierung beim Hund. Nachdem wir über die Verdauung bei Hunden, sowie die über die richtige Entgiftung geschrieben haben, kommt nur der letzte Beitrag dazu.

Zwischen Körper und Außenwelt des Hundes ist der Darm die größte Fläche. Die vielfältige Keimbesiedling der Darmschleimhaut wird unter den Begriff Darmflora zusammengefasst. Dies ist ein mikro-ökologisches System, das einer ganzen Reihe von Aufgaben nachkommen muss.

So zählt nicht nur die Resorption von Nährstoffen und auch Schadstoffen, die Stimulation des Darm-Immunsystems und die Anregung der Darmbewegungen dazu, sondern sogar die Produktion von Substanzen, die Krankheitserreger beseitigen können.

Dabei spielen die milchsäurebildenden Bakterien, die für das schwach saure Darm-Milieu verantwortlich sind, eine entscheidende Rolle. In einem gesunden Darmmilieu können sich krankhgeitserregende Fäulniskeime nicht übermäßig vermehren.

Die Darmschleimhaut hat jedoch ständig Kontakt mit Schadstoffen aus Nahrungsmitteln und der Umwelt oder Antigenen wie Pilze, Bakterien, Viren, Parasiten uvm. Genau aus diesem Grund hat sich im Darm, zusammen mit der Darmflora, das größte Immunsystem des Körpers entwickelt.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ein gestörter Darm immer ein geschwächtes Immunsystem nach sich zieht und in den meisten Fällen die unterschiedlichsten Krankheiten und Folgekrankheiten entstehen.

Auch Futtermittelunverträglichkeiten und die ständig steigenden Futtermittelallergien können ihren Ursprung im Darm haben.

Wann ist eine Darmsanierung sinnvoll?

Wenn die Darmflora vom Hund gestört ist, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Darmreinigung zu machen. Eine natürliche Darmsanierung ist besonders nach Giardien, Impfungen, Antibiotika oder Cortison Gabe oder auch einer chemischen Wurmkur sehr sinnvoll und sollte auch unbedingt durchgeführt werden.

Nur so kann sich die Darmflora des Hundes auf natürlichem Weg wieder aufbauen und gesund bleiben. Aber nicht nur Krankheiten oder chemische Mittel verlangen vom Darm und der Darmflora Höchstleistungen ab.

Nach einer herkömmlichen chemischen Wurmkur zum Beispiel braucht der Darm 5 -7 Monate um sich wieder vollständig zu regenerieren. Umso schlimmer ist, es wenn solch eine chemische Wurmkur, wie von vielen Tierärzten empfohlen wird, alle 3 Monate gemacht wird.

Zum Einen kann sich der Darm nie richtig erholen und zum Anderen wirkt diese Chemiekeule auch nicht wie eine Impfung als Schutz für die Zukunft. Solch eine Wurmkur hat also keine vorbeugende Wirkung und kann bei akutem Befall immernoch jederzeit gegeben werden.

Außerdem kommt ein gesundes Immunsystem mit Würmern, die übrigens jeder Hund in sich hat, auch allein klar. Wenn jedoch Kleinkinder oder ältere Menschen Kontakt mit dem Hund haben, empfiehlt sich, zum Schutz vor eventueller Ansteckung, als Alternative ein natürliches Wurmmittel für Hunde zu geben. Bewährt haben sich hier spezielle Kräutermischungen!

Frage: Nehmen Sie täglich eine Kopfschmerztablette, obwohl Sie keine Kopfschmerzen haben?

Regelmäßige Darmreinigung beim Hund

Wie wir bereits wissen, schädigen Umweltgifte, Stress, Schadstoffbelastungen und ungesundes Industriefutter täglich den Darm und das komplette Immunsystem des Hundes. Daher ist es ratsam eine Darmreinigung regelmäßig durchzuführen, um den Hund und seinen Stoffwechsel zu stärken. So haben Krankheiten erst gar keine Chance!

Wie Hippokrates schon sagte: „Der Tod sitzt im Darm“

Generell empfiehlt es sich, erst einmal den Körper mit einer Darmreinigung „sauber“ zu machen, um so eine solide Grundlage für eine eventuell bevorstehende Entgiftung zu schaffen. Eine Darmsanierung und eine Entgiftung sollte generell immer getrennt werden, denn viel hilft nicht immer viel.

Doch bevor überhaupt eine Darmsanierung Sinn macht, sollte zuerst einmal die Ernährung vom Hund optmiert werden. Eine sehr gute Alternative wäre hier schwedisches Hundefutter, da die Qualitätsansprüche in Schweden viel höher sind als hier zu Lande. Doch wie mache ich eine Darmsanierung beim Hund? 

Natürliche Darmreinigung zuhause

Eine natürliche Darmreinigung und die anschließende Darmsanierung beim Hund kann ganz einfach zu Hause gemacht werden. Dafür sind grundsätzlich keine speziellen Kenntnisse nötig. Wichtig ist daruf zu achten, dass die Darmreinigung und der Darmaufbau konsequent und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Gesunde Darmflora aufbauen mit Hausmittel oder Homöopathie

Für eine sehr sanfte und schonende Darmreinigung bieten sich diverse Hausmittel an. Sie besitzen eine darmreinigende Eigenschaft und können auch täglich angewendet werden, um Einschränkungen und Problemen im Darmbereich vorzubeugen. Auch in der Homöopathie finden sich einige Dinge für eine sanfte und natürliche Darmsanierung, sowie zur Unterstützung des gesamten Immunsystems.

Allerdings ist auch nicht jedes Hausmittel oder homöopathisches Mittel für jeden Hund geeignet. Gerade bei sehr empfindlichen Hunden ist Obacht zu geben, was sie letztendlich gut vertragen und was dem Körper gut tut. Auch sollte dem Organismus genug Zeit für eine langsame Gewöhnung und Umstellung gegeben werden.

Hausmittel zur Darmreinigung

Ballaststoffe (z.B. Leinsamen , Chiasamen, in Gemüse und Obst)

Strikt genommen sind Ballaststoffe keine Darmreinigungshausmittel, sondern selber Darmreiniger. Zum Größtenteil sind Ballaststoffe unverdaulich für den Hund, haben aber viele gesunde Eigenschaften! Sie quellen im Magen-Darm auf und der Verdauungsbrei wird voluminöser sowie weicher. So regulieren sie auf schonende Arte und Weise die Verdauung und regen die Peristaltik an. Außerdem setzt schneller ein Sättigungsgefühl ein. Ballaststoffe können weiterhin Verstopfungen vorbeugen, die Blutfettwerte senken und den Blutzucker stabil halten.

Aloe Vera

Besonders aus der Hautpflege kennen sicherlich viele die Aloe Vera Pflanze. Aber Aloe Vera ist auch ein vielseitiges Hausmittel und kann zur schonenden Darmreinigung eingesetzt werden. Das innere Gel dieser Pflanze wirkt entgiftend. Gleichzeitig pflegt und befeuchtet es die Darmschleimhäute und unterstützt so bei der Reinigung. Außerdem stärkt Aloe Vera das Immunsystem von Innen, nicht nur bei Darmerkrankungen, sondern auch bei Atemwegs- und Hauterkrankungen.

Heilerde

Ein altbewährtes Hausmittel bei vielen Beschwerden ist Heilerde. Nicht nur Ausschlag, Insektenstiche, Gastritis oder Juckreiz bei Hunden lassen damit gut behandeln, auch zur sanften und natürlichen Darmreinigung kann die Heilerde ebenso eingesetzt werden. Unter das Hundefutter gemischt, kann die Heilerde dann Schadstoffe binden, die am Ende einfach ausgeschieden werden.

Bitterpflanzen zur Darmreinigung ( z.B. Brennessel, Löwenzahn, Artischocke )

Wunderbare Hausmittel zur Darmreinigung sind Bitterpflanzen oder auch Bitterstoffe. Sie wirken der Ansiedlung schädlicher Keime, der Ablagerung von Rückständen und Verdauungsstörungen entgegen und unterstützen so die Darmflora.

Flohsamen für die Darmreinigung

Flohsamen zählen zu den Quellstoffen und bilden bei Flüssigkeitszugabe Schleime aus, die reinigend und heilsam wirken. Daher sind Flohsamen ein ideales und sanftes Hausmittel zur Darmreinigung.

Darmsanierung Hund Homöopathie

Um das normale Gleichgewicht des Darmmilieus wieder herzustellen, empfiehlt sich zur Unterstützung die Gabe von Globuli, Schüssler Salzen oder auch Bachblüten. Das ist besonders nach der Gabe von Antibiotika, Cortison oder anderen chemischen Mitteln wichtig, damit die Darmflora wieder ausgeglichen wird und das Immunsystem richtig funktionieren kann.
Hier können homöopathische Mittel gute Dienste leisten.

Natürlich ist die Auswahl auch in diesem Bereich groß. Wer sich bei der Wahl der homöopatischen Mittel nicht sicher ist, sollte einen speziellen Tierhomöopath oder Tier Heilpraktiker zu Rate ziehen. Hier eine kleine Auswahl von homöopatischen Mitteln, die sich zur Unterstützung und zum Darmaufbau bewährt haben.

  • Schüssler Salze Nr. 4, Nr. 9 und Nr.10
  • Globuli Chamomilla, Natrium sulfuricum, Nux vomica, Okoubaka
  • Bachblüten Nr. 10 Crab Apple, Nr. 22 Oak, Nr. 23 Olive

Darmsanierung Kur für Hunde

Für eine größere, effektivere und zeitlich begrenzte Darmreinigung empfehlen sich allerdings spezielle, im Handel erhältliche, natürliche Produkte zur Darmsanierung. Besonders nach starkem Durchfall, einer Operation wie Zahn OP, Kastration ect, Medikamentengabe wie Antibiotika oder Cortison sollte solch eine Darmreinigung erfolgen.

Natürlich ist auch hier die Auswahl der Produkte, die es zu kaufen gibt, groß. Wichtig ist wie immer auf Qualität und Natürlichkeit der Darmreinigungsmittel zu achten. Außerdem sollte das gewählte Darmsanierungs Produkt die Vermehrung von den „guten“ Darmbakterien (Bifidobakterien, Lactobacillen) unterstützen, um so die gesamte Darmflora zu stärken und gleichzeitig die überschüssigen, schädlichen Bakterien binden, so dass der Hund sie mit dem Kot ausscheiden kann.

Bewährt haben sich hier Mittel, die Fructo Oligosaccharide¹/² zur Stärkung und gleichzeitig Mannan Oligosaccharide zur Schadstoffbindung enthalten.

Eine Umschichtung der Darmflora dauert in der Regel etwa 10 bis 14 Tage. In dieser Zeit können erhöhte Flatulenzen (Blähungen) und vermehrte Darmaktivität auftreten. Die komplette Darmsanierung und Gabe sollte über einen Zeitraum von 4 Wochen erfolgen.

Eine ganz genaue Dauer und Anleitung für die natürliche Darmreinigung gibt es jedoch nicht. Dies ist von Hund zu Hund verschieden und sollte ganz individuell entschieden werden.

ABER:
Ohne Zweifel ist die wichtigste Maßnahme für eine dauerhaft gesund bleibende Darmflora die tägliche artgemäße natürliche Ernährung vom Hund. Entscheidend ist immer auch die Herkunft der Zutaten, sowie eine richtige Futterumstellung. Außerdem sollte nicht bei jeder Bagatellerkrankung gleich zu Antibiotika, Cortison und Co. gegriffen werden.

¹https://www.gdch.de/fileadmin/downloads/Netzwerk_und_Strukturen/Fachgruppen/Lebensmittelchemiker/Arbeitsgruppen/fde/fde_inulin.pdf
² – Studie https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20050948


Hilfe bei der Darmsanierung






Richtige Entgiftung beim Hund

Richtige Entgiftung beim Hund

Richtige Entgiftung beim Hund

Im ersten Bericht ging es um die Entgiftungsorgane beim Hund. Hier nun der zweite Artikel zur Entgiftung beim Hund. Diesmal erfahren Sie, wie eine richtige Entgiftung bei Hunden funktioniert.

In der heutigen Zeit sind nicht nur wir Menschen vielen Belastungen und Giftstoffen ausgesetzt, sondern genauso auch unsere geliebten Hunde. Die Belastung ist dabei so hoch wie nie! Heute spricht man von etwa durchschnittlich 45.000 – 65.000 verschiedenen giftigen und belastenden Umweltsubstanzen und das TÄGLICH!

Darunter fallen nicht nur landwirtschaftliche Spritzmittel, Autoabgase, Wohngifte in Baumaterialien und Industrie- oder Bauschadstoffe, sondern auch Medikamente, chemische Wurmkuren, Impfungen und nicht zuletzt die Aufnahme über Lebensmittel. Diese Liste könnte noch endlos weitergeführt werden…

Die Folgen von dieser extremen Schadstoffbelastung sind weitreichend. Je nach vorhandener Entgiftungsfähigkeit des jeweiligen Körpers können mehr oder weniger chronische Erkrankungen auftreten bis hin zum Krebs bei Hunden, weil der Organismus einfach mit der Ausscheidung der Giftstoffe nicht hinterherkommt. Kein Wunder also, dass die Allergien und „Zivilisationskrankheiten“ bei unseren geliebten Hunden stetig steigen.

Im Darm liegt die Gesundheit

Daher ist es umso wichtiger, richtige und vor allem regelmäßige Vorsorge zu betreiben, so das es erst garnicht soweit kommt. Das Wichtigste ist mit Sicherheit eine regelmäßige Darmsanierung beim Hund durchzuführen. Weiterhin sollte vorbeugend ein bis zweimal im Jahr eine komplette Entgiftung beim Hund stattfinden.

Doch wie funktioniert solch eine Entgiftung und womit entgiftet man den Hund richtig? Wie ist hier die Vorgehensweise? Was muss bei einer Entgiftung alles beachtet werden und wie lange dauert sie?

Das sind alles Fragen, die sich verantwortungsbewusste Hundehalter stellen sollten und die wir in diesem Artikel behandeln wollen. Denn gerade im Internet gibt es zahlreiche Produkte zu kaufen und hier finden sich oftmals eher verwirrende, als hilfreiche Antworten zu diesem wichtigen Thema.

1. Vorbereitung zur Entgiftung

Bevor es mit der Entgiftung überhaupt losgehen kann, muss zuerst einmal der Organismus des Hundes gestärkt sein. Denn so eine Entgiftung ist eine anstrengende Sache, die sehr viel Energie kostet. Also sollte zunächst einmal die Ernährung des Hundes geprüft werden. Ist das Hundefutter ausgewogen und nährstoffhaltig genug und der Hund mit allem wirklich gut versorgt? Gerade bei preiswertem Hundefutter ist dies oftmals nicht der Fall.

Die körpereigenen Funktionen können nämlich nur richtig funktionieren, wenn alle benötigten Nährstoffe geliefert werden. Sollte sich bei der Überprüfung des Hundefutters herausstellen, dass dem nicht so ist, dann sollte zuerst einmal eine Futterumstellung stattfinden. Bevor mit der Entgiftung begonnen werden kann, sollte diese optimierte Fütterung bereits eine Weile erfolgt sein. So werden etwaige Nährstofffdefizite ausgeglichen.

Blutbild vom Hund kann helfen

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, macht vorab ein Blutbild um Mängel festzustellen, die eventuell dann noch mit natürlichen Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden sollten.
Auch chemische Wurmkuren, Impfungen und/oder Spot-on´s sollten mindestens drei Wochen zurückliegen.

Um den Stoffwechsel optimal zu unterstützen, ist ausreichend Bewegung bei Hunden wichtig. Besonders vor und nach dem Entgiften ist darauf zu achten. Dabei ist die gesündeste Bewegung die Ausdauer. Daher lieber ausgedehnte Spaziergänge mit viel Freilauf unternehmen, als 10 mal den Ball werfen.

Aber auch die Flüssigkeitsaufnahme spielt beim Entgiften eine sehr große Rolle, da die Schadstoffausscheidung so unterstützt wird. Ein Großteil der Flüssigkeit sollte bereits über die Nahrung aufgenommen werden. Beim Trockenfutter beträgt die benötigte Flüssigkeitsaufnahme etwa das 10fache als beim Nassfutter oder Barfen. Daher ist Trockenfutter generell nicht zu empfehlen.

Um die Flüsigkeitsaufnahme zu unterstützen, gibt es noch ein paar Tricks:

  • Regenwasser auffangen ( schmeckt vielen Hunden besser als Leitungswasser)
  • häufiges Wechseln des Wassers
  • mehrere Trinkmöglichkeiten anbieten
  • ungesalzene Brühe oder Tee mit ins Wasser geben

Ist alles in Ordnung und der Hund fit, kann die Entgiftung beginnen!

2. Maßnahmen zur Entgiftung

Um einen Hund zu entgiften, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Hausmittel. Grundsätzlich sollte eine Darmsanierung als erstes erfolgen! Aber auf jeden Fall sollten auch die Leber und Nieren 1-2 mal im Jahr auf natürlichem Weg entgiftet werden.

Welche natürlichen Ergänzungen eignen sich für eine Entgiftung?

Regulat – Enzyme zur Entgiftung bei Hunden

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass hier lebenswichtige körpereigene Enzyme, die auch zur Entgiftung notwendig sind, aktiviert werden und die gesamte körpereigen Enzymproduktion angeregt wird. Regulat kaufen – http://amzn.to/2u9kJrH (Werbelink)

Selen – Mangel ist Ursache vieler Beschwerden

Bei der natürlichen Entgiftung spielt Selen eine große Rolle, denn es wird eine erhebliche Menge davon verbraucht. Darum ist es um so wichtiger, dem Hund während der Entgiftung Selen zuzuführen. Es ist u.a. in Paranüssen, frisch geflocktem Leinsamen, Sesam oder Knoblauch ( nicht zuviel und lieber priesenweise als Granulat ) enthalten. Gut wird Selen auch aus aufgeschlossenem Getreide wie Haferflocken, Naturreis oder Weizenvollkorn aufgenommen. (Wiki – https://de.wikipedia.org/wiki/Selen )

Vitamin E und C

Diese beiden Vitamine haben eine wichtige Bedeutung beim Entgiften. So findet sich Vitamin E beispielsweise in Weizenkeimöl und Vitamin C in Obst und Gemüse. Frisches Obst ist hier grundsätzlich zu empfehlen.

Mariendistel – Unterstützt die Leber

Schon seit Urzeiten gilt die Mariendistel als natürliches Heilmittel. Sie enthält Wirkstoffe, die der Leberentgiftung helfen, aber auch gleichzeitig deren Regeneration enorm fördert. Dabei gilt Mariendistel als das wirksamste natürliche Leberheilmittel und wird sogar in der Intensivmedizin zur Lebensrettung bei Vergiftungen hoch dosiert eingesetzt!!!

Kräuter (z.B. Bärlauch, Brennessel, Löwenzahn, Koriander)

Der Löwenzahn hat eine leber- und nierenstärkende Wirkung und kann noch vor vielen anderen Krankheiten schützen. Zu den bekanntesten blutreinigenden und entgiftenden Pflanzen zählt wohl die Brennessel, da sie die Nierenfunktion anregt und enorm harntreibend wirkt.

MSM – organischer Schwefel

Dies ist die Abkürzung für Methylsulfonylmethan. MSM ist eine der häufigsten biologisch aktiven Schwefelverbindungen in der Natur. In fast jeder Pflanze, in allen Wirbeltieren und natürlich auch im Hund kommt es vor. Kaum jemand weiß, dass Schwefel ein enorm wichtiger Bestandteil vom körpereigenen Entgiftungssystem ist. Mehr dazu – https://www.zentrum-der-gesundheit.de/organischer-schwefel-msm-pi.html

Kolloidales Silber – In höchster Qualität

Kolloidales Silber dient zur Entgiftung von Schwermetallen, denn Silber bindet zum Beispiel Quecksilber, was u.a. in Impfungen enthalten ist. Kolloidales Silber muss fachmännisch hergestellt werden, ansonsten kann es zur Argyrie (Verfärbung der Haut und der Schleimhäute ) kommen. Lagert es zu lange, verliert es seine Wirkkraft. Daher am besten selber sorgfältig herstellen mit einem speziellen Gerät, was es zu kaufen gibt.

Ausleitung der Schadstoffe beim Entgiften

Wenn die Entgiftung angeregt wird, sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass die gelösten Giftstoffe auch aus dem Körper ausgeleitet werden, sonst bringt die beste Entgiftungskur nicht viel. In erster Linie sind die funktionsfähigen Ausleitungsorgane des Hundes dafür verantwortlich, daher ist die Flüssigkeitszufuhr enorm wichtig. Doch es empfiehlt sich auch zusätzlich schadstoffbindende Mittel zuzuführen, welche die Ausleitung enorm unterstützen.

Zeolith / Mineralerde

Zeolith ist eine fein vermahlene Mineralerde und ein Meister der Entgiftung. Es verfügt über mehrere Mechanismen, um den Körper von Giften zu befreien. Zeolith bindet ähnlich wie ein Schwamm, Giftstoffe an sich. Schwermetalle, Darmgase, Säuren, Bakterien- und Schimmelgift uvm. werden einfach mit dem Kot ausgeschieden.

Betonit/ Heilerde

Heilerde besitzt die Eigenschaft, grosse Mengen an Schadstoffen aufnehmen zu können. Die Zugabe von Betonit gewährleistet, dass sich die gelösten Giftstoffe im Körper nicht verteilen, sondern wirklich ausgeschwemmt werden.

Chlorella

Chlorella ist eine Alge, die Umweltgifte wie Insektizide und Pestizide, Blei und Kadmium, aber auch viele Schwermetalle wie zum Beispiel Zinn, Quecksilber, Nickel und Palladium binden kann.
Diese Schadstoffe werden dann auf natürlichem Wege vom Hund ausgeschieden.

Zahlreiche Vitalpilze

Pilze sind für ihre entgiftende Wirkung bekannt und saugen wie Schwämme große Mengen an Giftstoffen im Körper auf. Aber bitte hier besonders auf Qualität achten! Am Besten sogar selber ziehen.

WICHTIG:
Egal welche natürlichen Entgiftungsmittel eingesetzt werden, es ist enorm wichtig auf Qualität zu achten und die hat bekanntlich ihren Preis. Billigprodukte, besonders aus Asien, können schnell gefährlich werden, da u.U. Schwermetallbelastungen, Strahlungen ect. vorliegen. Darum bitte immer auf geprüfte Qualität und Herkunftsnachweise achten.

Unterstützung bei der Entgiftung mit Homöopathie

Es gibt eine Vielzahl von homöopathischen Mitteln als Globuli oder Tropfen zur Unterstützng der Entgiftung. Je nach Beschwerden können sie individuell eingesetzt werden. Auch eine Lichttherapie ist zur Abwehrsteigerung hilfreich.

  • Toxex – löst Giftstoffe und Schlacken aus den Geweben
  • Sulfur – vielseitig einsetzbar, auch sehr gut bei Hautproblemen
  • Entoxin – als Set zur Entgiftung
  • Phönix Spagyrik – als ergänzende Entgiftungstherapie
  • Nux vomica – hilft zum Beispiel den Hund entgiften nach Antibitika
  • Okoubaka – allgemeine Entgiftung nach Schadstoffaufnahme

3. Während der Entgiftung

Natürlich kann es bei einer Entgiftung zu einigen Nebenwirkungen kommen. Da die Entgiftung dem Hund viel Energie abverlangt, kann es vorkommen, dass Bello müde oder schlapp wirkt.

Weiterhin kann es zu verstärktem Haarausfall, Schuppenbildung, trockener Haut bis hin zu starkem Juckreiz, Ekzemen, Ohrenentzündungen oder Ausschlag kommen, denn viele Hund entgiften auch über die Ohren und die Haut. Allerdings sollten diese Symptome eher Grund zur Freude sein, da sich dadurch zeigt, dass sich die Giftsstoffe auf dem Weg aus dem Körper befinden.

Nach Möglichkeit sollte dies nicht unterbunden, sondern vielmehr unterstützt werden. So kann der Hund z.B. regelmäßig gebürstet und liebkost werden. Auch die Versorgung mit essentiellen Fettsäuren ( einmal pro Woche 1-2 Eigelb) und B-Vtaminen (Bierhefe) ist sinnvoll.

Und natürlich ganz wichtig, unbedingt auf genügend Flüssigkeitszufuhr achten. Wie wäre es beispielsweise mal mit einer leckeren Trinkvariante? Dazu das Wasser einfach mit etwas Honig, Öl oder Eigelb mischen.

  • Was der Darm nicht ausscheidet, muss die Leber ausscheiden!
  • Was die Leber nicht ausscheidet, muss die Niere ausscheiden!
  • Was die Niere nicht ausscheidet, muss die Haut ausscheiden.

4. Wie lange dauert eine Entgiftung beim Hund

Die Entgiftung ist für einen Hund eine anstregende Angelegenheit und sollte demnach kurweise durchgeführt werden. Bitte auch nicht übertreiben und den Hund nicht länger als 4-6 Wochen am Stück entgiften. Je nach Schadstoffbelastung sollte eine Pause von 2-4 Wochen eingelegt werden, um den Körper wieder aufzubauen und zu stärken.

Das geschieht mit ausgewogenem und nährstoffreichen Hundefutter. Nach solch einer Pause kann eneut ein „Entgiftungsblock“ von 4-6 Wochen begonnen werden. Wie lange letztendlich eine Entgiftung dauert, ist natürlich von Hund zu Hund verschieden.

Es hängt von vielen Faktoren wie Futter, Medikamentengabe, chem. Wurmkuren und Zeckenmittel, Impfungen usw. ab. Liegen keine oder nur geringe Gesundheitsprobleme vor, reicht es, die Entgiftung 1-2mal im Jahr zur Vorbeugung durchzuführen.

5. Nach einer Entgiftung

Natürlich sollte man den Erfolg der Entgiftung bestmöglich nutzen und auf einige Dinge achten. So stellt die artgerechte, ausgewogene, schadstoffarme und nährstoffreiche Ernährung die wichtigste Unterstützung dar.

Weiterhin sollte der Hund weitestgehend vor vermeidbarer Schadstoffaufnahme geschützt werden. Medikamente, Spot Ons und Wurmkuren werden viel zu oft leichtfertig verabreicht und müssen oftmals nicht sein. Auch die Umgebung des Hundes sollte so schadstoffarm wie möglich gehalten werden. Trink -und Futternäpfe, Schlafplatz, Transportkiste ect. sollten auf Schadstoffbelastung geprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Hund scheren und trimmen

Hund scheren und trimmen

Der Körper eines Hundes ist in der Lage, eine recht konstante Körpertemperatur zu halten. Bei Menschen ist dies ganz ähnlich. Die Regulationsmechanismen funktionieren bei Mensch und Hund fast annähernd gleich. Allerdings sind die Hunde durch ihr Fell natürlich besser gegen tiefe Temperaturen geschützt. Die besten Jacken und Pullover können dagegen nicht mithalten.

Damit die Körpertemperatur im Sommer nicht zu stark ansteigt, gibt es den Fellwechsel. Das dicke Winterfell wird durch leichteres Sommerfell ersetzt. Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Mensch und Tier, der in dem Schutz vor der Überhitzung liegt – die Thermoregulation.

Thermoregulation und Wärmeausgleich

Menschen und Hunde können beide die Durchblutung der Haut regeln. Das geschieht natürlich nicht bewusst, unterstützt jedoch die Wärmeabgabe. Überprüft werden kann diese Regulation ganz einfach dadurch, indem die eigene Haut angefasst wird. Bei niedrigen Temperaturen wird sie sich ebenfalls recht kühl anfühlen. Im Sommer ist sie hingegen deutlich wärmer. Die kühle Haut sorgt dafür, dass der Mensch oder der Hund nicht auskühlt, also Wärme über die Haut verliert. Im Sommer kann dadurch Wärme abgegeben werden.

Doch Menschen kennen das Problem ebenso wie Hunde, dass dies häufig nicht ausreichend ist. Schließlich ist beiden bei hohen Temperaturen im Sommer warm. Eine perfekte Regulation gibt es somit nicht. Die Gefahr der Überhitzung ist durchaus real.

Nicht nur Mensch und Hund, sondern auch die meisten anderen Säugetiere müssen vor Hitze geschützt werden. Ansonsten kann es nicht nur zu unangenehmen Kreislaufproblemen, sondern sogar zu Schäden am zentralen Nervensystem kommen.

Der Mensch kann dies verhindern, indem er sich mit passender Bekleidung vor der Sonne schützt, im Schatten aufhält und schwitzt. Schwitzen ist zwar nicht besonders angenehm, erfüllt jedoch seinen Zweck. Bei Hunden funktioniert das nicht, denn sie können nur an ihren Pfoten schwitzen. Der restliche Körper besitzt keine Schweißdrüsen. Diese Möglichkeit, sich vor einer Überhitzung zu schützen, fällt somit fast vollständig weg.

Thermoregulation beim Hund

Die Hund Thermoregulation funktioniert hingegen anders und zwar durch das Hecheln. Denn das erzeugt eine Verdunstungskälte. Ganz ähnlich wie bei den Menschen, bei denen der Schweiß verdunstet, verdunstet hier das Nasensekret. Die Oberfläche des Naseninnenraumes ist bei einem Hund sehr viel größer als bei einem Menschen. Dadurch kann die Kühlung effektiver erfolgen. Hier verlaufen außerdem die wichtigsten und größten Adern des Tiers. Diese werden somit ebenfalls gekühlt. Das gekühlte Blut kann anschließend durch den gesamten Körper geleitet werden.

Hund im Sommer scheren oder nicht?

Hunde scheren ja oder nein? An dieser Frage scheiden sich die Meinungen der Hundebesitzer. Begründet wird das Scheren des Hundes meist damit, dass Luft an die Haut des Hundes kommen solle. Dadurch versprechen sich die Besitzer eine Abkühlung. Doch wir wissen ja bereits, dass Hunde hier keine Schweißdrüsen haben!

Außerdem kürzt die Schermaschine lediglich das Deckhhar und die Unterwolle. Dadurch erreicht man auf keinen Fall ein lockeres Fell, das Luft an die Haut lässt. Desweiteren führt jede Schur dazu, dass die Unterwolle immer dichter und dichter wird, da das Deckhaar viel langsamer wächst und es so von der Unterwolle verdrängt wird.

Daher passiert es leider immer öfter, dass das gesunde Deckhhar kaum bis garnicht mehr nachwächst. Eine Sanierung ist kaum möglich und falls doch Chancen bestehen, auf jeden Fall sehr langwierig. Der Teufelskreis beginnt und der Hund mutiert zum Plüschtier.

Das Scheren ist also nicht umsonst derart umstritten, denn meist schadet es dem Hund mehr als es tatsächlich nützt.

Nun sollte sich jeder Hundebesitzer selber die Frage stellen, ob er das Fell seines geliebten Vierbeiners wegen ein paar heißen Wochen im Jahr für immer verderben will und somit den lebenswichtigen Schutz zerstört. In vielen Fällen wächst das Fell nach der Rasur häufig nicht mehr vollständig nach. Kahle Stellen oder deutlich dünneres Fell sind dann die Folge.

Daran ist aber nicht nur die Prozedur des Scherens an sich schuld, sondern die Tatsache, dass die Hunde ohne ihr schützendes Fell häufig Sonnenbrand bekommen. Dieser verletzt die Kapillaren in den Hautschichten. Es bilden sich kleine Narben, auf denen natürlich keine Haare mehr wachsenden können.

Was sich schmerzhaft anhört, ist es für die Hunde auch. Außerdem stellt sich spätestens nach einigen Monaten ein zweites gravierendes Problem ein. Der Hund verfügt nun im Herbst und Winter über kein ausreichendes Fell mehr, um sich selbst dadurch warmhalten zu können. Ein Teufelskreis beginnt.

Damit kann zu einem deutlichen Fazit gekommen werden: Sommerschur Hund – definitiv nicht zu empfehlen!

Mögliche Folgen einer Sommerschur:

  • Deckhaar wächst langsamer nach als Unterwolle, dadurch langsamer Verlust vom Deckhaar
  • Wuchern der Unterwolle
  • durch mangelnde Durchlüftung können Ekzeme, Hotspots oder Entzündeungen enstehen
  • mattes, glanzloses Fell
  • „stinkender“ Hund, weil das Fell schlecht trocknet
  • eventuelle Verfilzungen
  • kahle Stellen da das Fell nicht mehr richtig nachwächst
  • fehlender Hautschutz, auch bei Wasseraktivitäten

Welcher Hund sollte auf keinen Fall geschoren werden?

Hunderassen bei denen sich beim Scheren die Fellstruktur ändert, dürfen nicht geschoren werden. Die Rede ist von so genannten Unterwollhunden. Diese Hunde wechseln ständig ihr Deckhaar, sowie ihre Unterwolle. Es ist der ursprünglichste Felltyp und auch der Wolf zählt dazu. Das Deckhaar als auch die Unterwolle leben 10-16 Wochen. Dann sterben die Nervenenden an den Haarwurzeln ab und das Haar wird nicht mehr versorgt, so dass es von der Haut abgestoßen wird, indem es ausfällt. Der Hund haart!

Findet hier keine artgerechte Pflege statt, kann die Unterwolle, die abgestoßen wird, mitunter so viel sein, dass sie in Büscheln im Deckhaar hängenbleibt. Durch diesen ständigen Kontakt mit den „toten“ Haarwurzel kann die Haut anfangen zu jucken und der Hund kratzt sich oft.

Aufgabe vom Deckhaar

Der Hund wird von seinem Deckhaar vor der Sonne (Sonnenbrand, Hautkrebs, Schutz der Kapillaren), vor Regen, Schmutz und Schnee geschützt. Gesundes Deckhaar erkennt man daran, dass es glänzt und eine wasser – bzw. schmutzabweisende Schicht aufweist.

Aufgabe der Unterwolle

Die Unterwolle dient zum Temperaturausgleich von Klimaunterschieden und reguliert die Temperatur des Hundes direkt an der Haut. Dabei schützt sie den Hund im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte. Allerdings ist Unterwolle nur dann temperaturrregulierend, wenn sie noch lebt, nicht verfilzt und nur leicht verschmutzt ist. Außerdem muß die tote Unterwolle entfernt werden.

Hunderassen mit Unterwolle

  • Alle Retriever… ( Golden Retriever, Labrador, Flat Coat Retriever)
  • Alle Schäferhunde
  • Australian Shepherd
  • Berner Sennen
  • Boston Terrier
  • Border Collie
  • Bulldogge
  • Collies
  • Hovawarth

  • Japan Chin
  • Landseer
  • Lang- und Kurzhaardackel
  • Leonberger
  • Neufundländer
  • Nordische Rassen (Samojede, Alaskan Malamut, Huskys etc……)
  • Owtscharka
  • Pekinese
  • Schipperke uvm.

Hunde trimmen ja oder nein?

Es gibt durchaus Hunderassen, die ebenfalls Unterwolle und Deckhaar besitzen, aber als so genannte Trimmhunde bezeichnet werden. Hierzu zählen vorallem rauhhaarige Hunderassen, bei denen das Fell hart und drahtig nachwächst. Wie der Name es schon vermuten lässt, dürfen bzw. sollten diese Hunde regelmäßig getrimmt werden, um Fell- oder Hautproblemen vorzubeugen.
Dabei ist das Trimmen nicht mit dem Scheren zu verwechseln!

Trimmen ist das Auszupfen von Haaren aus dem Fell mit einem speziellen Trimmesser oder per Hand. So werden abgestorbene und alte Haare sanft beseitigt bzw. ausgezupft und mitsamt der Wurzel entfernt. Passiert dies nicht, fängt der Hund an, sich ständig zu kratzen. Denn das tote Deckhhaar fällt bei diesen Hunden nicht aus, sondern bleibt in der Haut stecken und verhindert ein Nachwachsen. Außerdem wird auf sanfte Art und Weise auch lose Unterwolle entfernt. Nur durch das, für die Hunde schmerzlose, Trimmen kann sich wieder neues Fell bilden.

Werden diese Hunde nur geschoren, wird die alte Oberschicht nicht entfernt und das neue Haarkleid kann nicht durchstoßen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es durchaus Hunderassen gibt, die regelmäßig getrimmt werden müssen. Aber bitte von Hand mit einem Trimmesser, dem Trimmstein oder den Fingern und am Besten von einem Fachmann. Auch eine Ausbildung zum Hundefriseur kann für den Einen oder Anderen dafür interessant sein. Das Trimmen mit einer Maschine (z.B. Haartrimmer) erzielt nicht diese Wirkung.

Welche Hunde trimmen?

  • Airdale Terrier
  • Alle Spaniel und Setter
  • Alle Schnauzer
  • Belgischer Griffon
  • Border Terrier
  • Brüsseler
  • Cairn Terrier

  • Fox-Terrier,
  • harthaarige Mischlingshunde
  • Kromfohrländer Rauhaar
  • Jack Russel Terrier
  • Lakeland Terrier
  • Norwich Terrier

  • Parson Russel Terrier
  • Rauhaardackel
  • Scottish Terrier
  • Welsh Terrier
  • West Highland White Terrier (Westi)
  • Norfork Terrier

7 Tipps zum Abkühlen im Sommer für Hunde

  1. Schwimmen
  2. Wasserschlauch
  3. Pool / Planschbecken
  4. nasses Handtuch
  5. Wasserbomben
  6. selbstgemachtes Hundeis
  7. Hundespielzeug einfrieren

Von dem Scheren des Hundefells sollte im Sommer besser abgesehen werden. Doch wenn der Hund stark zu hecheln beginnt, gibt es dennoch einige Möglichkeiten, ihn abzukühlen. Ganz besonders dafür geeignet ist natürlich Wasser. Wenn der Hund gerne schwimmt oder zumindest im Wasser planscht, sollte er das bei hohen Temperaturen so häufig wie möglich tun können.

Ein altes Kinderplanschbecken würde sich für den eigenen Garten besonders gut anbieten. Auch der Gartenschlauch oder ein Rasensprenger versprechen jede Menge Abkühlung an heißen Tagen.

Kinder lieben Wasserbomben und viele Hunde Bälle! Warum bei den heißen Temperaturen nicht beides miteinander verbinden? Ein riesen Spaß für Groß und Klein. Anschließend gibt es zur weiteren Abkühlung noch ein (Hunde) Eis oder kaltes Hundespielzeug.

Bei Spaziergängen können hingegen ganz bewusst Strecken gewählt werden, auf denen der Hund sich in einem See oder Bach abkühlen kann.

Weniger schwimmbegeisterte Hunde können mit einem nassen Handtuch abgekühlt werden. Dieses wird vorsichtig auf den liegenden oder sitzenden Hund gelegt. Natürlich sollte immer darauf geachtet werden, dass der Hund ausreichend trinken kann. Ein (faltbarer) Trinknapf und eine Flasche Wasser sollten deshalb bei hohen Temperaturen immer mitgenommen werden.

Entgiftung beim Hund – Die Entgiftungsorgane

Entgiftung beim Hund – Die Entgiftungsorgane

Heutzutage basieren viele Erkrankungen auf einer zu hohen Schadstoffbelastung des Organismus.

Das trifft nicht nur auf uns Menschen zu, sondern auch auf unsere geliebten Hunde. Der Körper kann sich nicht mehr selber regulieren und die Schadstoffe richtig abbauen.

Dadurch lagern sie sich an unterschiedlichen Stellen im Körper ab und es kommt zwangsläufig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Eine niedrige Schadstoffbelastung zu erreichen, ist dabei nur bedingt möglich, denn auch Hunde kommen in unserer Umwelt ständig mit Schadstoffen in Kontakt. So zählen nicht nur Umweltgifte, synthetische Stoffe und Schwermetalle dazu, sondern auch Stress, Medikamente, chem. Wurmkuren und falsches Futter spielen eine entscheidene Rolle.

Daher ist es umso wichtiger die Schadstoffbelastung beim geliebten Vierbeiner so gering wie möglich zu halten.

Stoffwechselkrankheit beim Hund

Sollte es jedoch öfter zu gesundheitlichen Problemen kommen, wäre eine gezielte Entgiftung sinnvoll. Denn Stoffwechselkrankheiten beim Hund bleiben oft unerkannt. Eine wesentliche Rolle für die Gesundheit und einen guten Stoffwechsel spielt auf jeden Fall die richtige Ernährung, um den Organismus und das gesamte Immunsytem zu stärken, so dass jedes Teilchen seine ganz speziellen Aufgaben erfüllen kann.

Was ist Stoffwechsel

Der Stoffwechsel bei Hunden sind biochemische Prozesse, bei denen Energie aus Nahrung gewonnen wird. Im Klartext heißt das, es ist die Gesamtheit der lebenswichtigen körperlichen Reaktionen, also die Aufnahme, der Abbau, die Umwandlung, die Verwertung bis hin zur Ausscheidung der zugeführten Nährstoffe.

Ohne diesen Stoffwechsel könnten alle Körperfunktionen des Hundes nicht erhalten werden. Die Grundlage für einen gesunden und vitalen Hund ist demnach nur ein gut funktionierender Stoffwechsel. Aber was ist, wenn dieser Stoffwechsel im Körper nicht mehr so funktioniert, wie er funktionieren sollte?

Wer jetzt etwas mitgedacht hat, weiß die Antwort bereits! Funktioniert der Stoffwechsel beim Hund nicht richtig, wird die Fellnase zwangsläufig krank. Es entstehen Versorgungsmängel und auch direkte Auswirkungen auf den gesamten Organismus des Hundes.

Stoffwechselstörung beim Hund Symptome

Liegen beim Hund Stoffwechselstörungen oder Probleme vor, zeigt sich das oftmals besonders durch Haut- und Fellprobleme wie Schuppen, Juckreiz, stumpfes glanzloses Fell, kahle Stellen usw. Aber auch verminderte Leistungsfähigkeit, nicht genügend Vitalität oder plötzliche Allergien sind in den meisten Fällen unerkannten Stoffwechselstörungen zu zuschreiben. Leider bleibt diese Diagnose oft aus!

Diese unerkannten Stoffwechselstörungen beim Hund werden zum größten Teil durch einen Überschuss an Stärke (besonders in Kartoffeln enthalten) und/oder Eiweiß im Hundefutter und/oder mangelnder Futterqualität ausgelöst. Aber auch eine falsche individuelle Fütterung, beim Barfen beispielsweise, kann zu Stoffwechselproblemen aufgrund von Mineralstoff-, Vitamin und Spurenelement Mangel, Überschuss oder Imbalance führen.

Weiterhin können auch Leber- und Nierenerkrankungen, Verwurmungen, Umweltgifte oder fehlende Bewegung zu starken Problemen beim Stoffwechsel führen.

Stoffwechselstörung beim Hund Epilepsie

Auch eine Epilepsie beim Hund kann durch Stoffwechselstörungen ausgelöst werden. Dabei wird grundsätzlich zwischen zwei Arten der Epilepsie – primären und sekundär – unterschieden. Währrend die primäre, idiopathische Epilepsie bei Hunden wahrscheinlich erblich bedingt ist,  entsteht die symptomatische bzw. sekundäre Epilepsie in der Regel durch Stoffwechselstörungen, Krankheiten oder Hirnverletzungen. *

Achtung: Meistens sind es keine Futtermittelunverträglichkeiten, sondern Stoffwechselprobleme. Daher bringt eine Futterumstellung in der Regel nur kurzeitigen Erfolg, da zuerst die Ursache angegangen werden muß.

Wer kümmert sich eigentlich um den Schadstoffabbau bzw. die Entgiftung?

Die Entgiftungsorgane des Körpers

Leber, Niere, Darm, Milz und Lunge sind wohl die fünf wichtigsten Entgiftungsorgane im Körper des Hundes. Sind diese allerdings bereits überlastet, übernehmen die Ohren und die Haut des Hundes als letztmögliche Ausscheidungsorgane die Entgiftungsfunktionen.

So zeigt sich das dann beispielsweise an einer vermehrten Schuppen- oder Talgbildung oder sogar an Ekzemen und Entzündungen. Aber auch viel Schmutzansammlung in den Ohren gehört zu diesen Symptomen.

Funktioniert die körpereigene Entgiftung nicht mehr, müssen andere Schritte eingeleitet werden und eine manuelle, natürliche Entgiftung stattfinden.

Eine steigende Anzahl von Lebererkrankungen, die Zunahme von Nierenproblemen und Erkrankungen des Darmsytems bei Hunden machen die Entgiftung und anschließende Darmsanierung beim Hund zu einem aktuellen Thema.

Entgiftungsorgan Leber

Die Leber ist die Kraftzentrale im Körper! Ohne sie läuft fast nix, denn die Leber zählt zu den primären Entgiftungsorganen. Indem die Leber Toxine in weniger schädliche Substanzen umwandelt, die dann über den Dickdarm und die Nieren ausgeschieden werden können, trägt sie wesentlich zur Entgiftung bei.

Ihre Zellenregeneration ist zwar sehr hoch, doch gemessen an ihren Aufgaben, braucht auch die Leber Unterstützung, damit sie ihre körpereigene Funktion aufrecht erhalten kann und gesund bleibt.

So produziert die Leber zum Beispiel Proteine, die für die Blutgerinnung, das Immunsystem oder auch für Entzündungsprozesse zuständig sind. Das bedeutet wiederrum, wenn die Leberfunktion gestört ist, leidet darunter die Gerinnung des Blutes, die körpereigene Abwehr und es kommt vermehrt zu entzündlichen Prozessen am und im Körper.

Aber damit nicht genug! Die Leber spielt noch bei der Verwertung und Verdauung der Nahrung eine entscheidende Rolle. Hier wird zum Beispiel das Beta Carotin in das zellschützende Vitamin A umgewandelt. Auch werden in der Leber primär Hormone für die Regulierungs des Muskelaufbaus und des Körperwachstums gebildet. Weiterhin unterstützt sie den Körper bei der Speicherung lebenswichtiger Vitamine, bei der Fettverbrennung und der Zuckerreservenmobilisierung.

Durch Umweltbelastungen, Stress, überhöhte Medikamentengabe, Parasitenbefall und zum größten Teil durch falsches Futter wird das Entgiftungsorgan Leber in der heutigen Zeit wohl so stark gefordert wie noch nie. Lange Zeit kann die Leber Mangelzustände oder Überschüsse ausgleichen, aber auch dieses Organ hat seine Grenzen! Eine ständige Überforderung führt letztendlich zur Leberinsuffizienz.

Entgiftungsorgan Nieren

Auch die Nieren zählen als Ausscheidungsorgane zu den Entgiftungsorganen. Sie scheiden überschüssige Flüssigkeit und Toxine über die Blase aus.

Die wasserlöslichen Abfallprodukte aus dem Blut werden von der Leber an die Nieren geliefert. Die Aufgabe der Nieren besteht nun darin diese Abfallprodukte über die Blase und die ableitenden Harnwege mit Hilfe des Urins auszuleiten. So halten die Nieren den Flüssigkeitshaushalt des Hundes im Gleichgewicht. Außerdem ermöglicht die hohe Kapazität der Nieren große Mengen Blut zu filitrieren.

Wenn die Nieren der zunehmenden Schadstoffbelastung und der steigenden Infektionen nicht mehr gewachsen sind, kommt es zur Überbelastung. Als logische Folge kann das Blut nicht mehr richtig von harnpflichtigen Stoffen gereinigt und filitriert werden und es entsteht eine langsam steigende Rückvergiftung im Organismus. Diese kann sich mehr oder weniger negativ auf den gesamten Hund auswirken.

Eine sehr große Rolle spielt aber auch eine hohe Medikamentenbelastung und die Ernährung des Hundes. Denn die toxischen Medikamente müssen über die Nieren ausgeleitet werden. Ebenso führt eine falsche Ernährung im Bereich der Nieren zu einer Veränderung der Stoffwechselkette, was bei Überbelastung zur Stausucht (Endobiose Störung) führt. Auch Insuffizienzen oder Erkrankungen anderer Organe, sowie giftige Substanzen und Allergien, wirken sich schädigend auf die Nieren aus.

Entgiftungsorgan Darm

Er gilt als „Zentrum der Gesundheit“ und das nicht ohne Grund! Die Rede ist vom Darm! Hier befinden sich sagenhafte 80% der Immunzellen. Eine gesunde und ausbalancierte Darmflora stärkt und nährt das gesamte Immunsystem des Hundes.

Der Darm ist aber nicht nur ein entscheidenes Verdauungsorgan, sondern auch ein extrem wichtiges Entgiftungsorgan. Über den Darm findet die Toxinbeseitigung aus der Leber und dem Verdauungssytem beim Hund statt.

Stress, Vergiftungen ( z.B. durch Impfungen, chem. Wurmkuren, Medikamente), Infektionen ( Bakterien, Viren, Parasiten oder Pilze), Erkrankungen anderer Organe und nicht artgerechtes Futter wirken sich dabei negativ auf den Darm aus und er kann mit der Zeit nicht mehr richtig arbeiten. Viele Krankheiten haben dann hier ihren Ursprung! Deshalb ist auch der erste Schritt zur richtigen Entgiftung die natürliche Darmreinigung bzw. Darmsanierung beim Hund.

Entgiftungsorgane Lunge und Milz

Die Lungen tragen zur Entgiftung bei, indem sie beim Ausatmen Toxine abgeben. Dabei gilt der Grundsatz, je tiefer die Atmung ist, desto mehr wird der Lymphfluss angeregt. Dies verbessert dann zusätzlich die Entgiftung.

Besonders in der traditionellen chinesischen Medizin wird der Milz eine entscheidene Rolle als Entgiftungsorgan zugesprochen. Aber wo sie liegt und was genau ihre Aufgabe ist, wissen sicherlich nur wenige. Sie liegt links im vorderen Bauchraum, wird sehr stark durchblutet und ist von einer dehnbaren Kapsel umgeben.

Die Milz ist ein wichtiges Kreislauf- und Abwehrsytem Organ. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, kaputte und alte Blutzellen auszusortieren und wieder aufzubauen.

Die Milz kann dabei etwa 20% des Gesamtblutvolumens speichern und in einem Notfall, beispielsweise bei starkem Blutverlust, wieder abgeben. Außerdem steuert sie wichtige Hormone und hilft bei der Beseitigung und Abwehr von Infektionserregern.

*Quelle: https://www.tiho-hannover.de/kliniken-institute/institute/institut-fuer-tierzucht-und-vererbungsforschung/forschung/forschungsprojekte-hund/idiopathische-epilepsie/

TEIL 2 Richtige Entgiftung beim Hund – Wie Sie Ihren Hund entgiften (Anleitung)
TEIL 3 Natürliche Darmsanierung beim Hund – So geht´s

Verdauung bei Hunden

Verdauung beim Hund

Verdauung bei Hunden

Hunde gehören zu den carnivoren Tieren. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie fleischfressende Tiere sind. Das Verdauungssystem ist beim Hund dabei weitestgehend genauso aufgebaut wie bei seinem Urahnen dem Wolf.¹

Doch Wölfe bzw. Hunde verspeisen in der Natur nicht nur das rohe Fleisch ihrer pflanzenfressenden Beutetiere, sondern auch deren jeweiligen Darminhalt. Also kann ein Hund durchaus auch pflanzliche Nahrung verwerten, wenn sie „vorverdaut“ aufgenommen wird.

Denn Hunden fehlt das entscheidene Enzym pflanzliche Nahrung selber richtig aufzuspalten.

Entgegen vieler anderer Meinungen, ist der Hund in erster Linie ein Fleischfresser, was sich auch an seinem deutlich kürzeren Darm zeigt. Natürlich hat sich die Verdauung im Laufe der Evolution auch angepasst.

Trotzdem: Der Hund ist, was er is(s)t!

Die Grundvoraussetzung für ein langes und gesundes Hundeleben ist und bleibt eine artgerechte Ernährung vom Welpenalter an. Nur so können alle Lebensfunktionen optimal ablaufen!

Eine gute Verdauung und ein gesundes Vedauungssystem stellen dabei die lebenswichtigen Nährstoffe zur Versorgung des Hundes sicher. Denn alles was der Hund zu sich nimmt, wird unter Mithilfe von Verdauungsenzymen im Verdauungskanal in kleinste Bausteine zerlegt. Eine zentrale Rolle bei der Verdauung spielt der Darm.

Die Gesundheit beginnt im Darm

Desto stabiler also der tierische Verdauungstrakt ist, desto weniger ist der Hund für Krankheiten anfällig! Eine weitere besonders große Rolle bei der Verdauung spielen zusätzlich die Leber und die Bauchspeicheldrüse, welche immer häufiger entzündet ist.

Die Leber regelt dabei nicht nur den Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel, sondern ist auch für die Speicherung und Produktion von Vitaminen verantwortlich. Die hier produzierte Gallensäure fördert die Verdauung von fetthaltigen Nahrungsbestandteilen im Darm. Außerdem ist die Leber ein wichtiges Entgiftungsorgan.

Infografik: Verdauungsorgane Hund

Wie funktioniert das Verdauungssytem

Der Verdauungskanals des Hundes hat die Aufgabe, Nahrung aufzunehmen, zu zerkleinern und umzuwandeln. So wird sie für den Organismus verwertbar gemacht und außerdem können nur so einzelne, wichtige Stoffe in das Blut und die Lymphen transportiert werden. Die Verdauung ist dabei ein sehr komplexes System. Jedes Teilchen und jedes Organ erfüllen hierbei ihre speziellen Aufgaben.

Verdauungsvorgänge im Maul

Mit Hilfe der Zähne und der Zunge gelangt die Nahrung in das Maul des Hundes. Hunde sind von Natur aus Schlingfresser, das bedeutet sie nutzen ihre Zähne zum Reißen oder Halten Ihrer Beute, aber kaum zum Kauen.

Daher ist es auch ein Märchen oder eher eine clevere Marketingstrategie der Werbeindustrie, dass Trockenfutter besser für die Zähne ist. Mundgeruch und Zahnstein beim Hund entsteht in erster Linie durch Zucker oder Zuckersatzstoffe im Futter, egal ob Trockenfutter oder Nassfutter!

Im Maul kommt nun der Speichel hinzu, der aber beim Hund lediglich die Aufgabe hat, die Nahrung besser „flutschen“ zu lassen. Er enthält keine Verdauungsenzyme wie im menschlichen Speichel. Denn beim Hund fängt die enzymatische Verdauung erst im Magen an, nicht wie bei uns Menschen bereits im Mund.

Verdauungsvorgänge im Magen

Nun gelangt die Nahrung durch die Speiseröhre bis zum Mageneingang. Im Magen vermischt sie sich dann mit den ersten Verdauungssäften. Die Magenschleimhat produziert den Magensaft.
Im Gegensatz zum menschlichen Magen liegt der pH Wert beim Hund mit 1-2 deutlich geringer. Das ist für die Reduzierung der Keimanzahl und Keimaktivitäten von Bedeutung. Zwischen den Mahlzeiten wird übrigens kein Magensaft produziert.

Wenn dann irgendwann ein bestimmter pH Wert und Fülldruck erreicht ist, öffnet sich der Magenausgang. Nun gelangt der Nahrungsbrei in kleinen Mengen in den ersten Dünndarm Abschnitt, den Zwölffingerdarm. Es dauert also eine gewisse Zeit, bis der komplette Magen wieder entleert ist. Das ist wichtig bei der Zusammenfütterung von Trocken- und Nassfutter zu wissen.

Achtung: Minderwertiges oder stark fetthaltiges Futter, Futtermittelunverträglichkeiten, plötzlicher Futterwechsel und/oder unangemessen große Futtermengen können eine Ursache für Magenprobleme und Verdauungsstörungen sein!

Verdauungsvorgänge im Dünndarm und Zwölffingerdarm

Aus der Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse kommen nun weitere Verdauungsenzyme in den Dünndarm, die hier Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße abbauen. Durch Schleimhautfalten auf denen sich Zotten befinden, wird im gesamten Dünndarm eine Oberflächenvergrösserung erzielt.

Diese Zotten ragen wir kleine Finger in den Darm hinein und darauf befinden sich wiederum Ausstülpungen, für eine weitere Oberflächenvergrößerung, damit die Nahrung und ihre Bestandteile hier auch richtig abgebaut werden können. Denn im Dünndarm finden die meisten Abbauvorgänge statt.

Nahrung in der Gluten² (aus lat. glūten „Leim“ oder auch Klebereiweiß) enthalten ist, verklebt langfristig die Zotten und Zwischenräume, wodurch der natürliche Nährstoff Abbau extrem gestört wird. Krankheiten und Allergien sind dann oftmals die Folge.

Verdauungsvorgänge im Dickdarm

Der restliche Nahrungsbrei gelangt nun in den Dickdarm.

Hier werden dann nur noch vorhandenes Wasser, Vitamine, Mineralstoffe und die Elektrolyte ( Salze ) resobiert. Dem Nahrungsbrei wird demnach die Feuchtigkeit entzogen, er wird eingedickt und zu Kot geformt. Aber auch die Zellstoffwechsel-Abfallprodukte werden im Dickdarm an die Leber abgegeben.

Am Ende der Verdauungsvorganges gelangt der nun ehemalige Nahrungsbrei idealerweise als „Hundewurst“ in den After, wo sich auch die Analdrüsen oder Analbeutel befinden. Sie geben ein Sekret ab, das zur Befeuchtung und damit dem leichteren Kot Abgang und gleichzeitig als Erkennungsmerkmal z.B. Reviermarkierung dient.

Die Kotkonsistenz liegt dabei an der Geschwindigkeit mit der er den Dickdarm passiert. Die richtige und artgerechte Ernährung spielt also eine wesentliche Rolle.

Zu langsamZu schnell
Vermehrter WasserenzugZu wenig Wasserenzug
Kot dickt einKot zu dünn
Schweres Absetzen / SchmerzenDurchfall
VerstopfungsgefahrMögliche Analdrüsenprobleme

Wie lange dauert die Verdauung beim Hund?

Wie lange die Verdauung beim Hund dauert hängt von vielen Faktoren ab. Die Verdaulichkeit, die Fütterungshäufigkeit und Art des Hundefutters spielen beim Verdauungsvorgang eine entscheidene Rolle. Einen weiteren großen Einfluss auf die Darmwandaktivität und Dauer hat der Anteil an Ballaststoffen ( unlösliche Pflanzenfasern) im Futter. Manche Hunde fressen instinktiv Gras. Denn Gras enthält wichtige Ballaststoffe, welche die Verdauung anregen oder bei Verdauungsproblemen helfen.

Normalerweise liegt die gesamte Verweildauer im Magen-Darm Trakt bei 24 – 36 Stunden. Dabei bleibt die Nahrung etwa 2-8 Stunden im Magen, 1-2 Stunden im Dünndarm und circa 18 – 24 Stunden im Dickdarm. Die eigentliche Verdauungsarbeit im Dünndarm ist also in relativ kurzer Zeit vollzogen.

Genau deshalb ist es wichtig, dass diese Phase auch effektiv genutzt wird. Nur so kann der Hund den größten Nutzen aus dem Hundefutter ziehen. Das wiederrum wird hauptsächlich durch eine gesunde und stabile Darmwand erreicht.

Merke: Zucker und Gluten wie es im Getreide vorkommt (Klebereiweiß) schädigen die Darmschleimhaut, so dass die natürliche Nährstoff und Vitaminaufnahme behindert wird.
Allergien, Krankheiten und Verdauungsstörungen bei Hunden sind die Folge!

Welche Nährstoffe braucht der Hund?

Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette gehören zu den Hauptnährstoffen. Vitamine und Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente) sind weitere Nährstoffe, die der Hund braucht. In der Hundenahrung sollten die Nährstoffe bedarfsdeckend und ausgewogen enthalten sein.

Natürlich ist der Nährstoffbedarf nicht bei jedem Hund gleich. Er ist von vielen Faktoren abhängig, so zum Beispiel vom:

  • Alter
  • Gewicht
  • Rasse
  • körperlichen Aktivitäten
  • geistigen und körperlichen Anforderungen
  • Erkrankungen

Eine tragende Hündin ab der 2. Trächtigkeitshälfte hat logischerweise einen erhöhten Nahrstoff- und Energiebedarf, damit die Kleinen optimal heranwachsen. Welpen im Wachstum wiederrum haben einen höheren Eiweißbedarf als erwachsene Hunde. Diese speziellen Bedürfnisse spielen auch bei der Ernährung eine wichtige Rolle, um einer Fehl – und Mangelernährung vorzubeugen.

Nährstoffzerlegung beim Verdauungsprozess

Lebenswichtige Nährstoffe werden während des Verdauungsprozesses zerlegt. Eine Unter- oder Überversorgung kann dabei drastische Folgen beim Hund haben. Das ist besonders für Barfer wichtig zu wissen, damit die Futterrationen optimal zusammengestellt werden können.

Was passiert denn nun beim Verdauungsprozess?

Fette werden zu Fettsäuren und Glycerin abgebaut. Einige Fettsäuren müssen aber mit der Nahrung aufgenommen werden, da der Hund sie nicht selber produzieren kann.

Kohlenhydrate werden zu der kleinsten Baueinhait, dem Einfachzucker gespalten. Die Glukose, also der Traubenzucker ist hier wohl der bekannteste Vertreter und der wichtigste Energielieferant im Organismus des Hundes. Auch der Fruchtzucker, die Fruktose gehört hierzu.

Außerdem werden Eiweiße zu Aminosäuren abgebaut, diese dienen dazu Körpergewebe aufzubauen. Einige essentielle Aminosäuren wie beispielsweise Arginin und Methionin kann der Hund nicht selber produzieren. Daher müssen diese mit der Nahrung aufgenommen werden. Fehlen sie, kann der Hund körpernötige Eiweiße nicht herstellen .

Weiterhin werden noch Mineralstoffverbindungen gespalten. Nachdem die einzelnen Mineralstoffe aus dem Dickdarm resorbiert wurden, sind sie für den Körper nutzbar. Wichtige Vitamine werden aus dem Darm in den Körper aufgenommen und nicht abgebaut.

Liegt ein Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen wie zum Beispiel Vitamin C oder B vor, werden diese über den Harn ausgeschieden. Wohingegen sich ein Überschuss an fettlöslichen Vitaminen (A,D,E,K) in der Leber anreichen kann. Wichtig ist, dass es sich nicht um syntetische Vitamine handelt.

Verdauung anregen beim Hund

Es können viele Ursachen in Betracht kommen, wenn es mit der Verdauung nicht richtig klappt. Schon auf die kleinsten Veränderungen kann der Darm des Hundes empfindlich reagieren. Eine ungünstige Ernährung oder Bewegungsmangel können dabei schnell zu einer Darmträgheit führen. Auch Virus Infektionen, Parasitenbefall, Impfungen usw. bringen den Verdauungsrhythmus beim Vierbeiner in der Regel vollkommen aus dem Takt.

Allerdings gibt es eine Vielzahl an Heilpflanzen, Kräutern und Gewürzen, welche auf natürliche Weise den Darm und somit die Verdauung beim Hund anregen. So können unangenehme Beschwerden wie Verstopfungen, Blähungen oder Durchfall gelindert oder sogar ganz vermieden werden. Außerdem sollten folgende Dinge beachtet werden, um die Verdauung beim Hund gesund zu erhalten:

  • ausreichend Bewegung und Beschäftigung
  • genügend Trinkwasser anbieten
  • täglich 1 – 2 Portionen Futter
  • Faserstoffe (Reis, Gemüse, Obst) fördern die Verdauung
  • Bierhefe für gesunderhaltene Milchsäure Bakterien Ansiedlung und Versorgung mit lebenswichtigen Vitaminen sowie Vitalstoffen
  • Leinsamen oder Leinöl schützt und pflegt die Magen-Darmschleimhaut
  • Hundefutter ohne Konservierungs-, Aroma- und Zusatzstoffe füttern
  • Tonerde liefert Mineralstoffe

Warum Verstopfung, Blähungen oder Durchfall bei Futterumstellung

Wir wissen ja nun schon eine Menge über die jeweiligen Verdauungsorgane und das Verdauungsystem des Hundes. Wird nun das Hundefutter umgestellt, ändert sich natürlich die Zusammensetzung des Futters und die jeweiligen Verdauungssäfte müssen angepasst werden.

Deswegen muss zwangsläufig auch eine Umstellung innerhalb der Verdauungsorgane und des Stoffwechsels stattfinden.

Bei einigen Hunden treten darum während einer Futtermittel Umstellung ( besonders auf höherwertiges, fleischreicheres Futter) Verstopfung, Blähungen oder Durchfall auf. Aber auch breiiger Kot, Schleim im Kot oder mit Schleim überzogene Hundewürste sind keine Seltenheit bei einer Futterumstellung. Manche Hunde entgiften auch.

Keine Sorge, das ist völlig natürlich! Solange dies nur vorübergehend für ein paar Tage der Fall ist, sollte dem keine große Beachtung gewidmet werden. Der Hund muss nur öfter rausgelassen werden, damit er „seine Geschäfte“ erledigen kann.

Deshalb sollte die Hundefutter Umstellung auch stets langsam erfolgen!

Wichtig ist aber zwischen Futterumstellung und eventuellen Infektionen, Überanstrengung oder chemischen Behandlungen (auch Wurmkur, Zeckenmittel usw.) zu unterscheiden. Für die Unterscheidung ist wohl unerlässlich zu wissen, wie das Allgemeinbefinden des Hundes ist. Ist dies trotz Durchfall und Co. gut, sind es lediglich Symptome der Futterumstellung. Ist der Hund aber den ganzen Tag malade, können andere Ursachen oder Krankheiten der Grund sein.

¹http://www.senckenberg.de/root/index.php?page_id=5206&year=2015&kid=2&id=3524
²https://de.wikipedia.org/wiki/Gluten